Wer die drei Teile noch nie gespielt hat sollte jetzt endlich zugreifen, denn besser wird die Trilogie wohl nicht mehr aussehen!
Die letzte Konsolengeneration, welche durch das Triumvirat aus Playstation 2, Xbox und Gamecube gebildet wurde, war der Nährboden nicht nur für Neuerscheinungen sondern auch schon etwas ältere Spielserien. Dazu gehörte zwangsläufig auch Prince of Persia. Mit dem 2003 erschienenen Sands of Time wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Trilogie gelegt, die nun eine HD-Neuauflage inklusive 3D-Modus auf Sonys PS3 erhält. Ob sie auch heute noch überzeugt?
Drei Geschichten, ein Mann
Für alle die auf der letzten Generation gleich dreimal geschlafen und somit den Prinzen verpasst haben, hier eine kurze Zusammenfassung der drei Geschichten:
Sands of Time
Sands of Time: Auf einem Kreuzzug erreichen der persische König und sein jüngster Sohn endlich den Palast des Maharaja. Als der junge Prinz diesen plündert erbeutet er neben einer übergroßen Sanduhr den Dolch der Zeit. Wenig später wird sowohl der persische König als auch dessen Sohn vom Wesir verraten und der Sand der Zeit frei gesetzt. Somit beginnt die Hetzjagd nach der Sanduhr quer durch das Schloss des Verräters. Das Besondere an der Geschichte ist die Art und Weise wie sie erzählt wird. Da anfangs das Ende schon voraus genommen wird, erzählt der Prinz rückblickend alle Vorkommnisse und die Story bekommt einen ganz eigenen Charme.
Warrior Within
Warrior Within: Im zweiten Teil, der rund sieben Jahre nach Sands of Time spielt, wird der nun nicht mehr allzu junge Prinz für seine Taten der Vergangenheit zur Rechenschaft gezogen. Diese will er auf den Rat eines weisen älteren Herrn wieder gut machen. Zu bewerkstelligen ist das aber nur, indem er das sowieso schon aus der Ordnung geratene Zeitgefüge noch einmal überwindet und die Erschaffung des für ihn schicksalhaften Sandes verhindert. Einige Begegnungen stellen sich im Laufe der Geschichte nicht allzu günstig heraus und offen ist das Ende schlussendlich auch.
Two Thrones
Two Thrones: Da der Wesir durch die Geschichtsänderungen des zweiten Teils eure Attacke im ersten Teil logischerweise überlebt hat, macht euch dieser im grandiosen Finale die Hölle heiß. Der Sand der Zeit wird jetzt auch wieder freigesetzt und bringt euer Reich an den Rand der kompletten Zerstörung. Ihr seid die einzige Rettung!
Und wie passt das neue Gewand?
Spielerisch bieten euch die drei Teile das eins zu eins das Spielgefühl vergangener Tage. Tücken und Raffinessen bleiben damals wie heute gleich. So sind im ersten Teil Gegner nur mit Hilfe des Dolches der Zeit zu erledigen, der Fokus im zweiten Teil mehr auf Action, Brutalität und den gereiften Prinzen gelegt und der letzte Part bietet euch sogar einen Prinzen mit zwei Gesichtern. Auch die Gameplay-Elemente sind praktischerweise übernommen worden. Überraschend ist, dass alle drei Titel mit dem heutigen Pendant noch immer mithalten können - zumindest, was die Rätsel anbelangt. Neben dem praktischen Aspekt nun alle drei Teile auf einer Scheibe gesammelt zu haben, wirkt der Titel gerade optisch erfrischend neu. Zwar kann man in allen drei Teilen die Herkunftsgeneration erkennen, jedoch sind sie nun deutlich angenehmer für das heutige HD-verwöhnte Auge - an den Bombast der Schlussequenz von "Die vergessene Zeit" kommt es selbstverständlich nicht heran. Schicke Lichteffekte, die damals einfach noch nicht möglich waren, machen diese Ausgabe aber dennoch zur besten erhältlichen Trilogie. Auch die präzise und mangellose Steuerung von damals fand ihren Weg auf Sonys Datenträger. Schade nur, dass die Version zeitweise Sound-Aussetzer zu beklagen hat und manche Soundeffekte leider wirken, als seien sie in einer großen Halle aufgenommen worden. Das mag in einer Burg in bestimmten Räumen so sein, aber nicht in Außenlevels. Zusätzlich bekommt die PS3-Version einen neumodischen 3D-Modus spendiert, der zu überzeugen weiß.
