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  • Rise of the Argonauts im Gamezone-Test

    Es macht richtig Spaß Monster zu verhauen, Quests zu lösen und der Geschichte von Jason und seinen Argonauten zu folgen.

    Jason, König von Iolkos, hat allen Grund angefressen zu sein, schließlich wird seine Braut Alkmene bei der Hochzeit getötet. Jedoch will Jason dies nicht einsehen und versucht sie wieder in das Reich der Lebenden zu holen. Eine Reise quer durch die griechische Mythologie beginnt. Es werden diverse Inseln besucht, mythologische Monster besiegt und neue Argonauten wie Herkules, der allerdings kaum etwas mit Kevin Sorbo zu tun hat, oder Achilles angeworben. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass mit dem Tod von Alkmene eine düstere Prophezeiung einher geht, weswegen weitaus mehr auf dem Spiel steht als nur das Leben dieser Frau.

    BioWare lässt grüßen

    Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Wenn man Rise of the Argonauts 2-3 Stunden spielt, merkt man sehr schnell, dass sich die Entwickler von Liquid Entertainment sehr viel bei den Kollegen von BioWare abgeschaut haben. Am besten lässt sich das Spiel mit etwas leichteren RPG-Kost wie Jade Empire oder auch Mass Effect vergleichen, obwohl Letzteres im Weltraum spielt. Auf der Suche nach dem Goldenen Flies, das Jason dringend für die Erweckung von Alkmene braucht, muss er zunächst diverse Nachkommen einzelner Götter suchen und diese befinden sich auf unterschiedlichen Inseln. Hier kann man nun entscheiden, welches Eiland zuerst angesteuert werden soll. Gereist wird auf der Argo, einem sehr imposanten Schiff. Bevor man an Land geht, wird auf dem Kahn die Ausrüstung gewechselt und mit der Crew geredet.

    Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Auf den jeweiligen Inseln müssen, bevor das eigentliche Ziel in Angriff genommen wird, kleinere Quests von Dorfbewohnern angenommen werden, die allesamt recht simpel und schnell erledigt sind. Viel Kreativität sollte nicht erwartet werden. Meist gilt es eine verschollene Person oder Ähnliches zu finden. Die Dialoge erinnern frappierend an Mass Effect. In einem Kreismenü wählt man aus diplomatischen oder eher harschen Worten aus. Manchmal muss sogar unter Zeitdruck, wie zum Beispiel bei einer hitzigen Debatte, geantwortet werden. Leider haben die gewählten Dialogzeilen kaum einen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf. Auch sind die jeweiligen Gesprächspartner längst nicht so interessant, wie noch bei den BioWare Werken. Sie wirken flach und austauschbar.

    Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Die Inseln sind ebenfalls sehr linear aufgebaut und bieten keinen Raum zur Erforschung. Man bewegt sich durch schlauchtartige Areale und wird von Quest zu Quest geschickt. Dabei müssen oft nervig lange Wege zurückgelegt werden. Irgendwann ist man auch von den öden Geschichten der NPCs genervt und drückt die Gespräche einfach weg. Dennoch ist die Rahmenhandlung, obwohl sie zunächst in Fahrt kommen muss, sehr angenehm zu verfolgen. Irgendwann fühlt man sich in der Rolle von Jason richtig wohl und will endlich das Ende seiner epischen Reise sehen. Allerdings sollten Fans der griechischen Mythologie nicht zu euphorisch sein. Es tauchen zwar viele bekannte Charaktere, Götter und Städte dieser Erzählungen auf, doch halten sich die Entwickler nicht so richtig an die Vorgaben. Da werden alle möglichen Sagen zu einer Geschichte vermischt und Neues dazu erfunden.

    Hack & Slay oder Rollenspiel?

    Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Ist Rise of the Argonauts jetzt ein Rollenspiel mit Hack & Slay-Elementen oder ein Hack & Slay mit Rollenspiel-Anleihen? Selbst nachdem das Ende über den Bildschirm geflimmert ist, kann man das nicht eindeutig beantworten. Zum einen ist das Kampfsystem einfach zu simpel aufgebaut, als dass es mit der Konkurrenz mithalten kann. Es reichen lediglich zwei Angriffstasten, die Blockfunktion sowie ein Button für Spezialangriffe um den Gegnern einzuheizen. Leider kann man sich auf einzelne Feinde nicht aufschalten, was zu diversen Luftschlägen führt. Auch ein motivierender Kombozähler ist nicht vorhanden. Insgesamt wirkt das Kampfsystem eher als Mittel zum Zweck. Was ebenfalls gegen ein Hack & Slay mit Rollenspiel-Elementen spricht, ist neben dem Quest-System auch der Umstand, dass es schon Mal vorkommen kann, dass man in zwei Stunden Spielzeit nur 10 Minuten gekämpft hat.

    Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Bei den rudimentären RPG-Elementen kann jedoch ebenfalls nicht von einem Rollenspiel die Rede sein. Um an neue Fähigkeiten zu kommen, widmet man seine Taten den Göttern Ares, Hermes, Apollo und Athene. Während man bei Ares eher brachiale Fähigkeiten, wie mehr Kraft oder mächtige Götterkräfte erhält, bekommt man bei anderen Gottheiten mehr Gesundheit, Heilzauber und verbesserte Blockfähigkeiten. Doch was sind diese "Taten" denn genau? Dazu zählen erledigte Quests, erfolgreich geführte Gespräche, eine bestimmte Anzahl besiegter Feinde usw. Alle möglichen Handlungen im Spiel können den Göttern gewidmet werden. Dies passiert in speziellen Schreinen oder direkt im Spielmenü. Je mehr Taten man also widmet, desto schneller steigt ein Balken in die Höhe, bis man bei dem jeweiligen Gott quasi im Level aufsteigt. Die gewonnen Fähigkeiten-Punkte kann man dann in ein Talent investieren, das entweder passiv oder aktiv wirkt. Götterkräfte können anschließend beliebig auf das Steuerkreuz bzw. die Tastatur gelegt werden, um sie rasch im Kampf einzusetzen.

    Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Insgesamt ist dieses System natürlich weit von "echten" Rollenspielen entfernt. Ein weiteres Argument, dass gegen Rise of the Argonauts als RPG spricht: Man findet kaum Items wie Waffen und Rüstungen. Im Verlauf des Spiels bekommt man nur für wichtige Quests vereinzelt neue Waffen. Jason kann dabei jeweils einen Speer, einen Kriegshammer und ein Schwert bei sich tragen, die im Kampf auf Knopfdruck gewechselt werden dürfen. Es gilt hierbei abzuwägen, welchen Waffe für einen Feind am besten geeignet ist. Ein Schwert ist schnell, verfügt jedoch über weniger Schaden, während der Kriegshammer ordentlich austeilt, dafür aber sehr langsam ist. Den Speer kann man zur Not auch werfen und hat dadurch eine Fernkampfwaffen im Arsenal. Im gesamten Abenteuer erhält man vielleicht sechs Rüstungen und über ein Dutzend unterschiedlicher Waffen. Mehr ist leider nicht drin. Dadurch fehlt natürlich auch ein Inventar, ein Klassensystem und selbst Health-Potions sind nutzlos, da man keine Energieanzeige zu sehen bekommt. Wie bei Ego Shootern muss man sich bei zu viel Schaden kurz zurückziehen und regenerieren.

    Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Es ist also wirklich schwierig Rise of the Argonauts richtig einzuordnen. Auch bei der Spielzeit kann man sich nicht so richtig entscheiden. Wenn man mit den NPCs redet und möglichst alle Aufgaben erfüllt, benötigt man für das erste Durchspielen etwa 15-16 Stunden. Läuft man durch und überspringt Dialoge, sind es vielleicht 10 Stunden. Für ein Rollenspiel zu kurz, für ein Hack & Slay fast schon ungewöhnlich lang. Leider wirkt das Spiel an allen Ecken und Enden schlicht unfertig. Ständig kommt das Gefühl auf, dass da mehr drin gewesen wäre. Es kommen Phasen auf, da fühlt man sich wohlig an die guten BioWare Zeiten erinnert, an anderer Stelle langweilt man sich als Spieler fast in den Schlaf, da eine sinnlose Konversation der nächsten folgt. Ebenfalls bedauerlich ist, dass man den Argonauten keine Anweisungen im Kampf geben kann. Immerhin kämpfen diese recht effektiv. Beim nächsten Mal bitte etwas mehr Feinschliff und spektakuläre Kämpfe, denn gegen richtig dicke Boss-Gegner tritt man, bis auf eine Ausnahme, so gut wie gar nicht an. Selbst der Endkampf könnte uninteressanter nicht sein. Es ist nicht leicht zu ignorieren, dass den Entwicklern zum Ende hin entweder die Ideen oder die Zeit ausgegangen ist.

  • Rise of the Argonauts
    Rise of the Argonauts
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    Liquid Entertainment
    Release
    12.12.2008

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Rise of the Argonauts
Rise of the Argonauts im Gamezone-Test
Es macht richtig Spaß Monster zu verhauen, Quests zu lösen und der Geschichte von Jason und seinen Argonauten zu folgen.
http://www.gamezone.de/Rise-of-the-Argonauts-Spiel-115/Tests/Rise-of-the-Argonauts-im-Gamezone-Test-992069/
22.12.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/12/LiquidGame_2008-04-10_19-31-12-95.jpg
tests