Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Project Gotham Racing 2 im Gamezone-Test

    PGR2 ist der Tradition der Kudos treu geblieben, bietet aber neuerdings ein Medaillensystem mit an.

    Die Jagd nach den Kudos

    Besitzer einer Dreamcast können sich sicher noch an die Geburt der Kudos erinnern. In Metropolis Street Racer kamen sie das erste Mal zum Einsatz, als ein Instrument in Rennspielen welches die Fahrer dazu bewegen sollte möglichst elegant zu fahren. Denn Kudos sind nicht irgendwelche Punkte, Kudos ist Ehre. Nur wer möglichst spektakulär fährt ohne mit der Leitplanke oder anderen Fahrern zu kollidieren, erhält sie. Zwar ist es immer noch sehr wichtig einen möglichst guten Platz einzufahren, neue Autos aber - die man für die späteren Herausforderungen unbedingt braucht - erhält man erst im Tausch mit den erarbeiteten Kudos.

    So hat sich das grundlegende Gameplay von "Metropolis Street Racer" über "Project Gotham Racing" bis hin zum aktuellen Titel und direkten Nachfolger "Project Gotham Racing 2" nicht geändert. Der gebotene Funktionsumfang aber ist nicht mehr vergleichbar, schon alleine wegen der umfassenden Online-Features, und die Technik von PGR2 ist ebenfalls auf dem aktuellsten Stand und beschert uns ein Grafikerlebnis wie in noch keinem Kudos-Racer bisher.

    Ist auf der verwendeten Xbox bereits ein Live-Account angelegt, verbindet sich das Game direkt nach dem Start mit den Microsoft Servern. Denn selbst wenn wir offline spielen, wird unmittelbar nach jedem Rennen das Ergebnis an den Server gesandt und wir bekommen direkt angezeigt auf welchem Platz der Weltrangliste wir uns befinden. Allerdings sind das nur die Highscores der jeweiligen Strecken oder Autos, mit der Xbox Live Meisterschaft, welche parallel im Online-Universum läuft, hat das nichts zu tun. Für diese nämlich muss man sich extra anmelden, da auch die Verwaltung der Kudos unabhängig vom Offline-Spiel geschieht. So wird einem im Highscore-Menü neben den Offline erwirtschafteten Kudos auch eine eigene Liste des Online-Spiels angezeigt. Doch widmen wir uns erst der umfangreichen Offline-Möglichkeiten die uns PGR2 bietet:

    Offline gibt es drei Spielmöglichkeiten sich die begehrten Kudos und Medaillen zu verdienen. Die wichtigste ist die "Kudos-Weltmeisterschaft", welche uns in vielen in Autoklassen unterteilten Herausforderungen die Möglichkeit gibt Kudos zu verdienen. Um das Spiel für jeden Zocker zugänglich zu machen, kann man jede einzelne Herausforderung in fünf verschiedenen Schwierigkeitsgraden antreten. Beginnend mit Blech, Bronze und Silber geht der Reigen über Gold und Platin für die absoluten Racing Profis. Je nach gewählter Medaille sind die zu erfüllenden Aufgaben verschieden hoch gesteckt. Für die Blech-Medaille genügt es meist als Dritter durchs Ziel zu kommen, wobei die computergesteuerten Fahrer sich schon sehr viel Mühe geben nicht zu anspruchsvoll zu sein. In der härtesten Stufe Platin hingegen muss man all sein Können aufbringen um die gestellten Aufgaben zu erfüllen. Hat man alle Herausforderungen einer Klasse bestanden, egal mit welcher Medaille, wird die jeweils nächste Autoklasse freigeschaltet. Allerdings ist es nicht so, dass wir erst dann Zugriff auf die jeweiligen Autos haben, denn im Showroom, eine Art virtuelles Autohaus, können wir fast alle Autos schon Bestaunen und Probefahren. Haben wir bereits entsprechend viele Kudos verdient, können wir dort auch schon jedes Auto einkaufen, bis auf wenige Spezielle, die man sich für ganz besondere Aufgaben aufgehoben hat.
    Die zweite Offline-Spielvariante ist der "Arcade-Mode". Dieser bietet uns fest vorgefertigte Rennen mit vorbestimmten Autos gegen die computergesteuerten Gegner. Dabei stehen uns die Modi "Straßenrennen", "Zeitrennen" und "Slalom" zur Auswahl. Beim Straßenrennen handelt es sich um ein ganz normales Rennen mit bis zu sieben virtuellen Gegnern, beim Zeitrennen geht es ausschließlich um die gefahrene Zeit und beim Slalom schließlich geht es darum in der vorgegebenen Zeit gekonnt um die aufgestellten Pylonen zu kurven. Selbstverständlich bietet uns der Arcade-Mode ebenfalls die erwähnten fünf Medaillenstufen.
    Der dritte Offline-Spielmodi ist das obligatorische Zeitrennen, welches wohl nicht näher beschrieben werden muss.

    Für mehrere Spieler steht uns neben dem Xbox Live Support auch die Möglichkeit zur Verfügung entweder per Splitscreen gegeneinander anzutreten oder die lokal vorhandenen Xboxen miteinander zu verlinken. So können pro Xbox bis zu vier Spieler am Rennen teilnehmen. Allerdings wird uns hier nur die Möglichkeit gelassen eine Strecke und das gewünschte Auto auszuwählen, um daraufhin das Rennen auszutragen. Besondere Herausforderungen oder Slalomrennen sind so nicht möglich.

    Dafür bietet der Xbox Live Support wirklich alles was man von einem Online-Racer erwarten kann. Neben den obligatorischen Quick- und Optimatches steht hinter dem gesamten Online-Auftritt von PGR2 eine eigene virtuelle Weltmeisterschaft. Denn die online erspielten Kudos gelten auch ausschließlich online und haben nichts mit der offline erbrachten Leistung gemein. Selbstverständlich kann man auch ein eigenes Game erstellen, ganz nach den eigenen Bedürfnissen in Sachen Autoklasse und Streckenauswahl.

    Die Grafik von PGR2 ist mehr als spitzenmäßig. Egal ob im 50 oder 60 Hertz Mode, immer läuft das hochdetaillierte und unglaublich realistische Geschehen absolut flüssig und butterweich über den Schirm. Dabei können vor Allem die wunderbaren Autos begeistern, die von Außen eine ebenso gute Figur machen wie von Innen. Denn selbst das Interieur wurde liebevoll nachgestaltet und zeigt uns besonders bei den Cabrios ein herrliches Innenleben. Schade in diesem Zusammenhang, dass es keine Innenkamera gibt, während der Rennen ist man auf die beiden Stoßstangen- und Verfolgerkameras angewiesen. Dafür bietet uns die Verfolgerkamera ein so einfaches wie nützliches Feature, denn wir können während der Fahrt mit dem rechten Analogstick unseren Blickwinkel schwenken, was bei engen Kurven ein wirklicher Vorteil ist.

    Ebenfalls hervorragend umgesetzt ist die Steuerung, die uns nicht nur für jeden Wagentyp ein individuelles Fahrgefühl beschert, sondern auch das in PGR2 so wichtige Driften leicht möglich macht. Denn im Grunde benötigt man bei aktivierter Automatikschaltung lediglich den linken Stick zum Lenken, die Schultern zum Gasgeben und Bremsen und die A-Taste für die exzessiv einzusetzende Handbremse. Auf B und X liegt auf Wunsch die manuelle Schaltung und die Y-Taste wird für den blick nach Hinten benötigt. Die schwarze und weiße Taste dient um zwischen den Kamerasichten zu wechseln und der rechte Analogstick lässt uns - wie bereits erwähnt - zur Seite blicken. Sehr gut integriert ist die Bedienung des Autoradios. Denn wie es sich für ein PGR gehört, können wir je nach Austragungsort zwischen mehreren lokalen Radiosendern wählen. Um dies zu tun genügt ein Druck auf den rechten Analogstick, woraufhin der Autoradio oben über dem Rückspiegel eingeblendet wird. Bewegen wir den Stick nun nach rechts oder links, wechseln wir die Radiosender, und mit auf und ab kann man die Lautstärke bestimmen. Ein wirklich praktisches und nützliches Feature. Wem die mitgelieferten Sounds nicht gefallen, der kann selbstverständlich auch auf eigene Soundtracks zurückgreifen. Dazu wählt man entweder direkt eine auf die Xbox kopierte CD an, oder man erstellt sich aus allen auf der Xbox befindlichen Musikstücke eine eigene "virtuelle CD", auf die wir dann während der Rennen zugreifen können.

    Womit wir bei der Soundkulisse zu PGR2 wären, die, soviel darf man ungestraft sagen, ebenso herrlich umgesetzt wurde wie der Rest des Games. Praktisch jedes Auto besitzt seinen individuellen Motorsound, der sich je nach Kameraposition auch verschieden anhört. So bekommt man bei der Stoßstangenkamera richtig mit wie der Vergaser gierig nach Luft schnappt, die Verfolgerkamera hingegen bringt den Sound des Auspuffs so richtig zur Geltung. Wer zudem selbst etwas für Lärm sorgen will, kann sich der Hupe bedienen, die dummerweise auf die BACK-Taste gelegt wurde. Mit dem großen Microsoft-Controller hat man kein Problem diese Taste mit der rechten Hand zu bedienen, so dass man den linken Daumen auf der Lenkung lassen kann, mit dem kleinen S-Controller aber ist das nicht möglich.
    Die Einbindung der Radiosender ins Game verdient einer besonderen Erwähnung. Zwischen den Musikstücken können wir den lokalen DJ's zuhören und bekommen auch so manchen Werbespot präsentiert. Sehr schön gelöst wurde die Integration des eigenen Soundtracks. Denn selbst wenn wir unsere eigenen Stücke abspielen lassen, wird trotzdem der lokale DJ ins Programm eingeblendet, so dass wiederum der Eindruck entsteht man würde einem Live-Radio zuhören.

    Seine Langzeitmotivation schöpft PGR2 zweifellos aus den über 100 verschiedenen Autos und den gut 90 verschiedenen Strecken, die auf Metropolen der ganzen Welt verteilt sind. Dabei hat man durch Einführung des neuen Medaillensystems wunderbar die Frustschwelle der Vorgänger umschifft, die zwangsläufig in den höheren Level entstand. Da dieses auch sehr schön ausgeglichen ist, sollte jeder Spieler innerhalb weniger Runden den für ihn passenden Schwierigkeitsgrad herausgefunden haben. So ist sichergestellt, dass auch Gelegenheitsfahrer sich alle Autos und Strecken erspielen können, selbst wenn sie dafür nur Blechmedaillen erhalten. Hardcore-Zocker werden es natürlich darauf anlegen möglichst jede Herausforderung mit Platin zu bestehen.
    Das zweite Standbein von PGR2 ist natürlich der Online-Support, der das Spiel sehr lange attraktiv halten sollte, da man sicher immer noch Jemanden findet der schneller fährt als man selbst. So findet man sogar als Kudos-Verächter seine Herausforderung, denn es gibt ja noch die Rennen auf Zeit gegen die anderen Online-Spieler, bei denen die Kudos überhaupt nicht zählen. Hier gewinnt wer als erstes über die Ziellinie fährt.

    Project Gotham Racing 2 (XB)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Viele verschiedene Autos und Strecken
    spielerfreundliches Medaillensystem
    herrliche Grafik
    hervorragende Einbindung der eigenen Soundtracks
    sehr gute Integration der Xbox Live Features
    enorme Langzeitmotivation
    der Showroom
    Keine Tuningmöglichkeiten
    keine freie Farbwahl bei den Autos
    keine Innenkamera
  • Project Gotham Racing 2
    Project Gotham Racing 2
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Bizarre Creations
    Release
    15.11.2003

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Cars Release: Cars THQ , Rainbow Studios
    Cover Packshot von Flat Out 2 Release: Flat Out 2 Eidos , Bugbear Entertainment
    Cover Packshot von World Racing Release: World Racing Synetic
    Cover Packshot von Ford Street Racing Release: Ford Street Racing Empire Interactive , Razorworks
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989562
Project Gotham Racing 2
Project Gotham Racing 2 im Gamezone-Test
PGR2 ist der Tradition der Kudos treu geblieben, bietet aber neuerdings ein Medaillensystem mit an.
http://www.gamezone.de/Project-Gotham-Racing-2-Spiel-28615/Tests/Project-Gotham-Racing-2-im-Gamezone-Test-989562/
13.11.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/11/XBOXZONE-image584.jpg
tests