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  • RPM Tuning: Vollgas in L.A. - Leser-Test von sinfortuna

    RPM Tuning: Vollgas in L.A. - Leser-Test von sinfortuna Eigentlich ist es doch sehr erstaunlich, dass immer wieder aufs Neue versucht wird, mit der Veröffentlichung eines Rennspiels (mehr als) ordentlich Kasse zu machen. Natürlich ist die Zielgruppe riesengroß, doch auch deren Geldbeutel ist angesichts der Massen an verfügbaren Genre-Titeln begrenzt. Kurzum: möchte man einen Kassenschlager, muss schon etwas ganz Besonders aufs Parkett gezaubert werden, ansonsten droht nicht nur das Versinken im Mittelmaß, sondern damit einhergehend auch das finanzielle Fiasko für die Entwickler. Abseits der ganz großen Namen im Rennspielgeschäft wagte sich mutig "RPM Tuning" an die Oberfläche, es erschien im Jahr 2004 für die Sony Playstation 2 und wurde von Wanadoo auf den Markt geschmissen. Zur Basisausführung gehört mittlerweile selbstverständlich auch, dass an einen Multiplayermodus gedacht wird, andererseits wäre eine Konkurrenzfähigkeit nur in ganz seltenen Fällen gewährleistet. Zwar ist im vorliegenden Fall tatsächlich ein solcher Splitscreenmodus vorhanden, doch oh Schreck: lediglich die Egoansicht ist auf einmal verfügbar und kein CPU-Fahrer weit und breit in Sicht. Sehr billig wurde sich damit erkauft, dass es nicht ruckelt, was definitiv nicht mehr den Ansprüchen genügt, die man an einen PS2-Racer stellen darf. Im Hinblick auf den Solopart - natürlich der Schwerpunkt dieses Games - gibt es hingegen wenig Unerfreuliches zu berichten, wenn auch arg vieles von großes Hits abgekupfert zu sein scheint. Doch besser gut geklaut als schlecht selber gemacht, schätze ich, von daher gesehen will ich mit "RPM Tuning" nicht allzu hart ins Gericht gehen. Eines an dieser Stelle gleich vorweg: dieser Racer ist nur etwas für eingefleischte Rennspielfans, da die Highlights zu rar gesät sind, als dass sich Genre-Fremde bzw. diesbezügliche Gelegenheitszocker dafür interessieren würden. Grundsolide kommt dieses Rennspiel nichtsdestotrotz daher, keine Frage, doch zu mehr als einem ordentlichen Mittelfeldplatz reicht es letztlich nicht.

    Schauplatz des Geschehens ist jedenfalls die kalifornische Metropole Los Angeles, durch die wir ausschließlich düsen. Ein riesiges Straßennetz erwartet uns hier, so dass uns nicht langweilig wird bzw. weitere Orte nicht unbedingt vermissen. Unterschiedliche Spielmodi sollen speziell den Solisten vor die Konsole locken, so unter anderem das altbewährte (oder doch langweilige?) Einzelrennen zum Eingewöhnen, Herausforderungen unter Zeitdruck und ein ausgewachsener Karrieremodus, der tatsächlich motivieren kann. Je öfter wir Rennen bestreiten und je öfter wir entsprechend gute Platzierungen erzielen, umso mehr sorgen wir für Aufsehen und gelangen im Optimalfall früher oder später in der Tat zu Ruhm und Ehre. So ganz nebenbei füllt sich dabei auch unser Geldbeutel, den wir als ambitionierter Raserfreak naturgemäß nicht lange prall gefüllt lassen, sondern möglichst schnell den sauer verdienten Zaster in protzigeres Design und nette Ersatzteile zwecks Tunings investieren. Letzteres lässt im Übrigen die Namensgebung dieses PS2-Titels irgendwie vermuten, schätze ich. Dabei gleichen sich die Rennen angenehmerweise so gut wie nie, spielerische Längen sind eher ein Fremdwort, was vornehmlich an der divergierenden Gestaltung bzw. den unterschiedlichen Siegesbedingungen liegen dürfte. Oft geht es traditionsgemäß darum, möglichst als Erster in einem 4er-Starterfeld die Ziellinie zu überqueren, mitunter sind aber auch das Unterbieten - eines nicht selten knackigen - Zeitlimits Voraussetzung, um weiter zu kommen. Der ständige Gegenverkehrt erinnert dabei stark an die Need-for-Speed-Reihe, schätze ich, ist für den einen ein sehr belebendes Spielelement, für den anderen hingegen auf Dauer einfach nur nervig. Allgemein ist der Schwierigkeitsgrad wahrlich nicht ohne, Anfänger haben nicht den Hauch einer Chance oder müssen zumindest über eine Engelsgeduld verfügen. Dabei ist der eben erwähnte (in meinen Augen übertriebene und somit auch lästige) Gegenverkehrt ein Ärgernis bzw. die schwierigste zu meisternde Hürde. Nicht zuletzt die brachiale Vorgehensweise der CPU-Konkurrenz in Verbindung mit der Tatsache, dass wir hingegen kaum etwas zu melden haben und chronisch benachteiligt sind, dämpft die Spielfreude. Ein auf diese Weise künstlich doch arg nach oben getriebener Schwierigkeitsgrad kann nicht dem Wunsch der Rennspiel-Fangemeinde entsprechen, schätze ich. Dass die uns verfolgende Polizei mitunter auch deutlich hartnäckiger ist, als es uns lieb ist, trägt auch nicht zu einer Festtagsstimmung bei, versteht sich. Auch in dieser Hinsicht sind - traurigerweise - Ähnlichkeiten zu alten Need-for-Speed-Teilen ersichtlich. Wenn schon Benachteiligungen, dann auch bitte in verhältnismäßiger Weise für alle Wagen des Fahrerfeldes. So aber müssen wir regelmäßig über uns hinauswachsen, um dauerhaft Top-Platzierungen zu erzielen, was grundsätzlich ja noch okay ist, doch die Glück- und Zufallskomponente wiegt des Weiteren zu stark, als dass uns Frustmomente erspart bleiben bzw. eine Ausnahme bleiben würden.

  • RPM Tuning
    RPM Tuning
    Publisher
    Wanadoo
    Release
    18.05.2004
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RPM Tuning
RPM Tuning: Vollgas in L.A. - Leser-Test von sinfortuna
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29.07.2007
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