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  • Rise to Honour im Gamezone-Test

    Der digitale Jet Li macht eine optisch gute Figur, nur leider krankt er an einer viel zu simplen und langweiligen Steuerung.

    Spielbarer Eastern mit Starbesetzung

    Kit Yun ist der Sohn eines großen Verbrecherbosses, hat sich aber nach dessen Tod dazu entschlossen die Seite zu wechseln. Als verdeckter Ermittler schleicht er sich für die Polizei in eine von Hongkongs gefürchteten Triaden ein, um somit dem unnötigen Blutvergießen ein Ende zu bereiten. Der Anführer dieser Gang ist ein alter Freund seines Vaters und als auch er ermordet wird, entschließt sich Kit, dem letzten Wunsch des verstorbenen Gangsterbosses nachzukommen und seine Tochter im fernen San Francisco aufzusuchen. Doch wie es sich für einen klassischen Eastern-Helden nun mal gehört, trifft Kit an jeder Ecke auf Widerstand in Form von zahlreichen Gangstern, denen nichts lieber ist, als eine zünftige Straßenprügelei.

    Die Atmosphäre eines echten Jet Li-Films hat man in Rise to Honour perfekt eingefangen. Nicht nur die schön gemachten Zwischensequenzen, auch die spektakuläre Darstellung besonderer Kampfszenen hat man wunderbar hinbekommen. In den Kämpfen gibt es nämlich ganz besondere Kameraeinstellungen zu bewundern, wenn man mal wieder mehrere Gegner auf einmal an die Wand klatscht. Das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt auch für authentische Eastern-Atmosphäre wie sie sich der echte Fan wünscht. An wenigen Stellen übertreibt es der Titel allerdings etwas mit seinen Eigenregie-Sequenzen und es drängt sich dann fast schon der Eindruck auf, als spiele sich das Spiel von ganz alleine. Positiv für die ohnehin schon gelungne Atmosphäre, negativ für Fans von tiefgängigen Gameplay.

    Wie sich das für einen echten Eastern eben gehört, sind auch in diesem Spiel wunderbar choreographierte Massenschlachten zu sehen und wenn Kit Yun alias Jet Li es mit Feinden von allen Seiten aufnimmt und dabei auch noch eine überaus gute Figur macht, dann fühlen sich nicht nur seine eingefleischten Fans richtig wohl. Dieses Filmflair hat man sehr gut umgesetzt und durch die relativ innovative Kampfsteuerung mittels rechtem Analogstick kommt man auch wunderbar mit den aus allen Himmelsrichtungen einstürmenden Gegnern klar. Ihr drückt einfach den rechten Stick in die passende Richtung und schon verteilt Kit Schläge und Tritte nach allen Regeln der Kunst. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit zu Blocken, oder sogar Gegenangriffe auszuführen: Dazu müssen lediglich L1 und R1 gedrückt werden, wodurch Kit jedem Angriff perfekt ausweicht und im passenden Moment gezielte Schläge austeilt. Dieses System kann von Anfang an begeistern, kann man doch immer perfekt ausweichen und im richtigen Moment Schläge bei den Gegnern landen. Doch nach längerer Spielzeit fallen einem auch die Nachteile an diesem eigentlich guten Kampfsystem auf: Man hat nämlich keinerlei Einfluss darauf, welche Schläge Kit ansetzen wird, ihr könnt lediglich die Richtung festlegen, den Rest macht das Spiel alleine. Obwohl dieses klassische Beat'em'Up auf einer PS2 läuft, hat es weniger Schlagmöglichkeiten als ein "Double Dragon" für das uralte NES auf Lager, es ist nämlich im Kern nur ein Ein-Button-Prügler mit der nicht ganz neuen Idee, immer dieselben Schläge und Tritte auf 360° zu verteilen. Auch ist es nicht immer ganz durchsichtig, warum sich manche Gegner partout nicht treffen lassen, sondern ausschließlich per Gegenangriff erledigt werden können. Um die genretypischen Spielelemente beizubehalten, hat man zumindest aufnehmbare Baseballschläger und Haltegriffe integriert, aber gerade bei den Haltegriffen enttäuscht es doch etwas, dass man die Gegner im Schwitzkasten nicht weiter mit Schlägen bearbeiten kann. Verschenktes Potential also, genau wie die Sache mit dem Adrenalin-Level: Nach einiger Zeit kann Kit seine aufgebaute Wut mit einem Spezialangriff im Matrix-Stil entladen, nur leider geschieht dies ziemlich uneffektiv und man trifft die Gegner damit auch nur selten besser im normalen Kampfmodus.

    Um etwas mehr Abwechslung in das eigentlich recht trockene Stick-Mashing zu bekommen, hat man recht witzige Shooter- und Schleichlevels integriert. Besonders die Ballereinlagen wissen zu gefallen, man hat unbegrenzt viel Munition und muss lediglich die Feinde mit dem rechten Stick auf Korn nehmen, der Rest erledigt sich von selbst. Also etwas übertrieben einfach, denn normalerweise reicht es völlig aus, wenn man wild ballernd durch den Level läuft, bis man schließlich auch den letzten Gegner auf diese äußerst simple Weise umgemäht hat. Schleichen ist ebenfalls in dieser Richtung ausgefallen, man muss lediglich den Anweisungen des Spiels folgen und im richtigen Moment in Deckung gehen, was schnelle Reaktionen, aber keinerlei Denken erfordert.

    Der Schwierigkeitsgrad ist zu Anfang sehr angenehm ausgefallen und selbst wenn man einmal den Löffel abgeben sollte, lassen sehr faire und zahlreiche Checkpoints keinerlei Frust aufkommen. Der entsteht aber leider etwas später im Spiel, wenn sich der Schwierigkeitsgrad abrupt auf ein beinhartes Niveau begibt und nicht nur übermenschliche Endgegner, sondern auch ganz besonders zähe Gegenerscharen euch das Leben schwer machen. Nicht selten wird man dann so manche Prügelszene mehrfach wiederholen müssen und manchmal nur mit Glück sein Ziel erreichen. Hier wäre definitiv mehr Feintuning nötig gewesen.

    Technisch ist Rise of Honour dafür ein echtes Vorzeigespiel: Nicht nur die spektakulären Kampfanimationen, welche man in Zusammenarbeit mit Altmeister Jet Li selbst entwickelt hat, sondern auch die gesamte grafische Präsentation sind allererste Sahne. Die Entwickler von Sony wissen einfach am besten, wie man die maximale Leistung aus der PS2 herausholen kann und dies demonstriert Rise of Honour auf sehr eindrucksvolle Weise. Die Grafik ist enorm detailliert, alle Texturen sind gestochen scharf und abwechslungsreich - zudem läuft alles ohne einen einzigen Ruckler. Alle Areale sind großartig inszeniert und an manchen Stellen glaubt man fast schon eine Rendersequenz zu sehen, obwohl tatsächlich alles in Echtzeit abläuft. Noch überraschender ist, dass trotz der Grafikpracht keine Ladezeiten vorhanden sind, das Spiel verwendet eine intelligente Nachladetechnik, welche völlig unbemerkt im Hintergrund arbeitet und somit ein sehr filmnahes Spielerlebnis ermöglicht. Lediglich am Protagonisten selbst gibt es etwas zu meckern, denn Jet Li hätte man um einiges besser treffen können, irgendwie wirkt sein digitales Ebenbild etwas aufgedunsen und nicht ganz realistisch - bei all der Grafikwucht hätte man doch gerade darauf etwas mehr Wert legen können. Musikalisch ist ebenfalls viel geboten, durch schöne Filmmusik im Hintergrund und Jet Li's Originalstimme wird wiederum für ein spielbares Kinoerlebnis gesorgt. Abgerundet wird die hervorragende Präsentation des Spiels von einem schmucken Menüsystem mit der Möglichkeit einzelne Kapitel nochmals zu spielen und Bonusmaterial in Form eines interessanten Making-Of und diversen freispielbaren Videos und Artworks.

    Rise to Honour (PS2)

    Singleplayer
    7,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    authentisches Eastern-Feeling
    tolle Zwischensequenzen und Kameraeinstellungen
    beeindruckende Grafikpracht
    original Jet Li Kampfbewegungen dank Motion-Capturing
    keine Ladezeiten
    Bonusmaterial
    zu langweiliges Kampfsystem aufgrund mangelnder Kontrolle
    zu einfache Schießeinlagen
    sehr linear
    abrupt und enorm ansteigender Schwierigkeitsgrad
    auf Dauer zu eintönig
  • Rise to Honour
    Rise to Honour
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    06.04.2004

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989833
Rise to Honour
Rise to Honour im Gamezone-Test
Der digitale Jet Li macht eine optisch gute Figur, nur leider krankt er an einer viel zu simplen und langweiligen Steuerung.
http://www.gamezone.de/Rise-to-Honour-Spiel-30291/Tests/Rise-to-Honour-im-Gamezone-Test-989833/
08.04.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/risetohonour_title.jpg
tests