Mit dem Wild West Shooter Red Dead Redemption brachte der Publisher Rockstar Games ein Spiel auf den Markt, welches seit seinem Erscheinen sehr gute Verkaufszahlen aufzuweisen hat. Doch wer Rockstar kennt, der weiß, dass deren Spiele eher an Erwachsene Spieler gerichtet sind, wie zum Beispiel auch die Grand Theft Auto Reihe (zuletzt GTA IV). "Killerspiele"-Kritiker sehen diese Spiele natürlich nicht gern und stellen diese im Bezug auf Gewalttaten beziehungsweise Amokläufe immer wieder an den Pranger.
In Großbritannien hat nun das Schmierblatt The Daily Star (etwa vergleichbar mit der deutschen BILD Zeitung) behauptet, dass Rockstar an einem Amoklauf-Spiel mit dem Namen GTA: Rothbury arbeitet. Dabei soll dieses "Spiel" an den Raoul Moat-Amoklauf erinnern, bei dem ein britischer Amokläufer seine 22-jährige Ex-Freundin, eine Polizistin und auch eine 29-Jährige Frau erschoss.
Rockstar Games war über diese Aussage natürlich entsetzt und drohte der Zeitung, rechtliche Schritte in die Wege zu leiten. Darüber hinaus gab Rockstar an, dass die Behauptung, sie würden ein GTA: Rothbury produzieren, völliger Unsinn ist.
Jerry Lawtons, Redakteur der Daily und Schreiber des Artikels, äußerte sich wie folgt auf seinem Facebook Profil:
"Ich bin perplex durch die mir entgegen gebrachte Wut erwachsener Spieler. Das sind erwachsene (?!?) Männer die den ganzen lieben langen Tag lang herumsitzen und Videospiele miteinander spielen, und sich heute einmal dazu entschieden haben, die reale Welt lange genug zu betreten, um sich über meine Geschichte zu beschweren, in der ich eine Raul-Moat-Version von Grand Theft Auto niedermachte. Man könnte fast meinen, ich würde den Holocaust leugnen! Ich denke ich ... werde sie zu einem Duell in der virtuellen Realität herausfordern ... *zustech* ... gewonnen!!!"
The Daily Star sah am Ende aber ein, dass man diesen empörenden Artikel niemals hätte veröffentlichen dürfen und gab in einer Gegendarstellung an:
"Am 21. Juli haben wir einen Artikel veröffentlicht, in dem wir behaupteten, Rockstar Games würde die Veröffentlichung eines neuen GTA-Titels namens Grand Theft Auto Rothbury veröffentlichen. (...) Wir haben keinen Versuch unternommen, die Geschichte auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, bevor wir sie veröffentlicht haben, und wir nahmen auch keinen Kontakt zu Rockstar Games auf, bevor wir sie veröffentlichten. Wir haben nun eingesehen, dass es niemals Pläne von Rockstar Games gab, einen solchen Titel zu veröffentlichen, und dass die Geschichte offensichtlich falsch war. (...) Wir entschuldigen uns dafür, die Geschichte, die auf einem gefälschten Cover basierte, veröffentlicht und kritische Kommentare von einem trauernden Familienmitglied eingeholt zu haben. Auch entschuldigen wir uns freimütig bei Rockstar Games und versprechen diese Anschuldigungen niemals wieder vorzubringen. Wir sind außerdem einverstanden, ihnen einen beträchtlichen Betrag als Schadensersatz zu zahlen, den sie anschließend einer gemeinnützigen Einrichtung ihrer Wahl spenden werden."
Quelle: shooter-szene.4players.de







Beides ein und derselbe Rotz.