Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Return Fire: Flaggenklau mit viel Radau - Leser-Test von TAPETRVE

    Return Fire: Flaggenklau mit viel Radau - Leser-Test von TAPETRVE Reichart Kurt Baron von Wolfsheild. Klingt nach dem klassischen Stereotyp eines Super-Duper-Nazi-Bösewichts, wie man ihn aus Abenteuerfilmen der Marke "Indiana Jones" und Konsorten kennt. Hinter dem pseudo-germanisch anmutenden Namen steckt allerdings eine durchaus reale Persönlichkeit, welche bereits in den 80ern von sich reden machte. Anno dunnemals hatte der Baron ein Spiel für den Amiga auf den Markt geworfen, welches mit seinem Spielprinzip Vorreiter für einen heutigen Standard im Genre der Multiplayer-Actionspiele werden sollte. Das Spiel hieß "Firepower" - Und das Spielprinzip kennt man unter dem Namen "Capture the Flag". Das klassische Kinderspiel wurde hierfür in den Regeln erweitert und kurzerhand in ein satirisch angehauchtes Kriegsszenario verlagert. Die Spieler bretterten mit schwer bewaffneten Panzern durch das gegnerische Lager, legten Gebäude in Schutt und Asche und walzten Fußsoldaten zu blutigem Klump, begleitet von befriedigenden "Matsch"-Geräuschen aus den Lautsprechern. Wenn der Weg zur feindlichen Flagge freigebombt war, wurde die Flagge geschnapt, optional noch herumlaufende Zivilisten aufgesammelt und ab ging der Weg zurück zur eigenen Basis - Natürlich nicht, ohne auf dem Weg noch ein paar herumstehende feindliche Soldaten mit sadistischem Grinsen zu zermalmen. Das Spielprinzip war absolut simpel - Und gerade deswegen unheimlich spaßbringend. Selbstverständlich auch wegen der netten roten Pfützen und der lustigen "Matsch"-Sounds. Aus letzterem Grunde griff die damalige BPjS auch schnell ein und beförderte das böse Spiel ganz schnell auf den Index.

    Einige Jahre später versuchte sich Baron R.K. von Wolfsheild mit einem Nachfolger zu seinem Klassiker: Anno 1994 erschien auf dem 3DO das Actionspektakel "Return Fire", welches kurz darauf für Windows-PC und Sony Playstation umgesetzt wurde. Auch eine Version für den Sega Saturn war geplant, wurde aber mangels Erfolg der Konsole nie fertiggestellt.

    "Return Fire" orientiert sich stark an seinem Vorgänger, das Spielziel hat sich nicht verändert: Nach wie vor gilt es, die feindliche Basis zu infiltrieren, die Flagge des Widersachers zu stibitzen und ins eigene Fort zu bringen, während der Gegner natürlich anders herum das Selbe versucht. Zumindest im für zwei Spieler angelegten Turnier-Modus, dem Herzstück des Spiels. Einzelspieler dürfen sich im Trainingsmodus durch immer stärker bewachte Feindbasen bomben, um sich mit der eigenen Kriegsmaschinerie und dem Terrain vertraut zu machen. Und somit wären wir bei den spielerischen Neuerungen: In "Return Fire" hat der Spieler, anders als im Vorgänger, ganze vier grundverschiedene Vehikel zur Auswahl. Der klassische Panzer rollt dabei ziemlich flott durchs Gelände und erreicht auch eine hohe Feuergeschwindigkeit, obendrein lässt sich der Geschützturm um 360 Grad schwenken. Mit mehr Feuerkraft und besserer Panzerung kommt das ASV (Armored Support Vehicle - Gepanzertes Unterstützungsfahrzeug) daher, welches schwere Raketen verschießt und im Zweispielermodus obendrein Minen legen kann. Der Preis für so viel geballte Power ist natürlich eine gewisse Schwerfälligkeit. Weitaus wendiger kommt da der Hubschrauber daher, welcher für die Aufklärung der Karte unverzichtbar ist - Denn die Kämpfe werden in "Return Fire" auf Inseln ausgetragen, so dass viel Wasser den direkten Weg zum Gegner verbaut und die Basen lediglich durch leicht zerstörbare Brücken verbunden sind. Mit einem Helikopter ist es ziemlich wurscht, wie weit sich der Landweg zum Feind zieht, man fliegt über Meer und Wälder einfach hinweg. Aufgrund seiner Wendigkeit steuert sich der Hubschrauber allerdings recht diffizil, weswegen man ihn trotz der Fähigkeit zum seitwärtigen Fliegen tunlichst aus dem Kreuzfeuer feindlicher Geschütze heraushalten sollte. Dafür verfügt er über die mächtigste Bewaffnung im Spiel und zerbläst die dicksten Mauern mit wenigen Treffern zu Staub. Und dann wäre da noch der Jeep, das wichtigste Fahrzeug im Spiel. Dieser kleine Flitzer verfügt weder über Panzerung, noch über eine nennenswerte Bewaffnung. nach einem Treffer geht er in Rauch auf und die Handgranaten, die der Beifahrer aus dem Fenster wirft, taugen zu nichts anderem als dem Zerstören von Bäumen. Dennoch ist ein Verlust des Jeeps gleichzusetzen mit einer Niederlage, denn dieses Fahrzeug ist die einzige Möglichkeit, die gegnerische Flagge zu transportieren. Immerhin handelt es sich bei dem Jeep um ein Amphibienfahrzeug, so dass man mit ihm notfalls auch (sehr langsam) über Wasser fahren kann - Unerlässlich, wenn etwa die einzige Brücke zur Feindbasis vermint oder gar zerstört ist. Im Übrigen gibt es zwei Steuerungsschemata: Standardgemäß fährt bzw. fliegt das jeweilige Vehikel so wie in der Realität. Panzer, ASV und Hubschrauber können sich auf der Stelle drehen, während der Jeep gezwungenermaßen einen gewissen Wendekreis hat. Alternativ lassen sich die Maschinen auch relativ zum Bild lenken, was konkret heißt: Das Gefährt bewegt sich vehement in die auf dem Steuerkreuz gedrückte Richtung. Diese Methode scheint zwar auf den ersten Blick einfacher, nimmt den Fahrzeugen aber aufgrund der Beschränkung auf die mangels Analogsteuerung vom Pad vorgegebenen 8 Wege vollständig ihre Wendigkeit und ist somit unbrauchbar. Die Standardbedienung ist völlig in Ordnung und deckt sich mit der Steuerung von ähnlichen Spielen, z.B. der "Strike"-Serie.

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 03/2017 PC Games Hardware 03/2017 PC Games MMore 03/2017 play³ 03/2017 Games Aktuell 03/2017 buffed 12/2016 XBG Games 01/2017 N-Zone 03/2017 WideScreen 03/2017 SpieleFilmeTechnik 02/2017
    PC Games 03/2017 PCGH Magazin 03/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1006436
Return Fire
Return Fire: Flaggenklau mit viel Radau - Leser-Test von TAPETRVE
http://www.gamezone.de/Return-Fire-Spiel-29969/Lesertests/Return-Fire-Flaggenklau-mit-viel-Radau-Leser-Test-von-TAPETRVE-1006436/
04.09.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/02/return_fire_a.jpg
lesertests