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  • Pro Evolution Soccer 6 im Gamezone-Test

    Keine bisher erhältliche Fußballumsetzung hat den Ablauf zwischen Ballphysik und Spielerbewegung so gut im Griff.

    Es ist soweit. Wieder wird der König der Fußballumsetzungen gesucht. Wieder haben sich die Protagonisten eingefunden, um den besten unter ihnen zu küren. Die Voraussetzungen sind hierbei klar. Neben einem realistischen Gameplay und einem passenden Spielgefühl, sollte der Titelträger auch eine stimmige Grafik und eine gewisse Audentität durch entsprechende Lizenzen bzw. Originaldaten bieten. Als erster stellt sich "Pro Evolution Soccer 6" von Konami den kaum zu bezwingenden Herausforderungen und versucht seinen Thron zu verteidigen. Seit Jahren beherrscht dieser Titel das Genre und kann ein ums andere Mal, gerade durch sein einzigartiges Gameplay, überzeugen. Doch die Konkurrenz schläft nicht und so werden die Anforderung immer umfangreicher. Die Grafik, der Umfang und die Akustik gewinnen an Stellenwert - und gerade hierbei enttäuschte "PES" die letzten Jahre. Sollte sich das heuer wirklich geändert haben? Können wir endlich von Konami auch grafisch einen Titel der oberen Klasse erwarten? Und wie fällt der erste Next-Gen-Versuch aus? Viele Fragen, die im folgenden beantwortet werden müssen.

    Das Gameplay bleibt unerreicht

    Pro Evolution Soccer 6 Pro Evolution Soccer 6 Highlight der "Pro Evolution Soccer"-Reihe war von jeher das Gameplay. Wenn die Serie in einem Bereich schon seit Jahren begeistern konnte, dann war es wohl genau in diesem. Intuitive Steuerung, absolut realistisches Spielgefühl und ein Gameplay-Code, der es euch ermöglicht den gesteuerten Spieler genau die Aktionen so ausführen zu lassen, wie ihr es auch wirklich wolltet und vor allem, wie es im "Real life" auch ablaufen würde. Natürlich alles perfekt inszeniert. So war es die letzten Jahre und so ist es auch heuer. Trotzdem gibt es dann doch einen erheblichen Unterschied zu den bisherigen Versionen. Denn 2006 ist das Jahr in der Konami für seine Fußballumsetzung das neue Konsolen-Zeitalter einläutet. Kaum zu glauben, aber wer dachte, "PES6" würde den Sprung auf die Next-Gen-Hardware nur mit Einbußen in punkto Gameplay schaffen, der wird bereits nach wenigen Minuten auf dem Spielfeld eines besseren belehrt. PS2 und Xbox360 spielen und fühlen sich wie gewohnt absolut realistisch und vor allem fast identisch an. Einzig die kleinen Feinheiten bezüglich der Herstellerbedingten Unterschiede in der Controllerbedienung fallen auf, sonst aber nichts. Die Qualität mag sich also nicht oder kaum geändert haben und bewegt sich immer noch auf höchsten Niveau, trotzdem soll das nicht heißen, das es keine Änderungen zur letztjährigen Version gegeben hätte - auch in punkto Gameplay. Beginnen wir mit den Schiedsrichtern. Wenn man sich in "PES 5" über etwas wirklich ärgern konnte, dann waren es genau jene "Pfeifenmänner". Nicht nur, dass durch die extrem pingelige Auslegung des Regelwerks Aktionen am Mann fast durchgängig unterbrochen wurden und somit ein Spielfluss praktisch nicht vorhanden war, nein, man schwebte auch ständig in der Gefahr, das Spiel nur noch mit dezimierter Mannschaftsmitgliederanzahl zu beenden. Also wenn es einen Bereich innerhalb des Gameplays gab, der nicht wirklich realistisch war, dann war es wohl das Schiedsrichtersystem. Scheinbar war dies auch den Entwicklern bewusst und so wurde hier mächtig am Programmcode gearbeitet. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Praktisch alles was im Vorgänger noch negativ auffiel, wird man bei "Pro Evolution Soccer 6" vergebens suchen. Was heißt das nun im Speziellen? Erstens: Nicht jedes Tackling, nicht jede Berührung wird gleich abgepfiffen und der Spielleiter lässt einiges mehr einfach ungestraft "durchgehen". Und zweitens: Die Vorteilsregel wird erheblich konsequenter ausgelegt und selbst deutliche Fouls führen nicht automatisch zur Unterbrechung des Spieles. Hier ist noch besonders zu erwähnen, dass sich der Schiedsrichter jede Regelwidrigkeit merkt und auch noch später mit einer gelben Karte ahndet. Realismus pur - ganz im Gegensatz zum Konkurrenten "FIFA", wo selbst heftigste Blutgrätschen nach einem Vorteil ins Reich des Vergessens verschwinden und die Übeltäter durchgängig straffrei ausgehen. Doch "PES" geht sogar noch weiter, denn entgegen anderer Umsetzungen kennt das Schiedsrichter-Trio auch Fehlentscheidungen, d.h. Abseitssituationen können ebenso wie Fouls übersehen werden. Im Allgemeinen haben all diese Anpassungen dazu geführt, dass das Spiel mittlerweile nun wieder flüssiger abläuft, d.h. der "abgehackte" Spielverlauf gehört der Vergangenheit an. Ebenfalls der Vergangenheit gehört das teilweise unrealistische Verhalten des Torhüters an. Zwar war dieses schon immer bei "PES" wohl das beste innerhalb des gesamten Genres, trotzdem gab es auch hier einige Aktionen, die man so im "wirklichen" Fußball einfach nicht finden bzw. sehen würde. Herauslaufen, Kontrolle des Balles nach einem Rückpass, spektakuläres Abtauchen in die Torecken und Verhalten bei Eckbällen, all das kommt nun dermaßen realistisch daher, dass man ein ums andere Mal versucht ist, in den Bildschirmecken das "ARD" oder "Premiere"-Zeichen zu suchen. Dies wird natürlich noch durch die auch heuer wieder grandios inszenierte bzw. implementiert Ballphysik unterstützt. Wirkliche Fehler sucht man darin vergebens. Ob es nun bei einer Direktabnahme, einem Heber oder einem Weitschuss ist, immer reagiert oder besser fliegt der Ball absolut realistisch durch die virtuelle Luft. Grantaten a la "FIFA" sucht man bei "Pro Evolution Soccer 6" vergebens. Etwas modifiziert wurde hingegen die Schusssteuerung. War diese im direkten Vorgänger noch sehr sensibel, was zur Folge hatte, dass der Ball sehr häufig in der Tribüne verschwand, so wurde diese nun doch deutlich stabiler implementiert. Zwar werdet ihr euch auch heuer wieder auf eine hohe Anzahl von Fehlschüssen einstellen dürfen, insgesamt kommen die Schüsse nun aber viel häufiger aufs Tor und sorgen für die entsprechende Gefahr. "PES" war ja schon von jeher nicht gerade leicht zu beherrschen und um wirklich Großes zu erreichen, wie etwa in der Meisterliga, da genügte es nicht sich mal schnell einen Nachmittag hinzuhocken und zu zocken, nein es mussten schon Tage, eher sogar Wochen investiert werden. Und dies ist auch heuer wieder so. Meiner Meinung nach so gar noch etwas heftiger. Auf mittlerer Stufe ist es schon sehr schwer den CPU-gesteuerten Mannschaften ein Tor "einzuschenken", geschweige denn sie zu besiegen, selbst wenn man eine der stärkeren Mannschaften benutzt. Doch all dies sind nicht wirkliche Neuerungen, sondern nur marginale Änderungen bzw. Verbesserungen des bereits vorhandenen. Ganz anders sieht das bei der absolut neuen "schnellen Freistoßausführung" aus. Wie man es in der Realität gewohnt ist, hat man nun auch im virtuellen Spiel die Möglichkeit nach einem Foul sofort weiterzuspielen. Durch drücken der entsprechenden Taste wird der Freistoß direkt nach dem Pfiff ausgeführt - besonders genial, wenn man gerade aufgrund eines Rückstandes in Zeitnot ist.

    Apropos genial: Der Titel ist auch heuer in punkto taktische Vorgaben unerreicht. "PES"-Veteranen werden zwar sämtliche Möglichkeiten bereits kennen, doch gerade Neulinge werden aufgrund der Vielfalt teilweise sogar richtiggehend "erschlagen". Das Besondere hierbei ist immer noch, dass man jeden einzelnen Spieler selbst nach taktischen Vorgaben auf dem Platz positionieren und ausrichten kann.

    PS2: Mehr Umfang, kaum Lizenzen und keine Bundesliga

    Pro Evolution Soccer 6 Pro Evolution Soccer 6 Neben der Grafik, war gerade der Umfang oder besser die Lizenz der große Schwachpunkt der vergangenen PS2-Version. Und dies hat sich auch bei "Pro Evolution Soccer 6" nicht geändert, teilweise muss man in diesem Bereich sogar mit noch mehr Beschränkungen leben. Beginnen wir also gleich mit den negativen Punkten. Wer im aktuellen Titel eine Abbildung der Bundesliga mit verfremdeten Klub- und Spielernamen sucht, wie man es die letzten Jahre einfach gewohnt war, der wird schnell enttäuscht werden. Es gibt nämlich keine. Als einziges Team der deutschen Fußball-Liga ist Bayern München vertreten, wenn auch nun komplett - vom Logo bis zu den Spielern (außer Kahn) - lizenziert. Ganze magere vier Original-Ligen, darunter die italienische Serie A und die holländische Eredivisie, und eine nur teilweise mit realen Mannschaften bestückte "Englische Liga" sind in "Pro Evolution Soccer 6" integriert. Aufgestockt wird dies noch durch einige "Real life"-Teams, wie Rosenborg BK, FC Porto oder Dynamo Kiev, und knapp 40 ebenfalls teilweise lizenzierte Nationalmannschaften. Alles schön und gut, trotzdem bleibt der Umfang ein wirkliches Sorgenkind der "PES"-Reihe. Wer hier schon ein mal in den Genuss eines "FIFA 07" (PS2) gekommen ist, denn wird solch eine Auswahl nur ein müdes Gähnen entlocken können - kurz: einfach enttäuschend.

    Pro Evolution Soccer 6 Pro Evolution Soccer 6 In punkto Spielmodi bietet sich zum Glück auf der PS2 - zur Xbox360-Version kommen wir noch später - ein deutlich erfreulicheres Bild. So findet man im überarbeiteten, nun deutlich moderneren Menü auch heuer wieder das "Einzelspiel", die "Meister-Liga", die "Liga", den "Pokal", das "Training", den "Editier"- und den Netzcode-optimierten "Online-Modus". All diese Modi sind weitestgehend unverändert. So werdet ihr im "Training" immer noch die Herausforderungen finden und auch die "Meister-Liga" bietet den gewohnten Umfang. Einzige Änderung hier: Die Alterung der Spieler ist jetzt abschaltbar, weshalb man auch später noch in den Genuss von Superstars kommen kann, wenn es denn der Geldbeutel endlich zulässt. Neu integriert wurden die "internationale Herausforderung" und das "Überraschungsspiel". Ersteres bietet dir die Möglichkeit als Trainer einer Nationalmannschaft Karriere zu machen. Hierbei trittst du in einer von drei Kontinentalgruppen (Europa, Nord-/Mittelamerika und Südamerika) an und versucht dich möglichst oft für die entsprechenden Meisterschaften zu qualifizieren bzw. den dazugehörigen Titel zu holen. Hinter dem Modus "Überraschungsspiel" verbirgt sich genau das, was der Name schon verspricht: eine Überraschung. Nach Auswahl eines Kontinent wird euch eine Mannschaft - bestehend aus Spielern genau dieser fußballerischen Gegend - zur Verfügung gestellt, mit dieser müsst ihr dann gegen andere, ebenfalls nicht reale Teams antreten. Wer Wert auf sich ständig ändernde Teamzusammenstellungen und damit auch entsprechend abwechslungsreiche Matches legt, der wird mit diesem Modi sicher glücklich werden.
    Zu guter letzt kommen wir auf den auch heuer in der PS2-Version wieder enthaltenen "Editier-Modus" zu sprechen. Dieser ist in gewohnt umfangreicher Art und Weise implementiert worden, so dass ihr auch bei "PES 6" die Möglichkeit habt, vom Spieler über die Trikots bis hin zu den Schuhen alles zu bearbeiten - und vor allem "Original" zu machen.

    Xbox360: Was EA kann, kann Konami schon lange - Beschnittener Next-Gen-Umfang

    Pro Evolution Soccer 6 Pro Evolution Soccer 6 Soweit die PS2-Version und deren Umfang. Ganz anders - erheblich dürftiger - sieht es bei der Xbox360-Umsetzung aus. Zwar wurden hier in punkto Teams und lizenzierte Mannschaften die PS2-Inhalte beibehalten, dafür setzte Konami bei den Modi - nach dem EA-Vorbild - kräftig den Rotstift an. Das Menü zeigt sich daher logischerweise deutlich übersichtlicher. Wer die beiden Modi "internationale Herausforderung" und "Überraschungsspiel" sucht, wird auf der Umsetzung für die MS-Konsole nicht fündig werden, denn sie wurden einfach nicht integriert. Aber was man nicht kennt, geht einem vielleicht auch nicht ab. Anders sieht es da schon beim bekannten Training und vor allem dem sehr beliebten Editier-Modus aus. Bei ersteren wurden sämtliche Herausforderungen gestrichen, was den Modi mehr oder weniger zu einer dürftigen "Probekickerei" verkommen lässt. Noch schlimmer hat es den Bearbeitungsbereich getroffen. Einzig der Name der Spieler und ein paar ihrer Attribute können geändert werden, das war's. Keine Logos, keine Schuhe, kein Stadion und kein Team kann editiert werden. Damit ist auch klar, dass man bei "PES 6" für die Xbox360 mit den meisten verfremdeten Namen und Objekten einfach leben muss. Als ob dies noch nicht genügen würde, haben sich die Entwickler aber noch zu mehr Beschneidungen der Next-Gen-Version entschlossen. So werdet ihr auf der Xbox360 nur 10 Stadien, im Gegensatz zu ganzen 30 auf der PS2, betrachten können und auf eine Speicherfunktion der Wiederholung, sowie das Belohnungssystem samt Shop (also keine freischaltbare Goodies) komplett verzichten müssen. Schade, denn dadurch verliert diese Version doch enorm an Tiefe und Spielspaß.

  • Pro Evolution Soccer 6
    Pro Evolution Soccer 6
    Developer
    Konami
    Release
    26.10.2006

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Steep Release: Steep
    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
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Pro Evolution Soccer 6
Pro Evolution Soccer 6 im Gamezone-Test
Keine bisher erhältliche Fußballumsetzung hat den Ablauf zwischen Ballphysik und Spielerbewegung so gut im Griff.
http://www.gamezone.de/Pro-Evolution-Soccer-6-Spiel-28570/Tests/Pro-Evolution-Soccer-6-im-Gamezone-Test-990995/
09.11.2006
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