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  • Project Zero 2: Crimson Butterfly - Director's Cut im Gamezone-Test

    Die Zwillingsschwestern bieten uns nun den doppelten Spielspaß ganz ohne Waffen- gewalt und Blut.

    Von Zwillingen, Fotoapparaten und purpurnen Schmetterlingen

    Project Zero II spielt ziemlich genau 30 Jahre vor den Ereignissen von Project Zero. Die beiden Zwillingsschwestern Mio und Mayu bahnen sich ihren Weg durch den dichten Wald um das Dorf zu suchen in dem sie früher lebten. Müde von der Wanderung machen sie Rast an einem klaren Bach und schwelgen in Erinnerungen, als Mayo plötzlich von einem purpurnen Schmetterling so gefesselt ist, dass sie ihm wie in Trance in den Wald folgt. Nur einen Augenblick zu spät bemerkt die Schwester das Verschwinden von Mayo, und sieht gerade noch wie sie im Dickicht verschwindet. Sofort macht sie sich auf den Weg ihrer Schwester zu folgen, bis sie Mayo endlich einholt und am Rande eines Dorfes findet, wo sie umgeben ist von einem ganzen Schwarm purpurroter Schmetterlinge. Froh sie endlich gefunden zu haben, beschließt sie das Dorf zu besuchen. Allerdings sind sie nicht frei von Zweifeln, denn auch sie kennen die Geschichte von dem verfluchten Ort, der während einer Feier zur Fertigstellung eines Staudamms verschwand und nie wieder auftauchte. Seither gehen Gerüchte um, dass verirrte Wanderer von dem Dorf, welches das gleiche Fest immer und immer wieder feiert, gefangen genommen und nicht mehr freigelassen werden. Sollte es sich bei dem von den Schwestern gefundenem Ort etwa um besagtes Dorf handeln?

    Mio und Mayu alleine im Wald...

    Mio und Mayu Mio und Mayu An dieser Stelle kommen wir ins Spiel und übernehmen die direkte Kontrolle über Mio, die sich Anfangs noch völlig unbewaffnet durchs Spiel kämpfen muss. Mayo hingegen folgt uns brav, will aber im Falle eines Geisterangriffes von Mio verteidigt werden, da sie sich selbst kaum helfen kann. Bis es aber soweit ist, gilt es das erste Haus des Dorfes gründlich zu untersuchen, wo wir auch die bereits bekannte Camera Obscura finden, unsere einzige Waffe gegen die Angriffe der Geistwesen. Viel mehr aber dient das erste Kapitel dazu uns mit der Steuerung und der Vorgeschichte vertraut zu machen. So erfahren wir von einem grausamen Ritual bei dem Zwillinge geopfert wurden, sowie von anderen Menschen die sich offensichtlich vor uns in das Dorf verirrten und allerlei Botschaften hinterließen. Die Steuerung bzw. die Bedienung der überlebenswichtigen Kamera hat sich im Vergleich mit dem Vorgänger kaum geändert, wurde aber im Detail verbessert und gibt sich nun spielerfreundlicher. Auch auf die fünf verschiedenen Fotoalben der PS2-Version hat man verzichtet, stattdessen gibt es ein großes Album mit der Möglichkeit einzelne Bilder vor dem Löschen zu schützen. Die Bilder dürften auch mit der Grund sein weshalb der Speicherstand von Project Zero 2 so gigantische Ausmaße angenommen hat. Denn über 2400 Blöcke belegt dieser auf der Xbox-Festplatte, was viel zu viel für jede erhältliche Memcard ist. Den Spielstand auf eine andere Konsole übertragen kann man also nicht.

    Camera Obscura

    Camera Obscura Camera Obscura Das Gameplay allerdings gibt sich wie erwartet, mit dem Unterschied, dass wir nun, zumindest zeitweise, nicht mehr alleine unterwegs sind. Denn statt nur auf uns selbst aufpassen zu müssen, gilt es nun auch auf die Schwester zu achten, die sich selbst nicht verteidigen kann. Zudem gibt sie uns auch ab und an einen Hinweis, indem sie einfach bei einer interessanten Stelle stehen bleibt um uns auf etwas aufmerksam zu machen. Recht bald im Spiel aber trennen sich die Wege der beiden und es wird unsere erste Aufgabe die Schwester wieder zu finden. Bis dahin aber begegnen uns noch so manche Geister, die einem den Angstschweiß aus den Poren treiben können. Denn Project Zero II ist noch einen Tick gruseliger inszeniert als der Vorgänger, gleichzeitig aber lässt sich die Kamera besser handeln und die Geister leichter einfangen. Immer dann wenn man glaubt alle Schockeffekte bereits zu kennen, beweist einem das Spiel das Gegenteil. Klar, dass es nach wie vor die verschieden starken Filmsorten gibt, neu dagegen sind die Objektive mit diversen Eigenschaften. Sogar einen Quickfinder gibt es später im Spiel zu finden, der den oder die Geister mit einem Tastendruck in der Mitte der Suchoptik hält, so dass wir nur noch den richtigen Moment für den Schnappschuss abwarten müssen. Was das Spiel wirklich anspruchsvoll macht sind die Rätsel, die für sich selbst nicht unbedingt besonders schwer sind, die zur Erfüllung notwendigen Dinge aber nicht immer leicht zu finden sind. Zudem besteht das Spiel an manchen Stellen recht kleinkariert auf das Auslösen bestimmter Trigger, die nicht ganz in den Storyverlauf passen. Denn es kommt schon mal vor, dass man in einem bereits völlig durchkämmt geglaubten Haus plötzlich nicht mehr weiter kommt und nichts mehr passiert, bis man an der einen Türe rüttelt die man schon zigfach angefasst hat, woraufhin endlich der nächste Spielabschnitt eingeläutet wird. Meist jedoch erhalten wir Hinweise genug wie es weiterzugehen hat, ohne planlos umherzuirren. Vor dem genauen Untersuchen jedes einzelnen Ortes und Raumes schützt uns das freilich nicht. Denn es sind bei Weitem nicht alle benutzbaren Gegenstände markiert, weswegen es sich lohnt wirklich jedes Ding anzufassen.

    Kampf mit einem Geist Kampf mit einem Geist Was den Titel so unglaublich gruselig gestaltet ist das gelungene Zusammenspiel aus filmreifer Präsentation, der Einsatz diverser Filter und Verwischeffekte sowie der dazu passenden Soundkulisse. Erblickte z.B. eines der Mädchen einen Geist, erscheint plötzlich das ganze Geschehen in der Optik eines zerschlissenen Films, am Joypad spüren wir den Herzschlag von Mio während Mayu etwas ängstliches stammelt und die eben noch recht stummen Lautsprecher geben plötzlich ein unmenschliches Jammern von sich. In der schnell vor die Augen geführten Kamera erkennen wir sodann, dass sich Mayu ein schrecklich deformierter Geistkörper nähert. Nun heißt es schnell reagiert und dem Geist die Seele geklaut, möglichst noch bevor er uns erreichen kann.

    Technisches

    Es gibt auch gute Geister Es gibt auch gute Geister Die gezeigte Grafik hat auf der Xbox noch einmal kräftig zugelegt. Besonders die Qualität der Texturen weiß zu gefallen. Allerdings war man bei Tecmo nicht in der Lage das allgemeine Texturflimmern zu eliminieren, welches sich aber erstaunlicherweise hinter dem grobporigen Rauschfilter nicht einmal schlecht macht. Lediglich mit der Haut der Mädchen ist irgendetwas geschehen was ihnen die Farbtiefe geklaut hat. Rückt ihnen die Kamera zu nah auf die Pelle erkennen wir deutliche Farbabstufungen, fast so als würde die Oberfläche der Mädchen nur aus vier Farben bestehen. Besonders im Kontrast mit den gelungenen Kostümen der Zwei wirkt dieser Umstand nicht besonders schön. Ansonsten jedoch gibt es an der Grafik nicht das Geringste zu mäkeln.

    Anders als bei der PS2-Version hat man das Project Zero 2 für die Xbox nicht mit einem eigens erstelltem Soundsystem ausgestattet sondern sich der bewährten Technik des Dolby-Studios bedient. So ertönt der Titel auf der Xbox in bestem Dolby Digital 5.1, die besonders bei dem optionalen FPS-Mode voll zu Geltung kommt. Doch auch in der klassischen Ansicht mit ihren fest installierten Kameras gibt sich die Soundkulisse keine Blösse.

    Blick durch die Kamera Blick durch die Kamera Obwohl Project Zero II noch um einiges Größer ausfiel als der Vorgänger und auch abwechslungsreicher gestaltet wurde, hat es sich Tecmo nicht nehmen lassen wieder mehrere mögliche Enden einzubauen. So soll sichergestellt werden, dass man das Game nicht schon nach dem ersten Durchgang wieder im Schrank verschwinden lässt. Dafür sorgen wollen auch die neuen Kostüme die ausschließlich in der Xbox-Fassung vorhanden sind. Während des Spiels hingegen wird großer Wert auf das Aufleveln der Kamera gelegt, deren einzelne Eigenschaften sich mit den bereits bekannten Geisterkugeln aufpowern lassen, neuerdings aber auch Spezialfunktionen zulässt, die man wie Tuningteile an die Kamera montiert sowie eine ganze Menge diverser Objektive. Diese dienen dazu den Geist für kurze Zeit zu lähmen, seinen Energiezustand anzuzeigen oder der Erfassungsbereich zu vergrößern. Trotz der Länge des Games ist es aber nicht besonders leicht bis zum Schluss der Geschichte alle PowerUps für die Kamera zu finden bzw. einzusetzen.

    Xbox exklusiv

    Mio allein im Dorf Mio allein im Dorf Wie bereits erwähnt die Xbox-Version mit einigen exklusiven Features erweitert. Allen voran der neue FPS-Mode der es uns erlaubt das Spiel aus der Egoperspektive zu spielen. Die Steuerung orientiert sich dabei am bekannten Standard, der linke Stick dient also dazu unsere Mio zu steuern und der rechte Stick um sich umzuschauen. Allerdings muss man ganz deutlich sagen, dass der FPS-Mode nicht ganz überzeugen kann und aufgesetzt wirkt. Denn so gut die Dolby Digitale Soundkulisse in diesem Mode funktioniert, so unmotiviert wurde er umgesetzt. Deutlich sieht man dem Spiel an, dass es nicht für diese Darstellungsweise geschaffen wurde. Denn oft sehen wir Objekte, ja ganze Landstriche vor uns aufpoppen, und an vielen Stellen funktionieren die Erschreckeffekte nicht mehr. Wohl aus diesem Grund wurden sie auch oft einfach weggelassen, was dem Spiel natürlich viel von seiner Faszination nimmt. So kann man diesen Mode wirklich nur denjenigen Spielern empfehlen, die das Spiel bereits beendet haben und nun nach der ultimativen Herausforderung suchen.

    Wenig Farben aber viele Details Wenig Farben aber viele Details Apropos ultimative Herausforderung: Den von der PS2 bekannten leichten Schwierigkeitsgrad gibt es auf der Xbox nicht mehr. Stattdessen wählen wir entweder "Normal" oder "Schwer" und bekommen als Belohnung den "Nightmare"-Schwierigkeitsgrad freigeschaltet. Je nach Schwierigkeitsgrad können wir nach dem ersten Durchspielen im integrierten Shop diverse Kostüme für unsere zwei Mädchen erstehen. Besonders peinlich dabei, dass man es sich bei Tecmo nicht nehmen hat lassen die Teenager optional im Bikini durch die Geisterstädte schleichen zu lassen. Nichts gegen nackte Haut, aber zwei halbnackte Teenager in einem Horror-Adventure wirken irgendwie deplaziert. Nur gut, dass es auch genug andere und lohnenswertere Kostüme zu kaufen gibt.

    Project Zero 2: Crimson Butterfly (XB)

    Singleplayer
    8,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr gruselige Inszenierung
    hervorragende Soundkulisse
    verbesserte Kamerasteuerung
    optionaler FPS- und Survival-Mode
    Gigantischer Speicherstand mit über 2400 Blöcken
    freischaltbare Bikinis
  • Project Zero 2: Crimson Butterfly
    Project Zero 2: Crimson Butterfly
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Tecmo Inc.
    Release
    27.01.2005

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990144
Project Zero 2: Crimson Butterfly
Project Zero 2: Crimson Butterfly - Director's Cut im Gamezone-Test
Die Zwillingsschwestern bieten uns nun den doppelten Spielspaß ganz ohne Waffen- gewalt und Blut.
http://www.gamezone.de/Project-Zero-2-Crimson-Butterfly-Spiel-56244/Tests/Project-Zero-2-Crimson-Butterfly-Directors-Cut-im-Gamezone-Test-990144/
26.01.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/01/TV2005012510561800.jpg
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