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  • Rail Simulator im Gamezone-Test

    Electronic Arts schickt sich an den inzwischen angestaubten Train Simulator von Microsoft in die Rente zu schicken.

    Nun ist es also endlich so weit. Der Microsoft Trainsimulator aus dem Jahre 2001, der nun wirklich schon ziemlich angestaubt ist, hat einen Nachfolger bekommen. Von Kuju, die für Microsoft den MSTS entwickelt haben kommt nun über Publisher Electronic Arts der Rail Simulator auf die heimischen Rechner. Ob der Rail Simulator eine Chance hat das Erbe des MSTS anzutreten soll im folgenden Test erörtert werden.

    Rail Simulator Rail Simulator Der Rail Simulator kommt in der bekannten DVD-Box und schaufelt dem virtuellen Lokführer gut 3,1 GByte auf die Festplatte. Die Installation funktioniert problemlos und einfach, da man den Installationsumfang nicht bestimmen kann - es wird immer eine Vollinstallation durchgeführt. Neben der Software auf DVD bekommt man noch ein sehr knapp gehaltenes Handbuch, in dem wirklich nur das Notwendigste erklärt wird. Dies macht den Neulingen im Genre den Einstieg nicht sehr leicht. Zusätzlich liegt noch ein Faltblatt mit der Tastaturbelegung und der Darstellung der Signale bei.

    Rail Simulator Rail Simulator Eisenbahnsimulatoren sind, auch wenn das insbesondere für den wenig interessierten Leser nicht leicht ersichtlich ist, ein hochkomplexes Produkt. Lokomotiven und Wagons verfügen über eine sehr komplexe Fahrphysik, die sich zudem je nach Traktionsart - Elektro, Diesel oder Dampf - erheblich voneinander unterscheidet. Die verschiedenen Bremssysteme spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Ähnlich wie bei einem Verkehrsflugzeug ist die Bedienung einer Lokomotive nicht trivial, wobei hier die Regel gilt: je älter die Lokomotive, desto diffiziler die Bedienung. Moderne Elektrolokomotiven sind ja prinzipiell nur noch industrielle Großrechner mit eigenem Antrieb und sehr leicht zu bedienen, während man auf dem Führerstand einer Dampflokomotive schon wissen sollte, wo man wann welche Bedienelemente betätigen muss, damit einem im schlimmsten Fall nicht der Kessel um die Ohren fliegt.

    Rail Simulator Rail Simulator Während die Fahrphysik und Bedienung nur "erfahren" werden kann, stellen Eisenbahnsimulatoren einen extrem hohen Anspruch an die Grafik. Beim Flugsimulator spielt eine detailreiche Grafik nur bei Start und Landung eine Rolle und im Ego- oder 3rd Person-Shooter bewegt man sich selbst nur selten mit Geschwindigkeiten von drei- bis fünfhundert km/h fort. Beim Fahren eines Zuges aber fährt man entweder mit älteren Lokomotiven sehr langsam und hat Zeit sich die Landschaft in Ruhe anzusehen, oder man fliegt mit seinem ICE-3 auf Flughöhe Null mit 320 km/h durch die virtuellen Welten. Diese Rahmenbedingungen führen dazu, dass man beim Streckenbau einerseits einen sehr hohen Detailgrad erreichen muss, der einen möglichst realistischen Eindruck hinterlässt, andererseits man aber auch über eine sehr leistungsfähige Grafikengine verfügen sollte, die das ruckelfreie und schnelle Durchfahren dieser detailreichen Landschaften erlaubt.

    Rail Simulator Rail Simulator Was die Grafik angeht, hat Kuju beim Rail Simulator ordentliche Arbeit geleistet. Die Fahrzeuge und Landschaften verfügen über einen hohen Detailgrad und machen einen realistischen Eindruck. Dieser wird nicht zuletzt dadurch verstärkt, in dem für viele Elemente nicht gezeichnete, sondern fotorealistische Grafiken aus der Umwelt benutzt wurden. Viele dieser Elemente sind auch animiert. So wiegen sich die Gräser im Wind und Vögel flattern über die Gleisanlagen hinweg. Bewegen können sich diesmal auch endlich die Fahrgäste, auch wenn diese die unartige Eigenschaft haben durch Objekte hindurchzugehen. Die Animationen verleihen der Eisenbahnwelt einen deutlich lebendigeren Eindruck als nur die sich bewegenden Autos und LKW, wie man das noch vom MSTS kennt. Ein weiterer Augenschmaus ist das sich ändernde Wetter. Gerade eben noch eitel Sonnenschein, kann man am Horizont dunkle Gewitterwolken erkennen. Stück für Stück wird es dunkler und schließlich fängt es an zu regnen. Hat man die Unwetterfront hinter sich gelassen kann man sich wieder an den tollen Schatteneffekten erfreuen, die sich überall finden. Sogar die Außenflächen der Fahrzeuge wurden berücksichtigt und verfügen über Reflektionseffekte.

    Rail Simulator Rail Simulator Kuju liefert leider nur sehr wenig Inhalte mit dem Rail Simulator mit. Als Lokomotiven findet man aus Großbritannien BR Class 43, 47 und 55 (Deltic), Class 166 (Dieseltriebwagen), die Dampflokomotiven Black 5 und die 7F, sowie aus Deutschland die beiden Lokomotiven der BR 101 und 294. Die Führerstände der Lokomotiven sind als vollständiges 3D-Modell gehalten, man kann die Kamera also beliebig schwenken. Neu ist auch das schon lang geforderte Feature, dass man den Führerstand beliebig wechseln kann. Damit ist es nun endlich möglich, ordentliche Fahrrichtungswechsel durchzuführen. Die Steuerung der Lokomotiven lässt sich in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen durchführen. Leider fehlen den Lokomotiven außer dem britischen Pendant zur deutschen InduSi/PZB jegliche Sicherungssysteme. Darunter leidet der Grad des Realismus ebenso wie unter der Tatsache, dass insbesondere bei den Bremssystemen noch einige Fehler zu finden sind. Sowohl die britische Class 166, als auch die deutsche BR 101 bekommt man kaum wieder zum Stehen und bei letzterer war die dynamische Bremse zwar angezeigt, aber nicht gemäß angegebener Tastaturbelegung zum Funktionieren zu überreden. Alle Lokomotiven verfügen über funktionierende Lichter und sogar Scheibenwischer. Beim Spitzensignal fehlt aber bei einigen Lokomotiven das im Vorbild vorhandene Fernlicht und ein Lichtkegel ist gar nicht erst dargestellt. Schade auch, dass die vom Computer gefahrenen Züge nicht das Spitzensignal aktiviert haben.

    Die Wagons sind ebenfalls meist sehr schmuck. Die beiden deutschen Personenwagen (IR Wagen) entsprechen dem Vorbild in Optik und Lackierung leider nur sehr entfernt. Die Grafiken sehen so aus, als hätte man diese auf Basis von billigen Produkten für Modelleisenbahnen entwickelt und nicht direkt vom Original. Alle Personenwagen verfügen über animierte Türen, wobei diese teilweise sehr seltsam nach außen aufklappen und nicht dem Vorbild entsprechen.

    Mit dem Rollmaterial darf man über vier sehr detailreich gestaltete Strecken fahren:
    ·Oxford nach London Paddington Station (Stand 2005)
    ·Bath Green Park nach Templecombe (Stand 1955)
    ·Newcastle nach York (Stand 1970er Jahre)
    ·Hagen nach Siegen (Stand späte 1990er Jahre)

  • Rail Simulator
    Rail Simulator
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Kuju PLC. (UK)
    Release
    18.10.2007

    Aktuelle Simulation-Spiele Releases

    Cover Packshot von Landwirtschafts-Simulator 17 Release: Landwirtschafts-Simulator 17 Focus Home Interactive , Giants Software
    Cover Packshot von Into the Stars Release: Into the Stars
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Rail Simulator
Rail Simulator im Gamezone-Test
Electronic Arts schickt sich an den inzwischen angestaubten Train Simulator von Microsoft in die Rente zu schicken.
http://www.gamezone.de/Rail-Simulator-Spiel-29182/Tests/Rail-Simulator-im-Gamezone-Test-991519/
30.10.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/10/007_4_.jpg
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