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  • Resident Evil Outbreak im Gamezone-Test

    Ein teambasiertes Resident Evil? Schlecht ist die Idee ja nicht - wenn zumindest die KI funktionieren würde.

    Häppchenweise und unintelligent

    Resident Evil: Outbreak ist neben den skurrilen Lichtpistolen-Ablegern der Serie sicherlich einer der ungewöhnlichsten Vertreter des weltberühmten Horrorspiels. Ihr spielt hier nämlich keine zusammenhängende Story samt dazugehöriger Spannungskurve, sondern schlagt euch in fünf völlig unterschiedlichen Szenarios mit guten alten Bekannten herum: Den Zombies. Die sind glücklicherweise genau so geblieben wie wir sie schon seit dem ersten Teil der Serie kennen - leider kann man dies vom Rest des Spiels nicht unbedingt behaupten.

    Dieser Teil der Kultserie ist eine fünfteilige Episodengeschichte, allerdings mit dem entscheidenden Umstand, dass die einzelnen Abschnitte in keinster Weise miteinander verknüpft sind. Dies hat zur Folge, dass sich eine dichte Atmosphäre oder gar die typische Resi-Stimmung nur sehr zaghaft, wenn überhaupt einstellen möchte. Zumindest sind die gewählten Szenarios für alte Fans der Serie keine Unbekannten und es macht trotz fehlender Story immer noch genügend Spaß sich durch diverse Einrichtungen von Raccoon-City oder das Umbrella Labor zu kämpfen - immer auf der Hut vor den fauligen Ausgeburten des tödlichen T-Virus.

    Die Qual der Wahl

    Resident Evil Outbreak Resident Evil Outbreak In Bezug auf die Hauptdarsteller hat man sich etwas ganz besonderes einfallen lassen: Ihr wählt nämliche euren Helden vor jedem Szenario aus acht verschiedenen Charakteren aus und bekommt zwei weitere davon in computergesteuerter Form mit an die Seite. Denn diesmal geht es ganz eindeutig um Teamplay und um die richtige Wahl der Spielfigur. Jeder der acht möglichen Protagonisten verfügt nämlich über ganz spezielle Vor- und Nachteile, die sich nicht nur etwas auf den Schwierigkeitsgrad, sondern auch auf den Ablauf der Mission auswirken. So verfügt zum Beispiel der Polizist Kevin bereits von Anfang an über eine Pistole, Doktor Hamilton über ein medizinisches Set um Heilkräuter zu verstärken, Klempner David über einen Werkzeugkasten mit dem er neue Waffen herstellen kann und Reporterin Alyssa über die praktische Fähigkeit jede Art von Schloss zu knacken. Zusätzlich hat fast jeder Charakter noch verschiedene Spezialangriffe und andere Eigenschaften auf Lager, diese müssen jedoch erst einmal von euch herausgefunden werden. Ein Reiz des Spiels liegt ganz klar darin, alle Figuren kennen zu lernen und mit deren Vor- und Nachteilen zu experimentieren. Früher oder später hat man natürlich seinen Liebling gefunden und stürzt sich fortan nur mit ihm ins Abenteuer.

    Menschen, so intelligent wie Zombies

    Resident Evil Outbreak Resident Evil Outbreak Zum Glück seid ihr nicht alleine unterwegs, denn die zwei computergesteuerten Charaktere stehen euch ja auch noch zur Seite. Besser gesagt, sie sollten euch eigentlich zur Seite stehen, denn die meiste Zeit nerven die Kameraden ganz schön oder sorgen im besten Falle noch für ein paar unfreiwillige Lacher. Dies liegt natürlich an der nur spärlich vorhandenen künstlichen Intelligenz, welche nur sehr knapp über der eurer grunzenden Widersacher liegt. Die vermeintlichen Teammitglieder laufen nämlich unentwegt und ziellos in der Gegend herum, öffnen grundlos Türen, geraten dadurch ständig in die Fänge der Zombies und sind natürlich nie dann da, wenn man sie wirklich einmal brauchen könnte. Das Beste, zu was man die Burschen überhaupt gebrauchen kann, ist als Packesel, da ihr lediglich vier (!) Plätze für euer Inventar frei habt. Deshalb werdet ihr während der gesamten Spieldauer auch von einem akuten, logistischen Problem begleitet, was dem Spielspaß auch nicht unbedingt zuträglich ist. Ihr habt allerdings auch die Möglichkeit euren Mitstreitern ganze vier Befehle mittels rechten Analogstick zu erteilen um sie somit entweder herbeizurufen oder um Hilfe oder Gegenstände zu bitten. So richtig fruchten wollen diese Kommandos aber leider nur selten, da die KI-Kameraden einen unverständlichen Eigenwillen aufweisen, welcher nicht selten ziemlich nerven kann. Denn ein teambasiertes Resident Evil wäre ja sogar eine ziemlich gute Idee gewesen, allerdings hätte man sich dann auch deutlich mehr Gedanken um die Steuerung und das Befehligen der Teamkameraden machen müssen. Das was Outbreak in dieser Hinsicht zu bieten hat, ist schon längst antiquiert und sorgt für keinerlei erwähnenswerten Spielspaß.

    Es ist aber nicht nur die schwache KI daran schuld, das der Titel nicht so richtig in die Gänge kommen will. Schuld daran ist das oftmals etwas zähe Gameplay, welches besonders in Sachen Rätsel verhältnismäßig lange Laufwege erfordert und auch nicht davor zurückschreckt euch gleich mehrere Male durch die selben Räume zu schicken. Zudem sorgt besonders auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ein schlecht getarntes Zeitlimit gegen Ende der Szenarios für recht gehetzte Aktionen. Gemeint ist eine unaufhaltsame Virusinfektion, unter der ihr früher oder später leiden werdet. Diese kann zwar durch spärlich verteilte Gegenmittel für kurze Zeit aufgehalten werden, vollständig geheilt und damit vom lästigen Zeitdruck befreit kann man nicht werden.

    Große Belohnung für harte Fans

    Resident Evil Outbreak Resident Evil Outbreak Trotzdem kommt sie stellenweise noch auf, die gute alte Resi-Stimmung. Ob es nun die durchweg sehr gute Grafik, das mehr als kultige Stöhnen der Zombies oder das längst fällige Wiedersehen mit Raccoon City war - eine kleine Spur Resident Evil steckt auch in diesem skurrilen Teil der Serie. Besonders der eigentliche Kampf gegen die untoten Gegner lässt Erinnerungen an die schönsten Teile der Serie aufflammen. Doch auch in diesem Zusammenhang hat man sich einen unschönen Fauxpas erlaubt: Es passiert nicht gerade selten, dass ihr einen Raum betretet und bereits mitten in einem der Gegner steht, da die Burschen gerne mal einfach so aus heiterem Himmel erscheinen oder schlichtweg nicht totzukriegen sind. Naja, es sind nun mal Untote, also kann man ihnen zumindest das nicht übel nehmen.

    Echte Fans der Serie werden bei genügend Durchhaltevermögen zumindest gebührend belohnt: Neben den serientypischen Geheimnissen und jeder Menge freispielbaren Bonusmaterial ist auch jedes Szenario, ja nach dem mit welchem Charakter ihr auf die Jagt geht, etwas anders ausgefallen. In einem umfangreichen Bonusmenü können von den erspielten Heldenpunkten diverse Filme, Bilder und Lieder gekauft werden - für echte Fans ein Fest. An die richtet sich wohl auch die regelrechte Flut an abrufbaren Statistikwerten und Informationen zu jedem einzelnem Szenario. Das Spiel dokumentiert so ziemlich jede Handlung des Spielers, wodurch sich unter anderem auch die abschließende Bewertung der eigenen Spielweise zusammensetzt.

    Europa bleibt offline

    In Japan und den USA war ja bekanntlich ein Onlinemodus in Resident Evil: Outbreak enthalten. Aufgrund fehlender Serverinfrastruktur ist dieser für die Serie äußerst ungewöhnliche Modus aber leider dem Rotstift zum Opfer gefallen. Ebenso wie die Festplattenunterstützung, welche beim US-Import die sehr hohen Ladezeiten auf ein angenehmes Minimum schrumpfen lies. Wir waren zwar ohnehin nicht besonders heiß darauf mit unserer Playstation online zu gehen, aber gerade einer der großen Kritikpunkte des Spiels, die mangelhafte künstliche Intelligenz, wäre beim Onlinemodus hinfällig gewesen, da die Partner dann wenigstens von halbwegs intelligenten, menschlichen Mitstreitern gelenkt worden wären. Trotz des vollständig gestrichenen Onlinemodus wirkt Outbreak aber noch lange nicht wie ein halbes Spiel - auch als Einzelgänger hat man genügend zu tun und wenn man den Kritiken der US-Kollegen glauben schenken darf, dann war der Online-Modus ohnehin nicht jedermanns Sache.

    Optisch und technisch sehr gut gelungen

    Resident Evil Outbreak Resident Evil Outbreak In technischer Hinsicht darf man den Machern von Resident Evil: Outbreak gratulieren. Die vollständig in 3D gehaltene Grafik ist für PS2-Verhältnisse fast schon spektakulär und ganz besonders die Darstellung von Feuer und Nebel ist in diesem Teil der Serie am schönsten ausgefallen. Aber auch die einzelnen Räume wurden mit enormer Liebe zum Detail ausgeschmückt und jedes einzelne Objekt sehr sorgfältig in 3D modelliert. Die virtuelle Kamera wird zwar vollständig vom Spiel gesteuert aber dies glücklicherweise auch funktioniert hervorragend und sorgt für eine professionelle Inszenierung. Auch die Modelle der Charaktere sind überaus gut gelungen und kommen stellenweise fast schon an das Niveau der hervorragenden Gamecube-Remakes heran. Der Preis dafür sind allerdings auch sehr lange Ladezeiten, die aufgrund der in Deutschland nicht erhältlichen PS2-Festplatte auch nicht verkürzt werden können. Dafür hat man wenigstens die Anpassung an die PAL-Norm sehr vorbildlich gelöst, indem man einen optionalen 60Hz Modus samt Bildschirmzentrierung und mehrsprachiger Untertitel integriert hat.

    Resident Evil Outbreak (PS2)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    sehr schöne Grafik
    viele Charaktere zum Ausprobieren
    serientypisches Setting
    jede Menge Bonusmaterial für Fans
    ordentliche Steuerung
    mehr als dämliche Team-KI
    keine Story
    spärliche Atmosphäre
    lange Ladezeiten
    umständlich gestaltete Rätsel
    viel zu kleines Inventar
    kein enthaltener Onlinemodus
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Resident Evil Outbreak
Resident Evil Outbreak im Gamezone-Test
Ein teambasiertes Resident Evil? Schlecht ist die Idee ja nicht - wenn zumindest die KI funktionieren würde.
http://www.gamezone.de/Resident-Evil-Outbreak-Spiel-29920/Tests/Resident-Evil-Outbreak-im-Gamezone-Test-989998/
17.09.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/09/TV2004091516102600.jpg
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