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  • Red Dead Redemption: John Marston gegen Alle! - Leser-Test von PhilCassidy

    Wenn die Entwickler von Rockstar Games an einem Videospiel arbeiten, dann ist dieses am Ende oft sogar sehr erfolgreich. Neben der bekannten Grand Theft Auto Reihe veröffentlichte Rockstar im Jahre 2004 Red Dead Revolver, welches für die PlayStation 2 und Xbox erschien. Die Idee war nun, diesem Spiel einen indirekten Nachfolger zu spendieren: Red Dead Redemption - mit Erfolg! Red Dead Redemption verdiente sich unter anderem zahlreiche Preise als bestes Spiel des Jahres 2010. Ob dieser Erfolg berechtigt ist und wie die, neben dem Hauptspiel zum Download verfügbaren DLC's sind, erfahr ihr im folgenden Review zur PlayStation 3 Version.

    Zuallererst folgt das Hauptspiel ohne die zusätzlichen DLC's und danach die DLC's "Alptraum der lebenden Toten", das "Jagd- und Handels-Outfit Paket", das ""Legenden und Schurken" Paket", "Outlaws bis zum Schluss" sowie das ""Lügner und Betrüger" Paket" in eben dieser Reihenfolge; die Einzelwertungen zu jedem getesteten Spiel (bzw. Spielgegenstand) spiegeln nur das "Gebotene" in einem jeden Spiel (bzw. Spielgegenstand / DLC) wieder .

    Red Dead Redemption

    Amerika im Jahr 1911: Die Zivilisation dringt zunehmend in den gesamten Kontinent ein . Autos statt Pferde sowie Häuser und Hütten statt Steppe, doch sie befinden sich noch ganz am Anfang: "Noch" keine Autos und "noch" Wüste. John Marston, ein Westernheld wie er nur im Buche stehen kann, will seine schlimme Vergangenheit hinter sich lassen, wovon nur noch Narben in seinem Gesicht erinnern. Als ehemaliges Mitglied einer Verbrecherbande kehrt er mit seiner Familie - seiner Frau und seinem Sohn - nach Amerika an die Grenze zu Mexiko zurück um ein neues, besseres Leben zu beginnen. Die Behörde greift aber in dieses Vorhaben ein und lässt Frau und Sohn entführen. John Marston könne seine Familie nur dann wiedersehen, wenn er seine alten Bandenmitglieder aufspürt und tötet. Eine "Zwickmühle" aus der John nicht entkommen kann...

    Eine Mission beginnt man, wenn man sich zu dem jeweiligen Anfangsbuchstaben des Namens vom Auftraggeber begibt. Mit Hilfe der Karte, die sich (leider etwas umständlich) über das Menü erreichen lässt kann man den jeweiligen Auftraggeber markieren. Verlässt man die Karte wieder sieht man auf der Minikarte eine rote Linie, die den optimalsten legalen Weg zum Auftraggeber anzeigt. Natürlich kann man auch Abkürzungen abseits der Straße nehmen, indem man einfach durch die Pampa galoppiert - dies ist aber nur bedingt zu empfehlen da jedes Pferd besser auf "normalen" Wegen "galoppiert" als wenn es durch das steinige wüste Gebiet reitet. Um die Zeit bis zum markierten Ziel sogar noch zu verkürzen kann man in so gut wie jeder Stadt oder Farm (o.ä.) die Postkutsche nehmen. Diese bringt einen dann gegen Bares, was höher ausfällt, wenn der Weg lang ist, zum jeweiligen Zielort; das dauert dann keine Minute und schon ist man am gewünschten Zielort.

    Das Missionsdesign fällt folgendermaßen aus: Per Zwischensequezen wird ein Problem oder ähnliches kund gemacht, was man dann als John Marston lösen muss. Entweder sind es bestimmte Ganoven oder Banden die jemanden an den Kragen wollen oder es sind Verstecke in denen es die eben genannten Personen auszuräuchern gilt. Natürlich fallen auch Missionen an, in denen es etwas friedlicher zugange geht: Entweder muss man bestimmte Personen suchen oder Kühe zusammentreiben - aber auch das Jagen von Tieren fällt unter diese Kategorie.

    In Red Dead Redemption lebt die Wüste! Zwar erkennt man das nicht sofort, aber wenn man die "Weiten" Amerikas und Mexikos erkunden, so werden einem schon mal Bären, Gürteltiere, natürlich auch Adler etc., Büffel oder auch Schlangen begegnen. Aber auch Hasen hoppeln durchs nicht ganz so dichte Gestrüpp. Jeder dieser Tiere lässt sich unterschiedlich leicht bzw. schwer jagen. Ein Bär zum Beispiel greift sofort an wenn er von weitem Angeschossen wird oder den Protagonisten sieht, ein Puma stürmt sofort auf John zu und lässt diesen dann mit Schnelligkeit und Angriffslustigkeit keine Chance, ein Hase hoppelt einfach nur und lässt sich genau so einfach erledigen wie Adler die sich auf dem Boden niedergelassen haben oder in der Luft herumfliegen. Das Beste ist auch, dass die Tiere sich gegenseitig jagen: So muss ein Gürteltier auf Wolf bzw. Kojote achtgeben, während Hasen gefundenes Fressen für ausgewachsene Vögel sind (es ist im Spiel sogar mal passiert, dass auf einmal ein Hase vom Himmel fiel - Schlussfolgerung: Ein "Piepmatz" muss ihn fallen gelassen haben). Jedes Tier kann seiner Haut und oder seiner Innereien entledigt werden. Es ist Zufall was man von einem toten Tier erhält, wenn man es "farmt" (aufschneidet) aber es ist kein Zufall das man diese Dinge auch verkaufen kann (okay, hier fehlt die Pointe). Jeder Gemischtwarenladen im Lande nimmt jedes Tierfell oder Organ gerne an und zahlt dafür, je nach Seltenheit des erledigten Tieres, einen entsprechenden Geldbetrag.

    Die Waffenauswahl in Red Dead Redemption ist recht groß: Von unterschiedlichsten Pistolen zu Schrotflinten sowie zu unterschiedlichen Gewehren. Sogar die "Faust" und ein Lasso sind dabei, wobei letzteres das wichtigste Mittel von den beiden ist. Während man mit den Waffen ganz normal Ganoven erschießen kann, ist das Seil dazu da noch Lebende Ganoven (oder zum Spaß auch einfache, normale Leute) zu fangen. Bei Kopfgeldmissionen kriegt man für lebendig einkassierte Gauner mehr Geld, als wenn man den Beweis für seinen Tod herbringt. Sollte man hingegen erwischt werden, wie man hilflose Personen einfach fesselt (und zum Spaß auf ein Gleis ablegt, bis der Zug drüber fährt ;)) so muss man sich vor der Arme, den Sheriffs oder ähnlichen Gesetzeshütern in Acht nehmen. Sobald man nämlich jemanden hilflosen fesselt bekommt man sofort ein WANTED spendiert... .

    Wenn man Straftaten, wie das erschießen von Pferden (in Städten), hilflosen Personen oder Gesetzeshütern begeht so wird man gesucht (Englisch: WANTED). Dann prangert ein rotes WANTED oben rechts auf dem HUD und ein Geldbetrag wird angezeigt; je schlimmer die Tat oder mehrfaches begehen bestimmter Taten desto höher fällt das sogenannte Kopfgeld aus. Je höher das Kopfgeld desto härter sind die Mittel mit denen die örtlichen Gesetzeshüter gegen John vorgehen, aber auch Kopfgeldjäger schalten sich bald ein um das Ingame Geld einzukassieren. Um das WANTED loszuwerden entfernt man sich am besten aus der Sichtweite der Gesetzeshüter in dem man einfach aus dem roten Kreis geht, am besten wäre es auf einem Pferd zu reiten, und dann abwartet bis die Rote WANTED Anzeige langsam Grau wird. Hat man sich aus der roten Zone entfernt heißt das aber noch nicht, dass man Ruhe hat, ganz im Gegenteil: Je nachdem verfolgen euch die Gesetzeshüter auch noch und ihr müsst oder könnt bald zur Waffe greifen. Wird man von einem oder zwei Beamten verfolgt, so kann man diese erschießen um noch mehr Zeit zur Flucht zu bekommen. Die einfachste Methode sein komplettes Kopfgeld loszuwerden ist es zu den örtlichen Bahnhofsschaltern zu gehen und dort sein Kopfgeld mithilfe eines Stückchen "Papier" auf null zu reduzieren oder aber indem man einfach das Geld selbst bezahlt, was aber deutlich teurer werden kann - hat man sein Kopfgeld los oder man wurde von Gesetzeshütern verhaftet, so wird nochmal angezeigt, was man alles für schändliche Taten (einmal gab es sogar WANTED für das öffnen eines Schrankes in einer Kirche!) begangen hat.

    Der sogenannte "Dead-Eye" Modus ist eine sehr hilfreiche Art, schwere Banditen, schnell zu besiegen.
    Dieser Dead Eye Modus verlangsamt die Umgebung um John Marston sodass man für kurze Zeit einen kleinen Vorteil gegenüber dem gegenüberstehen Ganoven hat. Drückt man die R3 Taste, wechselt John in den Modus und die Umgebung und Lebewesen(Menschen) verlangsamen ihre Bewegungen, was folgerichtig auch zu langsamen Reflexen führt.
    Nun wird der Gegner mit Fadenkreuzen überseht und der Dead Eye Modus wird verlassen. Jetzt schießt John je eine Kugel für ein Fadenkreuz ab, und euer gegenüber sollte nicht mehr in seinen staubigen Stiefeln stehen.
    Diesen Modus kann man aufladen, was durch einen Balken am Bildschirm angezeigt wird. Je mehr Gegner man "Normal" tötet, desto häufiger kann man den Modus nutzen, da der Balken dementsprechend aufgeladen wird.
    In eins gegen eins Duellen aktiviert sich der Dead Eye Modus, sobald man mit dem rechten Stick den Colt aus der Gürteltasche holt. Jetzt hat man kurz Zeit den Gegner entweder zu entwaffnen oder durch gezieltes Markieren an den empfindlichen Stellen zu töten - etwa den Kopf, den Schritt oder ähnliches . Der Balken rechts unten im Bildschirm zeigt, ob ihr eine empfindliche Stelle markiert habt: ist dies der Fall so erhöht sich der Balken schneller als wenn man die "nicht" empfindlichen Stellen trifft. Doch aufgepasst: Der Gegner hat auch einen Balken zu füllen, man sollte also möglichst schneller sein als der Gegner mit dem auffüllen des Balkens.

    In der weiten Prärie von Nord-Süd Amerika und Mexiko kann es mal vorkommen, dass John per Zufall auf Bedürftige trifft die seine Hilfe brauchen. Neben harmlosen Frauen, die eskortiert werden wollen gibt es auch Banditen, die es nach einem Überfall auf eine Kutsche dann auch auf sie abgesehen haben. Diese "Nebenmissionen" werden auf der Karte dann mit einem Blauen Punkt markiert; der blaue Punkt zeigt die Person oder den Gegenstand an, der Hilfe braucht bzw. geschützt werden muss. Für erfolgreich abgeschlossene Nebenmissionen erhält man neben Geld auch Ruhm und Ehre.
    Ruhm und Ehre verdient man sich im Wilden Westen, wenn man gute Taten vollbringt bzw. schlechte Taten vollbringt. Wenn man etwas schlechtes macht indem man beispielsweise Zivilisten umbringt geht die Anzeige, die den Ruhm und Ehre Status anzeigt, ins Minus und bald schon wird John von allen Seiten mit bösen Blicken angeschaut werden. Ist man hingegen so gut wie immer hilfsbereit und auf Seiten des Gesetztes so geht die Anzeige ins Plus und bald sind die Gesetzeshüter nicht mehr ganz so pingelig bei Straftaten, wie etwa das Stehlen von Pferden.

    Neben den Primär und Sekundären Missionen gibt es auch noch weitere Herausforderungen, die man ruhig in den Bereich "Tertiäre Missionen" schieben kann. Im Menü gibt es das sogenannte Journal in welchem es kleine Herausforderungen gibt, die man neben dem Story Modus so nebenbei erledigen kann. So muss man beispielsweise 5 Hasen jagen, Mutterkraut pflücken oder ein Bandenversteck ausräuchern. Neben dem Journal für den Einzelspielermodus gibt es auch noch den für den Mehrspieler Modus, der dann in die einzelnen Spielmodi unterteilt ist. So muss man im freien Modus Staatsfeind werden (1000$ Kopfgeld) oder auch Pflanzen pflücken. Wie sich der Mehrspieler Modus spielt, erfahrt ihr im folgenden Abschnitt.

    Der Mehrspieler Modus lässt sich über das Hauptmenü bzw. über das Start Menü im Einzelspieler Modus starten. Man hat die Auswahl zwischen dem normalen, friedlichen oder schweren Freien Modus: Im normalen können euch jederzeit andere anwesende Spieler töten, im friedlichen Modus ist das nicht der Fall und im schweren ist der Experten Zielmodus aktiv und eure Feinde können euch auf der Minikarte nicht sehen. Im Freien Modus könnt ihr ganz Nord-Süd Amerika und Mexiko durchstreifen. Es gibt einige Bandenverstecke wobei ein paar erst durch das "Lügner und Betrüger Paket", welches kostenpflichtig ist (Einzelpreis zu aktuellem Zeitpunkt 9,99€) freigeschaltet werden. Aber auch ohne dieses Paket gibt es genügend Verstecke in denen ihr ordentlich XP, also Erfahrung, für euren Charakter sammeln könnt. Doch zuerst zu den Erfahrungspunkten: Durch das töten von Gegnern, erfüllen von Herausforderungen im Journal und auch durch das ausheben von Bandenverstecken gibt es XP. Habt ihr XP erhalten, so füllt sich eine Anzeige auf, die angezeigt wird sobald ihr XP erhalten. Ist diese voll so steigt man ein Level auf und erhält neue Reittiere, bessere Waffen oder neue Multiplayer Charaktere. XP sind ziemlich lebensnotwendig, denn im Freien Modus sind gute Waffen für schnelles Vorankommen und für die eigene Sicherheit quasi Pflicht.

    Beim sogenannten Ausstatter könnt ihr euren Multiplayer Charakter auswählen: Ihr findet diese in den verschiedene Kategorien; es gibt beispielsweise Marschalls, Rebellen oder die Waltonbande bei denen man sich einen Charakter aussuchen kann. Anfangs hat man noch nicht alles freigeschaltet, aber mit höherem Level werden weitere Charaktere freigeschaltet. Unter Titel könnt ihr euren persönlichen Titel ändern, der immer über euren PSN ID Namen im Online Modus angezeigt wird. Es gibt zum Beispiel (man muss einige aber erst durch ein höheres Level oder Herausforderungen freischalten) Eintopfkocher, Grünschnabel, Banden Anführer und noch ganz andere z.t. echt banale Namen für euren Charakter. Unter Reittier könnt ihr euch ein Reittier für den Freien Modus aussuchen: Anfangs werdet ihr zwar nur erst mit einem langsamen Esel zurechtkommen müssen, bald aber gibt es schon recht schnelle Hengste.

    Die Spielmodi im Multiplayer lassen sich über die Select Taste erreichen: Dort werden alle Modi angezeigt an denen man teilnehmen kann (einige werden erst mit höherem Level freigeschaltet). Man kann sich zum Beispiel eine neue Sitzung im Freien Modus suchen, Bandenspiele starten, wo man im Team gegen andere Spieler kämpft oder eine Jeder gegen Jeden Partie starten, in der, wie der Name schon "ansatzweise" verrät, Jeder gegen Jeden spielt. Man kann eine Sitzung aber auch anders Starten: Im Freien Modus wird angezeigt an welchen Orten man Bandenmatches oder ähnliche Spiele spielen kann. Geht man dort hin, so kann man eine Sitzung starten, an der aber nur die grade anwesenden Spieler im Freien Modus teilnehmen können.

    FAZIT: Neben einer guten und recht realistischen Grafik, bietet Red Dead Redemption eine Menge Spielspaß - sowohl alleine im Einzelspieler Modus als auch im Mehrspieler Modus. Die Story ist wirklich gelungen und die Charaktere die man trifft sind alle recht unterschiedlich und zum Teil wirklich kurios und auch witzig. Zwar gibt es in der Spielwelt immer wieder neues zu erleben und auch die Orte haben einen gewissen Wiedererkennungswert nur besteht das Spiel halt zu gut ¾ aus Wüste, Pampa und ähnlichem, was aber auch an der Thematik liegt: Man darf es nicht so kritisch sehen, weil die Wüste durch Tiere und Nebenmissionen "lebt". Der Sound ist neben der Grafik auch sehr gelungen: Die englischen Synchronsprecher verleihen den Charakteren wirkliche Glaubhaftigkeit und auch sonst sind die Geräusche von Waffen, Tieren, knarrenden Kutschen oder Holzböden sehr gut. Nur die Steuerung ist in einigen Teilen nicht ganz so perfekt: Das Zielen klappt nicht immer reibungslos, so wird schon mal ein anderes Ziel anvisiert als das was man Eigentlich anvisieren wollte (zum Beispiel ein vorbeifliegender Vogel anstatt eines Banditen etc.) aber ansonsten gibt es kaum Probleme, John lässt sich zu Fuss und auch "zu Pferd" recht präzise steuern. Neben dem gelungen Mehrspieler Modus, der auch noch für einige Stunden Spielzeit und Spaß sorgen wird, sieht Red Dead Redemption alles in einem sehr gut aus.

    Grafik: 9 von 10 Punkten
    Sound: 10 von 10 Punkten
    Steuerung: 8 von 10 Punkten
    Gameplay: 9 von 10 Punkten

    Insgesamt: 9 von 10 Punkten - Sehr Gut

    Albtraum der Lebenden Toten / Download Version

    Nach 5 Monaten brachte Rockstar ein neues großes DLC für das Open World Spiel Red Dead Redemption raus. Das im Mai 2010 erschienene Hauptspiel wurde dann, im Oktober 2010, um eine völlig neue Story erweitert. Wie sich das Horror DLC Albtraum der Lebenden Toten so schlägt und ob es sich lohnt einen Kauf in Erwägung zu ziehen, erfahrt ihr im folgenden Review.

    Eigentlich wollte John nach einer sehr regnerischen Nacht daheim bei seiner Familie auf der Farm entspannen. Frau Abigail und Sohn Jack sind froh John zu sehen, der nach einer langen Fahrt mit der Kutsche zuhause angekommen ist. Doch in dieser regnerischen und stürmischen Nacht bannt sich grausiges und unnatürliches an. Als John am Morgen aufwacht sieht er den Onkel hereinspazieren - doch der sieht nicht gut aus, im Gegenteil mit langsamen Schritten, leerem Blick und ausgestreckten Armen dürstet es ihm nach Menschenblut. John und Abigail entkommen grade noch so aus dem Schlafzimmer, wo auch Jack ihnen anfängt zu folgen, und landen drau0en auf der Veranda wo das Schicksal sein trauriges Ende (nein, es ist hier noch nicht zu Ende!) findet: Abigail stolpert und der Zombie Onkel stürzt sich auf das Weib. John kann den Onkel mit einem Schuss seiner Flinte noch stoppen doch Abigail scheint es nicht gut zu gehen. Einschnitt: John sieht Abigail auf den Boden in einer Blutlache liegend und fragt sie ob es ihr gut gehe. Jack, der sich entsetzt zu seiner Mutter gesellt wird daraufhin von ihr gebissen und ebenfalls in einen Zombie verwandelt. Nach dem John seine Familie im Schlafzimmer eingesperrt hat macht er sich auf die Suche nach dem Grund dieser Epidemie, die schon größeren Ausmaßes angenommen hat, als John zunächst vermutetet hatte... .

    Neue Karte oder neues Gebiet braucht der Spieler nicht zu erwarten: Hier bekommt man genau wie in Red Dead Redemption Nord-Süd Amerika und Mexiko spendiert, doch das alles ein "wenig" anders. Durch die Zombie Seuche gibt es fast nirgendwo mehr Überlebende, sodass das Land in einen nebligeren und düsteren Touch gehaucht wird. Statt normalen Menschen begegnet John nun Zombies auf den nicht asphaltieren Straßen und statt normalen Tieren gibt es jetzt Zombie Tiere, die es auf John (eigentlich auch nach wie vor) abgesehen haben. Die Städte und Siedlungen im Land sind verwahrlost und beherbergen nur noch wenige Überlebende, die man schützen muss.

    Im Spiel gilt es, neben den erledigen von den Story Missionen, darum Städte, Siedlungen und andere Plätze von den Zombies zu befreien und die Gebiete für die Überlebenden vorerst sicher zu machen. Neue Waffen erhält man, wenn man den Überlebenden hilft die Wellen an Zombies auszulöschen, was sich anfangs als recht knifflig darstellt, da die Zombies von Hals bis Bein keinen Schmerz verspüren und auch nicht sterben. Erst durch einen gezielten Schuss auf den Kopf ist ein Zombie komplett erledigt und lässt sich nach sehr rarer Munition durchsuchen. Da alle Geschäfte im Land geschlossen sind ist der Bedarf an Munition sehr groß. Nur durch erfolgreiches Sichern von den betroffenen Gebieten kann man sich in den Munitionskisten die verteilt in der Gegend liegen Munition besorgen. Ist ein Gebiet gesichert kann man dort speichern muss aber auch bedenken, dass das Gebiet bald wieder von Zombies angegriffen wird. Wer jetzt denkt: "Na und, wen juckts?" den muss man noch verraten, dass man bei zu späten Eintreffen ins "Krisen Gebiet" Überlebende verliert und das Gebiet dann nicht mehr gerettet werden kann (also kein Speichern und Munition auffrischen mehr möglich).

    Ganz neu ist das sogenannte Sprenggewehr: Durch dieses "Baby" ist ein Zombie kein Problem mehr. Munition erhält man, wenn man Zombies nach Körperteilen durchsucht, die dann als Munition für das Gewehr dienen. Ein Schuss und der Zombie wird in seine Einzelteile zerfetzt. Auch neu: Zwei neue Spielmodi für den Multiplayer (den man aber nur über das Haupt und nicht über das Startmenü erreichen kann): Zum einen Landverteidigung, wo in der Spielwelt (Freier Modus) bestimmte Orte markiert sind die man übernehmen und verteidigen muss und zum anderen Ansturm der Untoten, wo man im Team mit maximal 4 Spielern gegen zahlreiche Wellen mit Zombies zu kämpfen hat. Bei der Landverteidigung muss man 3 Minuten lang das Gebiet verteidigen. Andere Spieler (auch die, die dieses DLC nicht haben) können sich, wenn sie wollen, zu diesem Gebiet teleportieren und dort ihr Gebiet übernehmen. Für jeden erschossenen Spieler (NPC's zählen nicht!) gibt es mehr XP im Pott und nach 3 Minuten erhält man die jeweilige Anzahl an XP, die sich im Pott befand.

    FAZIT: Albtraum der Lebenden Toten ist ein, für sein Geld, gutes DLC. Neben der ziemlich skurrilen Story wartet eine komplett andere Spielwelt auf den Spieler. Statt Sonne Heiterkeit nur noch Nebel und Stöhnen und statt kuschligen Bären und tollen Pferden nur noch Zombie Bären und Halbtote Apokalypsen Pferde. Leider ist der DLC nicht so ganz abwechslungsreich: Nach einiger Zeit wird das ab metzeln von gehirnlosen Halbtoten recht langweilig und öde, dennoch ist es fast immer herausfordernd. Die neuen Mehrspielervarianten komplettieren das Hauptspiel Red Dead Redemption ein wenig und sind zudem recht gelungen und machen im Team Spaß - Gut.

    Grafik: 7 von 10 Punkten
    Sound: 8 von 10 Punkten
    Steuerung: 8 von 10 Punkten
    Gameplay: 8 von 10 Punkten

    Insgesamt: 7,8 von 10 Punkten - Gut

    Jagd und Handels-Outfit Paket / Download Version

    Inhalt:

    - Meisterjäger Outfit: Nach Freischaltung und anschließendem Tragen des Outfits erhält man doppelt so viele Innereien/ Felle von erlegten Tieren im Einzelspielermodus.
    - Gerissener Händler Outfit: Nach Freischaltung und anschließendem Tragen des Outfits bezahlt man die Hälfte für Waffen und Munition im Einzelspielermodus.
    - Neue Herausforderungen im Einzelspielermodus verfügbar.
    - Neues Tier im Einzelspielermodus verfügbar: Der Hasenbock.

    FAZIT: Dafür das der DLC kostenlos ist, bietet er auch nicht sehr viel. Die neuen Inhalte komplettieren den Einzelspielermodus ein wenig und sind gut gemacht - Brauchbar.

    Insgesamt: 6,5 von 10 Punkten - Brauchbar

    Legenden und Schurken Paket / Download Version

    Inhalt:

    - Legenden und Schurken Bandenschießereien und u.a. auch Jeder gegen Jeden Modi über Select erreichbar. Folgende Karten sind vertreten: Blackwater, Thieves Landing, Manzanita Post, Repentance Rock, Tall Trees, Fort Mercer, Escalera, Sidewinder Gulch und Hennigans Stead.
    - 8 Multiplayer Charakter von Red Dead Revolver nutzbar.
    - Neue Herausforderungen im Einzelspieler und Multiplayer verfügbar.
    - Neue Waffe im Einzelspieler und Multiplayer verfügbar: Das Kriegsbeil.
    - 10 neue Trophäen freischaltbar.

    FAZIT: Mit rund 10 Euro ist das LuS Paket recht teuer. Es bietet interessante Inhalte und Modi sowie einige neue Trophäen die Red Dead Redemption nochmals erweitern - Brauchbar.

    Insgesamt: 7 von 10 Punkten - Brauchbar

    Outlaws bis zum Schluss / Download Version

    Inhalt:

    - 6 Kooperative Missionen (nur Online)
    - Anfänger und Fortgeschrittene Missionen (mit bzw. ohne Zielhilfe)
    - Neue Trophäen freischaltbar

    Sechs unterschiedliche Koop Missionen für bis zu 4 Spieler warten darauf gespielt zu werden. Ähneln tun diese Missionen denen aus dem Einzelspielermodus. Manchmal gilt es eine Viehherde in Sicherheit vor Viehdieben zu bringen, Geiseln zu befreien, Minen auszuräuchern und auch Lager zu zerstören. Stirbt ein Mitglied der Gruppe kann man dieses mit einem Druck auf die Dreieck Taste wiederbeleben; es kann aber auch sein, dass man zu spät kommt und das Mitglied "komplett" stirbt. In einem solchen Fall muss man den nächsten Checkpoint/ Speicherpunkt erreichen, an denen verstorbene Mitglieder wieder erscheinen und tatkräftig mitkämpfen können. Die Wahl der Klasse ist ebenfalls wichtig: Vor einer startenden Mission kann man noch auswählen, welche Klasse man spielt; jede Klasse hat unterschiedliche Waffen - die Mischung macht's.

    Hat man eine Koop Mission mit der Endauszeichnung Silber oder Gold gewonnen, so steht die nächste zur Verfügung. Nach dem abschließen aller Koop Missionen werden die Fortgeschrittenen freigeschaltet, die zwar dieselben Level bieten, aber um einiges schwieriger sind.

    FAZIT: Outlaws bis zum Schluss bietet interessante Missionen, die wirklich gut gestaltet worden sind. Nur im Team lassen sich die Koop Level bestreiten und auch gewinnen; dafür das es kostenlos ist, wird dem Online Spieler recht viel geboten -> selbst Trophäen gibt es - Gut.

    Insgesamt: 7,5 von 10 Punkten - Gut

    Lügner und Betrüger Paket / Download Version

    Inhalt:

    - Neuer Online Modus: Festung; hier gilt es im Team, entweder als Angreifer oder Verteidiger, Checkpoints einzunehmen bzw. zu verteidigen. Nach einer Runde wird gewechselt.
    - Neue Waffe im Einzelspieler und Multiplayer verfügbar: Das Sprenggewehr.
    - Neue Herausforderungen im Einzelspieler und Multiplayer verfügbar.
    - 15 weitere Online Charaktere, die man vom Story Modus her kennt.
    - Einige neue Jagdgebiete verfügbar.
    - 7 weitere Bandenverstecke komplettieren den Freien Modus.
    - Weitere neue Online Modi: Online Grand Prix (Pferderennen) sowie Würfelpoker und Poker für nette Onlinespielchen

    FAZIT: Der LuB DLC wird seinem Preis von rund 10 Euro ziemlich gerecht. Die neuen abwechslungsreichen Mehrspielermodus komplettieren den Online Modus von Red Dead Redemption, genauso wie die neuen Bandenverstecke, die neue Waffe und die Charaktere dafür sorgen, dass dieser DLC rund um Gut ist.

    Insgesamt: 7,8 von 10 möglichen Punkten - Gut

    FAZIT: Red Dead Redemption mit allen DLC's ist ein sehr überzeugendes Westernspiel. Rockstar bietet viel Unterhaltung sowohl Off- und Online als auch einen Zombie DLC der das komplette Feeling des normalen Spiels auf den Kopf stellt (leider aber wenig gruselig ist). Realistische Grafik, toller Sound und viel Mystisches: "John Marston" überzeugt - Sehr Gut.

    Negative Aspekte:
    Anvisieren klappt z.T nicht planmäßig, (AdlT:) wenig gruselig, Steuerung mt Pferd mäßig (LuS:) recht teuer

    Positive Aspekte:
    tolle Charaktere, sehr gute Grafik, passender Sound, insgesamt viele Spielmodi (Online), Minispiele in Form von Glücksspielen, lebendige Spielwelt, viele Trophäen, gute Story, viel freizuschalten, Kooperative Missionen (Online)

    Infos zur Spielzeit:
    PhilCassidy hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Red Dead Redemption

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: PhilCassidy
    9.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Red Dead Redemption
    Red Dead Redemption
    Publisher
    Rockstar Games
    Developer
    Rockstar Games

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1010611
Red Dead Redemption
Red Dead Redemption: John Marston gegen Alle! - Leser-Test von PhilCassidy
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06.02.2011
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