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  • RoadKill: Der Kampf ums Überleben - Leser-Test von Saruman

    RoadKill: Der Kampf ums Überleben - Leser-Test von Saruman Seit Midway damals offiziell Roadkill ankündigte, stand für mich fest, dass ich mir diesen Titel auf jeden Fall kaufen werde. Dieser Entschluss kommt nicht von ungefähr, denn schon zu Playstation 1 Zeiten war ich ein begeisterter Anhänger der Twisted Metal und Vigilante 8 Reihe. Da ich seit dem Kauf meiner X-Box inständig auf einen Nachfolger der besagten Reihen oder zumindest auf ein ähnlichen Titel gehofft habe, war die Roadkill Ankündigung natürlich wie ein erhörtes Gebet für mich. Dann begann jedoch eine nicht enden wollende Wartezeit, gespickt mit wenigen Informationen und Bildmaterial. Kurzzeitig habe ich nicht mehr an eine Veröffentlichung dieses Titels geglaubt, aber dann kam es Schlag auf Schlag. Plötzlich erschien der Titel wie aus heiterem Himmel zu einem unglaublich günstigen Preis und so kam vor gut 2 Monaten der Tag, an dem ich dieses Spiel endlich in meinen glücklichen Händen hielt.

    Doch worum geht es in Roadkill eigentlich? Angesiedelt ist das Geschehen im 21. Jahrhundert in einer Welt in der Anarchie regiert. Eine Seuche von ungeheurem Ausmaß löschte fast die gesamte Bevölkerung aus. Diejenigen die überlebt haben, kämpfen nun ums blanke Überleben. In ihrem gemeinsamen Schicksalskampf haben sich Gangs gegründet, die sich nun gegenseitig bekriegen. Nur der Stärkere wird sich behaupten können. Ausgetragen werden die Kämpfe in Form von Fahrzeugschlachten, jedoch mit dem kleinen Zusatz, dass die Fahrzeuge mit allerlei Waffen ausgerüstet sind. Der Spieler übernimmt nun die Rolle des Mason Strong, welcher sich mit einem Freund dazu aufgerappelt hat, in die Wüstenstadt Hell County zu reisen, um dort an seinem ehemaligen Boss blutige Rache zu nehmen. Natürlich könnt ihr nicht einfach so in dessen Antlitz stürmen und ihm sein Leben aushauchen, denn dazu hat er zu großen Einfluss in der Stadt. Es ist sozusagen sein eigenes Imperium was er geschaffen hat. Für euch heißt es nun, sich erst mal durch die Stadtbezirke zu schlagen, wovon es im Spiel drei Stück an der Zahl gibt. Den Anfang macht dabei Lava Falls, eine Stadt die in einem alten Vulkan errichtet wurde und dort von der Seuche größtenteils verschont blieb. Weiter führt es euch dann nach Flister Canyon, einer ehemalige Industriestadt die vom Unglück verfolgt wird. Der letzte Bezirk heißt Paradise City. Der Name ist wörtlich zu nehmen, denn nur hier scheint alles unversehrt. Da ist es natürlich verständlich, dass sich hier die beiden mächtigsten Gangs einen blutigen Straßenkampf liefern, in dem es um die bloße Herrschaft der Stadt geht. In Paradise City erwartet euch schließlich auch der Grund, weshalb ihr euch überhaupt auf die Reise gemacht habt. Diese ganze Geschichte mag einem zwar irgendwie schon bekannt vorkommen, da sie nicht sehr originell ist. Trotzdem ist sie passend und interessant im Spiel umgesetzt worden.

    Spielerisch kann man sich nun ungefähr vorstellen, was einen erwartet. Ihr schließt euch zunächst dem Boss von Lava Falls an, um einige Aufträge für ihn auszuführen. Im Laufe des Spiels begegnet ihr noch weiteren Auftraggebern, welche euch durch die Story führen. Mit erfüllten Missionen steigt natürlich euer Ansehen und langsam aber sich entwickelt sich eure eigene kleine Gang. Die Anzahl eurer Mitglieder nimmt im Spielverlauf dabei stetig zu. Leider ist es nicht möglich, seinen Mitgliedern Befehle zu erteilen. Sie fahren nur einfach genau wie ihr durch die Stadt und unterstützen euch manchmal im Kampf, sofern sie in der Nähe sind. Gekämpft wird in Roadkill oft, sehr oft sogar. Wie bereits erwähnt, werden die Kämpfe in Fahrzeugen ausgetragen. Anfangs steht euch ein Fahrzeug zur Verfügung. In diesem seid ihr der Fahrer und euer besagter Freund bedient das Boardgeschütz. Dieses könnt ihr als einzige Waffe im Spiel nicht selber steuern. Nur in einigen Missionen habt ihr die Möglichkeit dazu. Ansonsten stehen euch allerlei andere Waffen zur Verfügung. Neben einem Standard-Maschinengewehr mit unbegrenzter Munition gibt es noch diverse Minen, Raketen, eine Shotgun, ein Elektro-Geschütz, ein EMP, etc. Diese Waffen gibt es in Form von Pick-Ups an diversen Stellen in den Städten zum einsammeln. Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit an die Waffen zu kommen. In jedem der 3 Bezirke gibt es gut versteckte und oft auch schwer erreichbare Kisten zum einsammeln. Jede Kiste gehört dabei zu einer bestimmten Waffe oder einem bestimmten Fahrzeug. Findet ihr nun 4 Kisten zu einer Waffe oder einem Fahrzeug, sowie den dazugehörigen Bauplan, habt ihr diese Waffe bzw. dieses Fahrzeug freigeschaltet. Die freigeschalteten Waffen sind wie in GTA an eurer Garage zu finden. In der Garage wählt ihr übrigens auch eure Fahrzeuge aus. Dies ist eine Möglichkeit um Dinge im Spiel frei zu schalten. Fahrzeuge gibt es übrigens massig. Viele schaltet man durch die eben erwähnte Methode frei, doch auch durch erfolgreiches absolvieren von Aufträgen, erhält man manchmal ein neues Fahrzeug. Die Missionen sind ähnlich wie in GTA aufgebaut. Oft muss man jemanden töten, eine Person verfolgen, ein Objekt ausliefern, etc. Gewohnte Aufträge die jedoch immer wieder Spaß machen. Manche dieser Aufträge sind mit viel schwarzem Humor befleckt. So müsst ihr zum Beispiel einmal mit einem Krüppel, welcher an eurer Motorhaube befestigt ist, durch die Strassen heizen um Angst und Schrecken zu verbreiten. Sehr makaber, wie das gesamte Spiel, denn mit schwarzem Humor und Blut wird nicht gegeizt. So könnt ihr jeden Passanten erschießen oder umfahren. Wird das Opfer nicht bei der Kollision zerfleddert, so wird es meistens noch unzählige Meter mit euch mitgeschliffen. Klingt aber alles brutaler als es letztendlich aussieht. Ansonsten gibt es noch kleine Nebenmissionen im Spiel, die mit entsprechenden Symbolen auf der übersichtlichen Stadtkarte verzeichnet sind. Dazu zählen Straßenrennen, Scharfschützenaufträge, Paketdienste, ein Stuntmodus, etc. Nach einem gewonnenen Straßenrennen schaltet ihr anschließend immer ein neues Fahrzeug frei. Ebenso bei einer bestimmten Anzahl an ausgelieferten Paketen, absolvierten Stunts, abgeschossenen Menschen, etc. Bei diesen Nebenmissionen habt ihr meist eine Zeitbegrenzung, welche die Aufgaben natürlich nicht erleichtert. Eine weitere sehr spaßige Aufgabe, eher Minispiel, ist ein sogenannter Suicide-Modus. In diesem befindet ihr euch in eurem Boardgeschütz und müsst mit Sprengstoff bestückte Kamikaze-Attentäter abschießen, welche auf euer Fahrzeug zu laufen. Nach absolvieren des 3. Levels und dem damit bestehen des Minispiels, schaltet ihr wiederum ein Fahrzeug frei. Insgesamt gibt es ca. 35 verschiedene Fahrzeuge, welche alle unterschiedlich gepanzert, mal schneller und mal langsamer sind. Die Modelle sind allesamt sehr unterschiedlich und postapokalyptisch gehalten. Durch zerstören von Fahrzeugen und absolvieren von bestimmten Missionen, erhält man übrigens Geld, mit dem man seine Fahrzeuge in einem Shop (einer pro Stadt) aufmotzen kann. So kann man seine Panzerung, seine Anzahl von Nitros, seine Schussfrequenz, seine Geschwindigkeit, etc. verbessern. Auch Tipps über die versteckten Kisten kann man sich dort besorgen. Das steigert natürlich den Drang gegnerische Fahrzeuge zu zerstören, denn ohne aufgemotzte Fahrzeuge ist das Spiel deutlich schwerer. Natürlich könnt ihr nicht einfach so Fahrzeuge und Menschen ohne Folgen töten. Wie in GTA rückt euch nämlich schnell die Polizei, in diesem Fall die Sentinels, auf die Pelle, welche euch den Gar ausmachen wollen. Je mehr Menschen ihr tötet, desto höher das sogenannte RIOT Level. In GTA sind es Sterne, hier die 4 Buchstaben RIOT. Sobald euer Suchlevel auf RIOT steht, läuft eine Zeit mit. Wenn ihr eine bestimmte Zeit überlebt, schaltet sich ein weiteres Fahrzeug frei. Leichter getan als gesagt, denn sobald die RIOT Schrift vollständig ist, wird es ungemein schwer, denn dann werdet ihr von allen Seiten angegriffen. Für Abwechslung ist in diesem Spiel wirklich gesorgt. Ein sehr nettes Feature ist die persönliche Status-Liste, welche man sich bei einem Druck auf die Start-Taste anschauen kann. Dort stehen wirklich alle erdenklichen Informationen. Wie viele Menschen hat man umgebracht, wie viele davon erschossen oder überfahren, der weitester Sprung, die längste Flugzeit, wie oft ist man gestorben, wie oft hat man sein Fahrzeug repariert, etc, etc, etc. Auch wie viel Prozent man insgesamt vom Spiel erledigt hat und wie lange man das Spiel schon spielt, kann man dort nachlesen. Ein wirklich grandioses Feature. Man ist übrigens wie in GTA nicht an die Missionen gebunden, sprich man kann auch einfach frei durch die Stadt fahren und machen was man will. Zwar kommt man so in der Story nicht weiter und schaltet die nächsten Bezirke nicht frei, aber spaßig ist es allemal, wenn man einfach mal durch die Straßen heizt und alles dem Boden gleichmacht, was sich einem in den Weg stellt. Spaßig ist auch eine nette Wetterumstellung im Spiel. So taucht manchmal plötzlich ein Tornado auf, der alles was ihm zu Nahe kommt zerstört. Dies wird jedoch kurz vorher per Eilmeldung über das Radio angekündigt, so dass ihr wenigstens etwas vorgewarnt seit. Die Idee und Umsetzung des Tornados ist wirklich gelungen. Das Radio ist wie in GTA der ständige Begleiter im Spiel. Es gibt diverse Sender mit zum Spiel passenden Klängen. Ein paar Klassiker sind auch dabei. Ansonsten sei noch der Multiplayer-Modus erwähnt. Mit bis zu 4 Spieler an einer Konsole kann man sich hier gegenseitig in Deathmatch-Manier bekämpfen. Wer zuerst eine bestimmte Anzahl von Abschüssen erreicht hat, hat gewonnen. Das dabei viel Action und natürlich Spaß aufkommt, ist vorprogrammiert.

  • RoadKill
    RoadKill
    Publisher
    Midway Games
    Developer
    Midway Games
    Release
    24.11.2003
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RoadKill
RoadKill: Der Kampf ums Überleben - Leser-Test von Saruman
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01.05.2004
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