Ridge Racer Vita im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Das unverwüstliche Gameplay macht immer noch Spaß, der Umfang des Rennspiels ist jedoch sehr fragwürdig ausgefallen.

Es vergeht eigentlich kein Launch eines PlayStation-Systems, ohne ein neues Ridge Racer. Auch die PS Vita muss auf die bekannte Rennspielserie nicht verzichten. Allerdings musste der Titel schon von Anfang an viel Kritik wegen des geringen Umfangs und der DLC-Politik einstecken. Lohnt sich der Kauf dennoch?

Sehr wenig Umfang

Ridge Racer Vita Ridge Racer Vita Der Umfang von Ridge Racer für die PS Vita ist der größte Kritikpunkt. Auf der Cartridge werden lediglich fünf Wagen und drei Strecken mitgeliefert. Hinzu kommt noch, dass sowohl die Wagen als auch die Rennkurse (Southbay Docks, Harborline 765 und Highland Cliffs) alle aus den Vorgängern bekannt sind. Es wird also fröhlich das übliche Recycling betrieben. Und die Boliden fahren sich ohnehin alle gleich. Immerhin hat Namco Bandai in Europa der Download- und Retail-Version einen kostenlosen Goldpass beigelegt, mit dem man im Februar und März drei weitere Strecken (ebenfalls bekannt aus den Vorgängern), fünf zusätzliche Fahrzeuge sowie einige neue Musik-Tracks bekommt. Gebrauchtkäufer müssen da natürlich passen, ebenso wie Offline-Spieler.

Dieses externe Embedding ist leider nicht mehr verfügbar.

Ridge Racer Vita Ridge Racer Vita Auch wenn das Spiel nur 30 Euro kostet und die Kurse auch rückwärts gefahren werden dürfen, ist das einfach viel zu wenig Inhalt. Einen Karriere-Modus gibt es auch nicht. Ähnlich wie bei Gran Turismo für die PSP sucht man sich Strecken sowie Wagen aus und legt gegen sieben Gegner los, die in anderen Versionen auch schon mal zahlreicher waren. Neben den Einszelrennen darf man an Zeitfahrten teilnehmen oder gegen Geisterdaten von anderen Spielern antreten. Die Online-Events sind eigentlich recht interessant. Hier treten acht Spieler online oder lokal gegeneinander an. Das macht auch soweit recht viel Spaß.

Ridge Racer Vita Ridge Racer Vita Zudem sammelt man für sein Team (insgesamt gibt es vier) Punkte für eine globale Weltrangliste. Dabei werden übrigens auch die Punkte der Offline-Rennen berücksichtigt. Abhängig vom Tag, kann es vorkommen, dass ein bestimmtes Team als Feind gewählt wurde. Schlägt man die passenden Fahrer, winken Extra-Punkte. Ein witziger Einfall ist die Tatsache, das man bei einem Erfolg zu einem kurzen Interview in Textform gebeten wird. Der Mehrspieler-Modus ist insgesamt eine große Stärke von Ridge Racer, denn auch das Match-Making funktioniert recht gut. Sucht man aber nach einer Lobby ohne Rangbegrenzung, trifft man entweder auf völlig überlegene oder eben unterlegene Opponenten, die ihre Wagen vielleicht schon mit allerlei Extras ausgestattet haben.

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