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  • RTL Winter Sports 2010: The Great Tournament - Spaß im Schnee - Leser-Test von alpha_omega

    Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern beschert uns ebenso RTL Sports seit geraumer Zeit mit einer weiteren Auflagen der RTL Winter Sports, die zunächst als Einzeldisziplinen wie RTL Skispringen 2006 oder RTL Ski Alpin 2006 an den Start gingen, um dann ein Jahr später gebündelt als RTL Winter Games 2007 der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Ein wenig verwundert über die Tatsache, dass RTL jedes Jahr die Hamburger Jungs von 49 Games engagiert, einen weiteren Ableger der Serie zu produzieren, war ich als Fan von solch Legenden wie Epyx Winter Games - welches vor mehr als über zwanzig Jahren auf dem Commodore 64 erschien - und gab im vergangenen Winter dem Titel RTL Winter Sports 2010 - The Great Tournament eine Chance, wohl auch weil ich ihn relativ günstig bei einem großen Online-Auktionshaus absahnen konnte. Das Spiel erschien bereits im Jahre 2009 als Multiplattformtitel, für alle gängigen Konsolen sowie für den PC. Nach dem eher enttäuschenden Vancouver 2010 aus dem Hause SEGA war ich also nun gespannt, was die Macher von 49 Games, die ja bereits an der vorherigen recht ordentlichen olympischen Lizenzumsetzung Torino 2006 arbeiteten, mit RTL Winter Sports ablieferten. Ob es sich bei The Great Tournament wirklich um großartige Wintersportevents handelt, oder doch nur um Schneematsch, verrät euch nun folgender Artikel, der sich mit der PS3-Version beschäftigt.

    Wie in fast jedem Sportspiel mit mehreren Events, so kann man natürlich auch bei RTL Wintersport einzelne Disziplinen trainieren, in Einzelwettkämpfen oder auch in speziellen Cups individuell austragen. Der Kern des Spieles ist allerdings der Karrieremodus, bei dem wir als Rookie, noch völlig unerfahren und unfallfrei uns in das pralle Leben des Wintersports stürzen. Insgesamt warten 16 verschiedene Wettbewerbe auf uns, in denen wir uns in acht unterschiedlichen Disziplinen des Wintersports gegen zumeist vier KI-Gegner messen werden. Zu den einzelnen Sportarten komme ich im Detail etwas später. Das Besondere an diesem simpel und wohl auch deswegen außerordentlich gut koordinierten Karrieremodus ist, dass wir für jeden gewonnene Medaille und für jeden gewonnenen Cup mit Erfahrungspunkten belohnt werden. Bereits absolvierte Events können so auch öfters in Angriff genommen werden, um seine einzelnen Athleten mit solch wichtigen Ausrüstungsgegenständen wie besseren Kufen für Schlittschuhe, Wind schnittigen Helmen oder auch verbesserte Zielfernrohre für das Biathlongewehr auszurüsten. Doch nicht nur bessere Equipments lassen sich erwerben, sondern auch Wildcards für die einzelnen Wettbewerbe, denn es ist während eines Events nicht möglich einfach auf Neustart zu springen, weil man gerade an der ersten Torstange vorbeigefahren ist oder man seinen ersten Skiweitsprung in den Sand gesetzt hat.

    Doch beschäftigen wir uns nun mit den einzelnen Disziplinen, die natürlich das Hauptargument dieses Spiel sind. Insgesamt gibt es acht verschiedene Wintersportarten, das klingt jetzt erst einmal recht wenig, doch gibt es eigentlich keine einzige Disziplin, die richtig verkorkst ist beziehungsweise gar keinen Spaß macht. Bei der Auswahl setzte man auf eine gelungene Mischung aus modernen und klassischen Sportarten. Bei den Klassikern überzeugen vor allem der Biathlon - diese Erkenntnis ist nicht neu, da der Mix aus Ski-Langlauf und Schießen mittels Jagdgewehr schon immer eine feste Größe bei virtuellen Versoftungen war und es somit nicht ganz nachvollziehbar war, warum man bei einem Vancouver 2010 darauf verzichtete - doch was mich viel mehr überrascht, ja fast schon zu kleinen Krokodilstränen gerührt hat, ist der überaus gelungene Eiskunstlauf, der speziell zu C64 eher eine ulkige aber zumeist unkontrollierbare Angelegenheit war. Doch diesmal fasten sich die Macher ein Herz und man bekommt einen wirklich gelungene Darbietung auf das Eis gezaubert. Wir bewegen unsere Läuferin nämlich nicht aktiv, sondern folgen nur den Tastenabfragen, die auf das spiegelnde Eis projiziert werden. Zumeist setzten die einzelnen Aktionen mit dem Tönen der Musik ein, sodass neben Reaktion auch ein wenig Taktgefühl gefragt ist.

    Weitere klassische Disziplinen sind der Skisprung, hier gilt es den Anweisungen mittels beider Analog-Sticks punktgenaue Folge zu leisten, der Viererbob sowie der Ski-Alpin Abfahrtslauf. Für modernes Flair sorgen indes der Ski Alpin Free-Ride, der Snowboard Abfahrtslauf sowie der Short-Track, bei dem wir unsere Runden im Eisstadion drehen werden. Bis auf den Ski-Sprung und dem Eiskunstlauf verfügt jede andere Disziplin über das Adrenalin-Feature, welches wir mittels X-Taste aktivieren und unseren Athleten kurzfristig einen Geschwindigkeitsschub verpassen. Beim Snowboard und Free-Ride lässt sich das Adrenalin sogar manuell schneller aufladen, in dem man riskante Stunts ausübt, während man über einen Schneehügel springt. Bei der Steuerung achteten die Macher vor allem auf simple Bedienelemente, die sowohl von Profis, als auch von krassen Neueinsteigern recht schnell erlernen lassen. Zumeist handelt es sich nur um fünf verschiedene Aktionen, die man kurz vor Antritt eines Wettkampfs in einer kurzen Einleitung erklärt bekommt. Doch nicht nur die Einfachheit ist es, die die Steuerung besonders hervorhebt, reagiert die Bedienung wirklich punktgenau sowohl beim Driften durch den Eiskanal im Viererbob, als auch bei der Kollisionsabfrage beim Scheibenschießen des Biathlons. Zudem gibt es keine einzige Disziplin, bei der es gilt sinnlos auf die Tasten einzuprügeln, viel mehr sind perfektes Timing und dank der Möglichkeit im Windschatten des Gegners zu fahren, auch Taktik gefragt.

    Und somit steht einem gelungenen Multiplayermodus, bei dem bis zu vier Spieler teilhaben können nichts mehr im Weg. Allerdings wird man im lokalen MP stets das Pad herumreichen müssen. Ein wenig besser ist dagegen der Onlinepart, bei dem die einzelnen Disziplinen stets zeitgleich ausgeübt werden und man seine direkten Konkurrenten als Geister eingeblendet bekommt. Neben der motivierenden Karriere, die sich als klassischer Arcade-Modus zeigt und uns somit nicht nur anspruchsvollere Strecken, sondern auch bessere KI-Gegner präsentiert, bekommen speziell Fortgeschrittene Spieler noch weitere Sahnebonbons in Form von 44 Challenges. In diesen Herausforderungen gilt es unter anderen eine geforderte Anzahl an Moves auf der Snowboardpiste zu schaffen, Goldmünzen auf den einzelnen Strecken zu sammeln oder gefährlichen Totenköpfen auszuweichen. Die teilweise sehr schwierigen Challenges sorgen übrigens nicht nur dafür, dass man sich mehr als über zehn bis zwölf Stunden mit dem Titel beschäftigen kann, sondern stellen sie auch das Gerüst für den Trophie-Support. Ebenso gibt es natürlich die wertvollen Trophäen für die einzelnen sechzehn Cups. Auch wenn die Aufteilung der begehrten Erfolge ein wenig einfallslos ausfällt, motiviert es bis zum Platin-Pokal wirklich jedes einzelne Event mindestens einmal zu seinen Gunsten zu entscheiden.

    Überzeugt RTL Wintersports 2010 vor allem durch seine präzise und einfache Steuerung sowie motivierenden Einzeldisziplinen, so fällt die Präsentation eher etwas nüchtern aus. Zwar bekommen wir vor Antritt einer jeden Disziplin aufgeregte Fernsehreporter und einen weißen Glückshasen zu sehen und bei der Pokalübergabe Nationalhymnen präsentiert, doch insgesamt wirkt das ganze Drumherum eher wie ein lustiger Zirkus, als ernst zunehmender Wettkampfsport. Speziell die Gesichter der Athleten schauen teilweise wirklich furchtbar aus, ganz zu schweigen von den Klon-Zuschauern, die wie ein Marionetten-Theater und nicht wie ein begeistertes Publikum wirken. Die Optik auf den einzelnen Pisten kann man hingegen als solide bezeichnen, auch wenn es vereinzelte kleiner Patzer, wie zum Beispiel ein versinken des Skis beim Skisprung zu verzeichnen gibt. Die Animationen sind ebenfalls nicht ganz so geschmeidig wie in einem Vancouver 2010, welches zumindest in Sachen Grafik die bessere Performance abgibt. Der Sound bietet uns hingegen flotte aber zumeist eintönige Melodien, die man vielleicht auch in der einen oder anderen Wissenschaftssendung vernehmen könnte. Wirklich störend sind die zumeist elektronischen Beats zwar nicht, mitreißen werden sie den Spieler allerdings auch nicht. Völlig losgelöst ist hingegen der Stadionsprecher, der speziell nach den Wettkämpfen sich in einen Rausch redet und seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Kommentatoren während des Spielgeschehens gibt es hingegen nicht.

    Fazit. Alles in allem hat mich RTL Wintersports 2010 - The Great Tournament richtig positiv überrascht. Die einzelnen Disziplinen spielen sich richtig flott und machen für einen gewisse Zeit richtig viel Spaß. Dies liegt vor allem an der einfachen, aber äußerst präzisen Steuerung, die auf eindrucksvolle Art und Weise beweist, dass das Zeitalter von Button-Mashing mit anschließenden Blasen an den Daumen längst vorbei ist. Zudem bekommt der Spieler mit dem Karrieremodus, der speziell durch sein Upgrade-Feature positiv auffällt sowie den zahlreichen Herausforderungen genügend Stoff um sich die kalten Wintertage ein wenig zu versüßen. Für einen absoluten Spitzentitel fehlt hingegen ein wenig das winterliche Flair, welches speziell bei den Epyx-Ablegern herrschte. Die zumeist eher witzige Präsentation ist insgesamt zu bieder, gleiches gilt übrigens auch für Grafik und Sound, die man lediglich als soliden Durchschnitt bezeichnen mag. Doch sollte man sich auf keinem Fall deswegen abschrecken lassen, wer Spielspaß allein oder mit seinen Freunden einer High-End-Grafik vorzieht, liegt hier genau richtig.

    Negative Aspekte:
    lediglich acht Disziplinen, witzige aber eher ernüchternde Präsentation, Grafik und Sound nur Durchschnitt

    Positive Aspekte:
    simple und präzise Steuerung, Upgrade-Feature im Karrieremodus, motivierende Challenges, eignet sich sowohl für Profis als auch für Einsteiger, Multiplayer online wie offline

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    RTL Winter Sports 2010: The Great Tournament

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    7.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • RTL Winter Sports 2010: The Great Tournament
    RTL Winter Sports 2010: The Great Tournament
    Developer
    49Games
    Release
    19.11.2009

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

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1010710
RTL Winter Sports 2010: The Great Tournament
RTL Winter Sports 2010: The Great Tournament - Spaß im Schnee - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/RTL-Winter-Sports-2010-The-Great-Tournament-Spiel-31006/Lesertests/RTL-Winter-Sports-2010-The-Great-Tournament-Spass-im-Schnee-Leser-Test-von-alpha-omega-1010710/
01.05.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/04/pac172069xge7hocc3u.jpg
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