Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise im Gamezone-Test

Test Patrick Büssecker

Die Zeitreise mit den verrückten Hasen ist besonders in der Gruppe ein Heidenspaß.

Was Mario für Nintendo und Sonic für Sega sind, das ist der knuffige Rayman für den französischen Entwickler und Publisher Ubisoft. Im Jahre 1995 stattete Ubisofts Maskottchen das erste Mal der Videospielwelt einen Besuch ab und - dieser Hinweis sei mir wohl als bekennender Fan des Atari Jaguars erlaubt - wurde erst für Ataris Raubkatze entwickelt und anschließend auf die anderen Konsolen portiert. Den größeren Erfolg hatte der sympathische Zeitgenosse dann aber erwartungsgemäß eher auf der Sony PlayStation und so wundert es auch kaum, dass der zweite Teil Rayman 2 unter anderem ebenfalls für Sonys erfolgreiches System auf den Markt kam. Seither wurde es allerdings etwas ruhiger um den Kameraden und mit Rayman 3: Hoodlum Havoc erschien in der vergangenen Generation der dritte und bisher auch letzte offizielle Teil der Reihe. Dafür kamen jedoch umso mehr Spin-Offs und andere Ableger in den Handel, darunter auch die Rayman Raving Rabbids-Spiele, die durchaus so etwas wie einen Kultstatus erlangen konnten. Mit Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise erschien nun sogar schon der fünfte Teil dieser noch jungen Reihe für Nintendos Wii.

Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Die Rayman Raving Rabbids-Ableger haben letztlich mit dem gewohnten Gameplay von Rayman relativ wenig am Hund, sind dies doch keine Jump 'n' Run-Teile, sondern - bis auf eine Ausnahme - waschechte Minispielsammlungen. Okay, davon gibt es auf der Wii nun wirklich bereits mehr als genug Genrevertreter, doch mit genialem Humor und viel Charme konnten sich die bisherigen Ableger ganz gut von der Masse abheben und neben durchaus ordentlichen Wertungen der Fachpresse auch zufriedenstellende Verkaufszahlen erzielen. Der erste Teil Rayman Raving Rabbids, welcher im Jahr 2006 auf den Markt kam, erschien als einziger Ableger für Nicht-Nintendo-Systeme - mal von dem PC abgesehen - und wurde so beispielsweise für die PlayStation 2 und die Xbox 360 portiert. Auf diesen Konsolen konnte der Titel jedoch weniger begeistern und auch die Verkaufszahlen konnten nicht überzeugen. So kam es dann, dass seither alle Raving Rabbids-Ableger nur noch für den PC und Nintendos Konsolen und Handhelds auf den Markt kamen und so geschah es auch beim aktuellen fünften Teil Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise.

Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Auch bei diesem neuen Ableger der Raving Rabbids-Videospiele bleibt wieder alles beim alten und Publisher Ubisoft präsentiert uns abermals eine Minispielsammlung, die uns mit über 20 Minispielen, Onlinemöglichkeiten und dem bekannten Charme der Reihe bei Laune halten möchte. Die Wiimote und Nunchuk zusammengestöpselt, die Wii angeschmissen und nach einem erwartungsgemäß liebevollen und witzigen Intro, kann es auch schon losgehen. Das Menü des Spiels ist einem dreidimensionalen und ziemlich umfangreichen Museum gehalten, in dem man sich frei bewegen und so die verschiedenen Aktionen ansteuern kann. Mit dem Gang auf eine der vier verfügbaren Toiletten kann man dann auch schon sein Profil erstellen, was schnell gemacht ist. Neben dem gewünschten Namen muss man hierbei auch festlegen, ob man nun Links- oder Rechtshänder ist. Nach dem Erstellen des Profils könnt ihr die Toilette durch die hintere Tür wieder verlassen und landet in einem riesigen Raum, in dem vieles noch gesperrt ist und erst von euch freigeschaltet werden muss. Wenn ihr dem Museumsmitarbeiter folgt, bringt er euch zu eurem ersten Minispiel und sobald ihr dieses absolviert habt, könnt ihr im großen Raum schon wesentlich mehr Bereiche erkunden und euch durch die diversen Minispiele zocken. Zu Beginn macht es natürlich schon Spaß, das Museum selbst zur Erkunden und so quasi ein umfangreiches "Menü" präsentiert zu bekommen, aber mit der Zeit wünscht man sich dann doch eher ein normales Menü, in dem man kurz und einfach die gewünschten Aktionen auswählen kann. Schließlich sind die Laufwege im Museum teilweise alles andere als kurz und wenn man in einen abgelegen Bereich muss, für welchen man möglicherweise zuvor noch einen Schalter betätigen muss, dann nimmt das nun einmal Zeit in Anspruch. Zeit in Anspruch nehmen dabei auch die Ladezeiten, welche sich vornehmlich beim Laden eines Minispiels zeigen. Zwar sind diese ganz nett präsentiert und können anfangs auch durchaus gefallen, aber nach einigen Malen stören diese Unterbrechungen beim Laden der Minispiele schon ein wenig und da nützen auch die knuffigen Hasen nichts. Zumal man aus den Ladezeiten schon etwas mehr hätte rausholen können.

Die Minispiele

Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Die Minispiele selbst präsentieren sich selbstverständlich wieder gewohnt witzig und sind auch durchaus umfangreich und nehmen so gerne mal einige Minuten in Anspruch. Leider fällt hier sofort negativ auf, dass man vor den jeweiligen Minispielen keine richtigen Erläuterungen erhält. Sicherlich, man wird darauf hingewiesen, was in dem jeweiligen Minispiel nun konkret zu tun ist, aber eine ausführliche Erklärung wäre dennoch wünschenswert gewesen. Wer also etwas über die Steuerung erfahren möchte, der muss wohl in der Anleitung nachschlagen. Ebenfalls wünschenswert wäre eine Übungsfunktion gewesen, in der man das Minispiel ein wenig vor dem eigentlichen Spielen trainieren und so möglicherweise bereits einige Kniffe des kommenden Spielchen herausfinden kann.

Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise Bei den Minispielen erwartet euch wieder eine ganz nette Kost. Wenngleich man natürlich einiges schon einmal in dieser oder ähnlicher Art gesehen hat und so wird man als Genrefan vielleicht auch nicht so viel neues entdecken. Immerhin werden die jeweiligen Minispiele Dank des Charmes und insbesondere des total schrägen Humors dennoch etwas einzigartig und können über die teils bekannten Aufgaben etwas hinwegtäuschen. So müsst ihr zum Beispiel im ersten Minispiel vor dem anderen Team 100 Bohnen eingesammelt haben und euch in waschechter Jump 'n' Run-Manier durch die Umgebung bewegen. Hört sich unspektakulär an und hat man in ähnlicher Form sicherlich schon einmal gesehen. Doch bei Raving Rabbids wird auch so etwas wieder ungewöhnlich, denn vor dem Minispiel wird euch zunächst einmal präsentiert, warum die Titanic eigentlich vor den Eisberg gefahren ist und diese Szene stellt dann auch anschließend die Kulisse des Minispiels dar. Diese Art von Humor ist bestimmt auch Geschmackssache, aber Fans der Raving Rabbids werden da garantiert abermals auf ihre Kosten kommen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk