Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Red Steel im Gamezone-Test

    Nintendos Wii soll dank neuer Steuerung eine Offenbarung für Ego-Shooter werden. Doch guter Wille allein reicht dafür leider nicht.

    Nicht schon wieder ein Ego-Shooter ... mag sich so mancher angesichts der Flut an selbigen Spielen der letzten Zeit denken. Doch Red Steel soll anders sein, das Genre in neuem Glanz erstrahlen lassen. Doch das Spiel allein ist dazu nicht in der Lage, vielmehr die Konsole, für die Ubisofts Red Steel erschienen ist. Nintendo Wii heißt das Zauberwort, mit dem man Ego-Shooter müde Spieler wieder begeistern will. Eine neue Steuerungsmechanik verspricht komplett anderen Spielspaß. Dazu soll eine gut inszenierte Story die Spannung bis zum Schluss Aufrecht erhalten. Ein durchaus interessantes und ansprechendes Konzept, dass leider mit einigen unschönen Startschwierigkeiten aufwartet.

    Leg dich nicht mit der japanischen Mafia an ...

    Red Steel Red Steel Immer häufiger passiert es, dass sich Entwickler lange und ausführliche Intros schlichtweg ersparen. So auch im Falle von Red Steel, wo man euch ziemlich unvorbereitet in die Welt von Clans, Verrätern und der japanischen Mafia - auch als Yakuza bekannt - schmeißt. Recht schnell kommt das Spiel auch zur Sache: Nachdem ihr eure Verlobte Miyu kurz kennen lernen durftet und erfahrt, dass ihr nur unwesentlich später bei ihrem Vater Sato um ihre Hand anhalten sollt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Bevor es so weit kommt, dass ihr die alles entscheidende Frage stellen könnt, wird Sato überfallen. Die Leibwächter schaffen es, Miyu erst einmal in Sicherheit zu bringen. Ihr Vater wird verwundet und ihr dürft euch kurz darauf als Beschützer und Frauenretter betätigen. Die Leibwächter haben Miyu in die Büroräume des Vaters verbracht und dort will der Vater - dank euch - erneut mit seiner Tochter zusammentreffen, so dass man gemeinsam in sicherere Gefilde aufbrechen kann. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt ...

    Während ihr euch - quasi Tutorial like - in der Haut von Scott, dem Hauptdarsteller, durch die ersten Abschnitte kämpft, nimmt das ganze Ausmaß des Unheils erst Gestalt an. Nur unwesentlich später werdet ihr Zeuge, wie sich die vermeintlichen Leibwächter Satos in Verräter wandeln, die nicht mehr länger im Dienste des Clan-Führers des Sato-Gumi Clans stehen wollen. Vielmehr folgen sie dem Kommando von Ryuichi, der sich in den Kopf gesetzt hat, sich mit dem ehrbaren Sato anzulegen. Denn entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung hat Sato sein Imperium und seine Ehre nicht durch Waffengeschäfte und Drogenschmuggel aufgebaut. Ganz im Gegenteil, hat er doch in ehrliche Unternehmen sein Geld investiert. Doch darum geht es den Verrätern nicht, denn Macht und Geld besitzen sie selbst genug. Sie haben es auf das Katana-giri abgesehen; Das Schwert des Sato Clans, welches seit Generationen im Besitz des Clans ist. Nur wenigen war es bisher vergönnt und vor allem erlaubt das Schwert zu tragen und auch zu führen. Doch nachdem Sato schwer verwundet im Hause seines Freundes Tony Tanaka im Sterben liegt, ist eure Zeit gekommen. Ihr habt euch gegenüber Sato würdig erwiesen und müsst nun dem Sterbenden versprechen seine Tochter wiederzufinden - und dabei soll euch das Katana-giri behilflich sein.

    Friss Blei und stirb, du Widerling ...

    Red Steel Red Steel Wie es sich für einen ordentlichen Ego-Shooter gehört, steht natürlich das "Gegner mittels Schießprügel ins virtuelle Nirwana schicken" an oberster Stelle. Vorteilhafter Weise gönnt man euch von Beginn an ziemlich viel Action, wobei man es geschafft hat die Scripts so zu schalten, dass ihr euch Stück für Stück in die doch etwas andere Steuerungsart eingewöhnen könnt. Wohldosierte Massenschießerei beschreibt die Szenerien am Anfang am Besten. Dabei sei gleich erwähnt, dass das Rumlümmeln beim Zocken der Vergangenheit angehört. Wer gut und effizient zielen und treffen will - immerhin schlägt sich das in der jeweiligen nicht ganz unwichtigen Levelbewertung nieder - sollte mind. ein aufrechte Sitzposition einnehmen. Während ihr euch zusammen mit Sato auf den Weg in sein Büro macht, um nicht zuletzt auch Töchterchen Miyu wieder in den Familienkreis aufzunehmen, manövriert euch das Spiel in viele gewöhnliche als auch ungewöhnliche Situationen, in denen ihr euch selbst als auch Sato vor den bleiernen Geschossen beschützen müsst. Dabei wird das jeweils gespielte Level gerne einmal durch verschiedene Mini-Missionen aufgelockert. D.h. ihr bekommt nicht nur die allgemeine Vorgabe serviert, dass ihr das Level gesamt meistern müsst, sondern ihr kommt nur zum Ziel, wenn ihr z.B. in Los Angeles im Parkhaus die Fluchtfahrzeuge aufhalten könnt oder in der Müllverbrennungsanlage rechzeitig wieder raus seid, bevor alles explodiert. Dafür müsst ihr schnell sein, extra viele Gegner aus dem Weg räumen und das Ganze mit einem Zeitlimit. Schafft ihr das nicht, ist die Mission als auch das Level verloren. Allerdings müsst ihr nicht das komplette Level wiederholen, sondern ihr werdet zum letzten Checkpoint vor der Mini-Mission gebracht, und ihr könnt so euer Glück erneut versuchen.

    Red Steel Red Steel Wie inzwischen für das Ego-Shooter Genre normal geworden, gehören Medipacks und Heiltränke zum Einsammeln und im Inventar bunkern zum alten Eisen. Auch wenn eine entsprechende Leiste oben links ständig Auskunft darüber gibt, wie fit ihr noch seid, solltet ihr in Deckung gehen, wenn ihr doch einmal getroffen werdet. Verharrt einen Moment und die Leiste füllt sich von selbst wieder auf. Gelegentlich findet ihr auch Schutzwesten, die einen ergänzende Sicherheit bieten. Nichts desto weniger solltet ihr vorzugsweise versuchen dafür zu sorgen, dass die vielen Gegner und Widersacher besser euer Blei schlucken und brav den Bildschirmtod sterben. Meistens kündigen sich die Verräter und bösen Buben rechtzeitig genug an, so dass ihr euch immer gut drauf einstellen könnt. Spannungsangehauchte Musik mit voran gegangenem Checkpoint sind die sicheren Indizien dafür, dass ihr gleich wieder eure Schießprügel benutzen müsst. Dabei könnt ihr auf verschiedene Waffen zurückgreifen, wobei euch die übliche Standardkost wie Schrotflinte, Maschinengewehr- oder Pistole, Sniper & Co. geboten wird. Alle Eisen könnt ihr natürlich nicht mit euch rumtragen; Ihr müsst euch entscheiden - je nach gegebener Situation - welche Wummen euer virtuelles Leben schützen sollen, denn es lassen sich max. zwei Waffentypen mitnehmen. Grananten, werden im weiteren Verlauf des Spiels auch verfügbar sein, können ergänzend mitgenommen werden und stellen damit eine zusätzliche Bewaffnung darf. Für alle Waffen als auch Granaten gilt, dass sie als "leuchtende" bzw. deutlich gekennzeichnete Objekte im Level verteilt sind und von den Gegnern hinterlassen werden. Einfach die gewünschte Waffe ausgucken, hingehen, Nunchuk schütteln und ihr habt die gewünschte Wumme schussbereit im Anschlag. Munition wird auf die gleich Weise aufgenommen, wobei in dem Fall das normale "drüber laufen" ausreicht. Munition ist gleichfalls in Form der jeweiligen Waffen dargestellt und optisch hervorgehoben. Passende Aufnahme- als auch Nachladegeräusche erklingen ergänzend über den Lautsprecher im Wii-Mote. Im Übrigen gilt die hervorgehobene Kennzeichnung auch für Schalter, Hebel & Co., die zwischendrin immer mal wieder betätigt werden wollen, damit ihr euren Weg - z.B. im Fahrstuhl - fortsetzen könnt.

    Nicht immer nur schießen ... auch mal das Schwert nutzen

    Red Steel Red Steel Wie schön wäre es gewesen, wenn man das Schwert - zugegeben eine überaus edle und tolle Waffe - selbstständig hätte nutzen können. So aber ist die scharfe Klinge an bestimmte Ereignisse geknüpft und kann nur in diesen Momenten genutzt werden. Während ihr euch also vorzugsweise schießend durch die verschiedenen Level kämpft, warten als Zwischen- und Endbosse gerne einmal kräftigere Burschen, die mit einem flotten Spruch auf den Lippen versuche euch einzuschüchtern und erwarten, dass ihr mit dem großen Messerchen nicht umgehen könnt. Belehrt diese Großmäulern eines Besseren und zeigt ihnen, wo der "sprichwörtliche Hammer" hängt, denn der Hammer ist eine von verschiedenen Spezialattacken, die ihr im Spiel lernen könnt. Angriffe des Gegners können durch entsprechende Seitwärtsbewegung mit dem Nunchuk pariert werden, ggf. ist auch vorgesehen, dass ihr ausweichen könnt - was im Übrigen nicht bei jedem Kampf machbar ist. Im Zweifelsfall erläutet euch das Spiel, wann ihr beides könnt oder wann nur eine der beiden Möglichkeiten zum Schutz des eigenen virtuellen Lebens vorhanden ist. Mit der Wii-Mote hingegen führt ihr euer Schwert und mit selbigem können horizontale oder auch vertikale Angriffe ausgeführt werden. Selbstverständlich ist auch euer Gegner in der Lage die Attacken zu parieren - und meistens kann der Bursche das deutlich schneller und besser als ihr. Nichts desto weniger lassen sich die Klingen-Metzeleien relativ gut an und sie sorgen in dem schieß-lastigen Wirrwarr für gesunde wenn auch nicht herausragende Abwechslung. Denn eines müssen sich die Schwertkämpfe gefallen lassen: Sie besitzen leider so gut wie keine Dynamik und wirken in ihrer Ausführung überaus steif und träge.

    Verdiene dir Respekt!

    Red Steel Red Steel Wie eingangs bereits erwähnt, spielt - wie könnte es auch anders sein - der gute alte Respekt eine durchaus wichtige Rolle für euch und ihr tut gut daran, dass ihr so viel wie möglich davon verdient. Und bekommen kann man diesen kleinen aber netten Zuspruch relativ leicht - ihr müsst nur an euch selbst appellieren und sprichwörtlich gut sein. Das Spiel unterscheidet zwischen - quasi - automatisch zugeteiltem Respekt, welchen ihr z.B. erhaltet, wenn ihr Sato gerettet habt. Aber es gibt auch Respektpunkte, und das sind nicht gerade wenige, die sich vorzugsweise mit dem Schwertkampf erringen lassen. Am Ende eines jeden Schwertkampfes habt ihr die Wahl, ob ihr eueren Widersacher in die ewigen Jagdgründe schicken wollt oder ob ihr ihn großmütig am Leben lasst. Entscheidet ihr euch für Letzteres, ist euch der Respekt absolut sicher. Mindestens 50 Punkte lassen sich so pro Kampf auf euer Konto gut schreiben. Ebenfalls könnt ihr schon während des Kampfes Respekt erlangen, wenn ihr die Spezialattacken benutzt, die ihr dann und wann beigebracht bekommt. Und was bringt euch das? Ganz einfach: Respektpunkte sind die Grundlage für besondere Fähig- und Fertigkeiten, die ihr im weiteren Verlauf des Spiels erlernen könnt bzw. die sich mit einer bestimmte Punkthöhe frei schalten lassen. Also lasst die Schurken mit Schwert, Baseballschläger oder sonstigen Schlagwerkzeugen lieber auf die Knie sinken und sich schämen anstatt ihnen die Rübe vom Kopf zu hauen - es wird sich ganz sicher auszahlen. Zudem braucht ihr, seid ihr erst einmal in Tokio, Japan, angekommen, eine gewisse Respektsstufe, um so den Clan-Mitgliedern des Sato-Gumi Clans dienlich sein zu können. Diese haben einige Aufträge für euch, die ihr nur erledigen könnt, wenn ihr einen bestimmten Rang erreicht habt.

    Ja, wo sind'se denn alle?

    Eines muss man Red Steel - trotz seines überaus linear gehaltenen Spielverlaufes - zweifelsfrei zu Gute halten: Die zu Grunde liegende Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch das Spiel und offenbart immer hübsch Häppchenweise, auf was ihr euch eigentlich eingelassen habt, auch wenn nicht immer alles ganz logisch bzw. sinnig erscheint. Wohl dosiert serviert man Zwischensequenzen, in denen die Dialoge das Regiezepter in der Hand haben. Abgefasst in Wort und Schrift erfahrt ihr gerade so viel, dass ihr euch auf euren nächsten Einsatz vorbereiten könnt. Dazu bekommt ihr allerdings nicht die üblichen kleinen Renderfilmchen spendiert; Oh nein - die guten alten Comicbilder haben es dem Entwickler angetan und diese runden die kurzen Intermezzi ab. Ab und an lassen sich auch Zwischensequenzen in Spielegrafik sehen, wobei diese meistens nur daraus bestehen, dass sich eine neue, herausfordernde Situation, gern gekoppelt mit den bereits beschriebenen Zeitspielchen, ankündigt. Kurze, knappe Sätze, eine um Hilfe schreiende Verlobte oder ein großmäuliger Gegner und schon ist der Ausflug in den Sequenzbereich wieder beendet.

    Red Steel Red Steel Gesamt ist der erste Ego-Shooter Auftritt aus dem Hause Ubisoft auf Nintendos neuer Wii-Konsole alles andere als schmeichelhaft. Böse Zungen behaupten gar, der "gute alte Nebelwerfer" (N64) sei zurück. Und so ganz kann man diese Fraktion nicht Lügen strafen, denn die gebotene optische Kost ist bei Weitem keine Referenz. Altbacken und dazu überaus schwache, z.T. sehr verwaschene Texturen in trüben grauen und braunen Farben gehalten, schaffen es nicht einmal die partiell gut platzierten Details den Karren noch ein wenig aus dem Dreck zu fahren. So wechselt sich ein Innenbereich nach dem Anderen ab und nur selten bekommt ihr den blauen Himmel zu sehen. Und selbst wenn dies möglich wäre, würden wohl Nebel- und Rauchschwaden den Blick nach oben trüben. Dank der "interessanten Levelumgebungen" - u.a. Waschkeller, Sauna, Heizungskeller, usw. - wird man immer wieder damit konfrontiert, dass nahe gelegene Objekte als auch Gegner gut erkannt werden, hingegen weiter entfernte Gegner und Umgebungen oft nur noch schemenhaft erscheinen. Mag man das in einem Außenareal noch entschuldigen können, für einen Innenbereich ist das nicht mehr akzeptabel, wenn selbst hier der Eindruck entsteht, dass sämtliche Örtlichkeiten vernebelt bzw. verraucht sind. Zwar reagiert glücklicherweise das Zielsystem trotz verschwommener Suppe im Hintergrund, ein Augenschmaus sieht aber wahrlich anders aus. Unabhängig davon, dass Ubisoft in vielen, vielen anderen Titeln bewiesen hat, dass sie grafisch mehr leisten können. Und selbst die Tatsache, dass man mit der Ankunft in Tokio einen schönen grünen, wenn auch wenig texturreichen Garten serviert bekommt - einer der wenigen Momente, da man sich draußen aufhalten kann - wird der Gedanke "es könnte ja doch besser werden" flugs zunichte gemacht. Der Aufenthalt im Garten währt nur kurz und im Anschluss warten wieder grau-braune Areale mit leider sehr wenig Abwechslung.

  • Red Steel
    Red Steel
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    15.05.2009
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991093
Red Steel
Red Steel im Gamezone-Test
Nintendos Wii soll dank neuer Steuerung eine Offenbarung für Ego-Shooter werden. Doch guter Wille allein reicht dafür leider nicht.
http://www.gamezone.de/Red-Steel-Spiel-29729/Tests/Red-Steel-im-Gamezone-Test-991093/
12.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/060829_RS_SS_Begin_your_Training_Swordfight_-_Side_attack.jpg
tests