Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Psychotoxic: Der Dickkopf und die Böse Maschine - Leser-Test von xilver

    Psychotoxic: Der Dickkopf und die Böse Maschine - Leser-Test von xilver Im Jahre 2020 geht die Welt, wieder einmal, unter. Dieses in der nicht all zu fernen Zukunft angesiedelte Szenario dürfte selbst Spieleneulingen bereits bestens vertraut sein. Der 4. Reiter der Apokalypse, Aaron Crowley, hat unter New York eines seiner Spielzeuge aktiviert, das die Welt ins Chaos stürzt - Made in Babylon. Und Sie sind der Obligatorische Held der aufräumen muss, da NY sonst von der Army mit einem Nuklearangriff zerstört wird.
    Die Rede ist vom 2005 erschienenen Psychotoxic von den deutschen Entwicklern Nuclearvision. Sie kennen Psychotoxic nicht? Gut, dann lassen Sie mich ihnen einen kleinen Einblick in den "düstersten und abgefahrensten Ego-Shooter der Geschichte" (so der Hersteller) geben.
    Der Anfang des Reviews verwundert Sie? Gut, dann haben Sie die besten Chancen, Psychotoxic zu Spielen, denn dort ist es nicht anders. Sie, namentlich "Angie Prophet" genannt, Sind eine Gothic-Tante aus eben besagtem New York, die in ihrer Wohung sitzt (es regnet), das FBI klingelt und bittet Sie mitzukommen. Im FBI-Büro angekommen werden Sie gleich von einem Seltsam aussehenden Doc vollgelabert, der Spieler vor dem Bildschirm denkt im regelfall nur "Hä?!": Angie hat anscheinend eine besondere Gabe, die aber nicht im geringsten beschrieben wird sondern einfach nur ausdiskutiert im Raum liegt. Angie ist hierbei ziemlich Zickig, fast schon zu sehr, zudem spricht das "kleine Mädchen" sehr leise.
    Das Ergebnis dieser Unterhaltung ist ein toter Doctor, der von einem Irren (?) FBI-Agenten erschossen wird. Angie ist von nun an auf sich allein gestellt und kann nur einer Person trauen: Max. Max ist eine art Nase und Mund, der Angie ab und zu mal ein paar wichtige Tipps gibt - in einer Art Zwischensequenz.
    Soweit zur Einleitung, nun zum eigentlichen Review:
    Psychotoxic ist auf den ersten Blick ein typischer Einzelkämpfer-Ego-Shooter, alle sind gegen Sie obwohl Sie doch nur helfen wollen. Und das hat Nuclearvision leider sehr schlecht umgesetzt. Im ersten Level, Beispielsweise, das direkt nach der Ermordung des Docs startet, laufen Sie durch ein Ziemlivch verwüstetes FBI-Hauptquartier, mit sehr kleinen Räumen, sehr vielen Gegnern und leider auch sehr viel Langeweile. Dazu kommt, das die Computergesteuerten FBI-Mitarbeiter, die DURCHWEG gegen Sie sind (ohne Speziellen Grund greift Sie jeder an, ob Schreibtischtäter oder Geheimagenten), zwar eine Strohdumme KI haben, aber trotzdem jeden Treffer in ihre Richtung verwandeln, direkt auf den Kopf. Vom fehlenden Tutorial mal ganz abgesehen, stehen Sie am anfang von Psychotoxic also ziemlich auf dem Schlauch, der Spielspaß leidet in den ersten 10-15 Minuten extrem - was nicht zuletzt auch an der Grafik liegt.
    Doch wenn Sie diese Zitterpartie aus Laufen, Springen, Ballern gemeistert haben, zeigt Psychotoxic, warum es diesen Seltsamen Titel hat. Um eine Tür zu öffnen, müssen Sie in den Traum eines Wachmannes. Jetzt wissen wir auch endlich welche Fähigkeit Angie besitzt.
    Doch wenn Sie die Zwischensequenz von einer Fallenden Angie hinter sich haben, sehen Sie nur: die Kathedrale. Hier Trumpft Psychotoxic richtig auf, die Grafik erscheint wie ausgewechselt, die Spielwelt könnte fast eine der Myst-Welten sein, es gibt kleine Hüpf und Balancepassagen und einige schockmomente, wenn ein Winziger Punkt auf Sie zurast und zu einem Geist wird, der mit Getöse mit Geistergranaten auf Sie ballert. In diesem leider Sehr kleinen Level müssen Sie das Traumportal erreichen. Dort angekommen sehen Sie ihren Gegenspieler zum ersten mal, der für einen Apokalyptischen Reiter sogar ziemlich nett ist.
    Dann gehts los, Angie betritt den ersten Traum - eine Welt, die anscheinend aus Tron 2.0 geklaut wurde und mit Startreck Eliteforce gemixt wurde. Sie landen in einer Technikwelt voller Zombies, durch die Sie sich durchballern müssen. dabei spielen Grafische Effekte wie das fallen der Leichen (oder Levelteilen) in die entgegengesetzte Schwerkraftrichtung (es sieht einfach zum Schießen aus, wenn die Ragdoll-bestückten leichen unter einem Dach festhängen und sich dort zu einem klumpen zusammenformen) untermalen das ganze Ziemlich, das Langweilige FBI-Level ist vergessen. Mehr will ich aber nicht verraten.
    Die Waffen, mit denen Sie großköpfige FBI-Agenten, Techno-Zombies, Granaten-Geistern und Riesen-Rosa-Kaninchen auf den leib rücken, sind Standardkost, wie sie in jedem Shooter zu finden ist: Pistole, Pistole mit Schalldämpfer, Uzi, MG, Flammenwerfer, Granatwerfer, Snipergewehr. Zudem haben Sie in der Kathedrale und den Träumen den Geister-Blaster, der ihnen die selbe fähigkeit verleit, wie ihre Plasmatischen Kollegen: Mit Optisch leckeren Bomben die Gegner ins virtuelle Nirvana schicken.
    Gegner? Stichwort. Davon gibt es massig im Spiel, 90 verschiedene Typen versprechen die Entwickler und damit haben Sie nicht gespart: Riesige Comichasen, Durchgeknallte FBI-Agenten, Riesenspinnen, Geister, Seemonster - in Psychotoxic ist fast alles enthalten was in der Spielegeschichte als gegner eingesetzt wurde.
    Ein guter Übergang zur Grafik. Nur leider sollte diese lieber aussen vor bleiben: Psychotoxic ist was seine Grafik angeht ein wirtschaftlicher Totalschaden. Das wird nicht nur durch das total öde und langweilige FBI-Gewölbe deutlich, sondern auch durch das vollkommen verkorxte Design der Spielfiguren: Im allgemeinen sprachgebrauch heisst so etwas Dickköpfe.
    Erinnern Sie sich noch an die diversen Dicke-Köpfe-Aktionen aus Spielen wie Unreal Turnament? Bei Psychotoxic wure, warum auch immer, auf dieses Detail geachtet, fast alle Humanoiden Figuren sind abgrundtief hässlich Großköpfig - mit viel zu kleinem Körper. Angie stellt hier keine Ausnahme dar. Wo die Grafik allerdings beim Anfänglichen Aussehen schwächelt, zeigt sich ihre Stärke später klar und deutlich: in den verschiedensten Träumen hat man das Gefühl, jedes mal eine komplett andere Engine zu haben. Grade noch waren Sie in der Blutverschmierten, düsteren und furchteinflösenden Kathedrale mit all ihren gothischen Wölbungen und Totenkopfstatuen, und im nächsten Augenblick sind Sie in einer quietschbunten, in totaler Comicgrafik (Celshading ist hier das Stichwort) gehaltenen Comicwelt. Alles ohne all zu große Ladezeiten.
    Soundtechnisch sieht das Spiel dann allerdings wieder anders aus - der Sound ist teilweise grottenschlecht, vor allem Angies "Schmerzens-Schreie" klingen viel zu hoch für die eher tiefe Stimme der Gothic-angehauchten Heldin. Auch die Stimmen ihrer in den Videos sind gelangweilt und zu leise, was dem ganzen nicht grade Atmosphäre verschafft. Leider gilt beim Sound der Tipp: hören Sie musik beim Spielen - denn auch die Waffensounds überzeugen eher wenig - allein der Ghost-Blaster hat einen schönen klang und die ihn führenden Monster "buuhuuu"en fröhlich und stilecht durch die gegend. Aber das kann ein schlechtes Sound-Konzept auch nicht aufpolieren - man hätte einiges besser machen können, und wenn es nur lautere und Emotional bessere Stimmen von Angie und anderen Darstellern gewesen wären. Auch Max, Angies M und-Nase-Gehilfe ist nicht wirklich gut, erklingt ziemlich "vom anderen Ufer", um es etwas Umgangssprachlich auszurdrücken.
    Fazit: Psychotoxic mangelt es nicht an Ideen und auch nicht an Vielfalt, sondern an Präsentationsstärke. Das Spiel hat geniale Vorsätze, man erkennt das sich die Entwickler bei manchen dingen richtig Mühe gegeben haben und das Spiel macht in den völlig abgedrehten Szenarien der Träume und Kathedralen sehr viel Spaß und bringt abwechslung. Wenn nicht dazwischen die Einsätze in New York wären - die leider einen großteil des Spieles ausmachen. Diese Levels sind meisst Langweilig und Öde. Zudem Ist die Grafik generell recht hässlig, was nicht an der Engine, sondern an der Modellierung der Figuren liegt. Und der Sound kann auch nicht überzeugen - es gibt zu schlechte Qualität und zu schlechte Sprecher. Leider keine Kaufempfehlung meinerseits.
    Einen Multiplayermodus gibt es übrigens nicht.

    Negative Aspekte:
    Langweilige umsetzung, hässliche Aussenwelten, Dumme und Trotzdem übermächtige KI, Sound schlecht, Hässliche Körper, kein Tutorial, keine wirkliche Storyeinführung, kein Multiplayer

    Positive Aspekte:
    Abgedrehte Traum Szenarien, Lustige Spielidee, nette Rahmenstory, große Gegnervielfalt, in den Träumen ist die Grafik klasse

    Infos zur Spielzeit:
    xilver hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Psychotoxic

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: xilver
    5.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    3/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Psychotoxic
    Psychotoxic
    Publisher
    Vidis Electronic Vertriebs GmbH (DE)
    Developer
    Nuclear Vision Entertainment
    Release
    20.08.2004

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1004840
Psychotoxic
Psychotoxic: Der Dickkopf und die Böse Maschine - Leser-Test von xilver
http://www.gamezone.de/Psychotoxic-Spiel-28774/Lesertests/Psychotoxic-Der-Dickkopf-und-die-Boese-Maschine-Leser-Test-von-xilver-1004840/
12.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/10/3_Moneyshot.jpg
lesertests