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Red Dead Redemption (PS3)

Release:
21.05.2010
Genre:
Action
Publisher:
Rockstar Games

Red Dead Redemption im Gamezone-Test

19.05.2010 23:30 Uhr
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Neu
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Ein Edelwestern zum selber Spielen in einer technischen Perfektion, die bis dato einmalig sein dürfte.

Unter der sengenden Sonne legt ein Schaufelraddampfer am Ufer von Blackwater an und entlässt seine Passagiere an Land. Unter ihnen drei nicht besonders freundlich aussehende Männer die sich geheimnisvolle Blicke zuwerfen. Offensichtlich haben sie sich nichts mehr zu sagen, alles scheint vereinbart. Ein kurzer Tipp mit dem Finger und einer der Drei besteigt den bereitstehenden Zug. Es ist John Marston, ein Mann der nicht viele Worte verliert, besonders nicht über sich selbst.

Am Ziel seiner Reise angelangt wartet auch schon ein Fremdenführer um ihn ins nahegelegene Fort zu bringen, offensichtlich scheinen alle involvierten Personen schon bestens informiert. Doch am Fort angelangt geht etwas schief, der Empfang ist nicht besonders freundlich und so kommt es, dass John mit einem Loch im Bauch unter der Nachmittagssonne brät. Zu diesem Zeitpunkt tritt Bonnie in das Leben von John Marston, sie nahm ihn mit auf ihre Ranch um ihn gesund zu pflegen. Nicht ohne Hintergedanken, wie wir bald erfahren werden.

Red Dead Redemption Red Dead Redemption [Quelle: Siehe Bildergalerie] Dies ist die Ausgangssituation von Red Dead Redemption in der wir die volle Kontrolle über John Marston erhalten. Wie für ein Open World Game üblich dienen die ersten Aufträge dazu, uns mit dem allgemeinen Gameplay bekannt zu machen. Doch schon an dieser Stelle, auf Bonnies Ranch, bemerken wir wie herrlich abwechslungsreich der Titel ausgefallen ist. Denn statt gleich auf irgendetwas schießen zu müssen, lernen wir das Leben eines Cowboys kennen. Wir schützen des Nachts die Ranch vor wildernden Kojoten, lernen wie man eine Viehherde zurück ins Gehöft treibt und dürfen ein selbst eingefangenes Wildpferd zureiten. Währenddessen tauchen die ersten Auftraggeber auf der Karte auf, etwa der örtliche Sheriff der sich über jedwede Unterstützung freut oder dieser seltsame Leichenfledderer mit seinem Freund, der davon lebt irgendwelche Wunderwässerchen zu verkaufen.


Red Dead Redemption Red Dead Redemption [Quelle: Siehe Bildergalerie] Wenn wir dem Sheriff auf der Seite des Gesetzes helfen, steigt unser Ruhm und unsere Ehre bei erfolgreichem Beenden des jeweiligen Auftrages. Bei den anderen Charakteren ist dies nicht unbedingt ersichtlich, ob sie uns diesbezüglich nützen oder schaden. Denn jeder der Charaktere verfolgt seine eigenen Absichten, und schneller als wir uns versehen werden wir in irgendetwas hineingezogen, von dem wir eigentlich die Hände lassen wollten. Doch auch diesbezüglich erkennt man das herrliche Design des Spiels, welches uns einmal absichtlich in eine Schlägerei verwickelt, uns einmal absichtlich ein Verbrechen begehen und wieder gutmachen lässt, um uns sodann die Entscheidungsfreiheit zu geben wie wir künftig verfahren möchten. Denn unsere Reputation wirkt sich unmittelbar auf das Verhalten der Bevölkerung uns gegenüber aus und beeinflusst auch die Story im Detail. Es liegt also an uns, ob wir das Leben eines gesetzestreuen Bürgers führen wollen, oder ob wir uns lieber auf die Seite der Gangster schlagen, die sich nehmen was ihnen nicht gehört.

Neben dem Hauptstorystrang und seinen Nebenaufgaben gibt es natürlich - typisch Rockstar - allerlei Dinge zu Sammeln und viel aufzuleveln. Auf diese Art und Weise verbessern wir auch die spezifischen Fähigkeiten von John Marston, beispielsweise indem wir die Einzelteile der verschiedenen Outfits finden, wozu wir möglichst jede Leiche durchsuchen sollten. Haben wir eines davon komplett, kann es John anziehen und erhält so bestimmte Fähigkeiten.

Red Dead Redemption Red Dead Redemption [Quelle: Siehe Bildergalerie] Da das Gebiet, welches uns in Red Dead Redemption zur Verfügung steht, nicht gerade klein ist, können wir uns diverser Transportmittel bedienen. An erster Stelle steht dabei natürlich unser treues Pferd, welches uns jederzeit zur Seite steht, egal wo wir sind. Ein Pfiff genügt und der Gaul trabt an. Je länger wir ihn besitzen, desto kräftiger und ausdauernder wird er. Die Ausdauer ist deswegen so wichtig, weil sie uns im entscheidenden Moment das Leben retten kann, zum Beispiel wenn uns eine Horde wildgewordener Goldgräber verfolgt, die wir soeben um ihr Tagwerk brachten. Für die Pferde nämlich ist es kein Problem die jeweilige Geschwindigkeit zu halten, es kostet aber viel Kraft sie zu beschleunigen.

Redakteur
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19.05.2010 23:30 Uhr
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