Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Psychotoxic im Gamezone-Test

    Angie Prophet tritt an um den vierten der apokalyptischen Reiter zu bezwingen und die Menschheit zu befreien.

    Von rosa Hasen und schießenden Kühen

    Wir schreiben das Jahr 2022. Internationale Krisen erschüttern die Weltordnung, ganze Staaten zerbrechen, Kriege toben und die USA befinden sich im Ausnahmezustand. Das Militär versucht alles um wenigstens einen Rest von Ordnung aufrecht zu erhalten. Trotzdem herrscht auf den Strassen das blanke Chaos, Gewalt bestimmt das tägliche Leben und der endgültige Untergang scheint unmittelbar bevorzustehen. Mitten in diesem Chaos lebt Angie Prophet, eine junge Frau die erst noch erfahren soll welche Rolle ihr in diesem Inferno zugetragen wurde. Denn die Katastrophe die über die Menschheit einhergefallen ist hat einen Namen: Armageddon. Nur Angie ist in der Lage den letzten der vier apokalyptischen Reiter aufzuhalten, der sich in einer gigantischen Höhle unter New York versteckt hält. Um gegen ihn bestehen zu können verfügt sie über göttliche Kräfte, die sie erst entdecken muss und ohne die sie keine Chance gegen die Übermacht hätte. Doch bis dahin wartet noch ein holperiger und erkenntnisreicher Weg auf sie, auf dem sie ihr virtueller Freund Max begleitet, dessen Herkunft ebenfalls ein Geheimnis ist.

    Ohne zuviel vorzugreifen darf man verraten, dass es sich bei Psychotoxic um einen der abwechslungsreichsten Egoshooter handelt der je aus deutschen Landen kam. Das liegt unter anderem an Angies Fähigkeiten in die Gedankenwelt anderer Menschen eindringen zu können, deren Welten sie richtig betreten und erleben kann. Diese Traumwelten fielen natürlich entsprechend abstrus aus und bieten uns von HiTec-Umgebungen im Tron-Stil über Zeichentricklevel in bester Yellow Submarine Manier bis hin zu klassischen Lava-Umgebungen direkt aus der Hölle ein schier unglaubliches Erlebnisspektrum. Derweil müssen sich die "normalen Level" keinesfalls verstecken, die uns die Freiheitsstatue ebenso erleben lassen wie die abstürzende Airforce One oder Jule Vernes Nautilus, zu der wir mit einem Tauchboot erst vordringen müssen. So unterscheidet sich praktisch jeder Level ziemlich markant vom Vorgänger, passt aber trotzdem hervorragend in die erzählte Geschichte, die langsam ans Tageslicht bringt was es mit Angies Namen auf sich hat und woher ihre besonderen Fähigkeiten stammen.

    Angie in der normalen Welt Angie in der normalen Welt Angetrieben wird Psychotoxic von einer erweiterten Trinigy Vision Engine, die uns sehr detaillierte und mit einer erstaunlichen Weitsicht versehene Welten präsentieren kann. Der relativ hohe Polygondurchsatz sowie der exzessiv Einsatz der DirectX9 Shader für Reflexion und normal mapping erzeugen einen sehr schönen Eindruck, der eigentlich nur von der nicht immer korrekt arbeitenden Physik-Engine getrübt wird. So ist Angie ebenso wie ihre Widersacher in der Lage viele Objekte zu bewegen oder zu zerstören. Man kann sich beispielsweise hinter einem Regal verstecken und die darauf liegenden Gegenstände in Richtung der Gegner kicken. Davon machen auch die Gegner gebrauch die sich schon mal hinter irgendetwas verstecken um uns entsprechend erschrecken zu können. In der Praxis aber machen die Objekte nicht immer das was man von ihnen erwartet. Manchmal fliegen sie viel zu hoch beschleunigt weg, um sich ein anderes mal kaum von der Stelle zu rühren. Ebenfalls wirkt es seltsam, wenn sich Angie einer Leiter nähert und sie bereits zwei Meter davor mit dem Aufstieg beginnt, so als wäre vor der Leiter ein unsichtbarer Keil montiert. Umgekehrt kann man am Ende einer Leiter noch weiter in die Höhe steigen, obwohl wir die Leiter schon längst hinter uns gelassen haben. An manchen Kanten ist es sogar möglich Angie senkrecht in die Luft zu haben, indem man ihr Hinterteil nach Oben dreht während man auf den Boden schaut und einfach rückwärts geht, schon hebt sie sich wie von magischer Hand gehoben nach oben. Solche "Besonderheiten" in der Physik begegnen einem des öfteren, stören aber den eigentlichen Spielablauf weniger, da alles andere worauf es ankommt, wie die Zielmechanik beispielsweise, wunderbar funktioniert. Selbst aus ziemlicher Entfernung kann man noch einen Kopfschuss platzieren, der den jeweiligen Gegner dann auch augenblicklich ausschaltet. Allerdings scheint die deutsche Version entblutet worden zu sein, denn wo wir in den Trailern noch das Blut spritzen sahen hinterlässt das im fertigen Spiel keinerlei Spuren und keinerlei Blut. Zwar sind die Charaktere nach wie vor mit dem sehr gut funktionierendem Ragdoll-Verhalten ausgestattet, haben sie aber ihr virtuelles Leben ausgehaucht rührt sich nichts mehr an dem Körper, egal mit was wir ihn zu bearbeiten versuchen.

    Die Gegner die uns im Laufe des Spiels begegnen sind ebenso abwechslungsreich ausgefallen wie das restliche Spiel auch. Fast jeder Level bietet uns neue und noch abgefahrenere Charaktere als der vorhergehende. Spätestens wenn einem die schwer bewaffneten Kampfkühe begegnen kommen einem die rosa Hasen gar nicht mehr so absonderlich vor. Insgesamt sind es über 90 verschiedene Gegner mit denen es Angie aufnehmen muss.

    Eine Zeitlupen-Rune für Angie Eine Zeitlupen-Rune für Angie Wie bereits erwähnt verfügt sie über besondere Fähigkeiten die sie im Spiel gegen ihre Widersacher einsetzen kann. Damit ist aber nicht gemeint, dass sie sich in die Gedanken der anderen Menschen versetzen kann, denn das sind ganz normale Level die es zu absolvieren gilt, sondern um vier Kräfte die sie bei Bedarf auslösen kann. Dabei handelt es sich um das Schutzschild, die Selbstheilung, die Unsichtbarkeit und dem Zeitlupeneffekt. Je nachdem welche Rune sie zuletzt eingesammelt hat, steht ihr eine der vier Kräfte zur Verfügung, die sich eigentlich von selbst erklären sollten: Das Schutzschild stellt ein Energieschild dar welches Angie für einen bestimmten Zeitraum unverwundbar macht, die Selbstheilung stellt Angies ganze Gesundheit wieder her, die Unsichtbarkeit macht sie unsichtbar und der Zeitlupeneffekt lässt alles nur noch ganz langsam ablaufen, so dass sie sich unbemerkt aus dem Staub machen oder schnell die Gegnerreihen durchbrechen kann.

    Für ihren Kampf gegen das Böse kann sie zusätzlich auf 19 verschiedene Waffen aus der echten und der Traumwelt zurückgreifen die vom einfachen Schlagstock bis hin zur Udder Gun reichen, an der noch das Euter der Kuh hängt.

    Die Kampfkuh mach Muh Die Kampfkuh mach Muh Die gebotene Soundkulisse wurde dynamisch gestaltet und gibt sich alle Mühe immer die richtige Untermalung für das jeweilige Setting zu bieten. Diese ist meist recht klassisch ausgefallen, hält aber auch so manch rockige und elektronische Klänge für uns parat. Etwas zwiespältig fiel unsere Meinung zu Angies deutscher Synchronstimme aus, die eigentlich wunderbar zur pausbäckigen Angie passt, nur an mancher Stelle etwas unmotiviert bzw. nicht ganz zur Situation passend wirkt. Denn wenn sich Angie gerade ihrer Haut erwehren konnte dürfte sie ruhig mal etwas ihre Stimme erheben oder schlicht mal aus der Puste sein. Meist jedoch klingt sie wie ein leicht beleidigtes Mädchen das eigentlich gar nicht mit uns spielen will. Zum Charakter passen tut die Stimme trotzdem sehr gut.
    Die über 50 Minuten Cutscenes müssen sich ebenfalls nicht verstecken und sind gut gelungen, allerdings muss man NuclearVision ernsthaft fragen, weshalb sie einen so seltsamen Videocodec benutzt haben, der erst extra installiert werden muss und uns dann Cutscenes mit einer Pause und Abbruch-Taste präsentiert? Was hat es für einen Sinn die Videosequenzen pausieren lassen zu können? Und warum müssen immer die zwei Tasten eingeblendet werden? Es genügt doch die Filmchen mit der ESC-Taste überspringen zu können, dafür müssen keine Tasten ins Bild geblendet werden.

    Eine der Traumwelten Eine der Traumwelten Die Steuerung selbst hält sich an den bekannten Quasi-Standard und sollte so keinen vor irgendwelche Probleme stellen. Jede einzelne Funktion lässt sich umkonfigurieren, ganz so wie die eigenen Vorlieben sind. Auch die Empfindlichkeit der Maus lässt sich einstellen, damit auch jeder optimal Ziel aufnehmen kann. Eine Quicksave-Funktion ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit schnell zu laden. Bis auf Angies manchmal nicht ganz korrektem physikalischem Verhalten gibt es also nichts an der Steuerung auszusetzen.

    Psychotoxic (PC)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einmaliges Level- und Storydesign
    recht umfangreich
    viele Cutscenes
    viele Waffen
    noch viel mehr verschiedene Gegner
    Besonderheiten in der Physik
    eingeblendete Tasten in den Videosequenzen
  • Psychotoxic
    Psychotoxic
    Publisher
    Vidis Electronic Vertriebs GmbH (DE)
    Developer
    Nuclear Vision Entertainment
    Release
    20.08.2004
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 12/2016 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989987
Psychotoxic
Psychotoxic im Gamezone-Test
Angie Prophet tritt an um den vierten der apokalyptischen Reiter zu bezwingen und die Menschheit zu befreien.
http://www.gamezone.de/Psychotoxic-Spiel-28774/Tests/Psychotoxic-im-Gamezone-Test-989987/
03.09.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/09/snap1340_1_.jpg
tests