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Red Ocean (PC)

Release:
2007
Genre:
Action
Publisher:
dtp
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Red Ocean im Gamezone-Test

19.03.2007 11:40 Uhr
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Neu
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Als Jack Hard müssen wir die erstaunlich trockenen Unterwasserwelten von den bösen Terroristen bereinigen.

Wenn man als Tester ein Spiel in die Finger bekommt, das auf einer einzelnen CD ausgeliefert wird, weniger als 700 MB Festplattenspeicher braucht und dazu noch eher gemäßigte Hardwareanforderungen verlangt, ist automatisch Skepsis angesagt, denn unweigerlich kommen Bedenken auf: Bietet das Spiel vernünftige Videosequenzen, ist bei der Größe genug Platz für hochauflösende Texturen und was ist mit Sound und Sprachausgabe? Was aus dem sehr unbekannten Red Ocean schließlich geworden ist, lest ihr hier.

Finding Terrorist

Red Ocean Red Ocean [Quelle: ] Jack Hard (sehr einfallsreicher Name) hat eine kleine Tauchschule und ein nettes Boot, mit dem er seine Kunden zu gesunkenen Wracks bringt. Hammerson, der ebenfalls mit Jack aufs offene Meer heraus fuhr, war leider ein FBI-Agent, der in eine Unterwasser-Basis voller Terroristen eindringen wollte. Und es kam wie es kommen musste: Agent tot, Boot versenkt, Jack in einer Unterwasser-Basis voller Schurken, Jack schnappt sich Waffe und will eigentlich nur wieder raus. Dann meldet sich aber noch eine unbekannte Stimmer per Funk zu Wort und bittet den Tauchlehrer, ob er auf dem Weg nach draußen den Terroristen noch nebenbei das Handwerk legen könnte. Hört sich doch ein bisschen nach Far Cry an, oder? Nur das ihr diesmal in einer Meeresanlage unterwegs seid. Und um ehrlich zu sein, die anfängliche Übereinstimmung wirkt schon irgendwie etwas komisch, zumal so plump und einfallslos kopiert wurde. Aber keine Angst, die Story von Far Cry war ja schon nicht gerade Oscar-Verdächtig, Red Ocean unterbietet diese Leistung jedoch um Längen.

Abwechslung? - Wieso denn?

Red Ocean Red Ocean [Quelle: ] Ja, so eine Unterwasser-Basis ist schon ziemlich langweilig. Bis auf recht dunkle und enge Räume werdet ihr nicht viel mehr zu Gesicht bekommen. OK, ab und zu wird noch in Höhlen gekämpft. Erstaunlich ist, dass ein Spiel wie Red Ocean, wo das Wasser quasi im Namen steht, im Prinzip sehr selten zum Einsatz kommt. Es kommt mal vor, dass ihr durch knöcheltiefes H2O stampft, das war's dann aber auch schon. Ausufernde Tauchgänge hätten sich nahezu angeboten, finden allerdings kaum statt. Stattdessen kämpft ihr euch von Raum zu Raum und erledigt einen Terroristen nach dem anderen und das bis zum bitteren Ende. Abwechslung gibt es kaum. Die Gegner werden zahlreicher, doch zum Glück (oder auch nicht) ist die KI absolut berechenbar und debil. Am besten ihr stellt euch in eine Ecke oder vor eine Tür und wartet bis euch ein Scherge nach dem anderen vor die Flinte läuft. Ansonsten haben die Mannen in der Terroristen-Akademie viel gelernt. 1. Lektion: Möglichst hinter explosiven Fässern verstecken. 2. Lektion: Sich mit Granaten selbst in die Luft sprengen. 3. Lektion: Sinnlos ins offene Feuer rennen.

Red Ocean Red Ocean [Quelle: ] Zugegeben, wäre die KI nicht ein totaler Ausfall, könnte das Spiel durchaus schwer sein, denn Healthpacks sind Mangelware und Munition größtenteils knapp. Immerhin, etwas Abwechslung bringen die Bosskämpfe, in denen ihr beispielsweise gegen ein U-Boot antreten müsst. Diese sind allerdings frustig schwer, sogar einen Tick zu unfair. Aber ihr wisst schon, die KI hilft euch da manchmal. Die Waffenauswahl ist ebenfalls herrlich unspektakulär: Messer, zwei Pistole, Schrottflinte, zwei Maschinengewehre und zwei futuristische Energiekanonen stehen zur Auswahl. Von Scharfschützengewehr oder Raketenwerfer keine Spur. Allerdings könnt ihr mit der rechten Maustaste mit fast allen Waffen ein Stück heranzoomen. Auf eine sekundäre Feuerfunktion wird bis auf eine Ausnahme gänzlich verzichtet. Ach so, Granaten hat der gute Jack auch noch im Arsenal. Dumm nur, dass ihr die Dinger höchstens 15 Meter weit werfen könnt. Spielerisch kaum zu gebrauchen. Die Steuerung hält sich immerhin an die gewohnten Ego-Shooter-Standards. Das Zielen ist aber dennoch etwas zu ungenau ausgefallen. Da Red Ocean sowieso nur stumpfes Geballere gegen ebenso stumpfsinnige Gegner bietet, hatten die Entwickler von Collision ein Herz und machten Red Ocean lediglich knapp sechs Stunden lang. Ein Multiplayer-Modus ist unauffindbar.

Die Technik, ein Lichtblick?

Red Ocean Red Ocean [Quelle: ] Wenn überhaupt, dann kann Red Ocean mit der Grafik punkten. Diese zeigt sich überraschenderweise recht Modern: Bump-Mapping, Glanzeffekte und recht ansehnliche Licht- und Schatteneffekte bringen eine düstere Grundstimmung auf den Monitor, die im Ansatz an Doom 3 erinnert, wobei nie die Klasse einer Engine von Id-Software erreicht wird. Bei näherer Betrachtung sind die Texturen allerdings sehr grob aufgelöst und sehen nur ab einer gewissen Entfernung ordentlich aus. Punkten kann Red Ocean dann aber wiederum mit schicken Unschärfeeffekten und beeindruckenden Explosionen. Erwähnenswert sind die Physikeffekte, die dafür sorgen, dass die gestapelten Kisten und Fässer recht realistisch durch die Räume fliegen und zerbärsten. Merkwürdigerweise werdet ihr eher selten auf Wasser stoßen. Dieses sieht dann recht nett aus, auch wenn man es in anderen Spielen durchaus hübscher animiert gesehen hat. Wie schon in der Einleitung erwähnt, gibt sich Red Ocean sehr genügsam. Wer alle modernen Effekte auf dem Bildschirm haben will, braucht dennoch eine halbwegs aktuelle Grafikkarte.

Die deutsche Sprachausgabe bewegt sich im guten Mittelfeld. Viel wird allerdings nicht gequatscht. Zudem wiederholen sich die Sprüche der Terroristen auf Dauer, was ziemlich auf die Nerven geht. Die musikalische Untermalung fällt wenigstens nicht negativ auf und versucht das Spielgeschehen dynamisch zu unterstützen. Waffen- und Explosionsgeräusche klingen sehr satt. Während des Tests stürzte Red Ocean nach kurzer Zeit im Steuerungsmenü fast immer ab. Ansonsten lief das Spiel sehr sauber.

   
Michael Sosinka
Richtig schlecht ist Red Ocean am Ende dann doch nicht. Genre-Liebhaber könnten sich das Spiel für ein Wochenende ausleihen. Dennoch ist der Ego Shooter an Belanglosigkeit kaum zu toppen. Von Anfang bis Ende werdet ihr euch durch immer gleiche Räumlichkeiten kämpfen und immer wieder auf dümmliche Terroristen der United Arms treffen. Red Ocean macht sich keine Mühe auch nur den geringsten Hauch an Abwechslung zu bieten. Wäre man gemein, könnte man die kurze Spielzeit von etwa 6 Stunden fast schon als positives Merkmal bezeichnen. Immerhin bietet der Titel einige nette Grafikeffekte, doch es ist schon merkwürdig, dass man bei einem Spiel, welches unter dem Wasser stattfindet, kaum selbiges zu Gesicht bekommt. Hätte man das kühle Nass irgendwie mehr in das Abenteuer von Jack eingebaut, wäre vielleicht eine bessere Wertung herausgekommen.
   
Red Ocean (PC)
Singleplayer-Wertung

6,2 /10
Leserwertung
(0 Votes):
-
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
-
7/10
6/10
7/10
5/10
Einige nette Grafikeffekte
Sehr monotoner Spielablauf
Steuerung OK
abwechslungsarme Level
dämliche Story
Moderation
19.03.2007 11:40 Uhr
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Red Ocean
Red Ocean im Gamezone-Test
Als Jack Hard müssen wir die erstaunlich trockenen Unterwasserwelten von den bösen Terroristen bereinigen.
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19.03.2007
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