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  • Rayman: Ein cooler Hüpfer - Leser-Test von Ceilan

    Rayman: Ein cooler Hüpfer - Leser-Test von Ceilan Ubi Softs berühmter Strahlemann Rayman gehört mit Sicherheit zu den beliebtesten Jump&Run-Helden der jüngeren Videospielgeschichte und angesichts dieser Tatsache kann man auch darüber hinwegsehen, dass in den meisten Abenteuern immer wieder die selbe Geschichte erzählt wird. So ist auch die Story der Game Boy Color-Variante nicht von der Hintergrundgeschichte im GBA-Spiel oder den älteren Versionen zu unterscheiden. Es geht wie so oft um den bitterbösen Mr. Dark, der das „Große Protoon“ gekidnappt hat. Das Protoon ist praktisch das Herz der Rayman-eigenen Comicwelt und diese gerät daraufhin aus den Fugen. Darüber hinaus wurden wieder einmal die armen kleinen Toons entführt und Mr. Dark hat der guten Fee Betilla ihre Kräfte geraubt, weshalb diese sich nicht mehr um die Bewohner des Landes kümmern kann. Die Geschichte ist also nicht besonders innovativ (man könnte es auch einfallslos nennen), aber in einem solchen Spiel gibt es zum Glück wichtigere Elemente.
    In dieser scheinbar aussichtlosen Situation muss Rayman einmal mehr beweisen, dass er nach wie vor der coolste Arm- und beinlose Videospielheld ist (es gibt ja glücklicherweise auch nicht allzu viele Konkurrenten *g*) und auf dem Weg durch die bunte Welt des Spiels soll er nun die liebenswerten Bewohner retten, zahllose Geheimnisse warten darauf entdeckt zu werden um am Ende der langen Reise lauert schließlich Mr. Dark höchstselbst.
    Die Ziele sind also klar festgelegt, aber das Spiel ist deutlich abwechslungsreicher als man es dieser Beschreibung zufolge vermuten würde. Rayman ist ein typisches zweidimensionales Jump&Run, in dem es um die klassischen Fähigkeiten wie etwa das Rennen, Springen und das Vernichten zahlreicher Feinde geht. Rayman kann darüber hinaus klettern und mit seiner magischen Faust werfen und das war es eigentlich auch schon (zumindest am Anfang des Spiels). Das Gameplay kann also nicht als revolutionär bezeichnet werden, aber durch die perfekte Steuerung, die interessanten Powerups und die sympathischen Charaktere wird das Spiel dennoch zu einem echten Erlebnis. Die Welt des Spiels besteht aus sieben Levels mit mehreren Unterabschnitten, aber im Prinzip ist es deutlich umfangreicher. Das liegt daran, dass man alle Levels mehrmals durchqueren muss um auch wirklich sämtliche Geheimnisse zu entdecken. Rayman erlernt später nämlich weitere Fähigkeiten oder er sammelt Powerups ein, ohne die er in bestimmten Situationen nicht weiterkommen würde. Man sollte deshalb immer wieder in die bereits durchquerten Abschnitte zurückkehren um ihnen mithilfe der neuen Fähigkeiten auch noch die letzten Schätze zu entreißen. Mithilfe des so genannten Ubi-Keys, der in manchen Spielen aus dem Hause Ubi Soft zu finden ist, kann man außerdem einen Bonusabschnitt freischalten. Dazu braucht man eben ein weiteres Spiel mit der passenden Funktion und einen zweiten Game Boy Color. Das Feature ist zwar nicht besonders spektakulär, aber durchaus nett und man kann so interessanterweise ein zusätzliches Gebiet erforschen.
    Wie in den anderen Rayman-Spielen (mir ist es jedenfalls auch schon in der Game Boy Advance-Version und im zweiten Teil für den PC aufgefallen) gibt es leider nicht allzu viele verschiedene Gegnertypen. Man bekommt immer wieder die selben Feinde zu sehen, die man dementsprechend schon nach kurzer Zeit ohne Probleme vernichten kann. Etwas mehr Abwechslung hätte in diesem Bereich nicht geschadet, vor allem wenn man bedenkt wie viele Gegnertypen teilweise in anderen Game Boy Color-Jump&Runs wie etwa Super Mario Bros. DX zu finden sind. Das gleiche gilt auch für die Hindernisse, die sich eine Spur zu oft wiederholen (was aber nicht besonders auffällig ist). Im Großen und Ganzen kann aber mit diesen kleinen Mängeln leben und der Rest des Spiels ist dafür umso gelungener.
    Ein der großen Stärken des Spiels ist ganz klar die schicke Optik, denn Raymans Welt scheint direkt aus einem Zeichentrickfilm zu stammen. Für Game Boy Color-Verhältnisse sind die einzelnen Abschnitte erstaunlich farbenfroh gestaltet und für Nintendos Kleinen gibt es kaum ein Spiel, das im Grafikbereich auch nur annähernd so viel zu bieten hat wie Raymans kunterbuntes Abenteuer. Selbst für den Game Boy Advance erscheinen noch heute vergleichbare Spiele, die kaum besser aussehen. Die abwechslungsreich gestalteten Umgebungen erinnern an die Landschaften aus Cartoons und man bekommt zum Beispiel geheimnisvolle Wälder, gefährliche Dungeons und dunkle Höhlen zu sehen. In jedem Abschnitt gibt es zahlreiche interessante Details zu entdecken und man merkt dass die Entwickler sich viel Mühe gegeben haben. Die Animationen sind ebenfalls mehr als überzeugend und Raymans Bewegungen sehen einfach witzig aus. Ob er nun von einer Ranke zur anderen springt, mit seinen „Helikopter-Haaren“ über Abgründe fliegt, an einer Felskante baumelt oder auch einfach nur herumläuft – Rayman sieht aus wie ein typischer Zeichentrickheld. Die Animationen der Gegner sehen ebenfalls hübsch aus, aber sie sind im Vergleich nicht ganz so beeindruckend.
    Der Soundchip des Game Boy Color ist bekanntlich nicht gerade sehr leistungsfähig und viele Spiele hören sich dementsprechend nicht besonders gut an. Aber Rayman ist auch in diesem Bereich eine Ausnahme, denn die Musikstücke passen jeweils sehr gut zur Situation und dem Level (und sie sind vor allem besonders abwechslungsreich). Im Wald ist die Musik so eher fröhlich, während man in einem anderen Abschnitt zum Beispiel gespenstische Klänge zu hören bekommt. Was dazukommt sind die zahlreichen gelungenen Effekte, die verschiedene Aktionen begleiten. So gibt es passende Geräusche wenn Rayman springt, klettert, ins Wasser fällt und vieles mehr. Rayman ist deshalb eines der wenigen Game Boy Color-Spiele mit einem ansprechenden Soundtrack, der auch nach längerer Zeit nicht langweilig oder gar nervtötend wird.
    Die Steuerung ist wie bei allen Spielen der Reihe absolut perfekt und selbst Anfänger werden schnell damit zurechtkommen. Was aber nicht heißen soll, dass erfahrenere Spieler unterfordert werden. Denn bis man alle Geheimnisse entdeckt hat vergehen schon ein paar unterhaltsame Stunden und das Spiel ist keinesfalls nur für Kinder interessant (auch wenn die Grafik eben ziemlich bunt ist).
    Fazit: Für den Game Boy Color sind zwar unzählige Jump&Runs erschienen, aber Rayman gehört ganz klar zu den gelungensten Genrevertretern. Für mich ist es nach Super Mario Bros. DX sogar das beste GBC-Hüpfspiel überhaupt und Rayman gehört schon seit längerer Zeit zu meinen absoluten Lieblingshelden. Kaum ein anderes Spiel hat so liebenswerte Charaktere und fantasievoll gestaltete Umgebungen zu bieten und Ryman macht vor allem einfach viel Spaß. Man erforscht jeden Winkel der bunten Comicwelt und bis alle Geheimnisse aufgespürt sind wird man wunderbar unterhalten. Rayman wurde nicht umsonst häufig gelobt und Jump&Run-Fans sollten sich nicht von der Knuddeloptik abschrecken lassen.

    Negative Aspekte:
    relativ wenige Gegnertypen

    Positive Aspekte:
    schicke Comicgrafik, gelunger Sound, sehr unterhaltsam

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Rayman

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    9.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
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995630
Rayman
Rayman: Ein cooler Hüpfer - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/Rayman-Classic-29469/Lesertests/Rayman-Ein-cooler-Huepfer-Leser-Test-von-Ceilan-995630/
14.04.2002
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