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  • Prince of Persia - The Sands of Time im Gamezone-Test

    Besser spät, als nie: Die Cube-Version überzeugt genauso wie vor ein paar Monaten auf der PS2. Pflichtkauf!

    Ein Spiel wie aus 1001 Nacht

    Viele von uns können sich wohl noch ganz genau an ihr erstes PC-Spiel erinnern, denn bei den meisten war das wohl "Prince of Persia", welches damals mit echtem Sound über den internen PC-Lautsprecher, einem packenden Spielprinzip und absolut einmaligen Animationen begeisterte. Schnell trat der Prinz einen Siegeszug über alle möglichen Systeme an und bekam sogar noch zwei (weniger gute) Nachfolger spendiert. Viele Jahre und Konsolengenerationen später beglückt uns Ubisoft in Zusammenarbeit mit dem Schöpfer des Originals, Jordan Mechner, endlich mit einem würdigen Nachfolger in 3D. Nun ist endlich auch die Gamecube-Version bei uns erhältlich - Unterschiede zur PS2-Fassung gibt es eigentlich keine und das ist auch gut so!

    Unser namenloser Held steckt in großen Schwierigkeiten: Zum ersten Mal durfte er seinen Vater auf dem Feldzug gegen den indischen Maharadscha begleiten und entfesselt dabei gleich eine verheerende Katastrophe. In der Schatzkammer des Maharadscha findet er nämlich einen mysteriösen Dolch und eine riesige Sanduhr, welche beide ihrem Besitzer die Macht über die Zeit geben. Ein hinterhältiger Wesir bringt den Prinzen schließlich während der Siegesfeier dazu die gewaltige Zerstörungskraft der "Sands of Time" zu entfesseln, welche alle Personen im Palast in gefährliche Sandmonster verwandelt. Nur der Prinz und die verschleppte Tochter des Maharadscha sind verschont geblieben und müssen sich nun einen Weg bis zum Turm des bösen Wesirs bahnen.

    Das Schöne an "Prince of Persia: The Sands of Time" ist eindeutig, dass es dem Original in vielerlei Hinsicht treu geblieben ist. Die Jungs von Ubisoft haben es wirklich geschafft das fesselnde Gameplay des ersten Teils in die dritte Dimension zu hieven und dabei sogar noch um unzählige Neuerungen zu ergänzen. Dieses süchtig machende Gameplay, welches selbst in den späteren Levels noch mit völlig neuen Spielelementen überraschen kann, wird Euch bis zum letzten Level ans Joypad fesseln. Wenn es um den Bewegungsreichtum des gelenkigen Prinzen geht, fehlen uns fast schon die Worte: In keinem anderen Spiel waren die Möglichkeiten der Bewegung so groß und gleichzeitig so präzise wie einfach. Mit nur ein paar Tastenkombinationen springt, klettert, hangelt, balanciert, schwingt und kämpft sich der Prinz durch die riesigen Areale. Nicht selten wird man dabei an die mittlerweile etwas eingerostete Lara Croft erinnert, nur mit dem Unterschied, das man sich dabei die meiste Zeit fragt, wieso bei Lara das alles nur so verdammt kompliziert sein musste. Der Prinz zeigt den Genrekollegen wie eine perfekte Steuerung auszusehen hat und schickt die alte Lara endgültig in die längst überfällige Rente. Dabei sind es oft die kleinen Details, die dazu führen, dass man sich so in die Steuerung verliebt: Wenn man an einer Kante abrutschen sollte, ist nicht gleich Feierabend, sondern unser Held hält sich selbstverständlich automatisch an der Kante fest. Wenn man über mehrere Abgründe springen muss, landet man niemals daneben, das Spiel greift Euch dabei dezent unter die Arme, ohne das dies besonders auffallen würde. Wenn man hier mal wirklich lebensgefährlich abstürzen sollte, dann ist man auch definitiv selbst daran schuld und nicht eine ungenaue Steuerung oder ein zu hoher Schwierigkeitsgrad.

    Damit auch genügend Abwechslung ins Spiel kommt, kann der Prinz so ziemlich jede Bewegung ausführen die man sich vorstellen kann. Er balanciert nach alter Tony Hawk-Schule über morsche Balken oder schwingt sich wie Tarzan mit Seilen über tiefe Abgründe. Auch die gute alte Matrix lässt grüßen und mittels Knopfdruck läuft der Prinz an Wänden entlang oder selbige hinauf, meist eine ideale Lösung um die hinterhältigen Fallen des Palastes zu umgehen. Doch auch die grauen Zellen wollen in zahlreichen Rätseln beschäftigt werden: Neben noch simplen Kistenschiebereien gibt es auch komplexe Kombinationspuzzles bei denen zum Beispiel das Verteidigungssystem des Palastes aktiviert oder eine Tür durch geschicktes Umleiten eines Lichtstrahls geöffnet werden muss. An vielen Stellen auf der Reise durch den nicht enden wollenden Palast fragt man sich ganz ernsthaft wie die Entwickler überhaupt auf solche verrückten Leveldesigns kommen konnten. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und ein adrenalinfördernder Augenblick jagt den nächsten.

    Dazu gehören eindeutig auch die hervorragend inszenierten Kämpfe gegen die fiesen Sandmonster. Der Prinz kann nämlich nicht nur einfach um sich schlagen, er kann sich von Wänden abstoßen und auf die Bösewichte mit seinem Schwert zufliegen oder einfach einen Salto über deren Kopf machen und in einer wunderschönen Animation noch im Flug hinterrücks zuschlagen. Bei den Kämpfen wurde besonders viel Wert auf filmähnliche Kamerawechsel gelegt, was für offene Münder bei den Zuschauern sorgen wird. Sobald ein Monster am Boden liegt, kann der Prinz mit dem Dolch der Zeit den magischen Sand der Zeit aus ihnen heraussaugen, damit ist nicht nur der Bösewicht entgültig erledigt, sondern auch Eure Anzeige für Spezialangriffe wieder aufgefüllt. Wenn es Euch nämlich im Kampfgetümmel einmal zu bunt werden sollte, könnt Ihr auf die magischen Kräfte des Dolches zurückgreifen und die Monster damit in Windeseile platt machen. Leider reichen diese ganzen Möglichkeiten nicht immer aus und wenn man mal sein Leben in diesem Spiel aushauchen sollte, dann in den stellenweise sehr langen Kampfsequenzen. Hier hätten es ruhig ein paar Monster weniger sein können. Zum Glück sind an den Schauplätzen der Kämpfe auch oftmals energiespendende Quellen vorhanden, wer sich kurzzeitig von den Monstern befreien kann, schafft es hier seine Lebensenergie aufzufüllen. Zum Glück sind im ganzen Spiel nur ein paar nervenaufreibende Kämpfe versteckt, die meisten sind durchaus einfach schaffbar.

    Sollte der Prinz dennoch mal den Löffel abgeben, ist noch lange nicht alles verloren: Er besitzt ja schließlich die Macht über die Zeit! Damit kann man per Tastendruck die Zeit für einige Sekunden rückwärts laufen lassen und damit so manchen Fehltritt korrigieren. Auch ist es möglich eine Zeitlupe zu aktivieren um damit in den Kämpfen die Übersicht zu behalten. Da sich die verfügbaren "Zeitreisen" im Laufe des Spiels vermehren, muss man sich wirklich dämlich anstellen bis man endgültig das Zeitliche segnet. Doch auch dann ist alles halb so wild, denn das Spiel setzt Euch niemals zu weit zurück, sehr viele Checkpoints sorgen für ein sehr faires Spielerlebnis. Auch die vielen Rätsel sind relativ einfach lösbar, wenn man die kurzen Visionen des Prinzen beim Speichern des Spiel beobachtet. Hier wird in einem kurzen Zusammenschnitt gezeigt, wie die vor Euch liegenden Abschnitte am einfachsten zu meistern sind - eine nicht zu unterschätzende Hilfestellung.

    Ein weiterer Höhepunkt ist sicherlich die Grafik. Die über 700 verschiedenen Animationen des Prinzen machen ihn zu einem der geschmeidigsten Charaktere aller Zeiten, keine der komplett handgearbeiteten Bewegungen sieht dabei abgehackt oder unpassend aneinandergereiht aus. Aber auch die Levels an sich sehen unglaublich gut aus und laufen auf dem Gamecube sogar noch etwas flüssiger als bei der PS2 über den Bildschirm. Jeder wird von der enormen Weitsicht sehr schnell beeindruckt sein und kann sich zudem an der großen Liebe zum Detail erfreuen. Obwohl die Leveldesigns spielerisch sehr komplex sind, wirkt nichts künstlich oder unpassend. In den Kämpfen wird dann aber erst richtig aufgedreht: Hierbei werden sehr viele Blur-Effekte verwendet, was das Ganze sehr weich und fast schon wie gemalt aussehen lässt. Hinzu kommen wirklich eindrucksvolle Lichteffekte die auf einer völlig neuen Technik basieren und dadurch für weitere Begeisterung sorgen. Aber nicht nur die Grafik, auch der Ton stimmt hier hundertprozentig: Zwar sprechen unsere Protagonisten nur wenig, wenn aber mal ein Dialog zwischen dem Prinzen und der Tochter des Maharadscha stattfindet, dann kann man sich das Schmunzeln nur selten verkneifen, denn so ganz nebenbei kommt durch die professionell gesprochenen Dialoge eine kleine Liebesgeschichte zwischen den beiden zum Vorschein. Wie auch schon in "Beyond Good & Evil" setzt Ubisoft auch hier nicht auf eine ständige musikalische Dauerberieselung, sondern lässt Musik und Sprache erst dann zum Zug kommen, wenn es der Atmosphäre auch wirklich dienlich ist.

    Als kleiner Bonus wurde das Original "Prince of Persia" aus dem Jahr 1989 integriert, hinter einer brüchigen Wand im Spiel versteckt sich das Extra, welches dann auch im Hauptmenü aufgerufen werden kann. Ein sehr gelungener Bonus, so können auch Neulinge ganz klar nachvollziehen wo das Spiel seine Wurzeln hat und bei alten Hasen wird schon alleine der Titelbildschirm für andächtige Minuten vor dem Bildschirm sorgen.

    Prince of Persia - The Sands of Time (GC)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    absolut perfekte Steuerung
    sehr viel Abwechslung
    keine Ladezeiten
    knackige Rätsel
    lange Spieldauer
    hervorragende Grafik
    sehr gute Lokalisierung
    inklusive dem Original aus 1989
    stellenweise langwierige Kämpfe
  • Prince of Persia - The Sands of Time
    Prince of Persia - The Sands of Time
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    17.02.2004
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Prince of Persia - The Sands of Time
Prince of Persia - The Sands of Time im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Prince-of-Persia-The-Sands-of-Time-Classic-28474/Tests/Prince-of-Persia-The-Sands-of-Time-im-Gamezone-Test-989705/
17.02.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/11_56.jpg
tests