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  • Rogue Trooper im Gamezone-Test

    Ein sprechendes Gewehr, ein denkender Helm und ein Medipack produzierender Rucksack sind Rogues beste Freunde.

    Manchmal kommt man als Videospieler so richtig in Schwierigkeiten, dann nämlich, wenn einem ein Titel begegnet der auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv wirkt, aber schon nach kurzer Spielzeit mit seinem Gameplay und dem doch etwas anderen Spieleindruck begeistert. So ging es mir mit Rogue Trooper, der grafisch gesehen sicher kein Highlight darstellt, dafür aber ganz andere Qualitäten besitzt. Denn wenn man Rogue Trooper nach den Screenshots beurteilt, könnte man den Titel schnell in die schon recht ausgelutschte Third-Person-Schublade stecken. Denn um nichts anderes handelt es sich bei Rogue Trooper, um einen Shooter im schrägen SciFi-Setting der sich aber wegen seines einmaligen Protagonisten und seiner drei Chips deutlich von ähnlichen Spielen abhebt.

    Ein GI kämpft auch nach dem Tod weiter

    Gunner stirbt, und lebt in Rogues Gewehr weiter... Gunner stirbt, und lebt in Rogues Gewehr weiter... Bereits das Intro erzählt uns eine bedeutungsschwere Geschichte ob des endlosen Kampfes zwischen den Nort und den South. Die bösen Nortländer (schreibt man wirklich so), welche einen Anführer haben der mit bekannt gepresster Stimme spricht, sind in der Überzahl und stehen offensichtlich kurz davor die South zu überrennen. Diese lassen in ihrer Not die eilig zusammengestellte Armee ihrer genetisch gezüchteten Krieger los um das Blatt noch zu wenden. Doch werden sie in einen Hinterhalt gelockt und praktisch komplett ausgelöscht. In Person des Troopers Rogue erleben wir wie die Kameraden hinterrücks ausgeschaltet werden. Doch für einen GI ist der Kampf mit dem eigenen Tod noch lange nicht vorbei, erst das Ende des Krieges erlöst ihn von seinem Los. Und so kommt es, dass sich Rogue Trooper die Chips, auf denen sich die künstlichen Persönlichkeiten seiner gefallenen Kameraden befinden, schnappt, und jeweils einen in sein Gewehr, in seinen Rucksack und in seinen Helm steckt, wo sie mit Energie versorgt werden und ihm fortan zur Seite stehen können.

    Und genau das ist es was den Witz in diesem Spiel ausmacht. Denn mit seinen erweiterten Werkzeugen ist unser Rogue Trooper zu allem Möglichen in der Lage, was auch bitter nötig ist. Denn nach dem Tod seiner Kameraden kennt er nur noch ein Ziel: Er will herausfinden wer seine Kameraden verraten hat und sich rächen. Ein Ein-Mann-Team gegen die komplette Übermacht der Nort, genau das richtige für unseren Rogue Trooper.

    Die drei Chips

    Gunner freut sich wenn er schießen darf Gunner freut sich wenn er schießen darf Der erste Chip den sich unser Rogue Trooper schnappt ist in seinem Gewehr installiert. Das garantiert ihm nicht nur ständige Unterhaltung, denn die Persönlichkeiten in den Chips sind recht mitteilungsbedürftig, sondern vor allem die Möglichkeit das Gewehr an einer strategisch günstigen Stelle sich selbst zu überlassen. Daraufhin übernimmt der Chip die Kontrolle über das Gewehr und schießt auf alles was in seine Schussweite kommt. Wir selbst müssen in der Zeit mit der Handfeuerwaffe auskommen. Neue Munition für das Gewehr sammeln wir nicht direkt auf dem Schlachtfeld ein, stattdessen räubern wir die gefallenen Gegner aus und erhalten so eine bestimmte Menge Altmetall, aus dem wiederum unser Gewehr neue Munition produzieren kann. Und weil es im Spiel auch allerlei Upgrades für die drei Chips gibt, können sie im Laufe des Spiels immer mehr Dinge herstellen. Bezahlt wird all das mit dem eingesammelten Altmetall.

    Im Rucksack steckt eine Medipack-Fabrik Im Rucksack steckt eine Medipack-Fabrik Der zweite und etwas lethargische Chip steckt im Rucksack, wo er sich um die Medipacks kümmert, welche er uns auch per mechanischen Arm in die Schulter injiziert, sobald wir diese anfordern. Wie das Gewehr können wir auch den Rucksack benutzen um Feinde abzulenken, denn er ist in der Lage ein Hologramm von unserem GI zu erzeugen. Dieses können wir an eine beliebige Stelle hinstellen, am besten dort wo uns die Sniper sehen können, um dann in aller Ruhe aus der Deckung heraus zu agieren. Doch auch für den Funkverkehr und ähnliche Dinge ist er zuständig.

    Rogues Helm ist gerade beschäftigt Rogues Helm ist gerade beschäftigt Sicher der witzigste Chip steckt im Helm, den wir benutzen um Türcodes zu knacken oder Computer zu hacken. Es genügt ihn mit solchen Geräten zu verbinden, schon nimmt er seine Arbeit auf. Doch weil er so schlau ist kommt es zu den lustigsten Situationen, wie an einer Schleusentür wo er uns meldet den Code nun geknackt zu haben, woraufhin wir uns zu der Schleuse bewegen, welche aber noch geschlossen ist. Erst als wir den Helm mitnehmen öffnet sich die Tür und das Gewehr fragt, weshalb der Helm die Türe noch nicht früher geöffnet hat. Die Antwort ist so ehrlich wie direkt: "Weil ihr mich sonst zurückgelassen hättet", was der Rucksack natürlich scheinheilig verneint.

    Das Gameplay

    Es wird auf Befehl produziert Es wird auf Befehl produziert Was einen Anfangs etwas überfordert sind die vielen Handlungsmöglichkeiten unseres Rogue Troopers. Denn auch wenn die Steuerung recht gut funktioniert, man hat keinerlei Probleme über Kanten zu steigen, in Deckung zu gehen oder Ziel aufzunehmen, zwingt uns das Spiel doch in relativ kurzen Abständen den mitgeführten Computer aufzurufen, wo wir unseren Chips die Befehle zur Produktion von Munition und Medipacks etc. geben können. Denn diese hält man sich am besten auf Vorrat, da die Produktion selbst etwas Zeit in Anspruch nimmt und speziell die Medipacks nicht auf der Stelle wirken. Denn wenn wir den Heilen-Befehl geben wird erst einmal der Arm ausgefahren, die Spritze angesetzt und dann beginnst sich langsam unsere Gesundheit zu regenerieren. Fangen wir währenddessen einen Schuss oder müssen das Medipack erst bestellen, ist es meist schon zu spät.

    Doch nach kurzer Spielzeit bereits ist das kein Hindernis mehr und wir können uns voll dem Kampf gegen die Nort widmen. Und die fahren allerlei Geschütz gegen uns auf, wie gigantisch große Panzer deren Geschütze erst einzeln ausgeschaltet werden wollen oder kleine Ein-Mann-Mechs, die gegen Kugeln und Granaten immun sind. Um diese zu bezwingen müssen wir erst mit den Störgranaten das Steuerungssystem der Mechs für kurze Zeit außer Betrieb setzen, um ihnen auf den Rücken springen zu können von wo aus es ein Leichtes ist den Piloten zu exekutieren.

    Blick durch die Zieloptik Blick durch die Zieloptik Weit entfernte Scharfschützen entledigt man sich natürlich am Besten ebenfalls mit dem Scharfschützengewehr. Anders als bei ähnlichen Spielen aber können wir die Luft nicht anhalten um das Gewehr ruhig zu bekommen, stattdessen hilft uns ein elektronischer Kreisel die Körperbewegung auszugleichen. Je weiter wir diesen Aufgelevelt haben, desto länger ist er imstande das Gewehr ruhig zu halten. Das praktische daran ist, dass der Kreisel nur einmal eingeschaltet werden muss und dann aktiv bleibt bis er nicht mehr kann oder wir ihn abschalten. Wir müssen die entsprechende Taste also nicht ständig gedrückt halten, was das Zielen noch einmal enorm erleichtert.

    Die technische Seite

    Finish the Mech! Finish the Mech! Die technische Seite von Rogue Trooper ist in der Lage einem durch ein wahres Wechselbad der Gefühle zu chauffieren. Denn auf der Positiv-Seite des Titels stehen eindeutig das gelungene und herrlich inszenierte Gameplay, die ebenfalls wunderbar zugängliche und nie zickige aber etwas überladene Steuerung, sowie die superstabile Framerate. Auf der Negativ-Seite aber scharen sich das doch recht einfache Erscheinungsbild des Spiels, welches mitunter schon mehr als angestaubt wirkt, sowie der niedrige Wiederspielwert zusammen. Denn hat man das Abenteuer einmal bestanden besteht kein Grund es ein zweites Mal zu versuchen. Dabei fällt es mir am schwersten sich ein Urteil über die Soundkulisse zu bilden, denn die deutschen Synchronsprecher erledigen ihre Arbeit wirklich gut, besonders die drei Chips und unser Trooper überraschen oft mit der an den Tag gelegten Situationskomik oder ihrem Sarkasmus. Und wenn rund um einen herum die Granaten einschlagen während sich die Gegner abzusprechen versuchen gibt's auch an der restlichen Soundkulisse nichts zu mäkeln. Wenn da nicht die vielen stillen Passagen währen, oft nachdem man ein Schlachtfeld gesäubert hat und nun das Altmetall einsammelt, während derer nur ein laues Lüftchen vernehmbar ist und sonst nichts. Da hätten es schon noch ein paar Geräusche mehr aus dem Hintergrund sein dürfen.

    Rogue Trooper (PS2)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Die Drei-Chip-Mechanik aus dem Gewehr
    dem Helm und dem Rucksack
    die Situationskomik
    die erzählte Geschichte
    die zwar überladene aber gut funktionierende Steuerung
    der angenehm langsam ansteigende Schwierigkeitsgrad
    die gelungene deutsche Sprachausgabe
    Grafik von gestern
    an manchen Stellen kaum Hintergrundsounds
    kein hoher Wiederspielwert
  • Rogue Trooper
    Rogue Trooper
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Rebellion
    Release
    21.04.2006

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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990737
Rogue Trooper
Rogue Trooper im Gamezone-Test
Ein sprechendes Gewehr, ein denkender Helm und ein Medipack produzierender Rucksack sind Rogues beste Freunde.
http://www.gamezone.de/Rogue-Trooper-Spiel-30708/Tests/Rogue-Trooper-im-Gamezone-Test-990737/
13.04.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/7_1_.jpg
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