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  • Rise of Legends im Gamezone-Test

    Kann das Spiel mit neuen Features und einer mystischen Fantasywelt an den großen Erfolg des Vorgängers anknüpfen?

    Mit "Rise of Nations" bereicherten Brian Reynolds uns sein Team von Big Huge Games das Genre um einen zeitlosen Klassiker, der vor allem durch seine enorme Spieltiefe überzeugen konnte. Nicht ohne Grund wurde das Erstlingswerk der Spieleschmiede gleich mehrfach zum Spiel des Jahres gekürt. Mit dem Nachfolger "Rise of Legends" will man nun an diesen großen Erfolg anknüpfen. Haben die zahlreichen Neuerungen die Serie in die richtige Richtung vorangetrieben? Unser Test beantwortet diese und viele andere Fragen.

    Rise of Legends Rise of Legends Im Gegensatz zum preisgekrönten "Rise of Nations" basiert der inoffizielle Nachfolger nicht auf der den letzten 6000 Jahren der Menschheitsgeschichte, sondern entführt euch in eine völlig neuartige Fantasywelt namens Aio, die definitiv nichts mit Orks, Goblins und Elfen zu tun hat. Die drei konkurrierenden Fraktionen wurden dabei mit sehr viel Liebe zum Detail kreiert und sind von sehr unterschiedlichen Vorlagen inspiriert worden. Die Technologie der treffend bezeichneten "Vinci" geht beispielsweise auf die Erfindungen von Leonardo da Vinci zurück und überrascht mit gigantischen Flug- und Dampfmaschinen sowie mächtigen Robotern auf dem Schlachtfeld. Im zweiten Abschnitt der dreiteiligen Kampagne trefft ihr dann auf die "Alin", für die man sich sehr stark von arabischen Märchen hat inspirieren lassen. Hier steht die Magie im Vordergrund und stellt euch mächtige Flaschengeister, Sandstürme und Feuerdrachen in den Weg. Im Laufe des Spiels werden aber auch Allianzen geschmiedet und so kommt man in den besonderen Genuss alle drei Fraktionen ausgiebig spielen zu können. Das letzte Kapitel der ca. 20 Spielstunden umfassenden Kampagne lässt euch schließlich mit den "Cuotl" in die Schlacht ziehen. Diese Fraktion hat wiederum viele Ähnlichkeiten mit den alten Bauwerken und Göttern der Maya-Kultur, jedoch hat man sich zusätzlich von Erich von Dänikens Pseudowissenschaft inspirieren lassen. Die Stärke der Cuotl liegt nämlich in ihrer außerirdischen Hochtechnologie, mit der sie in der Lage sind, fliegende Festungen, riesige Blitztürme und mobile Atomreaktoren zu bauen.

    Mehr Story, mehr Kampagne, mehr Spielspaß?

    Rise of Legends Rise of Legends Ein Kritikpunkt des Vorgängers war das Fehlen einer handfesten Story und sogar auf eine zusammenhängende Kampagne musste bei "Rise of Nations" noch verzichtet werden. "Rise of Legends" geht hier schon völlig andere Wege und bietet neben einer spannenden Hintergrundgeschichte auch noch eine taktisch wie spielerisch höchst anspruchsvolle Einzelspieler-Kampagne. Die erzählte Geschichte handelt von einem Erfinder namens Giacomo, der sich mit den Vinci in zahllosen Kämpfen gegen die anderen Fraktionen behaupten muss. Auf seiner spannenden Reise quer durch die Welt Aio lernt er auch viele neue Freunde kennen, welche ihm in den späteren Missionen gegen die "Cuotl" als mächtige Helden zur Seite stehen werden. Die mit Überraschungen, Verrat und Intrigen gespickte Story wird von wunderschönen Zwischensequenzen und sehr gut ausgearbeiteten Charakteren begleitet, was nun auch die Einzelspieler langfristig an die Maus fesseln dürfte.

    Rise of Legends Rise of Legends Für die Kampagne hat man sich zwar ein wenig am "Conquer the World"-Modus des Vorgängers orientiert, aber gleichzeitig auch die spielerische Freiheit zu Gunsten der Story beschnitten. Wer die offene Welteroberung am Vorgänger besonders geschätzt hat, könnte ein bisschen enttäuscht sein, da man nun deutlich linearer durch das Spiel geführt wird. Nachdem euch die ersten paar Tutorial-Missionen mit der Steuerung, den Grundlagen und der Hintergrundgeschichte des Spiels vertraut gemacht haben, findet ihr euch mit dem Helden Giacomo auf einer riesigen Weltkarte wieder. Hier wählt man wie in den guten alten Zeiten der Echtzeit-Strategie die nächste Mission, kann aber noch auf vieles mehr Einfluss nehmen. Jedes eroberte Stückchen Land auf der strategischen Weltkarte bringt taktisch wichtige Punkte ein, welche vor der nächsten Mission in verschiedene Upgrades investiert werden können. Mit militärischen Punkten lässt sich beispielsweise die vorhandene Armee bei Missionsbeginn aufstocken, mit Punkten für die Forschung können die Einheiten in ihrer Stärke langfristig verbessert werden und wer seine Helden aufrüstet, darf auf stärkere Spezialangriffe zurückgreifen. Schließlich können auch noch die Städte auf der strategischen Karte verbessert werden, was euch wiederum mit jedem Zug weitere Bonuspunkte für die drei anderen Upgrade-Möglichkeiten beschert und die eroberten Gebiete gegen feindliche Angriffe sichert. Wer seine verdienten Taktik-Punkte also auf der strategischen Karte geschickt verteilt, hat dadurch während der im Vordergrund stehenden Echtzeit-Missionen entscheidende Vorteile. Auch müsst ihr nicht jedes einzelne Fleckchen Land auf der Karte durch das Bestehen einer zeitaufwendige Bonusmission erobern, allerdings warten hier zusätzliche Taktik-Punkte auf euch, die sich gegen Ende des Kapitels als äußerst nützlich erweisen könnten.

    Erstklassige Echtzeit-Strategie

    Rise of Legends Rise of Legends Obwohl die strategische Karte viel Tiefgang und spielerische Möglichkeiten bietet, verbringt man auch in "Rise of Legends" die meiste Zeit in den Missionen, welche zwar nach dem Spielprinzip klassischer Echtzeit-Strategie ablaufen, aber gleichzeitig jede Menge einzigartiger Besonderheiten mitbringen. Dabei sind viele der bewährten Innovationen des Vorgängers erhalten geblieben: Beispielsweise die dynamischen Landesgrenzen, welche die Einnahme und den Ausbau neuer Städte zu einem der wichtigsten Ziele überhaupt machen. Auch die unerschöpflichen Ressourcen sind diesmal wieder mit dabei, wodurch die Spielgeschwindigkeit und die Gameplay-Möglichkeiten gegen Ende eines Matches sehr rasant zunehmen. Nachdem man die neuen Fraktionen und den novellierten Städtebau des Spiels aber einmal ausprobiert hat, fällt schnell auf, dass sich hinter der schillernden Fassade gar nicht mal so viel getan hat. Denn in der Praxis wird man sehr häufig an "Rise of Nations" erinnert, da sich der Ablauf eines Matches nicht viel unterscheidet und die wirklich wichtigen Stärken des Spiels nach wie vor die oben beschriebenen Features des Vorgängers sind.

    Rise of Legends Rise of Legends Der Städtebau wurde zwar vereinfacht, allerdings spielt jetzt die Taktik nun eine zentralere Rolle. Anstelle von einzelnen Gebäuden erschafft man hier per Mausklick gleich ganze Stadtviertel, welche jeweils unterschiedliche Aufgaben haben: Ein militärischer Distrikt erhöht beispielsweise das Einheitenlimit und verbessert gleichzeitig die Abwehr eurer Stadt. Das Marktviertel steigert unter anderem das Einkommen der beiden Ressourcen "Timonium" und "Wohlstand" wohingegen das Industrieviertel neue Forschungspunkte spendiert, welche Schrittweise in diverse Entwicklungen investiert werden können. Diese verbessern beispielsweise die Produktion der Einheiten, die allgemeine Gebäudestärke oder treiben abermals den Abbau der Ressourcen an. Wer schließlich auch noch ein Palastviertel anbaut, macht aus der Kleinstadt schließlich eine Großstadt oder gar Metropole, was die Effizienz aller Viertel abermals verbessert. Natürlich können neben den verschiedenen Stadtvierteln auch weiterhin freistehende Gebäude auf der Spielkarte platziert werden, dabei handelt es sich hauptsächlich um Verteidigungseinrichtungen, Gebäude zur Einheitenproduktion und zum Erforschen neuer Upgrades. Spezielle Baueinheiten sind dazu nicht mehr erforderlich, es genügen zwei Klicks und schon sprießt das neue Bauwerk an der gewünschten Stelle aus dem Boden.

    Rise of Legends Rise of Legends Um an neue Städte und damit schützende Basen zu gelangen, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man belagert die neutrale oder feindliche Stadt solange, bis man sie mit seinen Soldaten einnehmen kann oder man erkauft sich die Herrschaft ganz einfach mit einer Stange Geld - allerdings geht das nur solange der Gegner die Stadt noch nicht für sich beansprucht hat. Außerdem finden sich auf den trickreich gestalteten Karten auch neutrale Siedlungen, die im Falle einer Übernahme einzeigartige Spezialeinheiten produzieren und damit einen weiteren taktischen Vorteil im Kampf einbringen können. Wie bereits beim Vorgänger ist man ständig dazu gezwungen sein Machtgebiet zu vergrößern und verschafft sich mit der Einnahme von immer mehr Städten und Siedlungen auch immer mehr wichtige Vorteile - wer sich also das ganze Spiel über in seiner Hauptbasis verschanzt, hat bereits verloren.

    Rise of Legends Rise of Legends Keine moderne Echtzeit-Strategie ohne Helden: Auch "Rise of Legends" verfügt über insgesamt 14 verschiedene Helden, welche ihr im Laufe der Kampagne nach und nach freischalten könnt. Darunter ist natürlich auch der zentrale Held Giacomo, der mit einem gigantischen Roboter durch feindliche Armeen stapft oder seine Verbündete Lenora, die als fliegende Heldin den Luftraum unsicher macht. Neben den genretypischen Helden gibt es schließlich noch die so genannten Masterunits, welche so etwas wie nahezu unbesiegbare Titanen darstellen. Natürlich kostet es ein Vermögen an Ressourcen und Forschungen um diese Kolosse überhaupt erst bauen zu können, doch wenn man erst mal mit dem "Glass Dragon" der Alin, dem "Land Leviathan" der Vinci oder der "Stadt der Vergeltung" der Quotl quer durch eine feindliche Armee gepoltert ist, möchte man diesen Spaß so schnell nicht mehr missen.

  • Rise of Legends
    Rise of Legends
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Big Huge Games
    Release
    26.05.2006

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Rise of Legends
Rise of Legends im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Rise-of-Legends-Spiel-30282/Tests/Rise-of-Legends-im-Gamezone-Test-990798/
31.05.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/04/legends_2006-04-07_11-07-21-43.jpg
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