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  • Rise & Fall: Civilizations at War im Gamezone-Test

    In diesem Echtzeit-Strategiespiel dürft ihr endlich auch mal selbst die Schwerter kreuzen.

    Obwohl Echtzeit-Guru Rick Goodman und sein Team der Stainless Steel Studios am Ende der Entwicklungszeit von "Rise & Fall: Civilizations at War" in arge Geldnöte gerieten, schaffte Publisher Midway es schließlich doch noch das fertige Spiel in die Läden zu stellen. Was dieses Echtzeit-Strategiespiel von den anderen Genrevertreten abhebt und ob sich der Kauf wirklich lohnt, lest ihr in unserem Test.

    Rise & Fall: Civilizations at War Rise & Fall: Civilizations at War In "Rise & Fall" dreht sich alles um die großen Hochkulturen und Imperien des Altertums. Während der zweiteiligen Kampagne spielt ihr die wichtigsten Stationen und Schlachten im Leben von Alexander dem Großen und Kleopatra nach. Doch nicht nur die geschichtlich inspirierten Feldzüge in Richtung Persien oder Alexandria stehen auf dem Programm, im Mehrspieler- und Gefechtsmodus dürft ihr zusätzlich mit den Armeen Roms und Persiens in die Schlacht ziehen. Während der über 20 Missionen umfassenden Kampagne wird euch die Hintergrundstory in Form von zahlreichen und nicht gerade kurzen Videosequenzen näher gebracht. Obwohl Kleopatra und Alexander keine Unbekannten sind und bereits in vielen anderen Genrevertretern ein Gastspiel feierten, stimmt die Atmosphäre von "Rise & Fall". Zwar sind die Video-Zwischensequenzen von ziemlich schlechter Bildqualität und bisweilen extrem pixelig, dafür hat man sich aber bei der deutschen Lokalisierung nicht lumpen lassen und glaubhafte Sprecher ins Tonstudio geschickt.

    Klassische Echtzeit-Strategie?

    Rise & Fall: Civilizations at War Rise & Fall: Civilizations at War Abgesehen vom innovativen Heldenmodus, welchen wir im nächsten Abschnitt ausführlich beleuchten werden, spielt sich "Rise & Fall" wie ein typisches Echtzeit-Strategiespiel. Das bedeutet, dass ihr zu Beginn eines Matches mit ein paar Arbeitern bzw. Sklaven fleißig Ressourcen (Gold und Holz) sammelt und somit langsam aber sicher eure Stadt und Armee vergrößert. Größere Überraschungen sucht man hier vergeblich, auch wenn sich die Entwickler ein paar interessante Ansätze haben einfallen lassen. Da wäre zum Beispiel die dritte Ressource, der so genannte "Ruhm": Dieser mehrt sich durch das Erledigen von feindlichen Einheiten, wird aber wesentlich effektiver durch den Bau von speziellen Statuen angehäuft. Diese Sammeln dann ganz automatisch die vielleicht wichtigsten Rohstoff, welcher für Upgrades, Spezialfähigkeiten und die Stärkung der Helden notwendig ist. Mehr dazu aber später. Hat man sich eine Armee aus Bogenschützen, Schwertkämpfern, Reitern und Speerträgern einmal aufgebaut, kommt es natürlich früher oder später zum Kampf. Dabei werkelt im Hintergrund ein genretypisches Schere-Stein-Papier-Prinzip, welches leider nicht sonderlich anspruchsvoll ausgefallen ist. Allerdings hat jedes der vier Völker ein paar einzigartige Spezialeinheiten spendiert bekommen, welche für so manche Überraschung gut sind: Während beispielsweise die Ägypter mit Heilern angeschlagene Einheiten wieder fit machen, können die Griechen auf mächtige Spartaner zurückgreifen, welche aus schlappen Rekruten gut ausgebildete Profi-Soldaten machen. Leider dauert es vergleichsweise etwas zu lange, bis man genügend Gold und Holz angesammelt hat, um eine wirklich brauchbare Streitmacht ausheben zu können. Außerdem leiden alle Einheiten unter einer ziemlich schlechten KI, welche nicht nur die Wegfindung betrifft, sondern auch der Grund für häufiges Hängenbleiben an Gebäuden oder Schiffen und ein unrealistisches Kampfverhalten ist.

    Rise & Fall: Civilizations at War Rise & Fall: Civilizations at War Besser steht es da schon um typische Belagerungssituationen: Hier kommen dann neben mächtigen Rammböcken auch die praktischen Leiterträger zum Einsatz, welche euren Soldaten den Weg auf die Mauern bahnen. Auf denen darf nämlich nicht nur der Gegner seine Bogenschützen frei positionieren, was den Sturm auf mächtige Verteidigungsbollwerke umso interessanter macht. Richtig gelungen sind allerdings die frischen Ideen bei den Seeschlachten: Eure Schiffe dienen nicht nur als Transportmittel, sondern sind auch gleichzeitig mobile Kasernen, welche den Bau von neuen Truppen zu jeder Zeit und an jeder Stelle auf der Karte erlauben. Ein geschickt platziertes Schiff kann somit eine ganze Schlacht entscheiden. Darüber hinaus können die Schiffe mit Seeleuten bestückt werden und sind somit in der Lage die feindliche Marine zu entern und nach einem kurzen Kampf zu übernehmen. Und wenn die eigene Flotte bereits groß genug ist, gibt man einfach den Befehl zum Rammen, welcher gegnerische Schiffe nach einem Treffer sofort versenken kann. Leider funktionierte das Entern und Anlanden der Schiffe auch mit dem aktuellsten Patch nicht einwandfrei, denn viel zu oft passierte es uns, dass sich die beiden Kontrahenten unglücklich ineinander verkeilten oder dass ein Ausladen der Einheiten durch die eigenwillige KI unnötig verkompliziert wurde.

    Mittendrin statt nur dabei: Der Heldenmodus

    Rise & Fall: Civilizations at War Rise & Fall: Civilizations at War Wie jedes gute Echtzeit-Strategiespiel offeriert auch "Rise & Fall" mehrere Helden, welche mit zunehmender Kampferfahrung in ihrer Stufe aufsteigen und es dann auch mit kleineren Armeen ganz alleine aufnehmen können. Während der Kampagne schlüpft ihr in die Haut von Alexander und Kleopatra, doch für den Mehrspieler- oder Gefechtsmodus stehen noch sechs weitere Helden zur Verfügung. Natürlich unterscheiden sich die acht Hauptdarsteller in Sachen Stärke, Gesundheit und Sichtweite voneinander und zudem darf jeder von ihnen auf eine einzigartige Spezialattacke zurückgreifen. Doch der eigentliche Clou und damit das ganz große Argument für "Rise & Fall" ist der Heldenmodus: Unter bestimmten Vorraussetzungen dürft ihr nämlich in die Haut eures Helden schlüpfen und die Kämpfe aus der Schulterperspektive selbst in die Hand nehmen. Dieses einzigartige Feature lässt dann für kurze Zeit den strategischen Aspekt des Spiels in den Hintergrund treten und macht aus dem Ganzen ein actionbetontes Schnetzelfest. Ganz im Stil von "Dynasty Warriors" kämpft ihr euch mit dem Helden durch zahllose Feinde und erledigt mit einem einzigen Schwerthieb meist gleich mehrere Angreifer auf einen Streich. Gesteuert wird während des Heldenmodus mittels typischer ASDW-Steuerung und damit sich die linkte Maustaste nicht zu schnell durchscheuert, hat man den übermächtigen Helden auch noch sehr effektive Fernwaffen spendiert. Ganz besonders Kleopatra ist mit Pfeil und Bogen sehr geschickt und schaltet damit auch auf größere Entfernungen ganze Armeen aus. Völlig unverwundbar sind die heldenhaften Krieger dann aber doch nicht: Jeder feindliche Treffer kostet euch so genannte Ausdauer, welche sich nur durch das Sammeln spärlich gesäter Weinkrüge wieder auffrischen lässt. Ist die Ausdauer völlig verbraucht, wechselt das Spiel wieder zurück in die Echtzeit-Ansicht und ihr habt bis zum nächsten Ausdauer-Bonus keine direkte Kontrolle mehr über den Helden.

    Rise & Fall: Civilizations at War Rise & Fall: Civilizations at War Nicht jeder Echtzeit-Stratege wird die häufigen und teilweise auch über ganze Missionen hinweg dauernden Action-Einlagen im Heldenmodus mögen. Schließlich wechselt das Spiel währenddessen in ein völlig anderes Genre und kaum jemand wird die einfach gestrickte Klickorgie aus der Schultersicht für besonders anspruchsvoll halten. Wer jedoch mit ein wenig Action kein Problem hat, wird die abwechslungsreichen Einlagen begrüßen, denn manche der Helden-Missionen sind überraschend gut ausgefallen und versetzen euch in packende und auch ziemlich knackige Massenschlachten. Es macht einfach Spaß während einer Belagerung oder einer Seeschlacht den eigenen Einheiten tatkräftig unter die Arme zu greifen und die feindlichen Bogenschützen selbst mit ein paar gezielten Pfeilen von den Mauern zu holen. Wer sich ein derartiges Feature schon immer für ein Echtzeit-Strategiespiel gewünscht hat, der ist mit "Rise & Fall" auf jeden Fall sehr gut beraten.

    Rise & Fall: Civilizations at War Rise & Fall: Civilizations at War Damit ihr es im Heldenmodus möglichst lange aushaltet, sollte euer Held auf eine möglichst hohe Erfahrungsstufe gebracht werden. Dafür wird der bereits erwähnte Ruhm benötigt, denn hat man genügend von diesem wertvollen Rohstoff gesammelt, genügt ein Klick und der Held steigt im Level auf. Dies bringt dann natürlich auch mehr Gesundheit, Ausdauer und Angriffsstärke mit sich, doch vom aktuellen Level eures Heroen hängt noch viel mehr ab: Nur wenn er aufgestiegen ist, lassen sich auch normale Einheiten wie Bogenschützen oder Schwertkämpfer mit einem Upgrade aufwerten. Außerdem kann man mit dem Ruhm pro Heldenstufe auch verschiedene Berater anheuern, welche dann verschiedenste Boni gewähren. Diese steigern dann nicht nur die Moral euerer Truppe oder erhöhen den Goldabbau, sondern können in der höchsten Stufe auch alle Einheiten entscheidend stärken.

  • Rise & Fall: Civilizations at War
    Rise & Fall: Civilizations at War
    Developer
    Stainless Steel Studios
    Release
    12.06.2006

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Rise & Fall: Civilizations at War
Rise & Fall: Civilizations at War im Gamezone-Test
In diesem Echtzeit-Strategiespiel dürft ihr endlich auch mal selbst die Schwerter kreuzen.
http://www.gamezone.de/Rise-und-Fall-Civilizations-at-War-Spiel-30274/Tests/Rise-und-Fall-Civilizations-at-War-im-Gamezone-Test-990814/
19.06.2006
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