Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Resident Evil: Horror-Remake auf dem Gamecube - Leser-Test von Fabian1992

    Resident Evil: Horror-Remake auf dem Gamecube - Leser-Test von Fabian1992 Mit Resident Evil war 1996 ein neues Genre geboren worden. Der Survival-Horror! Fortan lehrte CAPCOM Millionen von begeisterten Spielern das Fürchten auf der Sony PlayStation. Und mit dem Remake dieses Klassikers, der Geschichte schrieb, verabschiedet sich Nintendos Gamecube vom "Kinderkonsolen-Image" und präsentiert ein unvergessliches Horrorerlebnis.

    Story:
    Die Sondereinheit S.T.A.R.S. befindet sich auf der Suche nach dem verschollenen Bravo-Team, welches zuvor nach Raccoon City ausgesandt worden war um die dortige Situation zu überprüfen. In der letzten Zeit gab es mehrer seltsame Morde in der Nähe von Raccoon City.
    Schließlich finden sie den zerstörten Hubschrauber des Bravo-Teams, der allerdings nur Leichen enthält. Daraufhin durchsuchen sie den Wald, in der Hoffnung noch Überlebende zu finden, doch die Suche wird zu einem wahren Albtraum. Plötzlich wird das Team von extrem aggressiven Hunden angegriffen. Nur wenige können sich in einer merkwürdigen Villa retten. Doch erst im verlassenen Herrenhaus beginnt das wahre Grauen.

    Soviel zur Vorgeschichte, die allen Resident Evil-Fans natürlich bekannt ist. Denn ein Remake ist schließlich nicht dazu da, ein neues Abenteuer zu präsentieren. Doch die ein oder andere Innovation hat das Spiel sehr wohl zu bieten. Altbekannt ist allerdings die Wahl zwischen zwei Charakteren. Bevor das Geschehen seinen Lauf nimmt, dürft ihr zwischen Jill Valentine und Chris Redfield wählen. Wie es sich gehört, weisen die beiden unterschiedliche Eigenschaften auf, die auf den ersten Blick zwar recht ausgeglichen erscheinen, es aber mit der Zeit nicht wirklich sind. Mit ihrem größeren Inventar von acht Plätzen, sowie mit einem kleinen Waffenvorteil ist Jill Anfängern eher ans Herz zu legen, als Chris. Gut, er kann zwar deutlich mehr einstecken als seine Partnerin, sein kleineres Inventar von 6 Plätzen sowie die fehlende Granatenpistole erschweren das Spiel jedoch ungemein. Und mal ganz vom Schwierigkeitsgrad abgesehen, wird die spannende Gesichte bei Jill viel interessanter und besser erzählt, als es bei Chris der Fall. Denn mit den beiden Charakteren gibt es auch kleine Änderungen an der Story, sodass auf jeden Fall beide Varianten gespielt werde sollten. Nichts desto trotz, mit Jill ist es einfacher. Wie einfach oder schwer ihr es euch macht ist natürlich auch vom wählbaren Schwierigkeitsgrad abhängig. So stehen euch Leicht und Normal von Beginn an zur Verfügung. Die Wahl der Schwierigkeit erfolgte jedoch durch eine Frage, die euch möglicherweise ein wenig verwirren könnte, im Grunde aber ziemlich simpel ist.
    Schwierigkeitsgrad hin oder her, den Zombies könnt ihr nicht entkommen. Und so trefft ihr auch gleich nach den ersten Spielminuten auf den ersten Unholden, der euch an den Kragen will. Wie gewohnt setzt ihr euch mit einer umfangreichen Palette von Schusswaffen zur Wehr. Angefangen bei Pistolen und Gewehren, kommen später Granatenpistolen, Revolver, Kampfgewehre und Raketenwerfer zum Einsatz. Ein Kampfmesser fehlt allerdings auch nicht, welches aber nur sehr selten brauchbar ist. Die Zombies sind nämlich von vorne rein recht zäh und können so einige Treffer einstecken. Bei den Gegnern lässt sich aber schon eine Innovation entdecken, die durchaus logisch herüberkommt. Nachdem ihr nämlich einen Zombie so lange mit Kugeln bombardiert habt, dass er zu Boden fällt, heißt das noch lange nicht, dass er tot ist. Fortan mutiert er still vor sich hin und solltet ihr ihm nach ein paar Stunden erneut begegnen, ist aus ihm eine Bestie geworden, die wild um sich schlägt und sich fünf Mal schneller bewegen kann. Mit pausenlosem Abknallen, ist es daher nicht getan. Die Unholden könnt ihr nur außer Gefecht setzten, wenn ihr ihnen den Kopf wegschießt, oder wenn ihr sie verbrennt. Ersteres ist vor allem mit der Pistole nur bedingt zu bewerkstelligen. Das Verbrennen hingegen ist eine todsichere Sache. Mit einem Feuerzeug und einer kleinen Flasche Kerosin, die ihr an Kanistern auffüllen könnt, ist es euch möglich, die Zombies zu verbrennen, nachdem sie geschwächt zu Boden gefallen sind. Aber Achtung. Oft stehen sie bei dem Versuch, sie abzufackeln, wieder auf und brauchen einen weiteren Schuss, um wieder umzufallen. Sind sie aber dann in lodernden Flammen aufgegangen, stellen sie keine Gefahr mehr dar. Somit ist ewiges Herumballern nicht nur sinnlos sondern auch die reinste Munitionsverschwendung. Augrund der wenigen Munition, die man im Spiel findet, ist es ohnehin empfehlenswert hin und wieder einem Gegner auszuweichen, anstatt ihn platt zu machen.
    Dass euch die Zombies hin und wieder packen und kräftig zubeißen ist selbstverständlich unabdinglich. Aber auch da gibt es so einige Hilfen, die es euch leichter machen. Zum einen findet ihr die üblichen Heilmittel, wie Kräuter, Erste Hilfe Sprays oder Erste Hilfe-Kästen, dessen Inhalt immer unterschiedlich ist. Mal findet ihr ein Kraut, eine Verbindung aus zwei Kräutern oder ein Spray. Doch wo wir gerade über Verbindungen sprechen, so ist es natürlich auch wieder möglich, zwei Kräuter zu kombinieren. Es existieren nämlich grüne, rote und blaue Kräuter, die durch verschiedene Kombinationen andere Wirkungen aufweisen. Generell heilen grüne Kräuter jedoch die Wunden unserer Helden und blaue entgiften sie. Die roten Kräuter dienen hingegen nur zur Verbindung.
    Neben den üblichen Heilmitteln gibt es aber auch so genannte Verteidigungsobjekte, die es möglich machen, sich aus den Klauen der Zombies zu befreien. Jill hilft sich da mit Dolchen und Elektroschockern, während sich Chris mit Dolchen und Granaten verteidigt. Habt ihr somit einer dieser Objekte im Gepäck und ein Zombie hält euch fest, so zückt Jill oder Chris automatisch ein Verteidigungsobjekt und macht den Zombie vorerst unschädlich. So bleibt der Gesundheitszustand eures Protagonisten im grünen Bereich, sofern er nicht vorher schon dem Tode sehr nahe war. Die Energie wird euch im Übrigen durch ein Elektrokardiogramm angezeigt, dass durch seine Farbe und durch seine Aufschriften "OK" "Vorsicht" und "Gefahr" sowie "Gift" deutlich macht, wie es Jill oder Chris momentan geht. Allerdings kann man der Steuerung des Öfteren einen Vorwurf machen, wenn es um einen Energieverlust geht. Denn diese ist ebenso antiquiert wird das Original von Resident Evil selbst. Die veraltete 3D-Steurung ist zu Beginn noch gewöhnungsbedürftig, aber akzeptabel. Wenn sich unsere Protagonisten aber mal schnell wenden sollen, um einen Angriff abzuwehren, so drehen sich diese gemütlich in kleinen Schritten um, was nun wirklich nicht sein muss. Durch den C-Stick ist zwar eine "schnelle" Wendung möglich, aber auch diese lässt einiges zu Wünschen übrig.
    Ebenfalls etwas veraltet, aber immer noch stimmig sind die Umgebungen von "Resident Evil", bei denen es sich nicht um 3D-Grafik, sonder um gemalte und digital nachbearbeitete Locations handelt. Dennoch wirken sie keines Wegs steril oder unlebhaft. Tolle Spiegeleffekte, Wassertropfen, oder Staub, der aus den alten Teppichen hervorkommt, lassen die Umgebung lebhafter wirken. Grafisch betrachtet ist "Resident Evil" ohnehin ein Leckerbissen. Denn unsere Charaktere sehen nicht schlecht aus und können, trotz der fünf Jahre, die das Spiel inzwischen wieder auf dem Buckel hat, noch immer beeindrucken. Lebensechte Mimiken und Mundbewegungen wissen auch heute noch zu begeistern. Die kleinen Stocker in den ansonsten erstklassigen Zwischensequenzen fallen aber leider immer wieder auf. Und die trägen Animationen sind nicht nur beim Wenden aufzufinden, sondern auch wenn die Rede vom Gehen oder Sprinten ist. Diese Mängel dürften echte Residenten Evil-Fans aber kaum abschrecken, zumal es sich gut mit diesen leben lässt.
    Doch die veraltete Technik hält leider noch weitere Mängel bereit. So sind die festen Kamerawinkel oft zu unübersichtlich. Kamerafahrten oder gar eine 3rd-Person-Ansicht sind ja leider wegen der gezeichneten Hintergründe nicht möglich. Hinzu kommen die ständigen Ladezeiten, die zwischen den Räumen liegen. Dieses Stilmittel mag ja den Spannungsbogen bereichern, doch auch das wirkt zu veraltet und dürfte ungeduldigen Naturen missfallen.
    Mit weiteren Problemen beschert uns das begrenzte Inventar. Acht oder gar sechs Plätze sind schlicht und ergreifend zu wenig. So kommt es immer wieder vor, dass ihr einen neuen Raum erkundet, der so viele, wertvolle Gegenstände enthält, dass ihr leider nicht alle aufnehmen könnt und somit mühsam zu einer Kiste rennen müsst, um dort in eurem Inventar wieder etwas Platz zu schaffen. Denn wie erwartet, sind die im Szenario verteilten Kisten die einzigen Orte, wo ihr Gegenstände sicher lagern könnt. Glücklicherweise bieten diese genügend Platz für alle eure Gegenstände und sie sind miteinander verbunden. Ihr könnt also von jeder Kiste auf alle Gegenstände zurückgreifen. Beim hammerharten Schwierigkeitsgrad "Echtes Überleben", den ihr erst später frei spielt, ist dies jedoch nicht mehr der Fall, was euch aber beim ersten Spieldurchgang ohnehin nicht zu interessieren hat.
    Bei den Kisten lassen sich auch oft Schreibmaschinen auffinden, die natürlich das Speichern ermöglichen. Allerdings müsst ihr auch da auf die Anzahl euere Farbbänder achten. Denn pro Speichervorgang geht eines dieser Farbbänder drauf. Dennoch, diese werden gerecht und in einer angemessenen Anzahl verteilt, sodass man sich keine Sorgen machen braucht.
    Doch zurück zu den wirklich guten Eigenschaften, die "Resident Evil" aufweisen kann. Was sich euch nämlich an Rätseln in den Weg stellt ist oft genial, einfallsreich, spaßig und fordernd zu gleich. Immer wieder kommt ihr in den Genuss von logischen und passenden Rätseln, die euch zu den Besten zählen, die ich je erlebt habe. Vor allem gefällt mir der wirklich perfekte Schwierigkeitsgrad der Rätsel. Fordernd, aber nicht unmöglich. Genauso muss es sein.
    Beeindrucken kann auch die Soundkulisse, die sich nicht durch einen fantastischen Soundtrack, sondern durch tolle Hintergrundmelodien und beeindruckende Klänge auszeichnet. Auch die Schrittgeräusche sind einfach nur klasse und beweisen einen unglaublichen Umfang. Die Sprachaufnahmen sind ebenso gut gelungen. Zwar scheinen die Sätze hin und wieder etwas zu langsam vorgetragen zu werden, ansonsten gibt es aber auch diesbezüglich nichts zu bemängeln. Vor allem, wenn es um hammerharte Schockmomente geht, mischt auch dieser Resident Evil -Teil ganz vorn mit. Dabei sind es dieselben Kniffe, die euch immer wieder heftig aufschrecken lassen. Hunde und Zombies, die durch die Fenster urplötzlich springen, fehlen somit erneut nicht. Ansonsten kann "Resident Evil" aber kaum gruseln. Subtilen, wirkungsvollen Horror a la "Project Zero" oder "Silent Hill" bekommt man hier natürlich nicht geboten. Da sollen wohl eher die grässlich entstellten Fratzen der Zombies gruseln, doch das kann zumindest mir keine Gänsehaut bereiten. Doch auch das ist schließlich nichts Neues, denn "Resident Evil" ist ja eher für viel Blut und heftige Schockmomente bekannt, als für subtilen Horror vom Feinsten. Mit Blut wird auch nicht gespart. Zerplatzende Köpfe und Blut triefende Leichen sind an der Tagesordnung, weshalb ein Verkauf an minderjährige Spieler verboten ist. Vor allem lebt "Resident Evil" von seiner spannend erzählten Story, die zwar nicht allzu viel Tiefgründigkeit beweist, aber dennoch beeindrucken kann. Filmreif wird in Szene gesetzt, was es mit den grausamen und rätselhaften Mordfällen auf sich hat und eine überraschende Wende erwartet euch gegen Ende des Spiels, die aber nur in Jills Storyline richtig funktioniert, während bei Chris der Storytwist völlig verdorben wird.
    Nach dem ersten Durchspielen erwarten euch natürlich zahlreiche Extras. Neue Kostüme, neue Waffen, sowie härtere Schwierigkeitsgrade sorgen für einen akzeptablen Dauerspaß. Vor allem aber sind die kleinen Erweiterungen oder Abänderungen der Story durch die beiden Charaktere und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade sehr motivierend für das mehrfache Durchspielen. Und mit guten elf Stunden, die man für den ersten Durchgang ungefähr braucht, ist das Spiel keinesfalls zu kurz geraten.
    Zu guter Letzt sollte auch noch die Levelkarte ein großes Lob erhalten. Diese ist nämlich äußerst übersichtlich und hilft stets weiter, solltet ihr euch mal in der riesigen Villa verirrt haben. Verschlossene Türen, sowie erforschte und unerforschte Räume werden automatisch angezeigt. Somit dürfte es nur sehr selten vorkommen, dass ihr euch im Spiel verlauft.

  • Resident Evil
    Resident Evil
    Release
    13.09.2002

    Aktuelles zu Resident Evil

    Lesertest SAT Film GC PC XBO Wii PS4 X360 PS1 PS3 Resident Evil: Saturn-Schocker - Leser-Test von pineline 0

    Resident Evil: Saturn-Schocker - Leser-Test von pineline

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1006318
Resident Evil
Resident Evil: Horror-Remake auf dem Gamecube - Leser-Test von Fabian1992
http://www.gamezone.de/Resident-Evil-Classic-16052/Lesertests/Resident-Evil-Horror-Remake-auf-dem-Gamecube-Leser-Test-von-Fabian1992-1006318/
12.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/04/tv000035_13_.jpg
lesertests