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  • Rise of Nations im Gamezone-Test

    Neues Futter für Echtzeit-Strategen! Rise of Nations überzeugte uns auf ganzer Line und gehört in jede Sammlung!

    6000 Jahre mit einem Klick

    Brian Reynolds und sein Team haben schon einiges an Erfahrung was Strategiespiele anbelangt. Die Gründer von Big Huge Games waren bereits Lead Designer bei Civilization 2 und Alpha Centauri und haben mit Rise of Nations als Erstlingswerk ihrer neuen Firma einen absoluten Volltreffer abgeliefert.

    In erster Line ist Rise of Nations natürlich ein Echtzeit-Strategiespiel mit allem was dazugehört. Die unglaubliche Vielzahl an Entwicklungsstufen und erforschbaren Technologien übertrifft aber alles bisher dagewesene. 6000 Jahre der Menschheitsgeschichte werden in diesem Spiel in 8 Epochen spielbar und geben ihm nicht nur einen geschichtlich interessanten Hintergrund, sondern verleihen dem Spieler eine breite Palette an Möglichkeiten von denen man in anderen RTS-Spielen bisher nur träumen konnte. Man merkt ganz deutlich die große Erfahrung der Entwickler, denn manches erinnert an Civilization, wobei andere Teile des Spiels wiederum eher mit Age of Empires vergleichbar sind. Eine ganz große Innovation für das Genre ist die Möglichkeit des Städtebaus und die Einführung von Staatsgrenzen: Da jede Stadt nur eine begrenzte Anzahl an ressourcenfördernden Feldern, Holzfällern oder Minen betreiben kann, ist man auf lange Sicht gezwungen neue Städte zu gründen. Diese ermöglichen nicht nur die Förderung weiterer Ressourcen, sondern bringen auch Gold in unsere Staatskassen: Mittels einer simplen Handelsroute kann schnell zwischen den Städten reger Handel betrieben und damit Geld verdient werden. Außerdem erweitern neue Städte unsere Staatsgrenzen und man kann somit relativ schnell eine große Fläche des Spielfeldes sein Eigen nennen, ohne auch nur einen Kampf ausgetragen zu haben.

    Interessant ist auch, dass keiner der nötigen Rohstoffe erschöpfbar ist - früher oder später hat man also mit Sicherheit einiges an Ressourcen zur Verfügung. Diese werden aber auch bitter benötigt, denn der Aufstieg in ein neues Zeitalter oder die Forschung nach neuen Technologien ist nicht gerade billig. Doch dies ist der Hauptpunkt bei Rise of Nations: Die ständige Forschung und damit die Erweiterung unserer spielerischen Möglichkeiten. So hat man zu Beginn des Spiels nur drei Rohstoffarten (Nahrung, Holz und Gold) und eine kleines Dörfchen zur Verfügung. Wer aber ganz eifrig ist und sich über alle sieben Stufen der vier möglichen Forschungszweige (Militär, Staatswesen, Handel und Wissenschaft) entwickelt hat, benötigt zudem Erdöl, Wissen und Eisen um seine Zivilisation am Laufen zu halten. Außerdem gibt es 32 seltene Rohstoffe, die zwar nicht unbedingt benötigt werden, jede aber zusätzliche positive Auswirkungen auf unsere Einheiten oder Gebäude hat. Mit jedem neuen Forschungsstand werden natürlich auch neue Gebäude oder Aufrüstungsoptionen für unsere militärischen Einheiten verfügbar und bringen dadurch immer wieder neue Elemente mit ins Spiel. Bis man hier einmal genau Durchblickt, welche Forschung für was genau gut ist, vergehen schon etliche Spielstunden und man ist schon alleine aus diesem Grund ständig motiviert noch ein weiteres Spielchen gegen den Computer zu starten. Doch damit nicht genug, Big Huge Games hat viel weiter gedacht: Was passiert, wenn ein Spieler wirklich am Ende der Entwicklungsskala angelangt ist? Dafür hat man sich die Zukunftstechnologie einfallen lassen. Vier entscheidende und endgültige Entwicklungen ermöglichen für die letzten Spielzüge sehr große Vorteile im Spielablauf. So ist es zum Beispiel mit der "Künstlichen Intelligenz" möglich alle Einheiten sofort ohne Verzögerung zu bauen. Mächtige Armeen können so innerhalb von Sekunden in den Kampf geschickt werden. Sollte der Gegner ebenfalls über alle Zukunftstechnologien verfügen gibt es aber immer noch eine Möglichkeit sich Vorteile zu erspielen: Insgesamt können von Spielbeginn an, je nach Entwicklungsstufe, 14 unterschiedliche Weltwunder gebaut werden und sobald ein Spieler ein Weltwunder fertig gestellt hat, können andere Spieler dieses nicht mehr Bauen. Wer hier besonders geschickt vorgeht kann sich dadurch bereits in den Anfängen einer Partie große Vorteile erarbeiten, hat aber logischerweise weniger Rohstoffe zur Verfügung, da die Weltwunder riesige Mengen davon zum Bau benötigen. Weltwunder haben aber noch einen weiteren Vorteil: Wer über längere Zeit die überwiegende Anzahl dieser mächtigen Bauwerke besitzt, hat das Match automatisch gewonnen. Somit ist es möglich zu siegen, auch ohne große Schlachten zu führen. Gleiches gilt übrigens auch für Spieler, die längere Zeit einen Grossteil der Spielkarte für sich beanspruchen können.

    Man kann also eine ganze Zeit in Ruhe damit verbringen seine Zivilisation aufzubauen, dies nicht zuletzt aufgrund der motivierenden Forschungsarbeit und es ausgefeilten Diplomatiesystems. Will man seine Landesgrenzen allerdings über das Gebiet einer feindlichen Stadt hinweg erweitern, bleibt einem nichts anders als der Waffengang übrig. Nachdem man eine gegnerische Stadt und deren Beschützer besiegt hat, beginnt ein Countdown, welche die verbleibende Zeit bis zur Assimilierung der Stadt anzeigt. Gegnerische Städte müssen nämlich nicht komplett zerstört werden, nach dem Sieg über das Stadtzentrum und Ablauf des Countdowns gehören alle Gebäude und das umliegende Gebiet zu unserer eigenen Zivilisation. Dieses Spielchen kann man so lange machen, bis man schließlich die Hauptstadt des Gegners eingenommen und ihn damit endgültig besiegt hat. Die Schlagkraft einer Armee richtet sich selbstverständlich nach der jeweiligen militärischen Entwicklungsstufe, aber auch ganz klar nach einer gut strukturierten Mischung aus unterschiedlichen Einheiten. Wer geschickt über die Flanke mit den richtigen Einheiten angreift hat die Schlacht bereits so gut wie gewonnen. Durch verschiedene Spezialeinheiten wie den z.B. den General kann die Kampfkraft oder Abwehr einer Armee gestärkt werden, mit Spionen wiederum können Gegner ohne Kampf zum Überlaufen überredet werden. Wie auch in C&C ist hier der Einsatz von atomaren Waffen möglich, jedoch startet mit dem atomaren Erstschlag der "Armageddon-Countdown" welcher früher oder später das Ende der Welt auslöst. Selbstverständlich kann man Kriege auch zu Wasser oder in der Luft führen. Die Verwaltung von ganzen Flugzeuggeschwadern ist extrem einfach und bereits mit einem Klick kann man diese zu aufwendigen Angriffs- oder Verteidigungsmanövern befehligen. Wer Infanterieeinheiten über das Wasser transportieren will, hat es besonders einfach: Es werden keine Transportschiffe benötigt, alle Einheiten sind von Haus aus in der Lage auch größere Wasserflächen zu überqueren. Für weitere Unterschiede zwischen den einzelnen Kriegsparteien sorgen die 18 unterschiedlichen Nationen, welche über ganz spezielle Vor- und Nachteile verfügen. So haben z.B. die Griechen von Anfang an einen Forschungsbonus wenn es um das Erlangen von Wissen geht, oder die Russen einen großen Vorteil gegenüber Angreifern solange sie sich auf eignem Boden befinden.

    Im Gegensatz zu den storyintensiven Kampagnen anderer Genrevertreter basiert der Einzelspielermodus bei Rise of Nations auf einem stark strategisch angehauchten Welteroberungsmodus. Auf einer riesigen Weltkarte beginnt man als kleine Nation und plant hier sein weiteres Vorgehen in rundenbasierten Schritten. Durch Übernahme bestimmter Gebiete können seltene Rohstoffe verwendet oder einmalig einsetzbare Bonuskarten gewonnen werden. Diese Bonuskarten geben unserer Nation auf ganz unterschiedliche Weise einen Vorteil beim nächsten Match. Sollte man bei einem Spielzug den Angriff auf ein Nachbarland befehlen, beginnt nach Abschluss der Runde der eigentliche Kampf, welcher jedes mal ein anderes vorgegebenes Szenario bietet und nach oben beschriebenen Regeln funktioniert. Es ist aber auch möglich, sich mit den Nachbarn in diplomatischen Verhandlungen zu verbünden, oder ganze Landstriche einfach gegen Bargeld zu übernehmen. Es ist also auch hier ein gewaltloses Spiel möglich, jedoch wird man mit Sicherheit früher oder später einmal angegriffen werden. Leider macht dieser Spielmodus auf Dauer dann doch weniger Spaß als die storyintensiven Kampagnen bei Warcraft 3 oder Age of Mythology. Das Problem liegt oft darin, dass man während der Kämpfe auf ein Zeitalter beschränkt ist und somit den Computergegner nicht durch technologischen Fortschritt überwältigen kann. Ein fast immer vorgegebenes Zeitlimit stößt zudem bitter auf, wenn man sich mit einem schweren Gegner angelegt hat und jede Stadt nur mit riesigem militärischem Aufwand einzunehmen ist. Gerade weil das Spiel auf fast der ganzen Menschheitsgeschichte als Hintergrund aufbaut, hätte man für den Einzelspieler einiges mehr rausholen können und ihn somit noch mehr an den Monitor fesseln können.

    Neben diesem Hauptmodus ist es selbstverständlich auch möglich ein "Skirmish-Match" gegen einen oder mehrere computergesteuerte Gegner zu starten, hier lässt sich am besten für bevorstehende Online-Partien trainieren. Über das Internet oder im lokalen Netzwerk können Mehrspielermatches mit bis zu acht Spielern in verschiedenen Spielmodi bestritten werden, diese sind entweder mehr auf Kampf oder mehr auf Diplomatie ausgelegt, es können aber auch sämtliche Spieloptionen per Hand an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Mittels integrierter Gamespy-Serversuche hat man keine großen Probleme schnell in ein Onlinespiel zu finden. Für selbsterstellte Szenarien oder Karten ist ein sehr komfortabler Karteneditor enthalten, ja sogar ein äußerst praktischer Skript-Editor zum Erstellen bestimmter Ereignisse oder ganzer Kampagnen.

    Grafisch kann Rise of Nations einem Warcraft 3 zwar nicht das Wasser reichen, die geschickte Verbindung aus 2D- und 3D-Grafiken wirkt aber trotzdem sehr detailliert und gibt dem Spiel einen ganz besonderes Touch. Die Karte kann aus Übersichtsgründen nicht gedreht werden, bietet dafür aber drei Zoomstufen, welche alle drei gleich gut aussehen. Alle Einheiten werden in 3D dargestellt glänzen mit vielen liebevollen Animationen. Da Rise of Nations kein großes 3D-Feuerwerk abbrennt sondern nur ganz sparsam mit Effekten umgeht, wirkt das Spiel auf Anhieb viel übersichtlicher und läuft dabei auch noch sehr flüssig. Lediglich in den finalen Entwicklungsstufen, wenn die ganze Karte mit Hunderten von Einheiten und Gebäuden überzogen ist, kommt die eingesetzte Engine etwas ins Schwitzen und ruckelt mehr oder weniger stark.

    Der Einstieg in das Spiel fällt übrigens trotz seiner Komplexität äußerst einfach. Grund dafür ist das sehr gelungene Tutorial, welches mit hervorragender deutscher Sprachausgabe glänzt und den Spieler behutsam durch jede einzelne Funktion des Spiels führt. So vorbildlich sind wir selten in ein Spiel eingeführt worden, da macht es sogar Spaß das Tutorial mehrmals durchzuspielen. Auch während des Spiels ist es jederzeit möglich detaillierte Informationen zu jeder Option einzuholen - einfach mit der Maus drüber fahren und schon werden in einer Hilfebox alle notwenigen Details genauestens erläutert. Auch sehr angenehm ist die Vereinfachung vieler lästiger Aufgaben aufgefallen: Die Bürger unserer Städte suchen sich automatisch Arbeit wenn sie nichts zu tun haben und mittels sogenannter Späher kann man völlig automatisiert die gesamte Karte erforschen lassen. Somit bleiben dem Spieler viele unnötige Klicks erspart und man kann sich den wichtigen Dingen im Spiel widmen.

    Rise of Nations (PC)

    Singleplayer
    9,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragendes Tutorial
    unglaublich komplex aber trotzdem sehr gut überschaubar
    Automatisierung von Standardaufgaben
    packendes Gameplay
    liebevolle Grafik
    18 unterschiedliche Nationen
    Sieg auch ohne Kampf möglich
    14 Weltwunder
    Keine packende Story
    keine richtige Einzelspielerkampagne
  • Rise of Nations
    Rise of Nations
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Big Huge Games
    Release
    23.05.2003

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Rise of Nations
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http://www.gamezone.de/Rise-of-Nations-Spiel-30283/Tests/Rise-of-Nations-im-Gamezone-Test-989283/
21.05.2003
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