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  • Prince of Persia: Rival Swords im Gamezone-Test

    Der Prinz turnt nun auch auf der Wii. Doch was hat sich seit "The Two Thrones" verändert?

    Mit dem Release der Playstation 3 ist das Feld der Next-Generation Konsolen nun endlich komplett. Während man in der alten Generation ein Spiel noch problemlos auf allen drei Systemen umsetzen konnte, ohne gravierende Unterschiede, ist das heute nicht mehr möglich. "Prince of Persia: The Two Thrones" erschien vor einiger Zeit auf PS2, Cube und Xbox. Die Unterschiede zwischen den Versionen waren minimal. Mit Wii ist das nun anders. Während man Einbußen bei der Grafik hinnehmen muss, hat man sich dafür umso mehr in Punkto Steuerung einfallen lassen. Aus diesem Grund hat man sich vermutlich auch bei Ubisoft dafür entschieden, eine Neuauflage von "The Two Thrones" auf Nintendos Wii zu bringen. Das Ganze heißt nun "Rival Swords" und lässt euch ordentlich die Wii-Remote schwingen. Weg vom althergebrachten Controller, hin zu neuen Arten der Bedienung. Doch wird das Spiel dadurch auch wirklich besser?

    Ein herzliches Willkommen...

    Prince of Persia: Rival Swords Prince of Persia: Rival Swords Nachdem der gepeinigte Blaublüter in "Warrior Within" die Insel der Zeit besucht hat, um dort Vergangenheit und Gegenwart wieder ins Lot zu bringen, kehrt er nach vier Wochen auf hoher See in seine ursprüngliche Heimat zurück. Doch das schöne Babylon wird von einer unbekannten Armee belagert. Die gigantische Stadt zwischen Euphrat und Tigris ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und überall in den Straßen trifft der entsetzte Prinz auf Leichen und ausgebrannte Häuser. Auch seine Begleiterin Kaileena, die Kaiserin der Zeit, gerät unmittelbar nach der Ankunft in die Fänge der befremdlichen Besatzer. Und als ob das nicht schon genug Ärger wäre, infiziert sich der Prinz bei einem ersten Befreiungsversuch auch noch mit dem gefürchteten Sand der Zeit. Eine dunkle Macht beginnt in ihm zu wachsen und es passiert immer öfter, dass der Dunkle Prinz den innerlichen Zweikampf gewinnt und die vollständige Kontrolle über den einst so schüchternen Thronfolger übernimmt. Seine Reise zum Turm von Babylon wird keine leichte Aufgabe sein und neben einem Wiedersehen mit seiner einstigen Helferin Farah erwarten den stark vom Kampf gezeichneten Prinzen noch viele weitere und vor allem actiongeladene Überraschungen.

    Tiefe Schluchten, messerscharfe Klingen und der athletische Prinz

    Prince of Persia: Rival Swords Prince of Persia: Rival Swords Nicht ganz so überraschend sind die vielen Fallen, die scheinbar in ganz Babylon anzutreffen sind und mit denen unser Prinz bereits bestens vertraut ist. Wieder einmal machen ihm messerscharfe Klingen und stachelbesetzte Fallgruben das Leben schwer. Auch die drehenden Stachelsäulen und die rotierenden Säbel sind wieder mit dabei. Das ganze Spiel über tauchen hier und da Passagen auf, in denen ihr ebensolchen Gefahren entkommen und geschickt einen Weg zwischen den Fallen hindurch finden müsst. Doch sie sind überall - ob in den Wänden oder im Boden. Genaues Timing ist daher angesagt. Ein Glück, dass der Persische Prinz ein solch athletischer Kerl ist und als Kind anscheinend nie im Turnen gefehlt hat. Mit seinem Geschick, seiner Schnelligkeit und seinem sensationellen Gleichgewichtssinn, ist alles zu schaffen (oder zumindest fast alles).

    Das braucht er auch um an die verwinkeltsten Stellen gelangen zu können. Durch die Schlacht in Babylon ging so einiges in die Brüche. Häuser sind teilweise zerstört, Durchgänge blockiert oder Treppen im Schutt verschwunden. Seine Reise ist somit alles andere als ein Spaziergang und oft muss unser Held sehr einfallsreich sein, um an sein Ziel zu gelangen. Wie ein räudiger Dieb schleicht er durch die Gassen, die einst seine Heimat waren und mit denen er so viele Erinnerungen verbindet. Er sucht nach Schlupflöchern durch die er seinen Weg zum Turm nach Babylon erreichen kann. Dabei dienen ihm Vorsprünge an Mauern, Risse in den Wänden, Fahnenmasten, die Dächer der Häuser und viele weitere unscheinbare Dinge als Wegweiser. Man muss häufig zweimal hinschauen, bis man eine dieser Kleinigkeiten bemerkt. Solche Kletterpassagen kommen im Spiel extrem häufig vor. Man kehrt ein wenig zurück zu seinen Wurzeln und legte das Augenmerk daher auf diesen Faktor, was aber genau die richtige Entscheidung war. Es macht unendlich viel Spaß den Prinzen von Vorsprung zu Vorsprung zu hetzen, weil es zwar schon ein wenig übertrieben ist, was der Gute alles leistet, aber irgendwie dennoch realistisch wirkt. Wie ein Spitzenturner der top in Form ist. Anders als diese extrem übertriebenen Aktionen, die man von Mr. Bond oder ähnlichen Actionhelden so kennt und ganz ohne technischen Schnickschnack wie Enterhaken-Uhren oder solchen Kram. Er setzt auf orientalische Natürlichkeit und bedient sich lediglich einiger Stichwaffen, um seine Feinde auf Distanz zu verweisen.

    Der Dolch der Zeit in euren eigenen Händen

    Prince of Persia: Rival Swords Prince of Persia: Rival Swords Das ist jedoch gar nicht so häufig nötig, denn die Kämpfe sind relativ gering gehalten und nicht ganz so anspruchsvoll. Dafür werden sie aber auf ganz neue Art und Weise bestritten. Die Wii-Remote stellt dabei den Dolch der Zeit dar, den ihr stets bei euch tragt, sobald ihr ihn einmal gefunden habt. Mit dem Nunchuk werden die Waffen geschwungen, die ihr euren Feinden abgenommen oder irgendwo aufgesammelt habt. Man hat sich ein System einfallen lassen, damit man nicht einfach nur drauflos fuchtelt, sondern gezielt angreifen und auch Combos einsetzen kann. Schlägt man beispielsweise zweimal mit dem Nunchuk zu, anschließend zweimal mit der Wii-Remote und dann wieder zweimal mit dem Nunchuk, so wird eine Attack ausgelöst, die sich "Peinigender Taifun" nennt und den Gegnern ordentlich zusetzen sollte. Es können auch noch Tasten dabei gedrückt werden um Sprungangriffe und dergleichen auszuführen. Somit macht es wirklich Sinn gezielt darauf zu achten, wie man die Fernbedienung und den Nunchuk schwingt. Natürlich funktioniert es auch oft recht gut, wenn man einfach wild durch die Gegend schlägt, aber wo bleibt denn da der Spaß? Die bereits angesprochene Sekundärwaffe, geht nach einigen Treffern kaputt, sodass nur noch der Dolch übrig bleibt und die Möglichkeit zu Combos stark abnimmt. Es ist daher ratsam möglichst schnell wieder an eine Zweitwaffe zu gelangen. Andererseits wären da ja noch die Besonderheiten des Dolches, die dem Prinzen das Leben leichter machen. Das wohl wichtigste Feature, ist die Möglichkeit die Zeit einige Sekunden zurückzudrehen. Wurdet ihr schwer getroffen oder in die Enge getrieben, reicht ein langer Druck auf die C-Taste und schon habt ihr die Chance euer Schicksal erneut in Angriff zu nehmen und zu verändern. Tippt ihr C nur kurz an, wird die Zeit verlangsamt. Es können außerdem gigantische Angriffe ausgeführt werden, doch all diese Aktionen verbrauchen den wertvollen Sand der Zeit, den man jedoch von besiegten Gegnern oder in Töpfen und Krügen zurückerhalten kann.

    Die Steuerung in den Kämpfen funktioniert ordentlich, wenngleich man ab und an etwas anderes im Sinn hatte, als das was der Prinz schlussendlich ausführt. Die Kamera wird durch Kippen der Wii-Remote nach links oder rechts gedreht oder mittels Steuerkreuz bewegt. Das wurde eigentlich ganz gut gelöst, kann aber hier und da auch für Probleme sorgen, wenn man gerade wild um sich fuchtelt. Den Prinzen bewegt man mit dem Analog-Stick des Nunchuk. Ob die Steuerung insgesamt nun besser ist als auf den alten Konsolen kann man schwer sagen. Sie ist auf jeden Fall interessanter und spektakulärer, aber dafür an einigen Stellen nicht ganz so präzise.

    Was hat sich seit "Warrior Within" getan?

    Prince of Persia: Rival Swords Prince of Persia: Rival Swords Im Vergleich zu "Warrior Within" haben sich so einige Features eingeschlichen, die jedoch auch schon aus "The Two Thrones" bekannt sind. Als erstes hätten wir da den Dunklen Prinzen. Unser persischer Held muss mitansehen wie die Kaiserin der Zeit, Kaileena, umgebracht wird. Obwohl der Feind klar überlegen ist, versucht er alles um ihren Tod zu verhindern, aber umsonst. Noch schlimmer: Er wird dabei mit dem Sand der Zeit infiziert. Von nun an macht sich eine dunkle Seite in ihm breit, die immer lauter wird und anfängt sich mit ihm zu unterhalten und ihn zu beeinflussen. Er hört immer mehr auf diese innere Stimme und beginnt sich zu verändern. Irgendwann hat sie so große Macht, dass sie den Prinzen in eine dämonische Gestalt verwandeln kann. Erst der Kontakt mit Wasser macht diese Verwandlung wieder rückgängig. In seiner dunklen Form ist der Prinz zwar sehr viel stärker, allerdings gibt es auch einen gravierenden Nachteil: Er verliert stetig Energie. Nur durch kontinuierliches Aufsammeln vom Sand der Zeit, kann ein frühzeitiges Ableben verhindert werden. Wenn man also eine Weile keinen Sand der Zeit findet, dann war's das. Dafür verfügt ihr über eine Kettenpeitsche. Sie wird, wie sonst die Sekundärwaffe, mit dem Nunchuk geschwungen. Dadurch ergeben sich ganz neue, effektive Combos. Außerdem kann die Peitsche auch bei Kletteraktionen hilfreich sein. Immer wieder gibt es Abgründe die zu groß sind, um sie auf normale Weise zu überwinden. Nur das Schwingen mit der Peitsche erlaubt ein Weiterkommen.

    Ein anderes Features wären die Speed Kills. Wie der Name schon sagt geht es darum, seine Gegner möglichst schnell über den Jordan zu schicken. Das funktioniert auf eine ganz besondere Art und Weise: Schleicht euch von hinten vorsichtig an einen Feind heran und achtet darauf, dass er euch nicht bemerkt. Sobald ihr in seiner unmittelbaren Nähe seid signalisiert euch ein Effekt, dass ihr den Nunchuk nach unten bewegen sollt. Habt ihr das schnell genug getan, so greift der Prinz an. Auch hier gibt es wieder Effekte (der Dolch leuchtet kurz auf) die bedeuten, dass ihr dieses Mal die Wii-Remote nach unten bewegen müsst. Stimmt das Timing und ihr habt jedes Mal schnell genug reagiert, so ist der Gegner hinüber und ihr müsst euch keine lästige Schlacht mit ihm liefern. Das ist äußerst praktisch und wurde cool inszeniert. Auf diese Weise funktionieren auch die Bossfights. Ab und an tretet ihr einem besonders hartnäckigen Feind entgegen. Meist müsst ihr bestimmte Dinge erledigen, bis ihr euch dem Gegner nähern könnt und dann wird er durch kurze und gezielte Bewegungen mittels Nunchuk und Wii-Remote gekillt.

    Was es in "Warrior Within" ebenfalls noch nicht gab, sind die Streitwagenrennen. Sie machen jedoch keinen großen Teil des Spiels aus, sondern treten nur ganz spärlich auf. Der Prinz schnappt sich einen Streitwagen und rast damit durch die Gassen von Babylon. Dabei wird er natürlich von den Schergen des Bösen aufgehalten. Finstere Gestalten springen auf euren Wagen und müssen durch wildes Schütteln abgeworfen werden. Es kommen sogar feindliche Streitwagen vorbei, die euch versuchen abzudrängen. Die Fahrt ist ganz spaßig, aber häufig muss man genau wissen, was nach der nächsten Ecke kommt, um nicht an der Wand zu landen. Zum Glück gibt es ja noch den Sand der Zeit, doch auch dieser ist irgendwann aufgebraucht und kann eure Fehler nicht immer rückgängig machen.

  • Prince of Persia: Rival Swords
    Prince of Persia: Rival Swords
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    29.03.2007
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Prince of Persia: Rival Swords
Prince of Persia: Rival Swords im Gamezone-Test
Der Prinz turnt nun auch auf der Wii. Doch was hat sich seit "The Two Thrones" verändert?
http://www.gamezone.de/Prince-of-Persia-Rival-Swords-Spiel-28473/Tests/Prince-of-Persia-Rival-Swords-im-Gamezone-Test-991258/
18.04.2007
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