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  • Resident Evil 4 (dt.) im Gamezone-Test

    Wer sich eigens für dieses Kultspiel seinerzeit keinen Gamecube gekauft hat, sollte spätestens jetzt zugreifen!

    Irgendwann musste es ja soweit kommen: Das gute alte "Umbrella-lässt-Zombie-Virus-auf-arglose-Einwohner-los-Konzept" ist nun doch dem Rotstift der Designer zum Opfer gefallen. Capcom hat das kultige "Resident Evil" einer ausgedehnten Frischzellenkur unterzogen und aus dem altbekannten Gameplay etwas völlig Neues gemacht. Mit knapp acht Monaten Verspätung erscheint nun endlich auch die PS2-Umsetzung von "Resident Evil 4". Wir haben beide Versionen verglichen und waren sehr positiv überrascht: Capcom ist die Umsetzung auf die technisch schwächere PS2 absolut einwandfrei gelungen.

    "He's not a Zombie"

    Resident Evil 4 (dt.) Resident Evil 4 (dt.) Amerikanische Präsidententöchter haben es in Videospielen nicht gerade leicht: Meist werden sie von Terroristen oder ominösen Geheimorganisationen entführt und sind ein Teil deren Pläne zum möglichst schnellen Ergreifen der Weltherrschaft. In solch ausweglosen Situationen hilft meist ein Mann vom Fach, also ein erfahrener und in allen Kampftechniken geschulter Spezialagent, welcher die zartbesaitete Dame aus den Fängen ihrer Entführer zurückholen soll. In "Resident Evil 4" schlüpft ihr in eben diese Rolle und müsst euch als Leon Kennedy in einem kleinen und völlig abgelegenen spanischen Dörfchen nach dem Verbleib von Präsidententochter Ashley erkundigen. Doch bereits die erste Kontaktaufnahme mit den Dorfbewohnern gestaltet sich schwieriger als erwartet und Leon wird kommentarlos mit einer Axt angegriffen. Ein zweiter Blick auf den kurz darauf am Boden liegenden Feind zeigt, dass es sich bei dem unfreundlichen Spanier tatsächlich um keinen Zombie handelt. Nur ein paar Sekunden später muss Leon feststellen, dass hier niemand besonders gut auf ihn zu sprechen ist und sämtliche Dorfbewohner nicht nur ihrer Gastfreundschaft beraubt wurden, sondern auch noch von einer seltsamen Krankheit namens "Las Plagas" befallen sind. Doch was hat die Tochter des Präsidenten damit zu tun und wer steckt hinter diesem Zwischenfall? Ein paar tausend tote Gegner später werdet auch ihr es wissen...

    Vom Action-Adventure zum 3rd Person Shooter

    Resident Evil 4 (dt.) Resident Evil 4 (dt.) Keine Zombies? Wirklich keine Zombies?! Ja, leider richtig. Die Kultserie "Resident Evil" steht ab sofort nicht mehr im Zeichen der etwas trägen und blutdurstig stöhnenden Untoten, sondern wurde mit völlig neuen, aber nicht minder gefährlichen Gegnern bereichert. Doch nicht nur die Zombies und die dazugehörige Umbrella Corporation werden die langjährigen Serienfans in Resident Evil 4 vermissen: Auch das Gameplay hebt sich sehr deutlich von seinen Vorgängern ab. Aus dem einst eher gemächlichen Horror-Adventure mit Zombie-Atmosphäre ist nun ein handfester, rasanter und vor allem actiongeladener Shooter geworden. Von nun an sind Waffen, Munition und Heilkräuter keine Mangelware mehr und auch die dazugehörigen Gegner sind in deutlich größerer Zahl vorhanden - es darf buchstäblich geballert werden was das Zeug hält. Da die neuen Gegner um einiges menschlicher als ihre fauligen Vorgänger ausgefallen sind, ist es auch kein Wunder, dass sie mit deutlich mehr Intelligenz agieren: Von nun an werdet ihr über lange Strecken verfolgt, von mehreren Seiten gleichzeitig angegriffen und selbst das Leiternsteigen, Türenöffnen und Ausweichen ist für die schlecht gelaunte Feindesschar nun absolut kein Problem mehr.

    Resident Evil 4 (dt.) Resident Evil 4 (dt.) In manchen Situationen wird man unweigerlich an Segas "House of the Dead" erinnert, was einerseits an der ähnlichen Perspektive, andererseits aber auch an den unerschöpflichen und immer gefährlicher werdenden Gegnerhorden liegt. Die neuartige Perspektive ist angenehm erfrischend: Ihr schaut Leon während des gesamten Spiels über die Schulter, mit einem Druck auf die Schultertaste zoomt die Kamera ein wenig näher heran und lässt ihn seine Waffe samt Laservisier schussbereit machen. Sobald der Laserpunkt auf einem Objekt oder Feind zu sehen ist, darf abgedrückt werden - dies erspart ein unrealistisch wirkendes Fadenkreuz und macht die Schulterperspektive überhaupt erst richtig spielbar. Die fest vorgegebene Widescreen-Ansicht beschert euch zwar oben und unten zwei dicke schwarze Balkan, bringt aber auch ein wesentlich breiteres Sichtfeld mit sich, was bei der rasanten Action absolut lebensnotwendig ist. Obwohl die Steuerung des Ganzen den Vorgängern treu geblieben ist, bewegt man Leon um einiges schneller und präziser durch die Gegend: Er steuert sich nach serientypischen Standard, eine klassische Shooter-Steuerung über das Zusammenspiel beider Analogsticks ist nicht möglich, genauso wenig wie das praktische "Strafen", also Seitwärtsbewegen. Trotzdem kommt man absolut prächtig durch die mit jeder Menge Gegnern bevölkerten Areale und kann es dank der schnellen 180°-Wende auch mit Feinden von mehreren Seiten gleichzeitig aufnehmen.

    Viel mehr als nur kopfloses Ballern

    Resident Evil 4 (dt.) Resident Evil 4 (dt.) Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass das Erledigen von buchstäblich kopflosen Gegnern in engen Gängen nicht unbedingt einen Fortschritt darstellt. Glücklicherweise haben das die talentierten Leute von Capcom ganz genauso gesehen und dem neuen "Resi" eine große Fülle an abwechslungsreichen und für das Shooter-Genre eher untypischen Spielelementen beschert. Denn auch wenn ihr es nun mit nicht enden wollenden Gegnerhorden im Stil klassischer Egoshooter aufnehmen müsst, ist die nötige Portion japanischer Finesse auch hier sehr stark vorhanden: Alle Feinde verfügen über unterschiedliche Trefferzonen und nur durch geschicktes Zielen auf beispielsweise die Beine kann die pfeilschnelle Gegnerflut kurzzeitig in den Griff bekommen werden. Überhaupt wird das Zielen hier ganz besonders groß geschrieben, hirnloses Ballern im Stil von "Doom 3" bleibt einem glücklicherweise erspart. Da wirkt es fast schon wie eine Hommage an den vermeintlichen Genrekönig, dass auch hier das ein oder andere explosive Fass herumsteht und genau wie noch ein ganzes Arsenal aus Falltüren, Gittern und Flaschen mit flüssigem Sauerstoff zu eurem Vorteil genutzt werden kann.

    Resident Evil 4 (dt.) Resident Evil 4 (dt.) Doch auch ungewohnte Elemente wie die aus "Shenmue" bekannten QTE-Events spielen eine nicht gerade kleine Rolle: In manchen Situationen und Echtzeit-Zwischensequenzen müsst ihr innerhalb von Sekundenbruchteilen eine auf dem Bildschirm eingeblendete Tastenkombination drücken. Seit ihr schnell genug, bleibt euch ein massiver Lebensenergie-Entzug oder gar der sofortige Tod erspart. Man hat hier sogar ganze Endgegnerkämpfe mit diesen Geschicklichkeitseinlagen gespickt und nicht selten benötigt es eine gute Kombination aus sicherem Zielvermögen und blitzschneller Reaktion um letztendlich siegreich zu sein. Doch nicht nur die Endgegner benötigen jedes Mal eine andere Vorgehensweise, auch so mancher Standard-Bösewicht will mit Köpfchen bezwungen werden. Spätestens im letzten Drittel des Spiels werdet ihr genügend dieser Burschen antreffen, hier kommt dann sogar ein Thermosicht-Zielvisier für euer Scharfschützengewehr zum Einsatz.

    Die guten alten Puzzles, welche schon immer einen großen Reiz der Serie ausmachten, sind auch diesmal wieder mit dabei - wenn auch in deutlich abgeschwächter Form. Zwar müssen auch diesmal ein paar simple Rechenaufgaben und sogar teambasierte Schalter- sowie Kistenrätsel gelöst werden, primär wird man sich im Nachhinein aber an die bleihaltige Action erinnern. Schade eigentlich, denn ein paar zusätzliche Denksportaufgaben hätten dem Spiel auch in seinem neuartigen Gewand sicherlich keinen Zacken aus der Krone gebrochen.

  • Resident Evil 4 (dt.)
    Resident Evil 4 (dt.)
    Release
    02.11.2005

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Resident Evil 4 (dt.)
Resident Evil 4 (dt.) im Gamezone-Test
Wer sich eigens für dieses Kultspiel seinerzeit keinen Gamecube gekauft hat, sollte spätestens jetzt zugreifen!
http://www.gamezone.de/Resident-Evil-4-dt-Spiel-29900/Tests/Resident-Evil-4-dt-im-Gamezone-Test-990492/
02.11.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/11/TV2005110212440500.jpg
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