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  • Rita Brentrups Fetch! - Ein Hund zum Liebhaben im Gamezone-Test

    Finger weg von Fetch, denn wir hatten nicht eine Sekunde Spaß mit dieser vergurkten Tierpflege-Sim für den PC.

    Immer das Gleiche. Kommt ein frisches Spielprinzip daher und schafft es auch noch die Masse zu begeistern, so stehen die Copycats anderer Studios schon bereit, um ein in der Regel liebloses Plagiat zusammen zu schustern. Da Nintendogs bislang nur für den Nintendo DS erhältlich ist, dachten die Entwickler von Virtual Playground wohl, sie könnten PC Spieler mit einem Klon des Hundeaufzucht-Knallers beglücken. Allerdings sind die Qualitätsunterschiede zwischen Original und Kopie wirklich himmelweit, da kann auch der einschmeichelnde Blick von Frau Bentrups, die ihren guten Namen für "Fetch" besudelt hat, und uns auf der Packung anlächelt, nicht helfen.

    Der PC-Titel "Fetch" ist eine astreine Grabbeltisch-Falle. Zumindest für alle, die beim Anblick des knopfäugigen Welpen schwach werden, der den Käufer von der liebevoll gestalteten Verpackung anschaut, als wolle er sagen: "Kauf mich". Ein Nintendogs Klon für den PC ist an sich auch gar keine schlecht Idee, und so ist jetzt schon sicher, dass einige Käufer sich (spätestens am Grabbeltisch) blenden lassen werden. Kaum auf dem PC installiert, vergeht einem die Freude jedoch schnell, denn Fetch ist im Gegensatz zu Nintendogs ein absolut lieblos zusammengeschustertes Produkt, dass einem nicht eine Sekunde lang das Wesen eines echten Haustieres vorgaukeln kann.

    Vorsicht vor dem bisschen Hund

    Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Nintendogs oder auch Ubisofts "Dogz" macht vor allem jenen Spielern Spaß, die sich aus diversen Gründen keinen echten Hund anschaffen wollen / können. Sei es wegen der vielen Haare, die man nicht in der Wohnung haben will bzw. einer Allergie, oder wegen des Zeitaufwands, den ein Hund in Anspruch nimmt. Da kommt einem ein "abschaltbares" und äußerst pflegeleichtes Haustier doch stark entgegen, was dem PC Plagiat "Fetch" durchaus eine Daseinsberechtigung geben könnte. Allerdings wird schon kurz nach der Installation klar, das dieses Spiel nur auf der Erfolgswelle seines Vorbilds mitreiten will, auch wenn ihr euch hier nicht um Welpen, sondern um bereits ausgewachsene Kläffer kümmert.

    So ist der Start zum Beispiel sehr trocken. Eine Einführung sucht man vergebens, die Grafik wirkt lieblos und die Steuerung etwas verwirrend, da einem z.B. nicht gezeigt wird, wie man im Zwinger einen der angebotenen Hunde auswählt. Nur die Spielanleitung verrät einem in einem Leitfaden für Anfänger, dass man per Rechsklick ein Kontextmenu öffnet, mit dem man zu einem der sieben Zwinger schaltet. Naja gut, warum einfach, wenn's auch umständlich geht. Mit dem neuen Hund zuhause angekommen, wird's aber nicht besser. Weiterhin trostlose Grafik, eher minimalistische Animationen, und ein Hund, der sich nicht so richtig freut, aber trotzdem nicht mal für zehn Sekunden die Füße still halten kann.

    Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Das sind die Eindrücke nach etwa fünf Minuten Spielen, und je weiter man den Spielablauf verfolgt, desto trostloser wird es. Zwar ist die Spielstruktur an sich sehr ähnlich wie beim DS-Original, doch fehlt es an jeder Ecke an liebevollen Details. Auch in Fetch führt ihr euren Hund Gassi, kauft in Geschäften Futter, schmückende Accessoires und Spielzeug, bzw. messt euch auf dem Hindernissparcour und in Gehorsamkeitswettbewerben, um das Geld für eben diese Anschaffungen zu verdienen, doch wirken all diese Elemente leider nur halb fertiggestellt. So ist euer Hund z.B. der einzige weit und breit. Wenn ihr mit ihm Gassi geht oder im Park spielt, laufen euch weder andere Kläffer noch Personen über den Weg, und so scheint euer Hund auch nicht das Bedürfnis zu haben, die Gegend zu markieren. Man wartet eigentlich nur auf einen Tumbleweed - Strauch und die Mundharmonika aus dem Off, die einem den Schauer einer Geisterstadt über den Rücken jagen. Das einzige was sich hin und wieder ändert, ist die Jahreszeit, die aber ohne jede Vorwarnung in schnellen Intervallen wechselt und der trostlosen grafischen Darstellung auch nicht mehr Charme verleihen kann.

    Hund, Katze, Maus

    Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Auch die Steuerung orientiert sich an der Nintendogs Vorlage. Das heißt, dass ein Cursor die Rolle eurer Hand übernimmt, mit der ihr euren Hund streichelt, oder ihm Gegenstände zuwerft. Statt eines Stylus kommt natürlich die Maus eures PCs zum Einsatz, was keinen all zu großen Unterschied macht. Bei den Kommandos, die ihr eurem Hund beibringen könnt, setzt Virtual Playground hingegen auf Symbole, die ihr per Mausgestik auf den Bildschirm malt, was euch allerdings zwingt, ständig die Spielanleitung parat zu halten, auf deren Rückseite alle fünfzehn Befehle festgehalten wurden. Das ist natürlich nicht so komfortabel und auch nicht so authentisch wie mit den Sprachkommandos, die man in der Vorlage ins Nintendo DS Mikrofon spricht, aber die Lösung ist annehmbar und insgesamt funktioniert das Abrichten eures Hundes auch ziemlich gut.

    Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben Deswegen macht Fetch aber noch lange keinen Spaß, denn das wichtigste an einer Haustier-Sim ist ganz klar die Glaubwürdigkeit der Tiere. Die Animationen müssen lebensnah und agil wirken, und das Tier, in diesem Fall ein Hund aus sieben angebotenen Rassen, muss lebendig und eigensinnig erscheinen, auch wenn jedem klar ist, dass nur ein Programm abgespielt wird. Allerdings versagt Fetch hier auf der ganzen Linie. Die Polygonmodelle und Texturen der Hunde wirken grob und einfallslos, selbst wenn sie sich nicht bewegen. Sobald man im trauten Heim intensiver mit dem Training und der Kontaktaufnahme befasst, wird jedoch erst richtig deutlich, wie wenig sich die Entwickler mit den Bewegungsabläufen eines Hundes beschäftigt haben. Die Animationen sind teilweise hakig (vor allem beim Streicheln) und euer Hund wirkt, als hätte er schon 12 (Menschen-) Jahre auf dem Buckel. Selbst das Verabreichen von Futter wird zur Lachnummer, da euer Hund beim Fressen eher an eine Echse erinnert. Gerade beim Schäferhund, der mit seinem zotteligen Fell und seiner Arthritis vor einem her schleicht, und nicht einen Moment lang fröhlich mit dem Schwanz wedelt, fragt man sich schnell, ob in diesem Spiel auch ein Tierarzt eingebaut wurde, damit man dem armen Tier die letzte Ehre erweisen und es vor weiteren Qualen bewahren kann.

    Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben (PC)

    Singleplayer
    2,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    3/10
    Sound
    1/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    2/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Viele Accessoires
    lieblose Aufmachung
    miese, leblose Grafik
    noch schlechtere Animationen
    null Charme
    grauenvolle Weichspül-Musik
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Rita Brentrups Fetch! – Ein Hund zum Liebhaben
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Finger weg von Fetch, denn wir hatten nicht eine Sekunde Spaß mit dieser vergurkten Tierpflege-Sim für den PC.
http://www.gamezone.de/Rita-Brentrups-Fetch-x-Ein-Hund-zum-Liebhaben-Spiel-30306/Tests/Rita-Brentrups-Fetch-Ein-Hund-zum-Liebhaben-im-Gamezone-Test-991362/
12.07.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/07/FetchPC_04.jpg
tests