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  • Prince of Persia: Revelations im Gamezone-Test

    Die grafisch grandiose PSP-Umsetzung leidet unter sehr hässlichen Technik-Problemen.

    Endlich bekommt der persische Prinz auch auf Sonys PSP ein eigenes Abenteuer spendiert. Ganz neu ist das Spiel allerdings nicht, vielmehr handelt es sich bei "Prince of Persia: Revelations" um eine erweiterte Portierung von "Prince of Persia: Warrior Within", welches auf den Konsolen vor gut einem Jahr als zweiter Teil der preisgekrönten Trilogie erschienen ist.

    Man staunt sicherlich nicht schlecht, wenn man als Kenner der "Prince of Persia"-Serie zum ersten Mal die PSP-Version über den Bildschirm des edlen Handhelds flimmern sieht: In Bezug auf die Grafik muss man die Unterschiede zum Original auf der PS2 fast schon mit der Lupe suchen, die Entwickler haben es tatsächlich geschafft, das spannende Abenteuer des Prinzen auf die technisch deutlich schwächere PSP umzusetzen. Dafür haben sich die Macher auf jeden Fall ein dickes Lob verdient, allerdings ist das optische Feuerwerk auch zu einem großen Preis erkauft worden: Eklatante technische Mängel trüben den Spielspaß bisweilen sehr und drücken die Wertung für das ansonsten sehr vorbildlich umgesetzte Spiel. Auf diese unschönen Probleme gehen wir später im Absatz zur Technik noch genauer ein, doch zuvor wollen wir Serien-Neulingen noch ein paar Details zu Gameplay und Story verraten.

    Comeback als dunkler Prügelprinz

    Prince of Persia: Revelations Prince of Persia: Revelations Wer den Lauf der Zeit beeinflusst, übernimmt nicht nur viel Verantwortung, sondern handelt sich unter Umständen auch gewaltigen Ärger ein. Als der namenlose Prinz in seinem vergangenen Abenteuer dem tödlichen Sand der Zeit um haaresbreite entging, veränderte er sein Schicksal und damit den Lauf der Zeit. In solchen Fällen tritt der Dahaka auf den Plan, ein mächtiger Wächter der Zeit, welcher Querulanten der Zeitlinie mit tödlicher Gewalt ihrem vorbestimmten Schicksal zuführen soll. Der Prinz flüchtet seither vor seinem finsteren Henker und macht sich auf den beschwerlichen Weg zur Insel der Zeit, um dort die Herrscherin selbiger mittels eines gewagten Sprungs in die Vergangenheit von der Erschaffung des Sandes der Zeit abzuhalten.

    Das angenehme Leben als Thronfolger, ist damit endgültig vorbei - die ständige Verfolgung des Dahaka hat den Prinzen zu einem echten Kerl gemacht. Aus diesem Grund hat man dem gelenkigen Helden einen völlig neuen Look spendiert und aus dem einst zart besaiteten Prinzen ist nun ein finsterer und narbenbehafteter Krieger geworden. Dieser neue Look zieht sich durch das gesamte Spiel, alles ist nun deutlich dunkler und gar nicht mehr so zauberhaft schön wie in den Märchen aus 1001 Nacht. Manche Spielabschnitte sind sogar vollständig in Grautöne getaucht, zudem geht es in den Kämpfen nun um einiges brutaler und blutiger zur Sache. Ganz besonders die Musik fällt dabei auf, da die markigen Heavy Metal Klänge während der Kampfeinlagen nicht so recht zu einem Prinzen aus Persien passen wollen. Auch wenn der massive Stilwandel aufgrund der Story verständlich ist und somit auch ein deutlich sichtbarer Unterschied zum Vorgänger erreicht wurde, konnten wir uns nie vollständig damit anfreunden. Der dunkle Prinz erreicht einfach nicht die charmante Klasse seiner Jugend, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass wir diesmal keine Romanze mit der Tochter des Maharadschas miterleben dürfen. Das Ganze bleibt natürlich größtenteils Geschmackssache, aber ein persischer Prinz macht sich in einem typisch persischen Umfeld unserer Meinung nach einfach besser.

    Spielerisch immer noch in Höchstform

    Prince of Persia: Revelations Prince of Persia: Revelations Die Umsetzung auf die PSP hat dem Prinzen in Bezug auf seine Fähigkeiten überhaupt nicht geschadet: Immer noch springt der Prinz so elegant wie kein anderer Polygonheld durch die trickreich gestalteten und mit riskanten Fallen gespickten Räume. Die Sprungeinlagen sind diesmal sogar noch kniffliger ausgefallen und benötigten nicht selten eine präzise Planung mit Hilfe der verschiedenen Kameraeinstellungen. Solltet ihr hier einmal den Löffel abgeben, ist aber definitiv nicht das Spiel daran schuld, jede Kante und jeder Pixel ist bis ins letzte Detail durchdacht und genau deshalb macht das Springen mit dem Prinzen auch so enorm viel Spaß. Einige Spielereien wie an Wänden hängende Seile oder auf schmalen Balken stattfindende Kämpfe sorgen auch bei erfahrenen Persern für absolute Hochspannung vor dem Bildschirm. Nicht selten ist man einfach vom verbauten Ideenreichtum der Entwickler überwältigt und wünscht sich immer weitere und noch abgedrehtere Eskapaden des namenlosen Helden in Schwindel erregender Höhe. Solltet ihr es dennoch einmal vermasseln und euch zudem der rettende Zeitsand ausgegangen sein, bleiben immer noch die größtenteils sehr gut gesetzten Checkpoints und Speicherpunkte. Meist hat man einen dieser Punkte vor besonders kniffligen Stellen und Gegnern positioniert, wodurch Frustgefühle fast vollständig vermieden werden. Allerdings sind einige Zwischenbosse und Sprungpassagen auch auf dem leichtesten der drei wählbaren Schwierigkeitsgrade ziemlich knackig ausgefallen, unerfahrene Neulinge könnten damit so ihre Probleme haben.

    Prince of Persia: Revelations Prince of Persia: Revelations Die Fähigkeit des Prinzen mit seinem Talisman die Zeit verändern zu können, spielt natürlich auch eine ganz große Rolle: Zum lebensrettenden und innovativen Rückspul-Feature und der sehr hilfreichen "Slow Motion" sind nun sogar ein paar Attacken auf Zeitbasis hinzugekommen. Der verbrauchte Zeitsand kommt ganz automatisch durch das Erledigen von Feinden zurück oder findet sich in einer der zahlreich herumstehenden Kisten. Unsere möglichen Spezialangriffe erweitern sich im Laufe der ca. 15-stündigen Spielzeit, genau wie das Waffenarsenal: Mit jedem erreichten Teilabschnitt wird euch eine neue und bessere Waffe überlassen, welche zudem auch neue Spielbereiche zugänglich macht. Wer besonders fleißig sucht, findet auch so manchen Geheimgang, wo sich neben umfangreichem Bonusmaterial auch das ein oder andere Upgrade in Sachen Lebensenergie finden lässt.

    Die PSP-Umsetzung wurde zudem noch um einige, vollständig neue Levelabschnitte erweitert. Manchmal ist nur eine Fallgrube hinzugekommen, an anderen Stellen sind es ganze Areale, die eigens für die PSP-Besitzer entwickelt wurden. Trotzdem bleibt das Spiel die meiste Zeit dem großen Bruder treu und wer bereits "Warrior Within" durchgespielt haben sollte, braucht sich wegen der paar Neuerungen nicht extra die PSP-Umsetzung zu kaufen.

    Problembehaftete Zeitreisen

    Die mysteriöse Insel der Zeit macht ihrem Namen alle Ehre und gibt euch an vorgegebenen Stellen die Möglichkeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Daraus lassen sich natürlich trickreiche Puzzles stricken, wovon die Entwickler auch regen Gebrauch gemacht haben. Eine Veränderung in der Vergangenheit öffnet zum Beispiel Türen in der Gegenwart oder setzt Mechanismen in Gang die dazu benötigt werden. Die Zeitspringerei ist aber auch der Grund für einen ganz zentralen und nicht unerheblichen Kritikpunkt: Da die Zeitportale sich grundsätzlich am Ende von fallengespickten Einbahnstraßen der Level befinden, kommt ihr nicht daran vorbei die teilweise sehr langen Zugänge zweimal - nämlich in der Vergangenheit und in der Gegenwart - abzulaufen. Zudem verändert ein Zeitsprung zwar das optische Erscheinungsbild der Räume und auch so manches Puzzle, aber irgendwie hat man trotzdem die meiste Zeit das unangenehme Gefühl den aktuellen Abschnitt schon einmal gespielt zu haben. Dieser zweigleisige Spielaufbau sorgt nicht selten für unnötige Verwirrung und erreicht leider auch nicht die Klasse von "Sands of Time" oder "The two Thrones" in Sachen abwechslungsreichen Leveldesign.

    Schöner prügeln als Ernst August

    Prince of Persia: Revelations Prince of Persia: Revelations Der Prinz kämpft sich ziemlich abwechslungsreich durch die intelligenten Gegnerscharen, was größtenteils an einem sehr komplexen, aber dennoch intuitiv bedienbaren Combosystem liegt. Alle vier Knöpfe der PSP werden dabei mit einbezogen, wodurch sich bis zu sechs effektvolle Verkettungen verschiedener Angriffe realisieren lassen. Wer den Dreh richtig raus hat und sich die im Pausebildschirm aufgeführten Schlagkombinationen zu Gemüte führt, legt so manchen Gegner mit einer einzigen Kombination auf die Matte, was bei den zahlreichen und teilweise ziemlich knackigen Kämpfen nur von Vorteil sein kann. Zudem könnt ihr feindliche Attacken per Tastendruck abwehren, ihnen Ausweichen oder Säulen und Wände für den Ausgangspunkt tödlicher Sprünge missbrauchen. Ihr trefft im Laufe des Spiels auch auf besonders dicke und auch schwere Zwischengegner, welche zwar allesamt sehr imposant dargestellt sind, jedoch bis auf wenige Ausnahmen nach dem exakt selben Verhaltensmuster angreifen. Im Gegensatz zu "Sands of Time" und dem aktuellen "The two Thrones" basiert das Gameplay von "Revelations" zu großen Teilen auf minutenlangen Kämpfen, welche zwar angenehm vielschichtig sind, im Vergleich zu den genialen Klettereinlagen aber trotzdem abfallen.

  • Prince of Persia: Revelations
    Prince of Persia: Revelations
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    14.12.2005
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Prince of Persia: Revelations
Prince of Persia: Revelations im Gamezone-Test
Die grafisch grandiose PSP-Umsetzung leidet unter sehr hässlichen Technik-Problemen.
http://www.gamezone.de/Prince-of-Persia-Revelations-Spiel-28468/Tests/Prince-of-Persia-Revelations-im-Gamezone-Test-990591/
16.12.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/pop_revelations_5.jpg
tests