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  • Project Zero: Horror im Stil vom Klassiker "The Ring" - Leser-Test von Fabian1992

    Project Zero: Horror im Stil vom Klassiker "The Ring" - Leser-Test von Fabian1992 "Project ZERO" ist eine völlig neue Art des Survival-Horrors. Es unterscheidet sich in beinahe allen Punkten von den Kollegen dieses Genres. In wie fern es sich von den anderen Games unterscheidet und wie dies überhaupt gelungen ist, erfahrt ihr hier!

    Story:
    Die Medien berichten, dass der berühmte Krimiautor Junsei Takamine bei seinen Forschungsarbeiten zu seinem neuen Buch, mit seiner Assistentin und seinem Redakteur verschwunden sei. Darauf hin macht sich der Journalist Mafuyu Hinasaki auf die Suche nach seinem Freund und Mentor, Junsei. Seinen Nachforschungen zu Folge hatte er sich zuletzt in der entlegenen Villa Himuro aufgehalten, welche imposant in einem dichten Wald steht. Also begibt er sich dort hin um seinen Freund zu finden. Doch auch Mafuyu verschwindet spurlos.
    Kurz darauf macht sich seine Schwester Miku Hinasaki ebenfalls auf den Weg zur Villa Himuro, doch was sie dort erwartet, hätte sie niemals ahnen können!

    Soviel zur Story, aus der ihr euch nun sicher schon denken könnt, was der Schauplatz von "Project Zero" ist. Richtig! Die Villa Himuro. Und damit hätten wir den ersten Punkt, durch welchen sich dieses Spiel grundsätzlich von den anderen unterscheidet.
    Zu Beginn, nach einer herrlichen Anfangssequenz, spielt ihr vorerst Mafuyu. Diesen steuert ihr noch in einer Schwarz-Weißoptik, was sich dann aber ändert, sobald ihr mit ihm ein kleines Weilchen die Villa erkundet habt. In diesem ersten Abschnitt, der sich "Himuro Intro" nennt, trefft ihr auf den ersten Gegner und erlebt mit, wie Mafuyu verschwand. Warum, bleibt jedoch noch lange ein Geheimnis.
    Zunächst dürft ihr aber dann Miku, den Hauptcharakter steuern und das im farbigen Bildschirm. Macht euch aber keine zu großen Hoffnungen, denn wie es sich für ein Horrorspiel gehört, ist die Umgebung in Finsternis getaucht, sodass ihr lediglich durch ein paar Kerzen, schwache Lichter und euere Taschenlampe ein wenig Farbe erkennt. Atmosphärisch ist "Project Zero" ohnehin ein Meisterwerk. Nicht nur die Dunkelheit sorgt immer wieder für das Gefühl. "Ist da jemand...?" sondern auch die perfekt inszenierte Soundkulisse. Immer wieder stehen euch die Nackenhaare zu Berge, egal ob es nun ein Flüstern, ein Schrei oder sonst irgendein kleines Geräusch war, dass aber so viel bewirkt. Zudem kann dieses Spiel, wie man es erwartet, auch mit so einigen fiesen Schockmomenten den Puls immer wieder erhöhen. Allein dadurch ist der Horror bei "Project Zero" auf einem hohen Niveau.
    Als wäre das aber noch nicht genug, sorgen auch die Gegner für pure Angst. Im Punkto Gegner stoßen wir gleich auf ein weiteres Feature, welches dieses Spiel von "Silent Hill" oder "Resident Evil" unterscheidet. Hier werdet ihr nicht etwa von Monstern und Mutanten angegriffen, sondern von Geistern. Und diese Geister haben es in sich. Immer wieder tauchen sie unter schrecklichem Getöse und Gestöhne auf und lassen euch keine Zeit sich vom vorherigen Schock zu erholen. Nun fragt ihr euch sicher, wie man diese Geistern bekämpfen soll? Schusswaffen, wie Pistolen und Gewehre, können doch nichts ausrichten, ebenso wenig ein Messer, ein Stahlrohr oder sonst irgendetwas. Tja, und damit liegt ihr gar nicht so falsch. Makoto Shibata, der Kopf von "Project Zero", hat sich da etwas ganz Neues einfallen lassen und dabei handelt es sich wiederum um ein Spielelement, das die anderen Games nicht bieten können. Ihr müsst euch den Heerscharen gequälter Seelen mit nichts weiter als einer antiken Kamera gegenüberstellen. Diese Kamera gehörte einst Mikus Mutter Miyuki, die sie, nach ihrem Tod, an ihre Kinder vererbt hat. Mit dieser Kamera könnt ihr den Geistern Kraft entziehen und sie in einem Foto einschließen. Sobald also ein Geist auftaucht, nehmt ihr die Kamera und schaut direkt durch sie. Diese Sicht ist eine Art Ego-Perspektive. Sobald ihr die Gegner im Visier habt, lädt sich die Kamera mit magischen Zeichen auf. Je länger ihr es schafft, den Geist im Visier zu halten, desto stärker wird dann auch der Schuss. Lasst ihr ihn sehr nahe an euch heran, dann bekommt ihr sogar die Chance zum Flashmoment. Bei diesem wird das für gewöhnlich blaue Visier, zu einem orangefarbenen und dann könnt ihr dem Geist richtig viel Energie entziehen. Wie viel ihr ihm abzieht, ist an der Energieleiste oben links zu erkennen. Das ist aber noch nicht alles. Jeder Schuss beschenkt euch mit Punkten, dessen Anzahl davon abhängig ist, wie stark der Schuss war. Mit diesen Punkten ist es möglich, zahlreiche Zusatzfunktionen für die Kamera freizukaufen. Beispielsweise kann man mithilfe dieser Funktionen die Geister für begrenzte Zeit einfrieren oder besser sichtbar machen. Zur Verwendung dieser Funktionen braucht ihr jedoch die so genannten Geistersteine, die ihr in den Szenarien immer wieder findet. Jedes Mal, wenn ihr einer dieser Zusatzfunktionen benutzt, geht dabei einer dieser Geistersteine drauf. Unendlich könnt ihr also davon keinen Gebrauch machen.
    Mithilfe der Punkte, ergibt sich ebenfalls die Möglichkeit auch die Grundfunktionen der Kamera aufzupeppen, was um einiges preiswerter und oft auch wirkungsvoller ist. Durch mehrfaches Durchspielen ist es euch ebenfalls möglich, Sonderfunktionen freizuspielen. Diese sind wiederum recht teuer, haben es allerdings in sich!
    Aber was braucht man noch gleich für eine Kamera um überhaupt Fotos schießen zu können? Genau, man benötigt Filme. Selbstverständlich gibt es auch davon genügend. Insgesamt existieren vier verschiedene Filmtypen. Einmal der Film-Typ 14, der nicht besonders stark, aber eben der Standartfilm ist. Zum zweiten hätten wir da den Film-Typ 36! Der ist schon ein wenig stärker als der erste. Dann gibt es noch den Film-Typ 74, der schon einiges zu bieten hat, und der 90er, der aller Stärkste! Die Stärke der einzelnen Filme kann man folgendermaßen erkennen: Beim 36er beispielsweise sind bereits zwei der sechs japanischen Aufladezeichen (wenn diese Grundfunktion nicht verbessert wurde) schon vorgegeben. Ihr müsst also nur noch die vier übrig gebliebenen Zeichen laden. Ganz im Gegenteil zum 14er, bei dem alle Zeichen geladen werden müssen! Beim 90er sind schon alle Zeichen aufgeladen, was ihm zum stärksten Film-Typ macht!
    Mit der Kamera kann man sich aber nicht nur gegen die Geister zur Wehr setzten. Mit ihrer Hilfe können auch Rätsel gelöst werden. Zudem ertönt hin und wieder ein Rauschen, was bedeutet, dass ein Geisterfoto geschossen werden kann. Dies sind Fotos von Geistern, die euch nicht angreifen. Ob irgendwelche Geister in der Nähe sind oder Rätselfotos geschossen werden müssen, erkennt ihr stets an der Kameraleuchte, die auch eingeblendet ist, wenn ihr nicht durch den Fotoapparat hindurchschaut.
    Wie bereits erwähnt, stellen sich euch gelegentlich Rätsel in den Weg. Diese sind recht originell und gut in den Spielablauf intrigiert. Sonderlich schwer sind sie auch nicht. Ein wenig Nachdenken führt euch schell zur Lösung des Rätsels. Überhaupt ist es in "Project Zero" nie sonderlich schwer weiterzukommen, da immer wieder genügend Hinweise gegeben werden wo ihr nun weitermachen müsst. Solltet ihr aber doch hin und wieder nicht vorankommen, ist die Ursache sicher einer der schwierigen Gegner. Hier erwarten euch nämlich harte und knifflige Kameragefechte. Die Geister sind teilweise ziemlich schnell, teleportieren sich gerne und haben fiese Attacken auf Lager. Oft müsst ihr deren Verhalten durch viele Versuche genausten analysieren um sie dann in die Knie zwingen zu können. Frust ist da vorprogrammiert und der Spielablauf kommt dadurch oft ins stocken. Echte Profis erfreuen sich aber an den harten Kämpfen und für Anfänger gilt: Das Aufbessern der Kamera kann oft Wunder bewirken.
    Sollten diese Kämpfe mit Ach und Krach überstanden worden sein, ist es sicherlich kein Wunder wenn der Energiebalken ziemlich am Ende ist. Durch Kräutermedizin, welche Miku teilweise heilt, und das Heilige Wasser, welches die komplette Energie wiederherstellt, kann man die junge Studentin vor dem Tod bewahren. Auch die so genannten Steinspiegel sind äußerst hilfreich. Hat man solch einen im Inventar und die Energie gelangt an ihr Ende, so füllt dieser Stein den Balken wieder voll auf. Ansonsten gibt es aber keinerlei Absicherungen in "Project Zero". Ich empfehle also immer zu speichern, wenn dies möglich ist!
    Grafisch kann sich dieses Horrorspektakel wirklich sehen lassen. All die schaurigen Schauplätze sind bis ins letzte Detail bearbeitet worden und sehen einfach klasse aus. Mikus Angst ist deutlich in ihrem verängstigten Gesicht zu sehen und die Qualen der Geister ebenso. Einfach klasse, zumal durch die schicke Grafik der Horror noch besser rüberkommt! Ebenso beeindruckend wie die Grafik ist auch die Story. Kaum ein anderes Spiel kann solch eine fantasiereiche und emotionale Story bieten wie "Project Zero"! Macht euch auf eine grandiose Aufklärung beim spannenden und tollen Finale bereit, in der nicht nur die schreckliche Vergangenheit der Villa aufgelöst wird, sondern auch ein Teil von Mikus Vergangenheit. Beispielsweise geht es um den mysteriösen Tod ihrer Mutter, aber auf keinen Fall möchte ich euch das jetzt verderben.
    Ein letzter Punkt, in dem sich dieser grandiose Survial-Horror von seinem Genrekollegen unterscheidet ist die gesamte Präsentation des Horrors. Während "Silent Hill" oder "Resident Evil" versuchen die Spiele wie amerikanische Horrorfilme wirken zu lassen, konzentriert sich "Project Zero" darauf, dem typisch japanischen Horrorstil treu zu bleiben. Und das gelingt diesem Spiel mehr als gut, denn kaum ein anderes ist dermaßen beängstigend. Wohl gemerkt! Das alles ohne viel Blut!

    Fazit:
    Project Zero hat mit all seinen Innovationen dieses Genre neu erfunden! Es unterscheidet sich in so vielen Punkten von anderen Spielen, dass es kaum zu glauben ist. Zudem überzeugt dieses Spiel mit einer perfekten Präsentation des Horrors, wie es kein anderer Titel schafft! Ein noch nicht erwähntes Feature ist nämlich, dass Mikus Herzschlag beim Auftauchen eines Geistes durch die Vibration des Controllers übertragen wird!
    Dieses Horrorniveau wird, wohl gemerkt, ohne viel Blut erreicht und das soll erstmal einer nachmachen!!! Alles in Allem hat mich das Spiel ins pure Grauen versetzt, erschreckt und fasziniert! Ein sehr guter Gruselspaß!!!

    Negative Aspekte:
    träge Steuerung

    Positive Aspekte:
    Keine Ballerorgie, grandioses Kampfsystem, akustischer und subtiler Horror auf höchstem Niveau, gelungene Schockmomente am laufenden Band, verstörende Schwarz-Weiß Visionen, bodenständige und eindrucksvolle Geschichte mit viel Dramatik, viele Extras

    Infos zur Spielzeit:
    Fabian1992 hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Project Zero

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Fabian1992
    9.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Project Zero
    Project Zero
    Publisher
    Wanadoo
    Developer
    Tecmo Inc.
    Release
    29.08.2002
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22.04.2007
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