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  • R-Type Final im Gamezone-Test

    Das große Ende einer unsterblichen Serie. R-Type geht in die letzte Runde und überzeugt mit über 100 Raumschiffen.

    Das fulminante Ende einer unsterblichen Serie

    Im Jahr 1987 viel der Startschuss für einen Shooter, der das Genre nachhaltig verändern sollte. Der erste Teil von R-Type gab sich nicht nur optisch überlegen, sondern begeisterte besonders durch sein absolut neuartiges und revolutionäres Waffensystem. Obwohl R-Type Final nun schon der achte offizielle Teil der legendären Serie ist, dürfte den meisten wohl noch der Erste in Erinnerung geblieben sein, denn dieser wurde auf über zehn verschiedenen Plattformen veröffentlicht und fand zahlreiche Nachahmer, von denen allerdings keiner bis heute überlebt hat. Das Genre der Shooter scheint wohl aus der Mode gekommen zu sein, denn viel wird für die Freunde des stufenlosen Dauerfeuers in letzter Zeit nicht mehr geboten. Zumindest die Kultschmiede Irem hat ein Herz für seine Fans und lässt seinen Vorzeigeshooter nicht einfach so im Meer der Spiele versickern, sondern zelebriert mit R-Type Final das fulminante Ende einer unsterblichen Serie.

    Absolut typisch für R-Type ist ganz klar das unverwechselbare Waffensystem mit dem Satelliten: Durch verschiedenfarbige Power-Ups kann man sein Raumschiff mit einem unzerstörbaren Satteliten aufrüsten, welcher per Tastendruck an- und abgekoppelt werden kann. Je nach Farbe der Power-Ups wechselt auch die zentrale Waffe des Raumschiffs: Rot steht für eine starke, nach vorne gerichtete Energiewaffe, Blau meist für einen Laser mit großer Streuwirkung und Gelb für die ideale Waffe zum Angriff von Zielen am Boden oder der Decke des Levels. Auch die aufladbare Superwaffe ist eine Erfindung von R-Type, denn in diesem Shooter war es zum ersten Mal möglich nach dem Festhalten des Feuerknopfes einen besonders durchschlagenden Energiestoß abzufeuern. Dieses Spielprinzip hat sich seit dem ersten Teil nicht mehr geändert, nur hat man sich im Verlauf der Serie immer mehr Variationen der drei Standardwaffen und der so genannten "Wave Cannon" ausgedacht und deshalb neue Satelliten und Raumschiffe in das Spiel integriert. Konsequenterweise führt R-Type Final diese Entwicklung fort und bietet über hundert verschiedene Raumschiffe, mehr als fünfzig Satellitentypen über achtzig verschiedene Variationen der "Wave Cannon". Natürlich steht diese massive Ansammlung verschiedenster Waffengattungen nicht gleich zu Beginn des Spiels zur Verfügung, sondern muss Stück für Stück einzeln erspielt werden. Manche Raumschiffe bekommt man durch das erfolgreiche Abschließen eines Levels, andere kommen erst nach einer bestimmten Spielzeit dazu und etliche werden nur dann verfügbar, wenn Ihr das Spiel über längere Zeit mit einem bestimmten Gleiter gespielt habt. Es gibt also wirklich jede Menge freizuspielen und für Fans der Serie wird der Raumschiffhangar diverse Überraschungen in Form alter Bekannter bereithalten. Schiffsnamen wie "Mr. Heli", "Leo II" oder "Bydo System Alpha" lassen echten Irem-Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen. Wie es sich für ein großes Finale gehört, trifft man auch in den sieben verschiedenen Levels auf alte Bekannte und man merkt schnell, das R-Type Final eigentlich schon eine Hommage an die eigene Serie ist. Besonders die fulminant inszenierten Endgegner geben Anlass zu manch melancholischem Seufzer und erinnern an die gute alte Zeit, in der erfolgreiche Videospiele noch voller Innovationen strotzten und ihr Debüt zumeist in Spielhallen feierten.

    Das eigentliche Design der sieben verschiedenen Level orientiert sich stellenweise ebenfalls an denen der Vorgänger, überzeugt aber auch durch völlig neue Ideen, die man so in einem Shooter bisher noch nicht gesehen hat. Manche davon sind sogar so abgedreht, dass man sich nicht ganz sicher ist, ob das Gebotene wirklich überzeugen kann. Es sind nämlich zwei Level dabei, die nicht gerade mit grafischen Höchstleistungen und spektakulären Design glänzen können, aber dafür sind fast alle anderen Levels spektakulär inszeniert worden und werden auch beim zehnten Durchgang nicht langweilig. Auch hier hat man an die Vielspieler, Fans und Perfektionisten gedacht: Manche Level bieten mehrere Varianten und verändern ihr Erscheinungsbild je nach angewendeter Spielweise. Besonders der zweite Level erstrahlt fast jedes Mal im neuen Glanz und spielt sich dadurch auch bei jedem Anlauf etwas anders. Ein gelungenes Feature, das für eine jede Menge Motivation sorgt besonders die echten Profis gebührend belohnt. Ein echter Profi sollte man für die höheren Schwierigkeitsgrade dann aber auch sein, denn was auf "Baby" noch relativ einfach ist, wird auf "Normal" bereits hammerschwer und auf "R-Typer" absolut unmenschlich. R-Type war aber schon immer nicht gerade einfach gestrickt und das ist auch gut so. Wer sich auf das Auswendiglernen von Levels spezialisiert hat, kommt allerdings überall recht gut durch, es ist eben nur eine Frage der Zeit und der Reflexe. So manche Awards, die man sich bei R-Type Final im Bonusbereich freispielen kann, werfen dann aber doch Fragen auf: Hier gibt es Awards für das Durchspielen mit nur einem einzigen Leben, einer Gesamtspielzeit von über 1000 Stunden und das Durchspielen ohne ein einziges Power-Up. Wer nur einen dieser Awards wirklich erspielt haben sollte, wendet sich bitte vertrauensvoll an uns, wir kennen ein paar gute Therapiemöglichkeiten.

    Optisch feiert R-Type einen spektakulären Abschied, denn die Entwickler holen aus der PS2 wirklich das Letzte heraus und faszinieren mit enorm detailreichen Texturen, komplexen Strukturen und einigen der skurrilsten Gegner die man bisher in einem Shooter gesehen hat. Wie bereits angesprochen, sind ein paar Levels zwar außergewöhnlich gestaltet, zählen aber nicht unbedingt zu den optischen Überfliegern. Dafür wird man an anderen Stellen im Spiel mit bombastischen Explosionen, Tonnen von Gegnern gleichzeitig und atemberaubenden Endgegnern verwöhnt, was gebührend für ein paar trockene Stellen im Leveldesign entschädigt. Das Grafikfeuerwerk verlangsamt sich stellenweise allerdings bis zur Zeitlupe, doch ob dies nun zu Gunsten der Fairness absichtlich geschieht, oder doch ein technisches Limit darstellt, können wir nicht genau sagen. Die Stellen jedoch, bei denen das Spiel in die Knie geht, sind auf jeden Fall die schwierigsten, weshalb man für die Slowdowns eigentlich recht dankbar sein kann.

    Was ist außerdem absolut typisch für R-Type? Richtig! Die Musik. Gerne würde ich hier die einprägsame Melodie des ersten Teils für Euch summen, nur leider geht das schriftlich etwas schwer. Da aber sicherlich jeder von Euch schon einmal mit dieser Serie in Kontakt geraten ist, nehme ich mal an, Ihr wisst was ich meine. Ist dieser weltbekannte Soundtrack nun auch im finalen Part der Serie wieder mit dabei? Leider nein. Es ist fast schon eine Schande, aber viel mehr als unauffällige, sphärische Klänge oder durchschnittliche Gitarrenriffs kann R-Type Final leider nicht bieten. Das ist insofern schade, da ja alle anderen Elemente in diesem Spiel die Serie gebührend feiern, nur eben der Sound nicht. Gerne hätten wir hier ein paar neuaufgelegte Remixes der lieb gewonnenen Stücke gehört.

    R-Type Final (PS2)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    über 100 freispielbare Gleiter
    dadurch enorme Langzeitmotivation
    sehr viel Bonusmaterial
    dynamische Level
    stellenweise brillante Grafik
    klassisches R-Type Feeling
    teilweise starke Slowdowns
    mäßiger Soundtrack
  • R-Type Final
    R-Type Final
    Publisher
    Bigben Interactive
    Developer
    Irem
    Release
    26.03.2004

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989750
R-Type Final
R-Type Final im Gamezone-Test
Das große Ende einer unsterblichen Serie. R-Type geht in die letzte Runde und überzeugt mit über 100 Raumschiffen.
http://www.gamezone.de/R-Type-Final-Spiel-31017/Tests/R-Type-Final-im-Gamezone-Test-989750/
19.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/89_01.jpg
tests