Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Restaurant Empire im Gamezone-Test

    Eine solide Wirtschafts-Simulation mit vielen Features aber etwas zuwenig Langzeit-motivation.

    Wurde uns vor wenigen Wochen von Konami mit "Casino Inc." eine Wirtschaftssimulation aus dem Glücksspielbereich geboten, versucht Enlight-Software nun uns mit einem Restaurant-Manager zu beglücken. Das zugehörige Gameplay könnte klarer nicht mehr definiert sein, nämlich übernimm das Restaurant des resignierten Onkels und verwandle es in eine Goldgrube um so weitere Restaurants in der Stadt aufbauen zu können. Deswegen auch der Vergleich mit "Casino Inc.", da man "Restaurant Empire" ebenfalls gleich eine komplette Stadt mitgegeben und noch so etwas wie einen Story-Mode eingebaut hat. So bekommen wir schon zum Beginn des Tutorials das berühmte Gespräch zwischen uns und dem Onkel präsentiert, welches wir in bester Multiple-Choice Manier durchzuklicken haben, wobei wir entscheiden ob wir das Restaurant alleine oder gemeinsam mit dem Onkel führen wollen, was sich auf den Schwierigkeitsgrad auswirkt.

    Bevor wir aber Hand an unser Erbstück legen können, müssen wir uns für einen der drei gebotenen Baustile entscheiden, also entweder italienisch, französisch oder amerikanisch. Idealerweise bieten wir dann auch entsprechende Gerichte in unserem Lokal an, da wir sonst der Erwartungshaltung der Gäste nicht gerecht werden, egal wie gut bezahlt unser Chefkoch ist. Haben wir uns also entschieden, gilt es erst einmal Hand an die Inneneinrichtung zu legen. Sitzplätze wollen so verteilt werden, dass wir möglichst viele Gäste unterbringen können ohne die Kellner zu blockieren, der Fußboden genauso wie der Wandschmuck will ausgewählt werden, die Toiletten und vor allem die Küche gehört vernünftig eingerichtet, Personal gehört eingestellt und zu guter Letzt muss selbstverständlich die Speisekarte erstellt werden, wobei wir darauf achten sollten, das unser Koch die gewünschten Gerichte auch herstellen kann. Was von seinem Können genauso abhängt wie von den zur Verfügung gestellten Küchengeräten.

    Ist also das Essenzielle erstellt können wir die Tore des Restaurants öffnen und auf die ersten Gäste warten. An deren Verhalten genauso wie ihren Gedanken, die man als zurückhaltender Gastgeber selbstverständlich lesen kann, können wir erkennen ob ihnen das Mal mundet oder was ihnen weniger gefällt. So kommen wir langsam dahinter worauf die Gäste Wert legen oder was ihnen überhaupt nicht schmeckt. Schaffen wir es so die Bewertung unseres Lokals zu steigern, dürfen wir zur Belohnung unser Restaurant mit allerlei Staffage ausstatten, wie besonders großen und auffälligen Schildern und Aufbauten oder etwas dezenter ein goldener Stern an der Eingangstür. Auch zusätzliche Stockwerke sind möglich, oder bei entsprechendem Umsatz gleich ein weiteres Restaurant.

    Das gebotene Interface ist nach dem etwas trocken präsentierten aber ausführlichem Tutorial leicht und schnell zu bedienen, auch wenn die Bedeutung so manches Icons nicht auf Anhieb zu erkennen ist. Besonders die Schaltfläche zum drehen der Gegenstände sorgt Anfangs etwas für Verwirrung, da sich angeklickte Gegenstände nicht wie erwartet drehen, sondern auf einen Schlag verschwinden um daraufhin wieder neu gesetzt werden zu können. Wehe dem der daneben klickt und den Gästen den Stuhl unterm Hintern wegzieht. Generell nämlich hat das Interface kleinere Probleme beim Drehen der Gegenstände. Mitunter nämlich weigert sich eine Tür standhaft sich in die richtige Position, als entlang der Mauer und nicht quer dazu, auszurichten, erst wenn wir den Blickwinkel der Kamera(!) verdrehen versteht uns auch das Interface wieder.
    Die verwendete Grafik erinnert mit ihren doch recht eckigen Charakteren etwas an die Sims, da Beine und Arme nur aus grob geschnitzten Vierkanthölzern zu bestehen scheinen und sich die Gesichter der Gäste auch recht bald zu wiederholen beginnen. Von den Händen ohne Finger wollen wir erst gar nicht anfangen zu Reden. Die Innenansicht der Lokale hingegen bietet mit ihren vielen möglichen Details und den geschäftigen Personen wenig Anlass zur Kritik, wohl auch deswegen weil einem nichts besonders Negatives ins Auge fällt. Auf Wunsch lassen sich die Mauern durchsichtig schalten um eine bessere Übersicht zu erhalten und das Drehen und Zoomen der Ansicht geht angenehm flott von der Hand und benötigt zudem nur eine einzige Maustaste.
    Die Stadtansicht dafür kann man eher als Funktionell bezeichnen, da sich die Stadt recht leer gibt und auch viel zu sauber und aufgeräumt aussieht um einen echten Eindruck entstehen zu lassen. Um allerdings von Lokal zu Lokal zu navigieren reicht es allemal.

    Die Soundkulisse darf man hingegen als etwas belanglos, fast schon langweilig bezeichnen. Die gebotenen Melodien nämlich scheinen dem nie leer werdenden internationalem Fahrstuhlfundus entnommen zu sein und die Stimmen der Personen kann man kaum mehr als solche identifizieren. Ein beschwerender männlicher Gast z.B. hört sich eher an wie ein Elch auf der Brunft und der entschuldigende Kellner gibt Geräusche von sich die nicht von dieser Welt sein können. Der Vorteil dieses Gebrabbels scheint zu sein, dass man keinerlei Ähnlichkeit zu irgendeiner existierenden Sprache feststellen kann, sich somit also kein Spieler der Welt angesprochen fühlen muss. Für mein persönliches Empfinden aber hat man es hier etwas übertrieben, denn es würde einem italienischem Koch ganz gut zu Gesicht stehen, würde er seine Gäste in der Muttersprache begrüßen, statt etwas Unverständliches in seinen Bart zu nuscheln.

    Sich eine Meinung über das Gameplay zu bilden fiel mir bei diesem Titel besonders schwer. Denn zum einen ist es schon ein Spaß, sich sein Restaurant auszustatten und die Speisekarten zu optimieren, auf die Gäste zu achten und sich immer neue Gerichte auszudenken. Auf der anderen Seite aber springt selbst nach längerer Spielzeit der erwartete Funke nicht über, besonders der eingefügte Aktionpart, welcher den Spieler in die Person des Neffen drängt, wirkt aufgesetzt und unpassend. So hat man eigentlich nur Spaß an dem Fakt das einzelne Restaurant soweit wie möglich zu optimieren um sich dann dem nächsten zu widmen.

    Restaurant Empire (PC)

    Singleplayer
    6,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Recht solide und umfangreiche Simulation ohne auffällige Schwächen
    Sehr belangloser Soundtrack
    nach dem Vollausbau des ersten Restaurants lässt die Motivation etwas nach
  • Restaurant Empire
    Restaurant Empire
    Publisher
    Vidis Electronic Vertriebs GmbH (DE)
    Developer
    Enlight Software Ltd. (HK)
    Release
    17.04.2003

    Aktuelle Simulation-Spiele Releases

    Cover Packshot von Landwirtschafts-Simulator 17 Release: Landwirtschafts-Simulator 17 Focus Home Interactive , Giants Software
    Cover Packshot von Into the Stars Release: Into the Stars
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989250
Restaurant Empire
Restaurant Empire im Gamezone-Test
Eine solide Wirtschafts-Simulation mit vielen Features aber etwas zuwenig Langzeit-motivation.
http://www.gamezone.de/Restaurant-Empire-Spiel-29948/Tests/Restaurant-Empire-im-Gamezone-Test-989250/
23.04.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/snap1749.jpg
tests