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  • Rise of Nations: Monumentales Strategiespektake - Leser-Test von CONQUEROR

    Rise of Nations: Monumentales Strategiespektake - Leser-Test von CONQUEROR Lang erwartet und jetzt endlich da: Rise of Nations von Brian Reynolds setzt neue Maßstäbe für Strategiespiele und schafft das, was bisher noch nie so richtig gelungen ist: Die perfekte Verquickung von Runden- und Echtzeitmodus!
    Sie kennen das: Gerade hat man es sich auf dem Thron so richtig gemütlich gemacht, da kommen schon die neidischen Nachbarn, um sich ein Stück vom großen Kuchen abzuschneiden. Da hilft nur eins: Angriff ist die beste Verteidigung - doch wie soll man den Bösewichtern am besten beikommen, haben die doch schließlich ihren Hauptsitz auf einem unzugänglichen und stark befestigten Landstrich. Solche und andere Fragen müssen sie sich im neuen und kreuzinnovativen Welteroberungs-Modus von Rise of Nations dauernd stellen. Sie finden sich hier nach Wahl einer der 18 Nationen auf einer Weltkarte wieder und sehen zunächst mal nur bunte Farben. Wem das jetzt bekannt vorkommt: Richtig - dieser Modus erinnert stark ans Kult-Brettspiel Risiko. Zunächst einmal machen wir uns daran, unser noch kleines Imperium auszubauen. Mit unserer verfügbaren Armee fallen wir also prompt im Nachbarland ein, wobei das Spiel nun in den Echtzeit-Modus springt. Hier bauen wir unter Zeitbeschränkung Städte, Festungen und Einheiten, um dem Gegner anschließend saures zu geben. Übermütige seien aber gewarnt: Wer das Spiel zum ersten Mal startet, sollte lieber den einfachsten der Schwierigkeitsgrade nehmen, sonst plättet einen der Gegner nämlich schneller als es das recht komplexe Spielsystem vermag. Ein Grund zur Umstellung gegenüber den meisten anderen Echtzeitspielen ist da zunächst einmal die Tatsache, dass alle sechs Rohstoffe unbegrenzt vorhanden sind. Reichtum, Nutzholz, Eisen, Nahrung, Öl und Wissen sind der Grundstock für den Bau von Einheiten und Gebäuden sowie zur Erforschung neuer Technologien in der Bibliothek. Hier findet sich eine besondere Innovation: Sie forschen während des Spiels in 4 verschiedenen Hauptgebieten, nämlich Militär, Handel, Staatswesen und Wissenschaft. Zusätzlich können sie ins jeweils nächste Zeitalter aufsteigen. Das Startzeitalter wird dabei von der Rundenkarte bestimmt, wo sich alle 3 Runden ein Fortschritt um ein Zeitalter ereignet. Laufen sie am Anfang noch mit Bogenschützen und Reitern über die Felder, werden es später Musketiere und schließlich Panzer sein. Aber zurück zu den Technologien - diese sind in vielen Bereichen von Bedeutung. Militärforschung vergrößert die Bevölkerungsgrenze und ermöglicht den Zugriff auf fortgeschrittene Technologien, die sie dann in den Kasernen, Panzerfabriken usw. erforschen können. Staatswesen wird für die Erforschung der Besteuerungstechnologien benötigt, die ihnen nach und nach mehr Geld aufs Konto fließen lassen. Außerdem erhöht sie die Landesgrenzen - doch dazu später. Handel erhöht ihre Handelsgrenzen. Dies ist die maximale Geschwindigkeit, mit der die Rohstoffe ihnen zufließen. Wenn sie zum Beispiel mehr Felder bauen, rattert die Zahl für Nahrungseinheiten rattert entsprechend schneller nach oben.
    Wissenschaft schließlich liefert ab einer bestimmten Stufe bessere Aufklärung und betet zudem Zugriff auf die Forschungs-Upgrades, welche ihre Gelehrten in den Akademien schneller Wissen produzieren lassen. Zu fast jeder Rohstoffart gibt es ein zugehöriges Gebäude, in dem sich Technologien dazu erforschen lassen und welches die Förderung innerhalb einer Stadt anregt. Haben sie zum Beispiel eine Gießerei in einer Stadt, fördern die umliegenden Minen effektiver. Mit den Städten sind wir auch gleich beim nächsten Punkt. Im Gegensatz zu anderen Spielen dienen sie einem nämlich nicht nur als Basis, sondern weiten auch die Landesgrenzen aus. Dadurch ist es möglich, sich mehr oder weniger friedlich über die Karte vorzuarbeiten. Burgen haben hierbei die gleiche Wirkung und dienen gleichzeitig als Bastionen gegen aufdringliche Gegner. Hier können sie auch Generäle und Spione rekrutieren. Erstere sind hierbei besonders wichtig. Sie lassen eigene Truppen unsichtbar werden, oder sich eingraben. Sollten sie einen Eroberungsfeldzug starten, dürfen zudem Versorgungswagen nicht fehlen - sonst verlieren ihre Einheiten im Feindesland kontinuierlich Lebenspunkte - was die Wagen natürlich auch zu bevorzugten Angriffszielen macht. Während sie sich so Stück um Stück voranarbeiten, werden ihnen die seltenen Rohstoffe auffallen, von denen es insgesamt 32 gibt. Schicken sie einen ihrer Händler dorthin, baut der dort prompt einen Handelsposten und sie profitieren für dieses Spiel von den Boni. Diese reichen von billigerer Forschung über günstigere Einheiten bis zur automatischen Reparatur von Schiffen auf See. Auf der Weltkarte gibt es übrigens auch Gebiete, auf denen diese Ressourcen vorhanden sind. Bei Einnahme des Landstrichs erhalten sie die Boni dann in jeder Eroberungsschlacht.
    Und wer so fleißig aufbaut, der darf hinterher natürlich auch alles zu klump hauen - oder wenigstens die feindliche Hauptstadt, denn die ist fast immer das Ziel. Neben diesen Missionen gibt es aber auch andere, wie zum Beispiel mit einer handvoll Einheiten einen gegnerischen Stützpunkt ausheben. Sie bedienen sich bei den Kämpfen sowohl verschiedener Soldaten als auch Kanonen, Kavalleristen und später Panzer. Ein Schere-Stein-Papier-Prinzip verleiht dem Spiel dabei taktische Tiefe - Klar, Panzer sind gut gegen Panzerspähwagen, aber wenn Infanteristen mit Rak-Werfern anrücken...
    Normalerweise kommen sie also nicht um eine ausgewogene Streitmacht herum, wenn sie Städte einnehmen wollen. Hier offenbart sich auch ein Nachteil des Spiels: Da die Ressourcen unbegrenzt sind, kommt es meist darauf an, wer schneller für Nachschub sorgen kann - also wer die meisten Fabriken besitzt. Haben sie alle Zeitalter durchlaufen, dürfen sie am Ende 4 Super-Technologien erforschen, die extreme Vorteile für die Laufende Schlacht bringen. Der Raketenschild zum Beispiel wehrt Nukleare Ärgernisse ab - welche übrigens schnell zur Geißel der Menschheit werden können. Nach dem ersten Atompilz beginnt ein Countdown, der sich immer dann um eins verringert, wenn wieder eine Kernwaffe fällt. Ist dieser Countdown abgelaufen, kommt der Nukleare Winter und für alle Parteien heißt's Game Over.
    Zurück auf der Weltkarte, offenbaren sich bald weitere Tricks und Kniffe, die man einsetzen kann, um seinen Gegnern saures zu geben. Haben sie mehrere Armeen (eine pro Versorgungszentrum, welche sie durch Provinzen bekommen) können sie den Gegner in einem Landstrich überrennen. Dazu müssen sie in den angrenzenden Provinzen mindestens zwei Armeen mehr als der Gegner haben - dann wandert der Landstrich kampflos in ihr Imperium über. Reicht's nicht ganz, liefern angrenzende Armeen immerhin noch Nachschub in Form von in der Schlacht auftauchenden Truppen. Alternativ können sie auch eine Ereigniskarte ausspielen - und zwar sowohl vor einer Schlacht als auch auf der Weltkarte. Diese Karten bringen ihnen Forschungsboni oder zusätzliche Truppen, Rohstoffe etc. während einer Schlacht. Auf der Weltkarte lässt sich eine Provinz damit schwächen, oder per Verrat gar ganz einnehmen. Oder sie bauen ein Weltwunder, von dem sie fortan profitieren.
    Mit ihrem Tribut (die Währung ihres Imperiums auf der Übersichtskarte) können sie nicht nur Ereigniskarten kaufen, sondern auch Landstriche befestigen, was ihnen Vorteile bei einem gegnerischen Angriff bringt. Die verschiedenen Nationen sind alles andere als gleicht, denn sie weisen besondere Stärken auf - So haben die Deutschen eine besonders Leistungsfähige Industrie, bei den Russen hingegen ist der Verschleißschaden des Gegners auf ihrem Territorium doppelt so hoch. Zudem hat jedes Land Spezialeinheiten, di meist munter über die Zeitalter verteilt sind - am Beispiel der Deutschen ist dies zum Beispiel der Tiger-Panzer.
    Rise of Nations bereichert das Strategiegenre mit einer ordentlichen Prise Tiefgang, sowie innovativem Welteroberungs-Modus, der einen viele Wochen und Monate beschäftigt. Neue Maßstäbe setzt es aber auch in punkto Bedienungskomfort. So suchen sich die Arbeiter je nach Einstellung neue Arbeit alleine und man hat die Möglichkeit, sofort bei der Produktionsstadt zu bestimmen, ob die neuen Arbeiter nun zum Steinbruch, Holzfällerlager usw. gehen sollen. Grafik und Sound sind schön gelungen obwohl sämtliche Sprachausgabe fehlt. Verschiedene Grafiksets entschädigen da aber schnell.
    Wahre Strategen werden ihre helle Freude haben, Neulinge könnten von der enormen Komplexität jedoch abgeschreckt werden. Noch eine Bemerkung zum Schluß: Leider ist die deutsche Übersetzung nicht so gut gelungen, was so ziemlich der einzig wirkliche Kritikpunkt des Spiels ist.

    FAZIT: Gerade für Profis uneingeschränkt empfehlenswert

    Negative Aspekte:
    Übersetzung nur mittelmäßig

    Positive Aspekte:
    Unglaublich umfangreich, innovativ, sehr gute Bedienung

    Infos zur Spielzeit:
    CONQUEROR hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Rise of Nations

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: CONQUEROR
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.2/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Rise of Nations
    Rise of Nations
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Big Huge Games
    Release
    23.05.2003

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

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998445
Rise of Nations
Rise of Nations: Monumentales Strategiespektake - Leser-Test von CONQUEROR
http://www.gamezone.de/Rise-of-Nations-Spiel-30283/Lesertests/Rise-of-Nations-Monumentales-Strategiespektake-Leser-Test-von-CONQUEROR-998445/
27.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/05/Grenzschlacht.jpg
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