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  • Project Zero 3: The Tormented - Die Horror-Trilogie ist vollendet! - Leser-Test von Fabian1992

    Project Zero 3: The Tormented - Die Horror-Trilogie ist vollendet! - Leser-Test von Fabian1992 "Ich wollte einfach das gruseligste Spiel machen, dass man sich vorstellen kann." sagte Makoto Shibata. Tja, und das ist ihm wohl gelungen, denn sein Kult-Klassiker "Project Zero" gilt nicht umsonst als einer der gruseligsten Spiele aller Zeiten. Allerdings ist die Frage, wie lange man das einst so innovative Gameplay noch innovativ nennen kann?

    Story:
    Rei Kurosawa trauert um ihren verstorbenen Verlobten Yuu. Er ist bei einem Autounfall umgekommen, von ihr verursacht. Sie kam mit leichten Verletzungen davon...
    Eines Tages erhält die freiberufliche Fotografin den Auftrag, Fotos in einer alten, japanischen Villa zu schießen. Angeblich soll es dort spuken. Als sie dann ihr letztes Foto von einem Gang macht, hat sie plötzlich ihren vermeintlich toten Verlobten vor der Linse. Sie folgt ihm und findet sich auf einmal an einem völlig anderen Ort wieder. Es schneit und vor ihr liegt ein großes, mysteriöses Haus. Ist Yuu dort drinnen? In der Hoffnung ihn wieder zu sehen, dringt sie tiefer in das Haus ein, aber dann... Sie ist zurück in der Realität. War alles nur ein Traum?
    In der Nacht darauf träumt sie jedoch schon wieder von diesem Haus. Und dann dieses Tattoo. Warum breitet es sich über ihren Körper aus und was hat es zu bedeuten?

    Das Tattoo...Realität und Albtraum...Trauer...dies sind alles Begriffe, die zugleich neu sind, aber auch wieder in das vertraute Project Zero-Konzept wie maßgeschneidert passen. Doch wenn das Konzept, welches bereits in zwei Spielen voll ausgekostet wurde, wieder auftritt, kann man es dann eigentlich noch erneuern? Die Antwort ist...Ja! Ja, es ist möglich immer wieder etwas Neues zu kreieren, auch wenn es auf eine bestimmte Weise ein alter Hut ist. Um aus diesem alten Hut jedoch einen neuen zu machen, ist die Vorrausetzung das Können eines Makoto Shibatas sein Eigen zu nennen, sonst klappt dies leider nicht. Denn der Direktor des Project Zero-Ensembles schaffte es auch in seinem dritten Teil wieder euch ins pure Grauen zu versetzten. Und selbst, wenn man die Vorgänger wie seine Westentasche kennt, und genau weiß, wie die Entwickler euch in Angst versetzten, ist es doch immer wieder überraschend. Kommen wir aber nun zum eigentlichen Spiel und treten ein drittes Mal in die so geheimnisvolle und vor allem beängstigende Welt von "Project Zero" ein.

    Wie bereits erwähnt, ist der Ort des Grauens, ähnlich wie in Teil eins, eine Villa. Diese Villa wird "Das Haus des Schlafes" genannt. In dieses tritt Rei, der neue Hauptcharakter, immer wieder in ihren Träumen ein. Allerdings ist dies nicht der einzige Schauplatz in "Project Zero 3 The Tormented". Ein völlig neues und noch nie da gewesenes Spielelement ist nämlich, dass ihr nicht nur in der Albtraumwelt die Heldin steuert, sondern auch bei ihr zu Hause. Der dritte Teil ist in zwei Welten aufgeteilt. Eine stellt ihr Haus dar, in dem sie wohnt und die andere Welt stellt das Haus des Schlafes dar. Nach bestimmten Abschnitten, in denen ihr durch das dunkle Haus gewandert seid, wacht ihr auf und findet euch in Reis Haus wieder. Indem Rei schlafen geht, kehrt ihr wieder in die Villa zurück und das Grauen setzt sich fort. Obwohl dieses Spielelement mehr Spielfreiheit verspricht, läuft dieses geregelt von Statten. Seid ihr nämlich wieder in ihrem Haus, müsst ihr dort ein paar Aufgaben erfüllen, bis es Nacht wird und ihr wieder zu Bett gehen könnt. Und auch in der Villa kann man zwar durch den Eingang immer wieder aufwachen, aber dennoch bringt dies einen nicht sonderlich weiter. Die Story setzt sich erst fort, wenn ihr in der Albtraumwelt die Aufgaben erfüllt habt und von selbst wieder aufwacht.
    Im Punkto Horror macht auch "The Tormented" seine Arbeit mehr als gut. Wieder gibt es viele, fiese Schockmomente, die den Puls immer wieder erhöhen, ebenso wie die plötzlich auftauchenden Geister oder die perfekt inszenierte Soundkulisse, die durch Flüstern, Schreie oder knirschende und knarrende Geräusche die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Wie immer ist dieser Horror nichts für zart besaitete Gemüter.
    Um ein wenig Erholung zu bekommen, gibt es ja das hübsche Häuschen von Rei. Dieses ist zwar auch nicht ganz frei vom Spuck, die Atmosphäre ist ihr aber bei weitem nicht so beängstigend und beklemmend wie in der japanischen Villa selbst. Außerdem ist die hübsche Japanerin selten allein im Haus. Immerhin wohnt ihre Assistentin Miku Hinasaki bei ihr. Der Name Hinasaki sollte allen Spielern mit nostalgischem Wissen bekannt vorkommen, denn immerhin übernahm Miku die Hauptrolle des Erstlings und brach dort den Fluch der Villa Himuro, wobei sie jedoch tragischerweise ihren Bruder Mafuyu verlor. Anders als der zweite Teil, nimmt der dritte Teil nämlich Bezug auf seine Vorgänger. Beide Spiele werden hier noch einmal ansatzweise angesprochen. Durch Miku Hinasaki wird selbstverständlich Bezug auf den ersten Teil genommen. Die Geschichte um den Verlust ihres Bruders setzt sich somit fort. Allerdings wird der zweite Teil nicht einfach links liegen gelassen. Durch einen dritten und letzten Hauptcharakter wird auch die Story vom zweiten Teil wieder aufgenommen. Bei diesem Charakter handelt es sich um den historischen Schriftsteller Kei Amakura. Ja, und auch der Name Amakura dürfte an echten Fans nicht einfach gedankenlos abprallen. Immerhin lautete doch so der Nachname der beiden Zwillinge in "Crimson Butterfly". Und diese Charaktere tauchen nicht nur im Spiel auf, sie sind auch spielbar. Der dritte Teil unterscheidet sich am meisten von den Vorgängern durch die drei Protagonisten, die ihr im Laufe des Spiels steuert. Die Story bezieht sich zwar nur auf Rei Kurosawa, aber dennoch sind Miku und auch Kei spielbar. Ihr könnt jedoch die Charaktere nicht beliebig wechseln, wie etwa in "Resident Evil Outbreak". Jeder Charakter hat seine eigenen Abschnitte im Spiel, in denen er auftritt. Mit den verschiedenen Spielfiguren ändert sich auch die Kamera Obskura. "Kamera Obskura?... Ja, denn in "Project Zero 3" könnt ihr euere Gegner nicht etwa mit Schlag- und Schusswaffen in die Knie zwingen. Da ihr von Geistern attackiert werdet, und diese nun mal müde lächeln würden, wenn ihr sie versucht zu erschlagen oder zu erschießen, könnt ihr sie mithilfe einer antiken Kamera bezwingen. Immer, wenn einer der Furcht erregenden Geister urplötzlich auftaucht, zückt ihr die Kamera und haltet den Geist solange im Aufnahmebereich, wie irgend möglich. Dabei sammeln sich in der Kamera magische Kräfte, mit denen ihr, wenn ihr den Auslöser betätigt, den Geistern Kraft entziehen könnt. Je länger ihr das schafft, desto stärker wird der Schuss. Zudem gibt es noch den Flash Moment, der den Geistern noch mehr Energie entzieht, jedoch nur möglich wird, wenn ihr eure Gegner nahe genug an euch ran lasst. Ebenso könnt ihr einen Fatal Frame auslösen, der die Geister zurückstößt und einen Kombo startet. Kommen wir aber noch einmal zu den drei Protagonisten.
    Diese verwenden die Kamera nämlich unterschiedlich. Wenn sie in Reis Gebrauch ist, so ist sie mit der aus Teil zwei vergleichbar: Ladezeichen, die sich um den Aufnahmebereich aufladen, Flash Moment und Fatal Frame sind möglich und Linsen, mit dessen Hilfe ihr die Kamera verbessern könnt. Bei Miku sieht das Ganze schon etwas anders aus. Sie hat einen extrem kleinen Aufnahmebereich und kann keinen Gebrauch von Linsen machen. Dafür findet sie jedoch ein Amulett, mit dessen Hilfe sie die Zeit verlangsamen kann. Dadurch sind die flinken und fiesen Attacken bei den Geistern viel leichter zu bewältigen. Zudem kann sie den Ladekreis doppelt aufladen wodurch sie extrem starke Schüsse landen kann.
    Keis Geisterkraft ist recht schwach, wodurch er die Kamera nicht allzu gut benutzen kann. Er hat nämlich nur zwei Ladezeichen, was die Kämpfe auch bei leichten Geistern zu einer Herausforderung werden lässt. Dennoch ist er, ebenso wie Rei, in der Lage, Linsen zu benutzen, mit denen er zahlreiche Zusatzfunktionen verwenden kann. Allerdings kann er sich auch vor den Geistern in toten Winkeln der Villa verstecken. Und dabei sind wir auch gleich bei den verschiedenen Eigenschaften der unterschiedlichen Charaktere. Mit ihnen ändert sich nämlich nicht nur die Kamera, sondern auch die Fähigkeiten. Wie gesagt, ist Kei in der Lage, sich hinter Möbeln wie Kommoden, Trennwänden oder Ähnlichem vor den Geistern zu verstecken um dann im richtigen Moment wegzulaufen, ohne von diesen bemerkt zu werden. So gut sich dieses neue Spielelement aber auch anhört, so mäßig wurde es umgesetzt. Diese herrlich schöne Schleicherei, die den Spieler in echte Angst und Panik versetzten kann, beschränkt sich nur auf wenige Szenen des Spielablaufs. Ansonsten müsst ihr euch, wie gewohnt, den Geistern mit der Kamera gegenüberstellen. Kei hat aber noch eine weitere Fähigkeit, die den anderen fehlt. Da er körperlich recht stark ist, kann er schwere Kommoden oder Regale beiseite schieben und so neue Wege freimachen.
    Miku kann sich zwar nicht verstecken und ist körperlich recht schwach, dafür kann sie sich aber durch enge Bereiche zwängen und unter Dielen kriechen. Dank dieser Fähigkeit gelangt auch sie in neue Bereiche der Villa und macht somit die Wege den anderen beiden frei. Denn sowohl ihre, Reis, als auch Keis Aktivitäten bleiben erhalten.
    An der Rätselfront findet man aber nichts Neues. Teilweise wurden sogar Rätsel aus den Vorgängern übernommen. Einfache Schiebeknobeleien und Sonstiges, mehr Köpfchen verlangt der dritte Teil nicht.
    Ein letztes Mal muss ich jedoch auf die Kamera zurückkommen. Schließlich gibt es verschiedene Film-Typen, die ihr für die Fotos verwenden könnt. Einmal hätten wir den Film-Typ 07, der Schwächste, der aber in diesem Teil, ganz im Gegensatz zum zweiten, nicht unendlich Schuss hat. Dieser eignet sich nicht zum Kämpfen, sondern ist für Rätsel und Geisterfotos geeignet. Früher war es vielleicht immer lästig die Typen im Inventarmenü zu wechseln, aber in Teil drei ist das kein Problem mehr. Dank den Pfeiltasten geht das nun ruck zuck. Dadurch könnt ihr die Kamera aber nur noch durch die Analog-Sticks bewegen, was aber ohnehin zu empfehlen ist.
    Dann gibt es noch den Film-Typ, der durch alle Teile gegangen ist, der Typ 14! Dieser ist nach wie vor der Standartfilm. Schließlich gibt es noch den 61er, den 90er und den extrem seltenen Film-Typ Null. Den findet man gar nicht, wenn man nicht sein ausgeklügeltes Versteckt entdeckt, aber auch dort gibt es ihn nur mit zwei Schuss. Kaum anders ist es bei dem 61er und 90er. Diese werden auch recht dürftig verteilt, was ein Grund dafür ist, weshalb der Schwierigkeitsgrad wieder anzieht. Vor allem die später Frei zuspielenden Stufen Schwer und Albtraum sind nur etwas für Profis. Wer dieses Spiel bis dahin aber oft genug durchgespielt hat, kann sich schnell als ein Profi bezeichnen und wird auch diese harten Aufgaben meistern.
    An der Grafik hat sich nicht sonderlich viel getan. Sie ist zwar immer noch ganz hübsch, doch leider sind die Animationen der Figuren zu träge und hölzern geraten, als dass sie heutzutage noch beeindrucken könnten. Die Gesichtsausdrücke der agierenden Personen leiden besonders darunter. Zum Glück gehen die Emotionen nicht ganz verloren, denn die Synchron-Sprecher erledigen ihre Arbeit äußerst professionell.
    Die Atmosphäre hat auch zu leiden und zwar unter dem ständigen Wechsel zwischen Albtraum und Realität. Zweifellos ist es ein gutes, neues Feature des Spiels, aber dennoch lässt der Horror in dem Häuschen zu sehr nach. Vor allem aber stören mich die wirklich unrealistisch wirkenden Dialoge zwischen Rei und Miku. Diese bestehen oft aus richtigen Sprachaufnahmen und eingeblendeten Texten. Hinzu kommen die immer wieder verwendeten Sprüche von Miku, wenn man sie wieder über Fotos recherchieren lässt. "It's raining again." ist wohl ihr Lieblingsspruch.
    Dabei wären wir aber gleich beim neuen Spielelement der Fotorecherche. Im Haus des Schlafes nehmt ihr immer wieder Fotos auf, die ihr dann zu Hause in der Dunkelkammer entwickeln könnt und diese anschließend Miku gebt, damit sie Forschungen darüber anstellt. Dadurch könnt ihr mehr Informationen erhalten. Manch einem werden diese Informationen aber zu viel sein. Oft bekommt ihr dann bis zu zwölfseitige Texte, die randvoll mit Infos sind. Diese Notizen sollten aber aufmerksam gelesen werden denn durch diese werden die meisten Geheimnisse des Spiels gelüftet. Wie bereits schon in "Crimson Butterfly" wird die Story ziemlich unverständlich präsentiert. Das Ritual, welchem das Trio auf der Spur ist, wird ebenso umfangreich wie fraglich dargestellt. Das ist äußerst schade, denn ich hatte mir erhofft, dass genau dieser Kritikpunkt nicht mehr vorkommen würde. Versteht man aber erstmal die Story, so schwer dies auch sein mag, ist sie faszinierend und beeindruckend wie eh und je. Mich hat diese Handlung wieder vollkommen überzeugt. Das Schönste an der ganzen Sache ist, dass der dritte Teil es mit Bravur schafft, alle Teile zu einem gemeinsamen Ende zu bringen. Das Finale ist vollkommen erhaben und kann euch nur begeistern.
    Zudem hat "Project Zero 3 The Tormented" einen unendlichen Dauerspaß. Allein der erste Durchgang dauert vierzehn bis siebzehn Stunden und auch danach reizt das Spiel durch unzählige Extras, einem Kampfmodus, vier Schwierigkeitsstufen, und das zweite Ende, sowie durch das Streben danach, die Kamera mit all den Punkten schon bald vollkommen aufgepeppt zu haben.

  • Project Zero 3: The Tormented
    Project Zero 3: The Tormented
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Tecmo Inc.
    Release
    24.02.2006

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Project Zero 3: The Tormented
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04.05.2007
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