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  • Razes Hell: Abgefahrene Metzelorgie mit Frustpotential - Leser-Test von sinfortuna

    Razes Hell: Abgefahrene Metzelorgie mit Frustpotential - Leser-Test von sinfortuna Das Genre der Actionspiele dürfte immer noch das an Titeln reichste sein, es ist ein sehr weites Feld, in dem sich mehr oder weniger illustre Spiele dieser Machart tummeln. Oft ist es auch so, dass einzelne Neuerscheinungen dort "untergebracht" werden, insofern man sie nicht genau zuzuordnen weiß. Dabei fällt die Abgrenzung zum Actionadventure nicht immer leicht, nicht jedoch im vorliegenden Fall von "Raze's Hell": der Actionanteil in diesem Abenteuer ist derart hoch, das Gemetzel quasi am Fließband gang und gäbe, dass eine Zuordnung diesmal ziemlich leicht fällt. Allerdings haben wir es bei diesem Produkt der Artech Studios mit einem mächtig abgefahrenen und teils urkomischen Schnetzelspiel zu tun, welches für dieses Genre ungewöhnlich knallbunt daherkommt, aber ebenso erstaunlicherweise ziemlich brutal ausgefallen ist. Mag man dies noch mit gemischten Gefühlen betrachten bzw. sich die Gemeinde der Actionspielfreunde in zwei Lager spalten, so ist es eindeutig sehr lobenswert, dass der Multiplayerspaß Berücksichtigung fand und zwar in Form eines Koop-Modus, in welchem zwei Gleichgesinnte via Splitscreen gemeinsame Jagd auf das feindliche Gesocks machen dürfen: sehr schön. Letztlich bleibt es aber leider doch bei einem nur mittelmäßigen X-Box-Titel, der zwar nicht alltäglich ist, aber einige unübersehbare Defizite aufweist. Abschreckend hinzu: die Anforderungen sind übertrieben hoch, zuweilen sogar extrem unfair, so dass das Frustpotential ein dicker Negativpunkt sein dürfte, den Spielspaß enorm nach unten drückt. Bereits die mittlere anwählbare Schwierigkeitsstufe zehrt mächtig am Nervenkostüm, so dass Gelegenheitsspielern nur die vage Hoffnung bleibt, eines Tages den Abspann sehen zudürfen, Genre-Neulinge machen lieber gleich einen weiten Bogen um dieses knüppelharte X-Box-Spiel.

    Das Volk der (Teddybären nicht unähnlichen) Kewletts sieht eigentlich eher zuckersüß aus, wer hätte gedacht, dass diese putzigen Tierchen derart bestialisch drauf sind? Tatsächlich unterjochen sie alles, was ihrer Ansicht nach unansehnlich aussieht. Rassismus in Reinkultur sozusagen. Auch unser Protagonist Raze scheint keine Gnade zu empfangen und so steht ihm seine Auslöschung quasi kurz bevor. Im letzten Augenblick entkommt dieser jedoch (vorerst) seinem Henker und sieht keine andere Möglichkeit, seinem Elend zu entkommen, um nun seinerseits das Eliminieren jener ultrabösen Spezies anzugehen. In zwanzig Spielabschnitten veranstalten wir ein heftiges Schlachtfest, wobei die Gewaltdarstellung nicht zu kurz kommt, zumindest in der mir vorliegenden Importversion. Eine andere ist mir jedenfalls bis zum heutigen Tage nicht bekannt. Fast schon verwirrend bzw. grotesk ist hierbei, dass der blutige Freiheitskampf aber nicht nur brutal, sondern angesichts der nicht selten kulleräugigen Gegner irgendwie auch niedlich aussieht. Und bonbonfarben noch dazu. Während die Kamera unserem Helden von hinten über die Schulter schaut, beäugen wir fast ungläubig ein Szenario, welches auch einem niedlichen Hüpfspiel zugeordnet werden könnte, wenn nicht, ja wenn es nicht teils derbe zur Sache gehen würde. Besonders kompliziert ist die Handhabung dabei nicht ausgefallen, denn drei unterschiedliche Attacken sollen hier bei "Raze's Hell" offensichtlich ausreichen. Die - Insekten nicht unähnlichen - Geschosse, die wir - nahezu unentwegt - auf das gegnerische Gesocks abfeuern, haben je nach Farbe eine unterschiedliche Auswirkung und zwar in Form von Munition für Sniperwumme, Maschinengewehr, Schrotflinte oder Granaten. Der Nahkampf ganz ohne Waffen kommt dabei auch nicht zu kurz, denn Raze rollt sich bei Bedarf zusammen und überrollt anschließend seinen Feind, was jedoch nicht ganz ohne eigenen erlittenen Schaden von statten geht. Was ja irgendwie auch logisch sein dürfte, schätze ich. Unkomplizierte Spielernaturen bevorzugen den standardmäßigen Tatzenhieb und freuen sich im Erfolgsfall über frische Nahrung, denn der dann hinterbliebene Fleischhaufen eines Feindes dient vorzüglich als Nahrungsquelle, soll heißen Nachschub in Sachen Auffrischen der Lebensenergie. Was schließlich Stealth-Freunden bekannt vorkommen dürfte und diese möglicherweise über alle Maßen erfreut, ist die Tatsache, dass ein vorsichtiges Heranschleichen an den Feind nebst erfolgreichem Überraschungsangriff mit einer (erschreckend?) blutigen Tötungssequenz belohnt wird. Ob dies angesichts des heftigen Schwierigkeitsgrades zumindest etwas Balsam auf die Wunden des Einzelnen ist, bleibt jedem von Euch natürlich selber überlassen.

  • Razes Hell
    Razes Hell
    Publisher
    Majesco
    Release
    21.04.2005
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Razes Hell
Razes Hell: Abgefahrene Metzelorgie mit Frustpotential - Leser-Test von sinfortuna
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22.03.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/05/razes_hell_xbox_1_.jpg
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