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  • Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) im Gamezone-Test

    Psi-Ops begeistert mit spannender Story und einer durchdachten Einbindung der genialen PSI-Elemente.

    With my mind...

    Es ist beileibe noch gar nicht so lang her, da hatte der kalifornische Traditions-Hersteller Midway mit massiven finanziellen Problemen zu kämpfen. Flugs zauberten die "Mortal Kombat"-Erfinder mit "The Suffering" und "Roadkill" zwei echte Überraschungshits aus dem Ärmel - und seitdem geht es wieder steil bergauf. Grund dafür ist wohl auch Midways neue ungewohnt provokante Attitüde, welche unwillkürlich an den rasanten Aufstieg der skandalträchtigen Rockstar Games (GTA-Reihe, u.a.) erinnert: So steht nun mit "Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy" erneut ein Spiel in den Ladenregalen, welches sich ausschließlich an eine erwachsene Zielgruppe richtet. Wie bei dem kürzlich erschienenen "Second Sight" von Free Radical liegt ein Hauptaugenmerk des Spiels auf dem regen Einsatz von mannigfaltigen PSI-Kräften, allerdings mit einem deutlich stärkeren Action-Einschlag als beim Genrekollegen.

    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) In einer Welt, in der PSI-Kräfte bereits kein unbekanntes Mysterium mehr sind, schlüpft man in die wenig beneidenswerte Haut des UN-Soldaten Nick Seryer, welcher zusammen mit Kameraden bei einem Routineeinsatz von einer dubiosen Terroristenvereinigung namens The Movement entführt wird. In der Folge wird er einer Gehirnwäsche unterzogen, welche nicht nur seine Erinnerungen auslöscht, sondern aus ihm eine mit PSI-Kräften beseelte Kampfmaschine macht. Das erklärte Ziel der Terroristen ist die Erschaffung von willenlosen Supersoldaten, doch Nick hat selbstverständlich einiges gegen dieses Vorhaben und wagt den Ausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis. Hier greift der Spieler ins Geschehen ein und wird in den folgenden Spielstunden Zeuge einer mitreißenden Tour-de-force, welche nicht nur mit intensiver Action, sondern auch mit einer wendungsreichen, verschachtelten Story überrascht. Die spannende Geschichte wird mittels Unmengen an attraktiv präsentierten Echtzeit-Videos vorangetrieben, seltener verzücken schicke Rendersequenzen das Auge. Eine stattliche Auswahl an verschiedenen Schauplätzen sorgt für ein ordentliches Maß an Abwechslung, wobei düstere Industrie-Anlagen in den ersten Stunden überwiegen; später in Spiel verschlägt es Nick in riesige Festungen und sogar einige wahrlich verstörende Traum-Szenarios. Das Leveldesign bleibt zwar weitestgehend linear, kann aber dank einfallsreicher Architekturen und den geschickt in die Story eingewobenen Missionszielen dennoch fast durchweg überzeugen.

    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) Auf den ersten Blick wirkt "Psi-Ops" wie ein typisches ThirdPerson-Actionspiel, doch dieser Eindruck täuscht gewaltig: Die unkonventionelle Nutzung der zahlreichen PSI-Elemente in Verbindung mit kompromissloser Baller-Action und einigen gut gesetzten Stealth-Passagen funktioniert wie aus einem Guss. Dabei ist es vor allem die hervorragende Spielbalance sowie die durchweg konsequente Einbindung der PSI-Kräfte, welche den Konkurrenten "Second Sight" in einigen Bereichen blass aussehen lässt. Dabei sollte man sich nicht von einem, in den ersten zwei-drei Stunden etwas zögerlich anziehenden Spielaufbau abschrecken lassen, denn dahinter steckt ein weitsichtiges Konzept: Der Spieler wird häppchenweise mit den insgesamt sechs PSI-Kräften vertraut gemacht; dabei liegen oft große Zeitspannen zwischen dem Erlernen der einzelnen Fähigkeiten. Darüber hinaus wird jede separate Fähigkeit mit einem jeweils längeren und ebenso gelungenen Tutorial eingeführt. Diese ungewohnt langsame Spielgestaltung sorgt dafür, dass dem Spieler sämtliche PSI-Kräfte schon früh in Fleisch und Blut übergehen. Besonders lobenswert ist dabei auch die vorbildliche, weil äußerst komfortable Pad-Belegung, in welcher für jede PSI-Fähigkeit gleich ein Knopf vorgesehen ist. Lästiges Umblättern wie bei "Second Sight" gehört bei "Psi-Ops" somit der Vergangenheit an.

    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) Auch wenn pure Waffengewalt in "Psi-Ops" nicht gerade selten zum Einsatz kommt, so führt sie doch in den meisten Fällen nicht zum Ziel. Erst in der Fusion mit den größtenteils offensiven PSI-Fähigkeiten darf der Spieler darauf hoffen, die geschickt agierenden Feindesmassen lebend zu überwinden. Die erste Fertigkeit, welche Nick früh im Spiel erhält, ist auch gleichzeitig die, welche wohl am vielseitigsten einsetzbar ist - die Telekinese. Mit dieser kann man alles durch die Luft wirbeln, was nicht niethundnagelfest ist: Ob nun Gegenstände oder natürlich Gegner, vor der Telekinese ist nichts gefeit. So lässt man feindliche Soldaten wie einen Pingpong-Ball von einer Wand zur anderen klatschen, befördert sie in Abgründe oder martialische Fallen wie Glutöfen oder Elektrozäune, oder aber bringt sie in der Luft in Position, um sie gleichzeitig mit Schüssen aus der eigenen MG zu durchsieben; der Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Dank einer phantastisch programmierten Physik-Engine, welche alle Bewegungen überraschend glaubwürdig berechnet, kann die Telekinese denkbar präzise eingesetzt werden. An anderen Stellen wollen Rätsel mittels des gewitzten Nutzen der Telekinese gelöst werden: Mit Kisten baut man sich aus der Ferne Brücken oder schwebt gar auf einer solchen über Abgründe. Ausschließlich zum Beseitigen von Feinden wird hingegen die Pyrokinese genutzt; dank dieser mächtigen Fähigkeit hält man sich Gegner mit Batterien von Feuerbällen vom eigenen Leib oder entzündet brennbare Teile der Umgebung. Falls Munition und Lebensenergie einmal knapp werden, behilft man sich dem Remote Viewing, um vorausliegende Areale der Umgebung einzusehen: In der Ego-Perspektive durchstreift man Gänge, die hinter verschlossenen Türen liegen, um sein weiteres Vorgehen taktisch klug planen zu können. Ähnlich funktioniert der so genannte Aura View, welcher ähnlich einer Infrarot-Sicht das Identifizieren von Gegenständen und Gegnern ermöglicht, welche mit Nicks bloßem Auge nicht sichtbar sind: Dazu gehören bespielsweise Geheimgänge, Unebenheiten im Terrain oder Feinde, die sich hinter Trennwänden befinden; bei letzteren gibt zudem eine farbige Aura Aufschluss darüber, ob die Wachen unsere Anwesenheit bereits bemerkt haben. Falls die der Fall ist, kann Mind Control die gefährliche Situation auflösen: Mit dieser Fähigkeit begeben wir uns direkt in den Kopf eines Gegners, um in der Folge komplette und zeitlich unbegrenzte Kontrolle über ihn zu haben; dies ist oft unabdingbar, um bestimmte Aufgaben zu lösen oder aber, um mit unserem wehrlosen Opfer seine überraschten Kollegen anzugreifen. Da sämtliche der bereits genannten PSI-Kräfte natürlich auch einen Preis in Form von wiederaufladbarer PSI-Energie haben, wird der Mind Drain genutzt, um Nicks mentale Kraft auf "natürliche" Weise zu regenerieren; mittels des Mind Drain können wir sowohl lebenden als besiegten Wachen ihre geistige Energie entziehen, um sie daraufhin auf unserem eigenen PSI-Energiekonto zu verbuchen. Sämtliche PSI-Kräfte wurden sinnvoll in den Spielverlauf eingebettet, und werden im Gegensatz zum in dieser Hinsicht etwas schwammigen "Second Sight" auch wirklich oft benötigt. Die beeindruckende Physik-Engine tut ihr übrigens, um dafür zu sorgen, dass "Psi-Ops" zu jedem Zeitpunkt Spaß macht und darüber hinaus zum freudigen Experimentieren einlädt. Einzig der selbst auf niedrigeren Schwierigkeitsstufen später recht harsche Schwierigkeitsgrad sorgt für einige Frustmomente, zumal die Checkpoints nicht immer allzu vorteilhaft gesetzt worden sind. Abgesehen davon ist "Psi-Ops" jedoch eine Action/Stealth-Mixtur, die durchweg aufgeht und dem Spieler eine angenehme Langzeitmotivation beschert.

    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) Eine besondere Erwähnung muss an dieser Stelle der herausragenden Gesamtpräsentation zu gegolten werden: Wir sind es ja bereits traditionell von Midway gewohnt, dass sie fast jedes ihrer Spiele zumindest mit einem sehenswerten MakingOf-Beitrag veredeln, doch was in "Psi-Ops" an Extras und Boni zusammengetragen wurde, ist bemerkenswert. Neben einem reichhaltigen Angebot an freispielbaren Konzept-Studien und dem obligatorischen, hier mehr als zwanzigminütigem MakingOf-Bericht begeisterten unter anderem Deleted Scenes, in welchen Areale, die ins nicht ins finale Spiel geschafft haben, in mitgeschnittenen Videos komplett abgelaufen werden. Findige Spieler freuen sich außerdem auf eine Handvoll witziger Bonus-Missionen. Extralob geht an den extra für "Psi-Ops" geschriebenen Theme-Song der amerikanischen Emorock-Gruppe COLD, welche mit dem dazugehörigen Musikvideo auf der DVD vertreten ist: Nicht nur weist Frontmann Scooter Ward ganz nebenbei frappierende optische Ähnlichkeiten zum Protagonisten Nick Seryer auf, sondern passt der düstere Song schlichtweg perfekt zum Spiel.

    Zur technischen Seite von "Psi-Ops": Auch hier enttäuscht das Spiel über weite Strecken zwar nicht, dennoch ist das grafische Niveau "nur" als solide zu bezeichnen. Trotz sauberer Texturierung wirken einige der Umgebungen etwas glatt und steril - immerhin passt es zur düsteren Industrial-Atmosphäre. Animationen und Effekte geben kaum Anlass zum Meckern, besonders in den Echtzeit-Zwischensequezen kommt die schöne Gestaltung der Hauptcharaktere zum Tragen. Auch die Sounduntermalung inklusive einer stimmungsvollen Hintergrundmusik und guter Sprachausgabe kann als gelungen bezeichnet werden; Klangpuristen ärgern sich über die fehlende DolbyDigital-Unterstützung auf der Xbox.

    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) (XB)

    Singleplayer
    8,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    packende Verschwörungs-Story
    begeisternde Physik-Engine
    intelligentes Leveldesign
    vielseitige PSI-Fertigkeiten
    nachvollziehbare Gegner-KI
    durchdachte Pad-Belegung
    massig DVD-Extras
    teils etwas eintönige Umgebungen
    hoch angesetzter Schwierigkeitsgrad
    sterile Optik
  • Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.)
    Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.)
    Publisher
    Midway Games
    Release
    09.2004

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Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.)
Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy (dt.) im Gamezone-Test
Psi-Ops begeistert mit spannender Story und einer durchdachten Einbindung der genialen PSI-Elemente.
http://www.gamezone.de/Psi-Ops-The-Mindgate-Conspiracy-dt-Spiel-28749/Tests/Psi-Ops-The-Mindgate-Conspiracy-dt-im-Gamezone-Test-990030/
15.10.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/10/TV2004101515585400.jpg
tests