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  • Rainbow Six 4 - Lockdown im Gamezone-Test

    Zum ersten Mal seit seinem Bestehen macht der kultige Taktik-Shooter einen deutlichen Schritt in die falsche Richtung.

    1998 war die Geburtsstunde der Tom Clancy-Reihe Rainbow Six, welche sich kurz darauf über fast jeder Plattform erstreckte und den Spieler an den taktischen Missionen der Sondereinsatzkommandos teilhaben ließ. Mit dem richtigen Maß an Action und dem nötigen taktischen Geschick brillierte die bisherigen Rainbow Six Ableger. Und so entwickelte sich die Reihe seither zu einem Dauerbrenner, immer in der Lage sich selbst stets noch einmal ein wenig zu toppen. Oftmals sind es nur kleine Veränderungen, die aus einem alten Bekannten eine wahrhaft neue Freundschaft werden lassen und augenscheinlich zeigt sich auch der neue Teil mit dem Untertitel "Lockdown" von eben dieser Seite.

    Vier gewinnt: Fast alles wie gehabt

    Rainbow Six 4 - Lockdown Rainbow Six 4 - Lockdown Ist man erst einmal ins Spiel eingestiegen, wird sich schnell zeigen, dass die Grundfeste der Rainbow Six-Serie ganz klar erhalten geblieben sind. Wieder einmal liegt die Veränderung im Detail und zeigt sich erst im eigentlichen Spielverlauf. Beinahe schon genretypisch bedient man sich für die Story an althergebrachten "Weltrettungs-Klischees", die sich nicht zuletzt auch rein zufällig an realen Vorkommnissen orientieren. Und so wird man als erneutes Mitglied des Sondereinsatzkommandos auf die Fährte von Terroristen gesetzt, welche einen gefährlichen Virus namens "Legion" gestohlen haben. Damit noch nicht genug, haben die Bösewichte auch noch gleich einen unserer Teamkameraden entführt und uns damit eine zusätzliche Aufgabe eingebrockt. Also machen wir uns mal wieder mit unserem Team auf, die Welt vor dem drohenden Unheil zu retten und unseren Kameraden vorzugsweise lebend zurückzuholen. Und wie es sich für ein ordentliches Spiel gehört, wird die Geschichte rum um die Virushäscher und unsere Jagd nach ihnen mit netten Renderfilmchen ergänzend erzählt.

    Rainbow Six 4 - Lockdown Rainbow Six 4 - Lockdown Nach der obligatorischen Anlage eines Profils übernehmen wir die Rolle des guten "Ding Chavez"; Rainbow Six-Spielern bereits u.a. aus dem Vorgängerteil "Black Arrow" bekannt. Mit ihm als Anführer dirigieren wird das gesamt vierköpfige Sondereinsatzkommando durch die klar gegliederten Missionen, deren Ziele einfach, logisch und leicht verständlich über den Äther kommen. So pirschen wir uns also von Abschnitt zu Abschnitt und sind immer darauf bedacht, lebend das Ende zu erreichen, da Medipacks & Co. in diesem Spiel keine Daseinsberechtigung haben. Aber diese Extras zum Einsammeln braucht es auch nicht, würde es am Ende nur den realistischen Touch der Serie zerstören. So verlassen wir uns lieber auf unsere Teamkollegen, vor allem auch weil wir es in der Hand haben, was die guten Jungs und Mädels für uns tun. Manchmal wird uns auch der glückliche Umstand ereilen, dass wir aus der Haut von Chavez fahren und dafür in die Rolle des Scharfschützen Webers schlüpfen. Leider ist dies vom Spiel vorgegeben und so haben wir auf den Wechsel keinen Einfluss.

    Rainbow Six 4 - Lockdown Rainbow Six 4 - Lockdown Auch sind die zu absolvierenden Scharfschützen-Abschnitte nicht gerade ein Zuckerschlecken: Recht hektisch kann es zugehen und wenn wir nicht so mitspielen wie vorgesehen, kann eine Mission schnell zum Mammutwerk werden. Ärgerlich auch, dass einem die Kollegen just in diesen Momenten nicht helfen können. Dafür aber in den sonstigen Abschnitten, wo wir Chavez steuern. Wahlweise via Steuerkreuz oder per Sprachbefehl (Headset vorausgesetzt) erteilen wir die notwendigen Befehle, um unseren Trupp durch die Missionen zu bugsieren. Neben diesem äußerst kommunikativen Vorgehen (unsere Kollegen kommentieren so gut wie jeden Befehl), haben wir am Ende nur noch Kontakt mit unserer Leitstelle, die uns mit allen mehr oder weniger notwendigen Informationen versorgt. An dieser Stelle sei euch aber ganz klar die Digikreuz-Steuerung ans Herz gelegt: Waren bisher die Sprachkommandos in den vorigen Teilen gut gelungen, haben die Entwickler bei Lockdown definitiv geschlampt. Ignorant oder zeitverzögert, diese Auswahl bieten die Kollegen - letztendlich bedient man sich der einfachen und gut funktionierenden Digikreuz-Anweisungen.

    Einfache Strategie und blöde Gegner

    Rainbow Six 4 - Lockdown Rainbow Six 4 - Lockdown Spätestens beim ersten Einsatz wird der Serienfan feststellen, das Taktik, Strategie und durchdachtes Vorgehen zwar nette Eigenschaften sind und durchaus auch für Spannung sorgen, man aber dennoch gewisse Situationen auch einfach mit einem heftigen "Krawumm" beheben kann. Im Klartext heißt dies nichts anderes als das "Lockdown" zum Actionspektakel mutiert ist und viel von seinem einstigen strategischen Vorgehen eingebüßt hat. Sicher kommen auch noch die eigentlichen Strategen auf ihre Kosten - dank dem Eliteschwierigkeitsgrad oder dem "Einsamen Wolf Modus" - der klassische Solomodus mit der Grundeinstellung "normaler Schwierigkeitsgrad" gleicht aber eher einem typischen Beseitigungsspaziergang als dem Einsatz eines Sondereinsatzkommandos. Zu diesem Empfinden tragen wohl auch die Umstände bei, dass ein Charakterwechsel nicht mehr möglich ist (bis auf die bereits beschriebene Ausnahme) und auch die Ausstattung selbst nicht mehr durch uns beeinflusst bzw. zusammengestellt wird. Vielmehr ist klar reglementiert, was wer wie kann und damit müssen wir dann halt mal klar kommen. Hat es sich aber erst einmal eingespielt, ist auch das geradlinige Vorgehen und das recht simple "wir hauen alles aus den Latschen, was nicht bei drei die Hände von der Wumme hat" ganz nett. Ergänzt werden diese Aktionen u.a. noch von Bombenentschärfungen, Geiselbefreiungen oder aber dem guten alten Versteckspiel, sprich, man darf sich nicht erwischen lassen.

    Rainbow Six 4 - Lockdown Rainbow Six 4 - Lockdown Spieler und insbesondere Fans sollten sich also im Vorfeld im Klaren darüber sein, dass sich das Geschehen über den "wir ballern alles aus dem Weg-Status" nicht mehr wirklich hinwegheben wird, auch wenn es hin und wieder ein paar wenige Abwechslungen gibt. Auch die überaus tollen Gegner tragen nicht wesentlich zur Verbesserung bei, welche augenscheinlich regelmäßig Intelligenzblocker zum Frühstück verzehren. Anders kann man es jedenfalls nicht erklären, warum unsere Widersacher direkt vor uns stehen und uns trotzdem nicht sehen! Selbst ein gewagtes Tänzchen unsererseits oder extremes Waffefuchteln ändert nichts an deren Blindheit und man ist beinahe schon geneigt sie aus Mitleid über den Holkörper auf ihren Schultern am Leben zu lassen. Da so aber das Missionsziel nicht erreicht wird, erlösen wir sie von ihren Leiden. Und manches Mal würden wir das gerne auch mit unseren Teamkollegen machen, die hin und wieder sehr unkoordiniert durchs Bild wanken und gerne das Schussfeld blockieren.

    Bewährte Ausrüstung, neu gemischt

    Rainbow Six 4 - Lockdown Rainbow Six 4 - Lockdown Über die Ausrüstung, vorzugsweise die waffenseitige, können wir uns nicht beschweren. So tragen wir wieder einmal Primär- als auch Sekundärwaffen (Pistolen, Granatenwerfer), sowie diverse Sprengutensilien mit uns herum. Das Einsetzen selbiger Ausrüstung ist selbsterklärend und logisch und führt uns ohne große Widerstände zum jeweiligen Ziel. Und das wir auch in jeglichen Umgebungen zurecht kommen, helfen uns noch weitere nützliche Gegenstände wie Nachtsichtgeräte, Wärmebildsensoren oder aber - und das ist neu - ein Herzschlagsensor. Konkret verbirgt sich dahinter ein Sensor, der es tatsächlich möglich macht durch Wände hindurch die Widersacher anhand ihres Herzschlages zu erkennen. Mit dem so gewonnen Wissen um den Standort der jeweiligen Gegner können wir den nächsten Schritt unserer Mission bestmöglich planen. Zu wissen wo der Gegner hinter der verschlossenen Türe steht macht es uns einfach: So brauchen wir nur den Raum zu stürmen und den Gegner umzupusten und aus die Maus! Wer hier Taktik und/oder Strategie einsetzen will, vertut schlicht seine Zeit. Aber nichts desto weniger ist das Vorgehen in sich in jedem Fall gelungen, sprich unsere Jungs sowie unser eigener Protagonist lassen sich bestens durch die jeweiligen Abschnitte manövrieren und ecken nur selten an. Einzig, die Kollisionsabfrage lässt bisweilen zu wünschen übrig, welche sie aber am Ende mit geschicktem Einsatz der Steuerung wieder ausbügeln lässt. Selbige ist nämlich zwar grundlegend umfangreich, aber dafür logisch und eingängig umgesetzt. Auch über die Reaktionszeit gibt es wenig bis gar nichts zu meckern.

  • Rainbow Six 4 - Lockdown
    Rainbow Six 4 - Lockdown
    Developer
    Red Storm Entertainment
    Release
    06.09.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Harry Potter für Kinect Release: Harry Potter für Kinect Warner Bros. Interactive , Eurocom Entertainment
    Cover Packshot von Justice League Heroes Release: Justice League Heroes Warner Bros. Home Entertainment Group , Snowblind Studios
    Cover Packshot von Eragon Release: Eragon Vivendi , Stormfront Studios
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Rainbow Six 4 - Lockdown
Rainbow Six 4 - Lockdown im Gamezone-Test
Zum ersten Mal seit seinem Bestehen macht der kultige Taktik-Shooter einen deutlichen Schritt in die falsche Richtung.
http://www.gamezone.de/Rainbow-Six-4-Lockdown-Spiel-29203/Tests/Rainbow-Six-4-Lockdown-im-Gamezone-Test-990411/
29.09.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/09/rbsix_ld_10.jpg
tests