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  • Red Baron 3-D: Flieger, grüss mir die Sonne... - Leser-Test von BigJim

    Red Baron 3-D: Flieger, grüss mir die Sonne... - Leser-Test von BigJim Der erste RED BARON, der Anfang der 90er Jahre noch für Amiga erschien, ist als Kult-Spiel eigentlich nur noch für Retro-Freaks von gewissem Interesse. Ein moderner, den technischen Standards besser entsprechender Baron musste irgendwann her. Nach Möglichkeit natürlich in 3D. So entstand RED BARON 3-D, eine etwas aufpolierte und erweiterte Version des betagten Vorgängers.

    Nun ist das mit der "Modernisierung" so eine Sache. Eine Schwalbe macht eben noch keinen Frühling. Gemessen an anderen Genre-Konkurrenten seiner Tage sieht auch RED BARON 3-D immer noch alt aus. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Grafik ist immer noch ein einziger Pixelbrei, die Flugzeugmodelle wirken grobkörnig dargestellt und werden in ihrer Hässlichkeit lediglich von den matschigen Landschaftstexturen übertroffen. Dies alles wäre dem Ersten-Weltkriegsszenario vielleicht noch in gewisser Hinsicht zuträglich, ginge die grottenschlechte Optik nicht gleichzeitig sehr zu Lasten der Spielbarkeit. Schließlich vermag man feindliche Luft- und Bodenziele nur zu bekämpfen, wenn man sie als solche erkennt. Das aber ist häufig nicht möglich.

    Denn mit Ausnahme der Fluginstrumente und der Bord-MGs sieht man kaum etwas. Ein Umschalten von der Ego-Perspektive in die Verfolgeransicht ist ebenfalls nicht drin. Einfach ärgerlich, wenn sich die (Halb-)Sonne grafisch nicht von einem gegnerischen Heißluftballon abhebt. Folge: Wir schießen auf die Sonne, nicht auf den Ballon. Das Ausfindigmachen von Bodenzielen erfordert nicht weniger Fantasie. Meist wird unser Doppeldecker von Flak unter Feuer genommen. Die Feind-Artillerie knallt zwar ganz ordentlich, lässt sich aber schlecht lokalisieren, da Bodeneinheiten selbst im Tiefflug fast nicht zu erkennen sind. Der Spieler entdeckt stets nur einen grün-grauen Matsch, bei Flüssen kommt dann eine bläuliche Einfärbung hinzu.

    Völlig unzureichend auch die Steuerung. Die Handhabung der Maschine ähnelt dem Griff nach einem nassen Stück Seife. Pausenlos taumelt man in den Wolken umher, bekommt fast einen Drehwurm und fragt sich, ob die Entwickler dies nicht wirklich besser hätten hinkriegen können. Dabei macht es auch keinen großen Unterschied, mit welchen Eingabehilfen (Maus, Tastatur, Joystick) wir unseren Knatterkasten bedienen. Ein Ändern der Tastenbelegung darf der Spieler getrost vergessen. So müssen beispielsweise die Maschinengewehrsalven grundsätzlich per Leertaste abgegeben werden. Nach spätestens der dritten Mission hat man Knoten in den Fingern.

    Die Einsätze entsprechen denen des Ur-Barons. Wir fliegen Patrouillen, bekämpfen Luft- und Bodenziele (so man sie denn erkennt) oder bieten Geleitschutz. Dabei besteigt der Hobby-Pilot verschiedene Flugzeugtypen, beispielsweise Fokker, Gotha und Halberstadt. Schauplatz der Kampfhandlungen sind bedeutende Schlachtfelder des 1. Weltkrieges, vor allem Flandern, die Marne sowie das legendäre Verdun.

    Erfreulicherweise existieren mehrere Spiel-Modi. Neben dem Feldzug (Kampagne) auch Modi wie "Schnellflug" oder "Einzelmission". Interessant ist der Einsatz-Editor, mir dessen Hilfe sich Details wie Nationalität (Deutschland, Frankreich, England, Amerika), Wetter, Jahreszeit, Flugzeug des Spielers/Gegners und Realismus nach persönlichen Vorlieben bestimmen bzw. einstellen lassen. Zugegeben, das ist nicht neu und dies gab es bereits im ersten RED BARON. Trotzdem prima, dass die Entwickler daran festgehalten haben. Einige spätere Teile des ROTEN BARONs boten jene spielerischen Gestaltungsmöglichkeiten nämlich nicht mehr.

    Bemerkenswert erscheint mir ferner das beigefügte Lexikon, in dem alle Fliegerasse des Ersten Weltkrieges aufgeführt sind. So erfahren wir einiges über die militärische Laufbahn und das Wirken von Fliegerassen wie Manfred v. Richthofen, Oswald Boelcke, Mick Mannock oder Frank Luke. Gut, dass man an die Helden von einst auf diese Weise erinnert.

    Negative Aspekte:
    schlechte Grafik, ungenaue Steuerung

    Positive Aspekte:
    Szenario (1. Weltkrieg), historische Infos über damalige Jagdflieger, Editor

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Red Baron 3-D
    Red Baron 3-D
    Publisher
    Dice Multi Media Europa B.V.
    Release
    01.04.1998

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1005085
Red Baron 3-D
Red Baron 3-D: Flieger, grüss mir die Sonne... - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Red-Baron-3-D-Spiel-29661/Lesertests/Red-Baron-3-D-Flieger-gruess-mir-die-Sonne-Leser-Test-von-BigJim-1005085/
17.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/12/513yagqenclss500_0_.jpg
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