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  • Resident Evil 4 (dt.): Survival Action statt Survival Horror - Leser-Test von Batrider

    Resident Evil 4 (dt.): Survival Action statt Survival Horror - Leser-Test von Batrider # Inhalt / Gamedesign

    Sechs Jahre sind vergangen, seit die, von dem pharmazeutischen Unternehmen Umbrella ausgelöste, Katastrophe ihr vermeintliches Ende nahm. In der eine ganze Kleinstadt von Versuchsobjekten und biologischen Experimenten überrannt wurde. Die als Ergebnis geheimer Forschungen mit dem Progenitor Virus entstanden sind. Von den letzten Verantwortlichen fehlt inzwischen jede Spur und auch das gefährliche Virus, in all seinen Varianten, gilt seit dem als verschwunden. Genau wie das untote Leben, was durch ihn geschaffen wurde.

    Europa im Jahre 2004.
    An die schrecklichen Tage von damals denkend, sitzt der ehemalige Polizist und Überlebende Leon S. Kennedy in einem fahrenden Kleinwagen, der sich durch einen Wald in spanischem Hoheitsgebiet bewegt. Zwei Polizisten begleiten, den inzwischen hauptberuflichen Agent im Dienste der amerikanischen Regierung, zu einem festgelegten Zielpunkt, an dem das gruselige Abenteuer seinen Anfang finden soll. Die Tochter des Präsidenten ist entführt worden und die einzige Spur zu ihr führt in das abgelegene Waldgebiet, indem sich ein sehr altes Dorf befindet. Die etwas wackelige Holzbrücke vor dem Ziel passiert, hält der Wagen mit den drei Personen langsam an. Der erste Blick von Leon aus dem Seitenfenster des Autos lässt auf ein beeindruckendes und unheimliches Erlebnis hoffen. Welches aber gleich mit dem Verlassen des Wagens, durch eine für die Stimmung ziemlich überflüssige Unterhaltung per Funk zerstört wird. Da gelingt es doch tatsächlich der Mitarbeiterin einer geheimen US-Behörde (Ingrid Hunnigan), Leon und dem Spieler mit nichts sagendem Gerede die Spannung zu nehmen. Die sich doch gerade so schön mit der Stille und Verlassenheit der Umgebung extra aufgebaut hat. Und so macht man den ersten Schritt weniger mit Furcht als mehr mit der Angst, dass das Funkgerät wieder klingelt und Ingrid dran ist. Denn mit ihr und den beiden Polizisten sind ohnehin schon zu viele Personen im Wald, um sich vor seiner gruseligen Ausstrahlung zu fürchten. Doch es gibt kein zurück. Und so wird Leon per Analogstick und einer fest in seine Blickrichtung fixierten Kamera in die trockene Herbstlandschaft bewegt. In der man ein Haus zwischen kargen Bäumen entdeckt. Welches man sogleich ansteuert, da der weitere Weg ins Innere des Waldes von einem alten Laster versperrt wird. Eine kurze Szene wird abgespielt und zeigt dem Spieler durch einen bewegten Schatten, dass das Gebäude offensichtlich bewohnt wird. Mit aufgeschreckten und davon fliegenden Raben nähert sich Leon durch leichtem Nebel dann dem Haus. Geschlagenes Holz stapelt sich davor und durch die Fenster ist nicht zuerkennen wer oder was sich drin aufhält. Und so wird mit entsicherter Pistole die Tür des Gebäudes per A-Taste langsam geöffnet, um herauszufinden was es beherbergt. Das Feuer eines Kamins scheint in einem Zimmer zu knistern, als ein dumpfes Husten den Spieler für ein kurzes Innehalten stoppt. In der folgenden Szene kommt es zu einem recht lockerem Zusammentreffen mit dem Eigentümer. Doch der scheint nichts zu verstehen, als Leon ihm mit einem Foto der Vermissten um einen Hinweis bittet. Mit der schnell gegriffenen Axt schlägt er stattdessen auf Leon ein, worauf der sich mit Hilfe des Spielers verteidigen muss. Durch Drücken der R-Taste bleibt Leon stehen, um den Angreifer mit der ausgerüsteten Waffe per Analogstick anvisieren zu können. Dann werden mit der A-Taste die ersten gezielten Schüsse abgefeuert, mit denen der äußerst aggressive Mann dann schnell zu Boden geht. Die Untersuchung des Toten macht schnell klar, dass ist keiner der Zombies aus Raccoon City. Plötzlich nähern sich mehrere Waldbewohner, bringen den Laster in Bewegung und rammen den wartenden Polizeiwagen an der Brücke sogleich in die Schlucht. Während einige von ihnen schon die Tür des Hauses zuhalten. Es scheint kein Entkommen zugeben und die akustische Kulisse übersteuert die Situation mit lauten Tönen und den spanischen Ausrufen der Belagerer. Über eine Treppe gelangt Leon in die zweite Etage des Hauses, um dort durch ein Fenster die Anzahl der Wilden zu erfassen. Es sind nur wenige, dafür aber gescheite Burschen, die auf jede Aktion des Spielers acht geben und reagieren. Und so wird kurzer Hand mit dem Drücken der A-Taste der Sprung durch eins der Fenster gewagt, was die Waldbewohner auch gleich bemerken und mit Mistgabeln und Sicheln auf den Spieler einstürmen. Wieder mit der gleichen Vorgehensweise wird sich verteidigt, wobei Treffer an verschiedenen Körperstellen nachvollziehbare Auswirkungen haben. So lässt ein Schuss ins Gesicht die Burschen unter Schmerzen zurück taumeln. Ein Schuss auf den Arm lässt gehaltenes Werkzeug fallen und einer ins Knie löst ein reflexartiges Umknicken aus. Alles lässt sich dank der hervorragenden Steuerung unter Beschuss nehmen, selbst das auf den Spieler zufliegende Beil. Doch das geht nur solange, wie auch Munition vorhanden ist. Geht diese zur Neige, bleibt nur noch der Nahkampf mit dem Messer. Welches durch das Drücken der L-Taste jederzeit verwendet werden kann. Damit lassen sich die Gegner zumindest so verletzten, dass sie mit einem je nach Situation abhängigen Spezialangriff (einem Rundumschlag mit dem Fuß) besiegt werden können. Den man kurzer Hand durch die eingeblendete A-Taste zum richtigen Zeitpunkt auslöst. Gelingt dies nicht wird man mit Sicherheit gepackt und gewürgt. Worauf man ordentlich am Analogstick rütteln sollte bis der unangenehme Griff abgeschüttelt ist. Bei den zu Beginn wenigen Angreifern ist das aber auch kein Problem und so bricht mit ihrem Tod auch endlich die passende Stimmung an. Ruhe kehrt ein. Die Polizisten sind weg, Ingrid Hunnigan gibt auch keinen Mucks von sich und Leon steht ganz allein in der Wildnis des Waldes. Erlittene Verletzungen werden mit herumliegenden Heilkräutern versorgt, die in verschiedenen Farben sich sogar so mischen lassen, dass Leons Lebensanzeige sich erweitert. An einer Schreibmaschine wird noch schnell beliebig oft das Spiel gespeichert. So das der Horror jetzt hoffentlich beginnen kann. Der einzige schmale Pfad durch den Wald macht es dem Spieler auch ohne die automatische Karte leicht den Weg ins Dorf zu finden. Auf dem Leon viele kleine Entdeckungen macht. Wie z.B. einen Wolf, der in einer Falle steckt und den man nicht nur befreien kann, sondern der auch darauf hinweist, dass man im dichten Gestrüpp vorsichtig sein sollte. Denn nicht nur Fallen liegen im Wald herum, nein auch an Bäumen befestigter Sprengstoff kann zu einer tödlichen Gefahr werden. Genau wie die zusätzlichen vereinzelten Waldbewohnern, denen man noch begegnet bis man schließlich ein Tor erreicht, welches den Übergang zum nächsten Abschnitt darstellt. In dem geht es nach einer kurzen Ladepause gleich weiter, und zwar mit Ingrid Hunnigan. Wieder ein kurzes Gespräch per Funk, welches wie immer in einem separaten Bildschirm dargestellt wird und langweilt. Doch dann kommt die wohl beste Stelle des Spiels. Leon hat das alte unheimlich Dorf endlich erreicht, in dem die merkwürdigen Bauern gerade murmelnd ihre tägliche Arbeit verrichten. Was man nur zu Beginn mit einem Fernglas noch beobachten kann. Vorsichtig schleicht man herum, wird aber schon bald von den Dorfbewohnern dabei gesehen. Und dann wird es ernst. Die unfreundlichen Blicke aller Dorfbewohner sind auf den Spieler gerichtet, der von allen Seiten attackiert wird. Einige bewegen sich dabei langsam auf Leon zu, um erst im letzten Moment schreiend auf ihn einzustürmen. Während andere merken, dass eine Waffe auf sie gerichtet ist und deswegen zur Seite ausweichen. Bei dieser Horde hat man aber mit der Pistole ohnehin wenig Chancen und läuft lieber mit gedrückter B-Taste weg. Schnell durch eine offene Tür in eins der Häuser geflüchtet, kann Leon dort das Gebäude von innen mit Schränken per A-Taste verbarrikadieren. Doch draußen läuft schon ein Typ mit einer Motorsäge herum, der auch gleich mit dieser die Barrikade niederreißt. An den Fenstern drängeln sich die Wilden und treiben den Spieler in den zweiten Stock. Als dort plötzlich ein Fenster zerspringt, weil die cleveren Dörfler eine Leiter aufgestellt haben und Leon jetzt von zwei Seiten entgegenkommen. Die an der Wand hängende Schrotflinte ist da die einzige Rettung und lässt gleich mit einem Schuss mehrere Gegner durchs Fenster auf den Dorfplatz fliegen. Dann wird noch schnell die Leiter mit der A-Taste umgestoßen, sodass die nachkommenden Angreifer ebenfalls runterfallen. Welche sich mit ihrem Ableben auflösen und grafisch unpassende, leuchtende Neonlichter hinterlassen. In denen sich Munition oder auch Gold befindet. Welches später bei einem herumstehenden Händler gegen neue Waffen und ihrem Ausbau eingetauscht werden kann. Mit einem Glockenschlag endet die Angst und auch das intensive, originelle Erlebnis. Denn das ist es auch schon gewesen. Viel wird sich im späteren Verlauf dem nicht mehr ergänzen, weil so eine aufregende und spannende Szene wie im Dorf, in der Form nicht mehr vorkommt. Stattdessen wiederholt sich in den drei großen Gebieten (Wald, Burg und Insel) immer wieder das Gleiche. Gegner taucht auf, wird erschossen und seine Hinterlassenschaft eingesammelt. Die einzige Ausnahme bildet ein kleiner Abschnitt im Labor auf der Insel, in dem es durch einen äußerst angsteinflößenden Gegner und der unheimlichen Stimmung wieder richtig spannend wird. Oder mit Ashley, der Tochter des Präsidenten. Mit ihrer Rettung folgt ein dauerhafter und immer wieder unterbrochener Begleitservice. Später auch ein kurz mit ihr zu spielender, langweiliger Abschnitt. Nur noch Schießen in vielen sich abwechselnden Kulissen ist in Resident Evil 4 dann das Wichtigste. Weshalb es auch ein riesiges Angebot an Waffen gibt, die man in drei verschiedenen Koffergrößen verstauen kann. Die wenigen einfachen Rätsel können den eintönigen Spielablauf kaum interessanter machen. Der sich auch noch in allen drei Gebieten mit seinem Gegnerkonzept wiederholt und das Spiel so in die Länge zieht. Kleine Massen von Angreifern, einzigartige Zwischengegner und ein finaler Bösewicht der den Abschluss des Gebietes bildet, heißt das Prinzip. Das erst nach vielen Stunden sein Ende findet und dank des niedrigem Schwierigkeitsgrad ohne Herausforderung erreicht wird. Auf der Stufe Einfach werden dem Spieler dabei sogar einige Abschnitte im Schloss erspart. Der Handlung mit ihrer Befreiungsaktion mischt sich mit der Zeit die Begründung für das Kidnapping der Präsidententochter unter. Die nur oberflächlich und durch uninteressante Figuren vermittelt wird. Aber mit ihren unterhaltsamen Zwischensequenzen begeistert, in denen man durch das Drücken eingeblendeter Tasten interaktiv teilhat. Bürgermeister Mendez, Witzfigur Salazar und Imperator Saddler heißen die unfreundliche Personen in der Geschichte, die zusammen das Geheimnis um einen Parasiten bewahren und sich sinnloser Weise per Funk im Laufe des Spiels mit Leon darüber unterhalten. Wodurch sie sich schon relativ früh als Übeltäter der Geschichte enttarnen. Die eigentlich erst mit dem Zusatzkapitel Assignment Ada richtig spannend wird, weil an dessen Ende eine alter Bekannten auftritt.

  • Resident Evil 4 (dt.)
    Resident Evil 4 (dt.)
    Release
    16.03.2005
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Resident Evil 4 (dt.)
Resident Evil 4 (dt.): Survival Action statt Survival Horror - Leser-Test von Batrider
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10.10.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/04/Nzone0405ResiEvi4s4.jpg
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