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  • R-Type Dimensions: Blast off and strike the evil Bydo Empire... again! - Leser-Test von Goreminister

    Als Tozai Games ankündigten, dass sie an Neuauflagen der beiden Shooter R-Type und R-Type II arbeiten würden war die Freude bei den Fans groß und die Erwartungen dementsprechend hoch. Mittlerweile ist das Spiel seit dem 4. Februar 2009 via Xbox Live Arcade für 1.200 Microsoft-Points erhältlich, weswegen wir natürlich einmal getestet haben, ob sich die Anschaffung für einen solch hohen Kurs auf für Nicht-Fans der 2D-Shoot 'em Ups (kurz: Shmups) lohnt.

    Immer die gleiche Leier
    Wie aus dem Genre bekannt, wird die Galaxie erneut von einer unbekannten Macht in Atem gehalten, weswegen wir unseren R9-Fighter satteln und uns aufmachen um das böse Bydo Imperium in seine Bestandteile zu zerlegen. Seien wir ehrlich; Storys zu Shootern sind immer gleichbleibend und können in einem Satz erklärt werden, wobei auch Kultikone R-Type keine Ausnahme bildet.

    Schauen wir uns anstelle dessen lieber die Entstehungsgeschichte des Spiels an, welches von Irem entwickelt wurde und 1987 erstmals in den Spielhallen erschien. Aufgrund des enormen Erfolges gab es jedoch recht schnell Umsetzungen für verschiedene Konsolen und Rechner, so dass R-Type auch auf den Heimcomputern Amiga, Amstrad CPC, Atari ST, Commodore 64, sowie auf den Konsolen (bzw. Handhelden) Game Boy, MSX, PC Engine, Master System, Sinclair ZX Spectrum und PlayStation erschien. Auch gab es eine Umsetzung für Handys (Java ME), wobei die Versionen für den C64, die Playstation und natürlich das Original-Arcade Vorbild zu de beliebtesten Umsetzungen gehörten.
    Teil 2 hingegen folgte nur zwei Jahre später, wurde erneut von Irem entwickelt und stand 1989 in den entsprechenden Spielhallen, wobei es auch im Falle des zweiten Teils einige Umsetzungen für damalig aktuelle Konsolen, bzw. Heimcomputergeneration gab. So wurde der Amiga, der Atari ST, der Game Boy und die PlayStation mit einer entsprechenden Version beglückt, wobei die Playstation-Version in Form von R-Types ausgeliefert wurde und somit bereits eine Kollektion erschien, die beide Teile beinhaltete...

    Alles neu macht der Frühling, bzw. Tozai Games?
    Am eigentlichen Gameplay wurde nicht ein Quäntchen verändert, was logischer Weise wenig Zweck gemacht hätte. Nach wie vor jagen wir mit unserem R9 und horizontal scrollend durch die Gegnerhorden und müssen uns durch 8 actiongeladene Levels kämpfen. Dabei steht uns der "Force"-Satellit zur Seite, welcher als Schutzschild fungiert, wenn er am Schiff angedockt ist oder als Helferlein in Aktion tritt, wenn man ihn mittels X-Taste abkoppelt und auf die Gegner hetzt. Um den "Feuerdaumen" zu schonen reicht ein stetiger Druck auf den B-Knopf um Dauerfeuer zu verursachen, während man mit "A" den Beam-Schuss auslädt oder ebenfalls aus allen Rohren feuert.

    Wie bekannt steht uns der Satellit in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, je nachdem welches Power-Up man einsammelt. So gibt es im ersten Teil die Rote Variante, welche unsere Force mit einem starken Frontallaser ausstattet, während die Blaue Variante eine Art Reflektionslaser verschießt, der von Wänden abprallt und erneut auf die Gegner niederprasselt. Sammelt man ein gelbes Power-Up ist man imstande an Hindernissen entlang laufende Vertikalgeschosse abzufeuern. Diese Power-Ups verstärken sich natürlich je mehr man von ihnen einsammelt, doch ist es zudem möglich den R9 mit Raketen und den sogenannten Bits auszustatten. Im Falle des letzten Upgrades handelt es sich dabei um starr befestigte Satelliten, die sich oben, bzw. unten an den R9 ankoppeln, ebenfalls schießen können und das Schiff geringfügig vorm Feuer der Gegner schützen.

    Das gleiche Prinzip kommt natürlich auch im zweiten Teil zum Tragen, wobei es hierbei noch eine spezielle Besonderheit gibt. Hält man den Feuerbutton gedrückt, lädt sich im ersten Teil ein kraftvoller Schuss auf, der besonders effektiv gegen große Gegner ist. Im zweiten Teil ist dieses Feature ebenfalls wieder vorhanden, nur kann der "Beam"-Strahl ungleich mehr aufgeladen werden und entlädt sich somit in einem alles vernichtenden Mega-Schuss. Vorteil: die Gegner werden allesamt schnell zu Staub zerblasen; Nachteil: Durch das Aufladen ist es nicht möglich normal weiterzufeuern, weswegen man seine Deckung etwas fallen lassen muss.
    Darüber hinaus gibt es neue Ausprägungen der Force, so dass wir mit dem grünen Satelliten eine Art Suchlaser bekommen, der seine Ziele automatisch anvisiert, während uns die graue Variante explodierende Geschosse bietet, die kurz nach dem Abfeuern eine Explosion erzeugen und somit mehrere Gegner gleichzeitig ausschalten können. Außerdem gibt es eine "Scatter Bomb" die am Boden befindliche Ziele auszulöschen weiß.


    Aufpoliertes Gameplay und der langersehnte 2-Player-Mode

    Nachdem wir uns das grundlegende Spielprinzip noch einmal in Erinnerung gerufen haben gucken wir uns als nächstes an, was dennoch neu gestaltet wurde. Ein Teil der Neuerungen ist z.B. der kooperative 2-Spielermodus, welchen sich die Fans der Reihe sicherlich schon seit Urzeiten gewünscht haben. Endlich ist es möglich zu zweit und vor allem gleichzeitig auf einem Bildschirm gegen das Bydo-Imperium in die Schlacht zu ziehen. Zwar gab es zuvor auch einen Mehrspielermodus, doch beschränkte sich dieser damals darauf den Joystick weiterzureichen, wenn man ein Schiff verloren hat, so dass der 2. Spieler sein Glück versuchen kann. Nur mäßig befriedigend! Dies gehört nun der Vergangenheit an und so könnt ihr eure Shooterdaumen On- wie Offline zum Glühen bringen. Es ist jedoch nicht möglich in eine laufende Partie eines Freundes einzusteigen, weswegen beide R9-Piloten jedes Mal von vorn beginnen müssen.

    Und da die R-Type-Reihe nicht gerade für einen leichten Schwierigkeitsgrad bekannt ist, sondern dem Spieler einiges an Können abverlangt wurde ein neuer Modus eingeführt, der selbst Neulingen einen schnellen Einstieg ermöglicht. Dieser Modus nennt sich Endlos oder auch "Infinity-Mode" und stellt euch unendlich viele Schiffe zur Verfügung. Damit lässt sich das Spiel natürlich binnen einer Stunde absolvieren, doch für Shooter-Experten zählt hierbei ein ganz anderer Aspekt. Denn auch, wenn man unendlich viele Schiffe zur Verfügung hat, gilt es selbstverständlich, möglichst wenige zu verlieren. Deswegen wird am Ende jeder Runde nicht nur der Highscore angezeigt, sondern auch wie viele Schiffe das Zeitliche segnen mussten. Diese Ergebnisse lassen sich dann via Rankings und Highscore-Listen mit denen der Freunde vergleichen, was ebenfalls eine Neuerung darstellt. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Blatt Papier am Kühlschrank klebte, um die neuesten Highscores zu notieren.
    Neben diesem Infinity-Mode gibt es natürlich noch die klassische Variante des Spiels, welche euch lediglich 3 Leben zur Verfügung stellt, mit denen man auskommen muss. Eine harte Nuss, vor allem in den höheren Stufen, die nach dem 3. Level folgen. Hier wird das Spiel zur wahren Herausforderung, während sich das Gesicht des Spielers konzentriert verkrampft, doch nicht verzagen; Es gibt immer die allseits berüchtigte "R-Type-Lücke" also eine Stelle auf dem Bildschirm an der ihr vor den Feinden sicher seid. Es gilt nur diese zu finden, was mitunter in Schreikrämpfen, Frustausbrüchen und Wutanfällen enden kann, aber nicht muss. Denn schließlich wurden die Checkpoints etwas fairer platziert, als bei den Originalspielen, welche meist nur einen pro Level zu bieten hatten. Wählt man den Endlosmodus kann man sogar an der Stelle wieder einsteigen, an der man ein virtuelles Leben lassen musste.

    Original oder doch lieber 3D?
    In Bezug auf die Grafik haben sich die Entwickler aus dem Hause Tozai etwas Besonderes einfallen lassen und zwar steht uns hier nicht nur der klassische Spielhallenstil zur Verfügung, sondern auch eine aufgepeppte Variante mit dreidimensionalen Hintergründen, welche zeitgemäß in Szene gesetzt wurde. Auf Knopfdruck kann der Spieler wählen, welche Ansicht ihm besser gefällt, wobei das Bild nach Betätigen des Y-Knopfes von alt nach neu morpht, was ziemlich cool und ansprechend aussieht. Doch Tozai setzt hier noch eins oben drauf; Erneut via Knopfdruck kann man die Perspektive erneut verändern und somit einen Effekt erzielen, als würde man direkt vor dem Automaten sitzen und spielen. Nicht wirklich zweckmäßig aber dennoch ein unterhaltsames Gimmick, gerade für die Fans des Automaten.

    Musikalisch greift man jedoch auf die klassischen Sounds zurück und hat den Umfang der Sound FX ebenfalls nicht wirklich überarbeitet. Dies wäre sicherlich das Sahnehäubchen gewesen, doch muss man auf einen überarbeiteten Sound verzichten und bekommt anstelle leicht angestaubte Klänge zu Ohren, die aber vor allem den Fans gefallen dürften.

    Fazit:
    Richtig, 1.200 Microsoft-Points (ca. 14.40 Euro) sind für einen XBLA-Titel natürlich recht hoch angesetzt wenn man bedenkt, dass andere Arcade Spiele bereits für 800 (ca. 9.60 Euro) oder gar 400 Punkte (ca. 4.80 Euro) zur Verfügung stehen. Für die Fans jedoch lohnt sich diese Investition definitiv, da man R-Type I, sowie R-Type II nicht nur in einem zeitgemäßen Look, bzw. der klassischen 2D-Ansicht geboten bekommt, sondern auch endlich die Chance erhält, dem Bydo-Imperium kooperativ im 2-Spieler-Mode einzuheizen. Selbstverständlich ist dies On, sowie Offline möglich. Dazu kommen motivierende Ranglisten, der angesprochene Endlosmodus, sowie die einwandfreie Steuerung die R-Type Dimensions zu einem Fest für Freunde des gepflegten Shmups macht. Einsteiger die sich einen alten Shooter-Klassiker zulegen wollen sind mit R-Type Dimensions sicherlich auch nicht gänzlich schlecht beraten, müssen jedoch mit dem harten Schwierigkeitsgrad zurechtkommen. Aber wie bereits erwähnt muss man sich diesem dank Endlos-Modus ja nicht mehr gänzlich aussetzen...
    ...Also auf in den Kampf, getreu nach dem alten Motto: "Blast off and strike the evil Bydo Empire"

    Zur (sehr subjektiven) Wertung: Bereits auf der ersten Playstation gab es eine Kollektion, die beide Teile in sich vereinte und schon damals habe ich dieser 9.5 Punkte gegeben. Da man bei R-Type Dimensions den kooperativen Spielmodus, sowie eine überarbeitete Grafik hinzugefügt hat, steigt die Wertung somit auf 9.6. Sicher, das mag für den ein oder anderen recht (und vielleicht sogar zu) hoch angesiedelt sein, aber bei einem solchen Spiel kann der Fan in mir einfach nicht mehr gänzlich objektiv bleiben. Und da sich das Spiel ohnehin zu 96% an die Fans richtet, werden diese sicherlich ebenso denken und dem Spiel eine ähnliche Klasse bescheinigen.

    Negative Aspekte:
    Mit 1.200 MS-Points recht teuer, Keine überarbeitete Musik, Im `Endlos`-Modus sehr schnell durchgespielt

    Positive Aspekte:
    Überarbeitete Grafik die sich auf Knopfdruck in Originalgrafik verwandeln lässt, 2-Player Co-op Modus Online und Offline, Sehr gute und nach wie vor exakte Steuerung, Bessere Checkpoints als im Original, Ruckelfrei, Riesige Endgegner

    Infos zur Spielzeit:
    Goreminister hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    R-Type Dimensions

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Goreminister
    9.6
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • R-Type Dimensions
    R-Type Dimensions
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Tozai Games
    Release
    04.02.2009
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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R-Type Dimensions
R-Type Dimensions: Blast off and strike the evil Bydo Empire... again! - Leser-Test von Goreminister
http://www.gamezone.de/R-Type-Dimensions-Spiel-31015/Lesertests/R-Type-Dimensions-Blast-off-and-strike-the-evil-Bydo-Empire-again-Leser-Test-von-Goreminister-1008175/
16.02.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/02/rtypedimensions.jpg
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