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  • Project Sylpheed im Gamezone-Test

    Abwechslungsreiche Missionen und tolle Videosequenzen stehen frustigen Abschnitten und einer seichten Soundkulisse gegenüber.

    Silpheed hat schon so einige Jahre auf dem Buckel. Bereits 1986 kam Silpheed von Game Arts auf dem NEC PC-8801 heraus. Zwei Jahre später wurde das Shoot'em Up auf dem Fujitsu FM-7 veröffentlicht. Richtig bekannt wurde Silpheed allerdings erst auf dem Sega Mega-CD. Im Jahre 1993 bot das Spiel eine sagenhafte Polygon-Grafik, die vor allem in den Zwischensequenzen für herunterfallende Kinnladen sorgte. Nach einem kurzen Abstecher auf der PS2 bringen Game Arts und Square Enix die Serie in das HD-Zeitalter. Weg vom Arcade-Shooter hin zur waschechten Konkurrenz von Starlancer und Co.

    Böse, böse Kolonien

    Project Sylpheed Project Sylpheed In der Zukunft hat die Menschheit zahlreiche Planeten besiedelt. Unter der Herrschaft des Terra-Imperiums lebten die Bewohner 500 Jahre in Frieden. Doch irgendwie will man ja auch ein Spiel spielen, in dem es ordentlich zur Sache geht, weswegen sich die Kolonien der rebellischen Freiheitsallianz ADAN versammelt haben, um gegen Terra und für die Unabhängigkeit zu kämpfen. Als junger Pilot Katana müsst ihr gegen die ADAN-Streitkräfte antreten. Obwohl die Rahmenhandlung nicht zu originell ist, kommt dennoch eine recht verfolgenswerte Story zusammen. Das liegt daran, dass viel Wert auf die Entwicklung der einzelnen Protagonisten gelegt wurde und auch zahlreiche Rückblicke lassen eine gewisse Tiefe aufkommen. Hinzu kommt noch, dass die typisch japanische Handlung von sehr ansehnlichen und auch vielen Zwischensequenzen weitererzählt wird. Nicht ohne Grund erinnern diese an Final Fantasy. Die qualitativ sehr hochwertigen Render-Szenen sind eindeutig das Highlight von Project Sylpheed. Allerdings muss man auch ein Faible für die japanische Erzählweise haben, die nicht immer zu 100 Prozent mit dem westlichen Geschmack kompatibel ist.

    Wing Commander auf LSD

    Project Sylpheed Project Sylpheed Im Gegensatz zu den Vorgängerspielen lässt sich Project Sylpheed schon eher mit einem Wing Commander oder Starlancer vergleichen. Aus der Third Person Perspektive steuert ihr dabei euren Gleiter durch die zahlreichen Missionen. Dabei müsst ihr in vielen Fällen Raumstationen oder Schiffe beschützen bzw. Konvois eskortieren. Dennoch zeigt sich das Missionsdesign abwechslungsreich, denn an anderen Stellen sollen Superwaffen zerstört, oder Hinterhalte vorbereitet werden. Das Gameplay an sich ist jedoch wenig herausfordernd. Meist visiert ihr einen oder mehrere Feinde an und wartet einfach bis die Raketen ihren Weg selbstständig finden. Spannende Dogfights kommen selten vor, es sie denn ihr kämpf mit einem Elite-Piloten. Project Sylpheed ist sozusagen das Serious Sam der Weltraum-Shooter. Es kommt nicht selten vor, dass ihr in den 15-25 Minuten langen Missionen bis zu 200 Schiffe abschießt. Dutzende Feinde mit dem Zielerfassungssystem markiert, Raketen auf den Weg geschickt und die Counter schnellt in die Höhe. Auch Großkampschiffe sind nach wenigen Anflügen nur noch Weltraumschrott.

    Durch die sich ständig wiederholenden Gameplay-Elemente wird das Spiel schnell zu Routine. Der Schwierigkeitsgrad nimmt mit der Zeit jedoch enorm zu, was schnell zu Frust führen kann. Das hat aber nicht nur mit den immer zahlreicher werdenden Gegnern zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass Project Sylpheed der unübersichtlichste Weltraum Shooter ist, denn ich seit langem gespielt habe. Zu viele Farben, zu viele Explosionen, zu viele Raumschiffe, die auch noch einen bunten Schweif hinter sich her ziehen. Irgendwann werdet ihr euch wundern, wieso ihr nicht mehr das Schwarz des Weltraums erkennen könnt. In der Farbenorgie gehen dabei auch wichtige HUD-Markierungen schnell verloren, weswegen ihr euer Hauptziel kaum noch ausmachen könnt. Das menschliche Auge, bzw. das westliche Auge, muss sich an das Spektakel zunächst gewöhnen. Aber selbst für japanische Verhältnisse hätte man zwecks der Übersichtlichkeit nicht gleich alle 65.000 Farben auf einmal benutzen müssen.

    Ich brauche eine Brille

    Project Sylpheed Project Sylpheed Die im Farb-Exzess schlecht ablesbaren HUD-Anzeigen sind jedoch hauptsächlich auf normalen Röhrenfernsehern fast unlesbar aber auch auf einem HD-TV fällt auf, dass viele unwichtige Infos mehr Aufmerksamkeit bekommen haben, als die lebensnotwendigeren Anzeigen. Das Radar ist beispielsweise so gut wie nutzlos. Aber auch egal, einfach die "Anvisieren-Taste" gedrückt halten und planlos umherschwirren. Bei der Gegnermasse dauert es keine Sekunde, bis ihr mindestens drei Gegner aufgeschaltet habt. Da wären wir schon bei der Steuerung: Diese wirkt zwar auf den ersten Blick etwas überladen, doch wenn man sich näher mit ihr beschäftigt, merkt man, dass sich die Entwickler ihre Gedanken gemacht haben. Mit den beiden Schultertasten beschleunigt und bremst ihr euren Gleiter ab. Mit RB und LB werden die Waffen abgefeuert. Mit A werden Feinde anvisiert und mit X die Waffen gewechselt. Was jedoch etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist der Umstand, dass ihr den Analogstick nur ganz dezent nach recht und links bewegen dürft, um auch in die entsprechende Richtung zu fliegen. Kippt ihr dem Analogstick bis zum Anschlag nach links oder rechts, rollt euer Schiff automatisch, was vor allem in brenzligen Situationen zu Kollisionen führen kann. Allerdings werdet ihr die Steuerung trotz der vielen Funktionen mit etwas Übung in den Griff bekommen.

    Schiffs-Tuning

    Project Sylpheed Project Sylpheed Euer Raumgleiter, der Delta Saber, ist schon ein feines Stück Kriegstechnik. Nicht nur, dass er aufladbare Schilde hat, auch Spezial-Manöver wie Ramm-Attacken lassen sich durchführen. Müsst ihr schleunigst verschwinden, bietet sich der Nachbrenner an. Außerdem trägt der Delta Saber bis zu vier Waffensysteme mit sich, die auch von Außen zu erkennen sind. Im Verlaufe des Spiels könnt ihr euch dabei immer mehr ausgefallene Offensiv-Systeme in Form von Raketen oder Laser-Kanonen kaufen. Für erledigte Aufgaben, seien es Haupt- oder Nebenziele, werden reichlich Punkte ausgeschüttet. Sogar jeder einzelne Abschuss eines Jägers oder Großkampfschiffs lässt das Konto klingeln. Zwischen den Aufträgen könnt ihr also reichlich neue Technologien kaufen und den Delta Saber individuell damit ausstatten.

    Rainer Calmund als Wingman

    Project Sylpheed Project Sylpheed Project Sylpheed schickt euch nicht alleine in die Schlacht. In den Missionen werden euch auch Wingmen an die Seite gestellt. Über das Steuerkreuz könnt ihr ihnen einfache Befehle erteilen, wie Beschützen, Angreifen, Ausschwärmen oder Formieren. Gesellig sind die Kameraden auch noch: Nicht nur das euch Feinde und Vorgesetze dauernd bequatschen, auch die Wingmen plaudern wie ein Wasserfall. Leider werdet ihr in der Hektik des Gefechts kaum wahrnehmen, ob da gerade über die Regelblutung der Frau oder über das aktuelle Fernsehprogramm schwadroniert wird. Ihr könnt am oberen Bildschirmrand höchstens kurz anhand der Portraits erhaschen, wer gerade einen Monolog mit euch hält.

    Abseits der Singleplayer-Kampagne, die etwa 8-10 Stunden dauern wird, gibt es wenig zu entdecken. Aufgrund der etwas simplen Spielmechanik lohnt es kaum den Titel nochmals in Angriff zu nehmen. Auf einen Multiplayer-Modus wurde leider verzichtet. Für Gamerscore-Jäger ist Project Sylpheed nicht das idealste Objekt, da Punkte nur ausgespuckt werden, wenn ihr wirklich alle Nebenaufgaben während einer Mission erfüllt habt und es ist schon schwer genug zu überleben und den Auftrag irgendwie rum zu bekommen. Immerhin gibt es während der Level 1-2 Checkpoints, wodurch ihr nicht immer wieder von Vorne beginnen müsst.

  • Project Sylpheed
    Project Sylpheed
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    Game Arts
    Release
    27.06.2007
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Project Sylpheed
Project Sylpheed im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Project-Sylpheed-Spiel-28641/Tests/Project-Sylpheed-im-Gamezone-Test-991401/
17.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/08/screen2_large_11__120531152629.jpg
tests