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  • Rainbow Six 3 im Gamezone-Test

    Rainbow Six 3 Spieler auf dem Gamecube können nur offline und nur ohne Spracherkennung spielen.

    Open, frag and clear

    "Rainbow Six 3" für den Gamecube ist nicht, wie man anhand des Titels meinen könnte, die direkte Portierung des gleichnamigen PC-Spiels. Zwar wurden viele Elemente übernommen und wiederverwendet, das Gameplay und Leveldesign ist aber ein anderes. Dieses orientiert stark an der Xbox und PS2-Version, auch wenn sich die Level im Detail etwas unterscheiden. So gibt es an mancher Stelle neuerdings Türen, wo noch keine waren, und umgekehrt fehlen so manche Dinge die noch in der Xbox-Version vorhanden waren. Dies sind aber nur Kleinigkeiten die sich auf das Gameplay kaum auswirken und nur Kennern der jeweiligen anderen Version auffallen dürften. Am augenfälligsten ist da noch die Unterteilung der Level in zwei Unterabschnitte, wohl um dem begrenzten Speicher des Gamecube Rechnung zu tragen. Auch fallen die recht langen Ladezeiten auf dem Cube negativ ins Gewicht.

    In der Singleplayer-Kampagne schlüpfen wir in die Rolle des Teamleaders unter dem Kommando von Dave Clark. Die gebotenen Missionen verlangen meist von uns diverse Geiseln aus der Hand der Terroristen zu befreien. Da bei "Rainbow Six 3" ein besonderes Gewicht auf das taktische Vorgehen gelegt wurde, sind unsere begleitenden Einheiten nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern wollen vernünftig und vorsichtig eingesetzt werden. Denn das Game toleriert weder ein zu stürmisches Vorgehen, noch funktioniert das schnöde Vorausschicken der virtuellen Kameraden, die in diesem Falle schneller das Zeitliche segnet als man das Levelende zu Gesicht bekommt. Befehle können wir nur mit dem Steuerkreuz geben, da es bekanntlich für den Cube kein Headset gibt. Benützen wir das Pad, können wir entweder die Aktionstaste kurz drücken, während das Fadenkreuz auf eine geschlossene Türe zeigt, woraufhin die Standardaktion ausgeführt wird. Diese lautet "Türe öffnen und sichern". Halten wir die Aktionstaste hingegen gedrückt, erscheint ein Auswahlmenü mit den Möglichkeiten die Türe zu öffnen und zu sichern, eine Blend- oder Splittergranate hineinzuwerfen, oder gleich das komplette Programm auszuführen mit "Öffnen, Blendgranate und sichern". Je nachdem wo unser Fadenkreuz hin zeigt, stehen uns diverse Möglichkeiten zur Verfügung, wie Vorstoßen, Gebiet sichern oder Geisel beschützen. Denn als geübter Spieler weiß man natürlich schon, dass auch die vermeintlich freundlich gestimmten Geiseln besser zu verwahren sind, es könnte sich ja um einen verkleideten Terroristen handeln.

    Die KI der Gegner darf man eigentlich als sehr gelungen bezeichnen, denn es ist eine wahre Freude sie zu beobachten, wie sie aus der Schusslinie hechten, in der Deckung nachladen und dann nur kurz ihren Kopf hervorstrecken um ein paar schnelle Schüsse abzugeben. Mitunter laufen sie sogar davon und kehren mit Verstärkung zurück. Aber auch die Intelligenz der eigenen Mannen ist nicht ohne, die meist schnell und sauber Ziel aufnehmen ohne sich auf dem Präsentierteller zu stellen. In Verbindung mit dem gelungenen Leveldesign entstehen so wirklich spannende Missionen, die einen ein recht tiefes Spielerlebnis bieten. Trotzdem darf man nicht unerwähnt lassen, dass die KI auf dem Gamecube offensichtlich etwas gelitten hat. Denn neuerdings blockieren die computergesteuerten Kameraden plötzlich Eingänge, Durchgänge oder sich gegenseitig und lassen sich auch nur schwer wegschieben. Nur gut, dass sie im Kampf selbst noch recht gut und schnell reagieren und das man jederzeit ins Geschehen eingreifen kann.

    Da sich Nintendo bekanntlich bis heute gegen das Online-Gaming wehrt, obwohl man einen speziellen Breitbandadapter dafür herstellt, kann man mit der Cube-Version von Rainbow Six 3 auch nicht online spielen. Gerade mal ein Coop-Game per Splitscreen für zwei Spieler wurde integriert. Auch das lokale vernetzen mehrerer Cubes ist nicht möglich. So bleibt RS3 auf dem Cube eine fast reine Singleplayer-Erfahrung, es sei denn man findet sich mit dem leicht verruckelten Splitscreen-Mode ab.

    Die Grafik bietet uns vor allem viele unterschiedliche Einsatzgebiete im Freien genauso wie in kleineren oder größeren Gebäuden, trumpft aber weniger mit seiner Detailvielfalt auf, als vielmehr durch die gebotene Abwechslung. Denn kritisch betrachtet sind die Animationen der Akteure nicht unbedingt das Highlight des Spiels, und der Gamecube wäre sicher in der Lage noch etwas mehr zu zeigen, schlecht aber sieht "Rainbow Six 3" keinesfalls aus. Ärgerlich ist nur die einbrechende Framerate bei vielen gleichzeitig auftauchenden Gegnern. Also genau in dem Augenblick wo man möglichst schnell Ziel aufnehmen müsste, kommt das Spiel ins Ruckeln. Dies ist aber auch das einzige wirklich erwähnenswerte Manko, mit dem man mit etwas Übung ganz gut zurechtkommt. Denn der Rest der Grafik muss sich nicht verstecken, besonders der Blendeffekt wenn wir in eine Explosion gesehen haben, oder das unglaublich real aussehende Nachtsichtgerät, ebenso die voluminösen Staub- und Gaswolken oder das Licht der Sonne welches sich in staubigen Räumen bricht.

    Ein absoluter Hit ist die gebotene Soundkulisse, die weit über gute Waffengeräusche und gelungene Sprachsampels hinausgeht. Denn wahrscheinlich gab es bis heute nur wenige Taktik-Shooter mit so realistischen auf dem Gamecube wie in "Rainbow Six 3". Selbst ohne Dolby-Ausrüstung scheint sich die Umwelt auf alle Geräusche auszuwirken. Je nach Werkstoff der Umgebung wird das Schussgeräusch entsprechend verfälscht, mit etwas Übung kann man sogar am Geräusch des einschlagenden Projektils die Waffe erkennen aus dem es abgefeuert wurde. Ist man in der glücklichen Lage über eine Dolby-Pro Logic II Soundausstattung zu verfügen, darf man sich noch dazu des Umstands erfreuen, dass man die Herkunft jedes einzelnen Schusses einwandfrei orten kann. Selbst im Kreuzfeuer fällt es einem schwer sich der Faszination des Gehörten zu entziehen, wenn man wirklich wahrzunehmen scheint wie die Kugeln über einen hinwegfetzen. In einem Satz gesagt: Der Sound zu "Rainbow Six 3" ist unübertroffen realistisch und hätte besser kaum mehr realisiert werden können.

    Die Steuerung fiel trotz der vielen Funktionen erstaunlich eingängig aus. Ohne einen Blick ins Handbuch werfen zu müssen weiß man instinktiv wo man die gewünschte Funktion findet, schlicht weil sie da liegt wo man sie erwartet. Man benötigt praktisch nur die beiden Analogsticks, die beiden Schultertasten und die Aktionstaste (A), womit man schon alles wichtige auslösen kann. Einzig für das Nachtsichtgerät oder den Wärmesucher muss man die Y-Taste bemühen, und wer sein Magazin nicht immer ganz entleeren möchte kann mit der X-Taste manuell nachladen. Die Geschwindigkeit mit der man die Blickrichtung ändern kann wurde ebenfalls gut gewählt, denn sie ist schnell genug um im Falle das Falles angemessen reagieren zu können, gleichzeitig aber auch langsam genug um noch sauber Zielen zu können. Das Digitalkreuz ist zusätzlich mit der Funktion belegt seitlich zu blicken, sich zu ducken oder das Zielfernrohr zu benutzen. Benötigt man das um die Ecke schauen noch des Öfteren, ist es kaum nötig selbst Hand an die Türen zu legen, da man dies meist den Kameraden überlässt, die auch gleich den Raum dahinter sichern.

    Rainbow Six 3 (GC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragende Dolby Pro Logic II Soundkulisse
    schön gestaltete Missionen
    gelungene Steuerung
    viele Spielmodi
    Framerateneinbrüche
    keine Spracherkennung
    kein Online-Gaming
    kein System-Link
    gedämpfte KI
    nur zwei Spieler Multiplayer-Mode per Splitscreen
  • Rainbow Six 3
    Rainbow Six 3
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    22.06.2004
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Rainbow Six 3
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http://www.gamezone.de/Rainbow-Six-3-Classic-29199/Tests/Rainbow-Six-3-im-Gamezone-Test-989928/
25.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/rs3titel.jpg
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