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  • Prince of Persia: Warrior Within im Gamezone-Test

    Die Rückkehr des persischen Prinzen erreicht nicht ganz die Klasse des hoch gelobten Vorgängers.

    Comeback als dunkler Prügelprinz

    Einer der ganz großen Knaller des letzten Weihnachtsgeschäfts war die fantastische Neuauflage von Prince of Persia aus dem Hause Ubisoft. Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte dieser Titel sogar Spiel des Jahres werden können, unsere Leser wählten ihn schließlich auf einen glanzvollen dritten Platz. Nach nur einem Jahr Entwicklungszeit steht bereits das nächste Abenteuer des persischen Prinzen ins Haus - hat er auch diesmal das Zeug zum Megahit?

    Wer den Lauf der Zeit beeinflusst, übernimmt nicht nur viel Verantwortung, sondern handelt sich unter Umständen auch gewaltigen Ärger ein. Als der namenlose Prinz in seinem vergangenen Abenteuer dem tödlichen Sand der Zeit um haaresbreite entging, veränderte er sein Schicksal und damit den Lauf der Zeit. In solchen Fällen tritt der Dahaka auf den Plan, ein mächtiger Wächter der Zeit, welcher Querulanten der Zeitlinie mit tödlicher Gewalt ihrem vorbestimmten Schicksal zuführen soll. Der Prinz flüchtet seither vor seinem finsteren Henker und macht sich auf den beschwerlichen Weg zur Insel der Zeit, um dort die Herrscherin selbiger mittels eines gewagten Sprungs in die Vergangenheit von der Erschaffung des Sandes der Zeit abzuhalten.

    Entscheidender Stilwandel

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within Das angenehme Leben als Thronfolger, ist damit endgültig vorbei - die ständige Verfolgung des Dahaka hat den Prinzen zu einem echten Kerl gemacht. Aus diesem Grund hat man dem gelenkigen Helden einen völlig neuen Look spendiert und aus dem einst zart besaiteten Prinzen ist nun ein finsterer und narbenbehafteter Krieger geworden. Dieser neue Look zieht sich durch das gesamte Spiel, alles ist nun deutlich dunkler und gar nicht mehr so zauberhaft schön wie in den Märchen aus 1001 Nacht. Manche Spielabschnitte sind sogar vollständig in Grautöne getaucht, zudem geht es in den Kämpfen nun um einiges brutaler und blutiger zur Sache. Ganz besonders die Musik fällt dabei auf, da die markigen Heavy Metal Klänge während der Kampfeinlagen nicht so recht zu einem Prinzen aus Persien passen wollen. Auch wenn der massive Stilwandel aufgrund der Story verständlich ist und somit auch ein deutlich sichtbarer Unterschied zum Vorgänger erreicht wurde, konnten wir uns während des Tests nie vollständig damit anfreunden. Der dunkle Prinz erreicht einfach nicht die charmante Klasse seiner Jugend, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass wir diesmal keine Romanze mit der Tochter des Maharadschas miterleben dürfen. Das Ganze bleibt natürlich größtenteils Geschmackssache, aber ein persischer Prinz macht sich in einem typisch persischen Umfeld unserer Meinung nach einfach besser.

    Spielerisch immer noch in Höchstform

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within Dem fantastischen Gameplay des Vorgängers ist man dafür auf ganze Linie treu geblieben. Immer noch springt der Prinz so elegant wie kein anderer Polygonheld durch die trickreich gestalteten und mit riskanten Fallen gespickten Räume. Die Sprungeinlagen sind diesmal sogar noch kniffliger ausgefallen und benötigten nicht selten eine präzise Planung mit Hilfe der verschiedenen Kameraeinstellungen. Solltet ihr hier einmal den Löffel abgeben, ist aber definitiv nicht das Spiel daran schuld, jede Kante und jeder Pixel ist bis ins letzte Detail durchdacht und genau deshalb macht das Springen mit dem Prinzen auch so enorm viel Spaß. Einige neue Spielereien wie an Wänden hängende Seile oder auf schmalen Balken stattfindende Kämpfe sorgen auch bei erfahrenen Persern für absolute Hochspannung vor dem Bildschirm. Nicht selten ist man einfach vom verbauten Ideenreichtum der Entwickler überwältigt und wünscht sich immer weitere und noch abgedrehtere Eskapaden des namenlosen Helden in Schwindel erregender Höhe. Ein weiterer Grund dafür ist natürlich die aus dem Vorgänger übernommene und punktgenaue Steuerung samt automatischer Kamera, welche absolut keine Wünsche offen lässt. Solltet ihr es dennoch einmal vermasseln und euch zudem der rettende Zeitsand ausgegangen sein, bleiben immer noch die größtenteils sehr gut gesetzten Checkpoints und Speicherpunkte. Meist hat man einen dieser Punkte vor besonders kniffligen Stellen und Gegnern positioniert, wodurch Frustgefühle fast vollständig vermieden werden. Allerdings sind einige Zwischenbosse und Sprungpassagen auch auf dem leichtesten der drei wählbaren Schwierigkeitsgrade deutlich knackiger als im Vorgänger ausgefallen, unerfahrene Neulinge sollten also lieber zuerst den Vorgänger ins Laufwerk werfen.

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within Die Fähigkeit des Prinzen mit seinem Talisman die Zeit verändern zu können, spielt natürlich auch diesmal eine ganz große Rolle: Zum lebensrettenden und innovativen Rückspul-Feature und der sehr hilfreichen "Slow Motion" sind nun sogar ein paar Attacken auf Zeitbasis hinzugekommen. Diese besonders starken Spezialmanöver verbrauchen einen eurer maximal fünf Zeitsandbehälter und können mit einer Kombination der beiden Schultertasten ausgelöst werden. Der verbrauchte Zeitsand kommt ganz automatisch durch das Erledigen von Feinden zurück oder findet sich in einer der zahlreich herumstehenden Kisten. Unsere möglichen Spezialangriffe erweitern sich im Laufe der ca. 15-stündigen Spielzeit, genau wie das Waffenarsenal: Mit jedem erreichten Teilabschnitt wird euch eine neue und bessere Waffe überlassen, welche zudem auch neue Spielbereiche zugänglich macht. Wer besonders fleißig sucht, findet auch so manchen Geheimgang, wo sich neben umfangreichem Bonusmaterial auch das ein oder andere Upgrade in Sachen Lebensenergie finden lässt.

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within Die Besitzer einer Xbox kommen mit Prince of Perisa: Warrior Within in den exklusiven Genuss einer Onlineanbindung. Richtig spielen lässt sich der Titel allerdings nicht, es werden lediglich Ranglisten über Xbox Live verwaltet. Allerdings stehen diese in direktem Zusammenhang mit dem exklusiven Zeit-Angriffs-Modus, in dem ihr einen speziellen Levelabschnitt unter Bestzeit abschließen müsst und dem Arenenkampf, welcher euch Feindeskämpfe am laufenden Band liefert bis euch schließlich irgendwann die Puste ausgeht. Ein richtiger Onlinemodus ist das Ganze zwar nicht, aber dennoch ein klarer Vorteil für die Xbox-Version.

    Problembehaftete Zeitreisen

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within Die mysteriöse Insel der Zeit macht ihrem Namen alle Ehre und gibt euch an vorgegebenen Stellen die Möglichkeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Daraus lassen sich natürlich trickreiche Puzzles stricken, wovon die Entwickler auch regen Gebrauch gemacht haben. Eine Veränderung in der Vergangenheit öffnet zum Beispiel Türen in der Gegenwart oder setzt Mechanismen in Gang die dazu benötigt werden. Die Zeitspringerei ist aber auch der Grund für einen ganz zentralen und nicht unerheblichen Kritikpunkt: Da die Zeitportale sich grundsätzlich am Ende von fallengespickten Einbahnstraßen der Level befinden, kommt ihr nicht daran vorbei die teilweise sehr langen Zugänge zweimal - nämlich in der Vergangenheit und in der Gegenwart - abzulaufen. Zudem verändert ein Zweisprung zwar das optische Erscheinungsbild der Räume und auch so manches Puzzle, aber irgendwie hat man trotzdem die meiste Zeit das unangenehme Gefühl den aktuellen Abschnitt schon einmal gespielt zu haben. Dieser zweigleisige Spielaufbau sorgt nicht selten für unnötige Verwirrung vor dem Bildschirm und erreicht leider auch nicht die Klasse des Vorgängers in Sachen abwechslungsreichen Leveldesign.

    Schöner prügeln als Ernst August

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within Der vielleicht einzige Kritikpunkt am hoch gelobten Vorgänger war das etwas zu einfach gehaltene und auf Dauer eintönig werdende Kampfsystem. Die kanadischen Entwickler haben sich dies sehr zu Herzen genommen und sich intensiv mit der Verbesserung des Kampfsystems beschäftigt. Herausgekommen ist dabei das so genannte "Free Form Fighting System", welches die Mühe tatsächlich wert war. Der Prinz kämpft sich nun um einiges abwechslungsreicher durch die intelligenten Gegnerscharen, was größtenteils an einem sehr komplexen, aber dennoch intuitiv bedienbaren Combosystem liegt. Alle vier Knöpfe des Joypads werden dabei mit einbezogen, wodurch sich bis zu sechs effektvolle Verkettungen verschiedener Angriffe realisieren lassen. Wer den Dreh richtig raus hat und sich die im Pausebildschirm aufgeführten Schlagkombinationen zu Gemüte führt, legt so manchen Gegner mit einer einzigen Kombination auf die Matte, was bei den zahlreichen und teilweise ziemlich knackigen Kämpfen nur von Vorteil sein kann. Auch lassen sich nun von den Feinden übernommene Waffen in der zweiten Hand führen, wodurch eine ganze Palette weiterer Angriffsmöglichkeiten im Kampf verfügbar wird. Zudem könnt ihr feindliche Attacken per Tastendruck abwehren, ihnen Ausweichen oder Säulen und Wände für den Ausgangspunkt tödlicher Sprünge missbrauchen. Ihr trefft im Laufe des Spiels auch auf besonders dicke und auch schwere Zwischengegner, welche zwar allesamt sehr imposant dargestellt sind, jedoch bis auf wenige Ausnahmen nach dem exakt selben Verhaltensmuster angreifen. Das auch in Deutschland völlig ungeschnittene und teilweise ziemlich blutige Gemetzel ist gut durchdacht, sieht spektakulär aus und macht tatsächlich deutlich mehr Spaß als im Vorgänger - den einstigen Kritikpunkt habt Ubisoft auf ganzer Linie ausgemerzt.

    Märchenhafte Prachtgrafik

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within The Sands of Time, so der Titel des Vorläufers, konnte vor allem in grafischer Hinsicht auf ganzer Linie überzeugen. Die hauseigene Jade-Engine sorgte über alle Plattformen hinweg für große Augen vor den Bildschirmen und vor allem die butterweichen und liebevoll mit der Hand ausgearbeiteten Animationen wussten auf Anhieb zu gefallen. Natürlich hat man diese Technik vollständig in den zweiten Teil übernommen und natürlich kann selbige auch ein Jahr später begeistern. Ganz besonders auf der PS2 kitzelt Prince of Persia auch noch das letzte Quäntchen Leistung aus den betagten Chips der Konsole heraus und zeigt, das technische Höchstleistungen immer noch möglich sind. Die beiden anderen Konsolen stehen dem in nichts nach und können mit etwas weniger scharfen Kanten glänzen. PC-Spieler genießen bei entsprechender Hardware dank höherer Textur- und Bildauflösung natürlich die beste Grafik, sollten aber zur Steuerung ein Analogjoypad verwenden. Schöne Texturen, diesmal mit bedacht eingesetzte Wischeffekte und spektakuläre Levelarchitektur machen den Prinzen immer noch zum optischen Hochgenuss, aber auch die großzügige und ruckelfreie Weitsicht sowie die effektvollen und wunderschön animierten Kämpfe tragen dazu bei. Aber ganz besonders die vielen kleinen Details wie rieselnder Staub, bröckelnde Plattformen, schimmerndes Licht und die bereits erwähnten, enorm detaillierten Animationen des Hauptcharakters machen die Grafik erst zu dem was sie ist - nämlich rundum gelungen und technisch brillant.

    Prince of Persia: Warrior Within Prince of Persia: Warrior Within Die musikalische Untermalung erreicht während der vorgerenderten Zwischensequenzen absolutes Kinoniveau, fällt aber während der Kämpfe durch ziemlich harte Heavy Metal Klänge etwas aus der Rolle. Das Ganze ist natürlich Geschmackssache und zum düster gewordenen Prinz passt dieser Sound auch ganz gut, nur fanden wir die Musik lange nicht so passend und atmosphärisch wie die orientalisch angehauchten Töne des Vorgängers. Ähnlich sieht es da auch mit den deutschen Sprechern aus: Zwar hat man für den Hauptdarsteller extra die deutsche Stimme von Johnny Depp ans Mikrofon geholt, jedoch kann der von ihm gesprochene Text genauso wenig begeistern wie die sporadisch hörbaren Kommentare seiner Gegner. Auch wenn sie weit davon entfernt ist schlecht zu sein, so kann die deutsche Lokalisierung leider ebenfalls nicht mit dem gelungenen Vorläufer mithalten.

    Prince of Persia: Warrior Within (XB)

    Singleplayer
    8,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    perfekte Steuerung
    knackige Rätsel
    anspruchsvolle Sprungeinlagen
    stark verbessertes Kampfsystem
    lange Spieldauer
    himmlische Grafik
    tolles Charakterdesign
    viel Bonusmaterial
    keine merklichen Ladezeiten
    Xbox Live Support (Xbox)
    häufig wiederkehrende Levelabschnitte
    fehlende Orient-Atmosphäre
    stellenweise nervender Sound
    eintönige Zwischengegner
  • Prince of Persia: Warrior Within
    Prince of Persia: Warrior Within
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    30.11.2004
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  • Print / Abo
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Prince of Persia: Warrior Within
Prince of Persia: Warrior Within im Gamezone-Test
Die Rückkehr des persischen Prinzen erreicht nicht ganz die Klasse des hoch gelobten Vorgängers.
http://www.gamezone.de/Prince-of-Persia-Warrior-Within-Spiel-28479/Tests/Prince-of-Persia-Warrior-Within-im-Gamezone-Test-990088/
02.12.2004
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