Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Pro Evolution Soccer 3 im Gamezone-Test

    Wer Fussballsimulation sagt, muss auch PES3 sagen. Auch der dritte Teil überzeugt auf ganzer Linie.

    Fußball pur!

    Fußball gilt in Deutschland wohl als Volkssport Nummer 1 und daher auch nicht verwunderlich, dass sich die Videospielindustrie um den Thron im Genre mächtig schlägert. Konami brachte uns nun den schon dritten Ableger ihrer Pro Evolution Soccer Reihe nach Europa, welcher sich abermals anschickt, den Thron zu besteigen und die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Nicht umsonst überschüttete man die Vorgänger mit Lorbeeren, doch kann der Nachfolger ebenfalls hier überzeugen? Sollte er, denn die Konkurrenz zum Beispiel aus dem Hause Electronic Arts schläft mit Sicherheit nicht.

    Startet man das Spiel und hat das sehr aufwendig gestaltete und schön anzusehende Introvideo begutachtet, fallen schon einmal die zum Einem recht nett sowie interaktiv gehaltene und zum Anderen übersichtliche Menüs des Spieles auf. Während man die einzelnen Optionen aussucht, bekommt man diverse kleine Animationen auf dem Bildschirm zu sehen, welche das Spielerauge verzücken. In den Optionen, welche man zu Beginn am besten schon mal aufsucht, kann man das Spiel nach seinen Wünschen einstellen. Die Option "Shop" sticht aber Kennern sofort ins Auge. Schon mal vorweg, dieser erhöht die Spieldauer ungemein. Für diverse Siege und Erfolge wird man im Spiel mit Geld in der Währung PES (wohl eine kleine Anspielung auf den Spieltitel) belohnt. Interessanterweise kann man hier nicht nur neue Mannschaften und Spieler frei schalten, mit dem nötigen Kleingeld wird man auch weitere Optionen und Spielereien bekommen können. So kann man nach dem Kauf dann Haarfarben der Spieler ändern, das Spiel doppelt so schnell ablaufen lassen oder in neue Stadien einlaufen. Doch das waren nur einige von vielen Beispielen und bis man alle gekauft hat, vergeht seine Zeit.

    Die kann man im Übrigen auch für den äußerst umfangreichen Editor-Modus verschwenden. Denn abermals kommt man mit einer eher unzufriedenstellenden Lizenz daher. Man findet zwar original Vereins- und auch Spielernamen vor, zum größten Teil ist dies aber nicht der Fall! So findet man beim "BVB" zwar Reuter, Dede oder Ricken im Team, welche man in der ja Form kennt, aber Layman oder Rosicly sind für Fans wohl verhunzte Namen. So begibt man sich in den Editor. Dort verändert man Name, Spielposition, Aussehen und andere Dinge des Spielers und kann somit die richtigen Daten eingeben. Da Vereine meist auch nicht mit Originaldaten versehen sind, kann man auch hier alles nötige wie Name oder auch Logo einstellen. Wer will denn schon mit den Mannschaften "Westfalen", "Hansiaten" oder "Rekordmeister" aufs Feld gehen. Auch wenn man so komplette Freiheit in der Gestaltung hat, ist es dennoch ärgerlich, dass man nur zum Teil Lizenzen für Spieler und Vereine hat.

    Ob Pro Evolution Soccer 3 aber auch was taugt, zeigt sich zum Einen erst auf dem Rasen und zum Anderen in den Spielmodi. Davon hat man nämlich wieder eine ganze Menge zur Auswahl. Obligatorisch kann man schnell mal ein Einzelspiel starten, wobei hier ein Freundschaftsspiel und auch Elfmeterschießen möglich ist. Natürlich darf bei einem Fußballspiel dann auch ein Pokal-Turnier nicht fehlen. Bis zu 32 wahlweise selbst ausgesuchte oder per Zufall gewählte Teams nehmen an einem Turnier teil. Durch diverse Einstellungen wie zum Beispiel der Name des Pokals, die Anzahl der teilnehmenden Teams oder auch die Turnierart wird dann noch das eigentliche Spielsystem abgestimmt. In der Liga kann man sich dann schon mal recht gut austoben. Nach der Wahl der Mannschaften gilt es wieder einige Optionen einzustellen zum Beispiel die Wahl, ob eine halbe oder eine ganze Saison gespielt wird und schon geht die Jagd los. Siege bringen Punkte ein und katapultieren einen in der Tabelle nach oben während man bei Niederlagen leer ausgeht. Höhepunkt für viele PES Spieler wird aber sicherlich wieder der mehr als umfangreiche und erweiterte Meister-Liga-Modus sein. Hier verhilft man nicht nur einer schwachen Mannschaft zu Siegen und somit zu besseren Plätzen in der Tabelle, sondern muss sich auch noch um die Spieler des Vereins kümmern. Zu Beginn spielt man in der niedrigen 2. Division. Erst mit Erfolg kann man aufsteigen uns hat es letztendlich mit Teams der europäischen Liga zu tun. Bis dahin ist es aber ein äußerst langer und mühsamer Weg. Das Team will betreut werden und vor allem sollte man ein Gespür für den Transfermarkt haben. Nur derjenige, der geschickt neue Spieler und auch große Namen in den Verein bringt, wird es letztendlich auch zu etwas bringen. Bevor man diesen Modus startet, kann man auch hier wieder einige wichtige Entscheidungen fällen. So ist es dem Spieler überlassen, ob man schneller Erfolg beim Spielertransfer hat und wie der Computer selber intelligent auf dem Markt agiert. Abermals arbeitet man sich dort durch ein Menü mit massig Einstellungsmöglichkeiten hindurch und passt somit das Spiel auf sein Geschick an. Immer wieder kommt es auch vor, dass sich Spieler etwas hilflos der doch recht komplexen Steuerung des Spieles ausgesetzt fühlen. Auch denen wird mit einem umfangreichen und interaktiven Trainingsmodus geholfen. Vom einfachen Dribbling bis hin zu kleinen Trick bekommt man alles vorgeführt und erklärt und darf anschließend selber Hand anlegen. Eine recht sinnvolle Idee, da die Steuerung des Spieles zwar nicht schwer, aber doch komplex ist. So sorgte man bei Konami auch für einen optimalen Einstieg in das Spiel. Ansonsten hat man in jedem Modus dann auch die freie Schwierigkeitswahl unter fünf Kategorien. Somit sollte für jeden der passende dabei sein.

    Bevor die eigene Mannschaft mit einem gelungen in Szene gesetzten kleinen Intro auf das Spielfeld tritt, Jubelgesänge der Fans ausbrechen und die Kommentatoren die Aufstellung des Match erläutern, sollte man sich noch mit der kompletten Einstellung des Teams befassen. Wie es sich für ein gutes Fußballspiel gehört, kann man vor Spielbeginn die Taktiken und die Aufstellung ändern. Im entsprechenden Menü wird man fast schon von der Auswahl erschlagen. Selten konnte man eine Mannschaft derart genau abstimmen und so viele Einstellungen vornehmen. Nicht nur die Formation ist hier wählbar, man kann jeden einzelnen Feldspieler sogar individuell selber platzieren, deren Laufrichtungen bestimmen und jedem einzelnen eine Aufgabe geben. Schließlich sollte man noch das Verhalten des Teams einstellen so dass sie eher offensiv oder defensiv agieren. Doch das waren noch lang nicht alle Möglichkeiten und man kann sich hier auch Stunden nur mit der Aufstellung des eigenen Teams beschäftigen. Positiv anzumerken ist hierbei zudem, dass im Multiplayermodus beide Mannschaften gleichzeitig ihr Team bearbeiten können, so dass kaum Wartezeiten auftreten.

    Anschließend kommt der lang erwartete Moment und man steht endlich mittendrin im Stadion! Grün ist der Rasen, weist des öfteren etwas schlammige und abgenutzte Eckchen auf, doch genau hier auf dem Bolzplatz zeigt das Spiel seine wahre Stärke. Abermals beweist Konami, dass sie die Könige des Simulationsfußballs sind. Das eigentliche Gameplay eröffnet dem Spieler all die Tricks, welche man im reellen Leben auch auf dem Sportplatz ausführen würde. Wenn man sich die Möglichkeiten zum Passen anschaut, wird man schon ins staunen kommen. Mittels weniger Tasten kann man gekonnt einen kurze oder langen, aber flachen Pass zum Mitspieler ausführen, aber auch der hohe Pass ist möglich. Weitere Ausführungen dieser wie Doppelpass oder auch individuelle Stärke des Passes sind möglich. Damit noch nicht genug, mittels der Dreieck-Taste kann noch ein "tödlicher" Pass in den freien Raum ausgeführt werden, welcher ein freizügigeres und offeneres Spiel ermöglich. Aber auch der linke Stick für die Abgabe belegt worden. Betätigt man diesen, befördert der eigene Spieler den Ball in die Richtung, in die man den Stick bewegt. Wie man sieht, allein im Bereich Passen hat man schier unendlich Möglichkeiten und das weitet sich natürlich auch auf andere Bewegungsmöglichkeiten aus. Schnelle Richtungswechsel, schnelles Ausweichen oder abstoppen des Balles, unterschiedlich schnelles Dribbling, diverse Übersteiger und Lupfer sowie viele effektreiche Torschüsse mit Fallrückzieher und Kopfbällen lassen sich ungeniert auf dem Rasen umsetzen. Auch wenn durch eine solche Aktionsvielfalt alle Tasten des Gamepads belegt wurden, lässt sich das Spiel nach einer gewissen Eingewöhnungsphase recht gut spielen und gekonnt wird der Ball in das Lattenkreuz gepfeffert. Auch kein Wunder, hat man die eingängige Steuerung des Vorgängers übernommen und verfeinert. Somit haben Veteranen in PES 3 wohl keine Probleme.
    Doch die alleine spielerischen Möglichkeiten machen das Spiel nicht aus. Vor allem die KI gehört hier maßgeblich dazu. Die Gegner agieren auf den Spieler individuell und vor allem total nachvollziehbar, auch die eigenen Mannen gleichen sich an. Durch einen flüssigen Ablauf des Spieles und der hohen Künstlichen Intelligenz entsteht mehr denn je das Gefühl, dass es sich um eine reelle Übertagung eines Matches handeln muss. So machen die Gegner z.B. den Innenraum schnell zu, falls man öfters durch die Mitte kommt. Man läuft dann buchstäblich gegen eine Wand. Sprich, eine neue Taktik ist das A und O bei Pro Evolution Soccer. Sinnloses Durchrennen hilft nichts, viel eher sollte man einen durchdachten und gelungenen Spielaufbau durchführen, in dem man sich z.B. durch schnelles Passen und auch Flankenwechsel den Raum erarbeitet. Hilfreich dabei ist der kleine Radar am unteren Bildschirmrand. Aber nicht nur die Offensive sondern auch die Defensive sollte gut ausgearbeitet sein. Manndeckung und schnelle Reaktionen sind gefragt, damit kein Gegentor fällt. Auch die KI des Schiris wurde verbessert, er reagiert nun schneller und erkennt seit neuestem auch den Vorteil! Einzig allein passives Abseits scheint man nicht zu kennen. Dazu kommt eine Ballphysik, welche sich nahtlos in den positiven Eindruck des Gameplays einreiht. Nicht umsonst ist PES das Simulations-Soccer Spiel überhaupt. Zu erwähnen hierbei, dass die CPU fast schon so gut wie ein menschlicher Gegner agiert und wenn wir schon dabei sind: Das Spiel lässt sich mit bis zu acht Leuten gleichzeitig Spielen (2 Multitaps vorausgesetzt). Schon kann der Spaß losgehen Aber auch zu zweit macht es schon mächtig Laune. Nach jedem Match erhält man noch einen gewaltigen Einblick in die Statistiken, wobei man selbst umfassende Informationen zu jedem einzelnen Spieler aufrufen kann.

    Das Gameplay, die Spielmöglichkeiten und auch die Einstellungen zeigen, dass man hier viel zu tun hat und dass dieses Spiel zu den Spitzentiteln gehört. Leider hat Konami aber in grafischer Hinsicht ein wenig geschludert. Als Enttäuschung kann man Pro Evolution Soccer 3 sicherlich nicht bezeichnen, doch hat die Konkurrenz bewiesen, dass wesentlich mehr drin ist. Nur wenige Spieler scheinen den realen Vorbildern zu gleichen, so kann man Kahn oder Zidane sofort erkennen, auch wenn die Details etwas zu wünschen übrig lassen. Zum einen wirken die Spieler für die heutige Zeit in der Nahaufnahme etwas zu kantig und zum anderen zeigen vor allem die Haare oder auch die Falten des Trikots, dass man an Details gespart hat. Andere Spieler wiederum scheinen der Fantasie der Entwickler entsprungen zu sein. Eigentlich schade, sorgt der Wiedererkennungswert doch auch für Authentizität. Aber auch die Stadien und Umgebungen lassen hier zu wünschen übrig. Das Publikum sieht etwas verwaschen aus und kann in dieser Hinsicht einfach nicht überzeugen. Auch wirken viele Teile der Stadien einfach billig und sind nur mit groben Texturen versehen, auch wenn man das Münchner Olympiastadion bestens erkennen kann. Doch eigentlich sieht man während eines Spieles sowieso nur den grünen Rasen und die Spieler, welche vom Weiten dennoch überzeugen können. Vor allem deren Animationen können begeistern. Durch Motion-Capturing und viel Mühe hat man es geschafft, ein flüssiges Spiel mit ebenso fliesend ineinander überlaufenden Bewegungsabläufen zu schaffen. Nie merkt man den Wechsel zwischen den Animationen und vor allem wirken die Bewegungen der einzelnen Spieler absolut real. Dieser Umstand trägt dazu bei, dass dieses Spiel einfach realistischer und schöner über den TV-Schirm flimmert als andere Fußballspiele. Flimmern ist auch ein gutes Stichwort. Konami hat es nicht versäumt, dem Spiel ein 60 Hz Modus zu spendieren, womit das Spiel auch in original Geschwindigkeit und einem weicherem Bildaufbau spielbar ist.

    Zur gelungenen Atmosphäre eines solchen Spieles gehört dann natürlich auch die Sounduntermahlung und primär die Geräuschkulisse. Gekonnt hat man Jubel, Sprechchöre, lautes Raunen bei verfehlten Torschüssen und Pfiffe in das Geschehen eingebaut. Das Publikum reagiert absolut dynamisch und vor allem gelungen auf das Geschehen vor ihnen auf dem Feld. Gelegentliche Lautsprecherdurchsagen zeugen von Authentizität. Sollte man im Besitz einer entsprechenden Sourround Anlage sein, fühlt man sich selber in das Spiel hinein versetzt, da die Chöre rings um den Spieler herum ertönen. Interessanterweise kann man in den Optionen noch zusätzlich die Reaktionen der Zuschauer einstellen, ob sie neutral, für das Team oder sogar gegen das Team sind. Diese Variation bringt natürlich Abwechslung ins Geschehen, aber auch die Kommentatoren kann unparteiisch oder eher parteiisch einstellen. Im Deutschen wird das Geschehen auf dem Feld von Wolff Fuss und Hansi Küpper begleitet, welche sich ein Sprachduell liefern. Zusätzlich kann man aber die Sprecher auch auf andere Sprachen einstellen. Anfangs scheint das Ganze noch gut zu sein, doch schnell wird man feststellen, dass sich deren Sätze wiederholen und vor allem diese öfters nicht ganz auf das aktuelle Geschehen passen. Der englische Kommentar zum Spiel wirkt da ein wenig besser, was aber auch durch den Umstand der etwas weniger verständlichen Sprache gegeben sein wird. Ansonsten werden die Menüs und auch die Wiederholungen nach dem eigentlichen Spiel mit fetten Trance und Technosounds unterlegt, welche sicherlich einmal mehr Geschmacksache sind, aber dennoch voll und ganz überzeugen können.

    Pro Evolution Soccer 3 (PS2)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Intensives und teilgreifendes Gameplay das vollkommen überzeugen kann
    Absolut gelungene Atmosphäre
    Das Geschehen gleicht einer TV-Übertragen mehr denn je!
    Die Grafik schwächelt ein wenig und auch die Kommentatoren sind noch nicht optimal umgesetzt worden
  • Pro Evolution Soccer 3
    Pro Evolution Soccer 3
    Developer
    KCE Nagoya
    Release
    17.10.2003

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Steep Release: Steep
    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989514
Pro Evolution Soccer 3
Pro Evolution Soccer 3 im Gamezone-Test
Wer Fussballsimulation sagt, muss auch PES3 sagen. Auch der dritte Teil überzeugt auf ganzer Linie.
http://www.gamezone.de/Pro-Evolution-Soccer-3-Spiel-28565/Tests/Pro-Evolution-Soccer-3-im-Gamezone-Test-989514/
21.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/11/small8.jpg
tests