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Runes of Magic (PC)

Release:
19.03.2009
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Gameforge AG

Runes of Magic im Gamezone-Test

30.04.2009 17:50 Uhr
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Neu
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... ist vermutlich eines der Besten, wenn nicht gar das Beste, free 2 play MMORPG am Markt! Aber kann es das Genre aufmischen?

Mit Runes of Magic haben die Jungs und Mädels von Frogster, die zuletzt das abopflichtige MMO Chronicles of Spellborn in Deutschland veröffentlicht haben, ein ganz heißes Eisen im Feuer. Denn obwohl es sich auch bei RoM um ein MMORPG handelt, hebt es sich doch in einem Punkt ganz essentiell vom Konkurrenten aus dem eigenen Hause ab: denn anstatt monatlich teils horrende Gebühren zu berappen ist RoM kostenlos und finanziert sich lediglich durch ein Micro-Payment System. Wir waren einen Monat lang in Taborea unterwegs und haben das Bezahlsystem ebenso wie interessante Instanzen und die lebhafte Community unter die Lupe genommen.

Runes of Magic Runes of Magic [Quelle: ] Obwohl Frogsters MMO Runes of Magic komplett kostenfrei im Internet herunterzuladen ist (möglich auf der offiziellen Seite www.runesofmagic.com) überraschte der Titel in seiner Erstveröffentlichungswoche, indem die Boxed-Fassung die Langzeit-Könige World of Warcraft vom Chartthron stoßen konnte. Der Verkaufsfassung liegen, im Gegensatz zur voll elektronischen Version, ein Handbuch, eine hübsche Karte von Taborea, die Spiel-DVD sowie einige Codes für Ingame-Güter bei, zu haben ist das Paket derzeit für knappe 10 Euro. Enthalten sind darin exklusive Greifen-Haustiere, Schlachtrösser und ein ganzer Haufen Tränke und Fertigungsgüter, die im späteren Spielverlauf ganz gelegen kommen, laut Verpackung liegen Items im realen Wert von über 10,- bei. Für wahre Fans lohnt der Kauf von daher auf jeden Fall.

Minimalistische Charaktererstellung mit vielen Möglichkeiten

Runes of Magic Runes of Magic [Quelle: ] Nach der erfolgreichen Wahl eines bevorzugten Servers steht man am Beginn eines jeden MMOs: der Erstellung eines virtuellen Alter Ego. RoM erleichtert einem die Qual der Wahl hier, indem es nur ein Volk gibt, die Menschen. Dennoch kann man sich hieran austoben, denn dank des Editors ist es möglich, dreizehn Körperzonen unabhängig voneinander einzustellen. Ob man nun einen langen Lulatsch mit dickem Bauch, kleinen Ärmchen und Quadratlatschen darstellen möchte oder mit mehr Ernsthaftigkeit an die Sache geht, bleibt einem selbst überlassen. Wählen kann der Spieler außerdem zwischen sechs primären Charakterklassen, die jedoch genretypisch sind und nur wenig innovativ. Krieger sind die typischen Tanks, Meister des Schwertnahkampfs und können dank Kettenrüstung ordentlich einstecken und austeilen. Kundschafter übernehmen die Aufgaben eines Jägers und sind stark im Fernkampf. Sie nutzen ihre Fertigkeiten, um Angriffe mit Bögen und Armbrüsten zu perfektionieren., spezialisieren sich im Nahkampf aber darauf, Gegner auszubremsen. Schurken hingegen sind Spezialisten für verdeckte Operationen und spezielle Angriffstaktiken. Sie konzentrieren sich auf Überraschungsangriffe aus dem Verborgenen und nutzen Gifte. Magier sind typische Damagedealer: Mit Feuer-, Eis- und Blitz-Attacken richten sie viel Schaden an und können es dank Umgebungsschäden mit ganzen Horden von Gegnern aufnehmen. Nachteilig hierbei ist ihre Stoffrüstung, denn dadurch sind sie nur wenig geschützt. Priester sind auch in RoM keine reine Supporterklasse, fokussieren sich aber dennoch ganz klar auf Unterstützung und Heilung, statt auf Alleingänge. Ritter sind zuletzt neben den Kriegern eine weitere Klasse von Tanks, die sogar Plattenrüstung tragen können und von daher noch mehr einstecken, als ihre kettentragenden Kollegen.

Runes of Magic Runes of Magic [Quelle: ] Um das Gameplay abwechslungsreich zu gestalten und Dynamik zu generieren haben sich die Entwickler von Runewaker Entertainment, einer taiwanesischen Firma, zusätzlich ein Second-Class-System erdacht. Ab Level zehn steht es jedem Spieler frei, zusätzlich zu seiner Primärklasse noch eine weitere, sekundäre zu wählen, wodurch wilde Kombinationen wie "Magie-Priester", Kriegs-Schurke" oder ähnliches möglich werden. Insgesamt sind damit 30 individuelle Charaktertypen möglich, nicht alle sind jedoch sinnvoll. Einige Kombinationen können beispielsweise den Ressourcen-Pool sehr schnell erschöpfen, wie z.B. die Kombination aus Magier und Priester, die bekanntlich beide auf Mana setzen und dieses schnell verbrauchen würden. Empfehlenswert sind korrelierende und sich ergänzende Klassen, die beispielsweise Nah- und Fernkampf zusammenführen.

Den Einstieg finden

Runes of Magic Runes of Magic [Quelle: ] Der Einstieg und die Eingewöhnung in Runes of Magic verläuft relativ fließend, Steuerung und Gameplay ist man von vielen anderen kostenpflichtigen Produkten, wie dem Genrekönig WoW, bereits hinreichend gewöhnt. Gesteuert werden die Charaktere mit WASD sowie der Maus durch die Welt, Angriffe und Fertigkeiten sortiert man in Aktionsleisten, die mit Quicklinktasten verknüpft sind. Rein technisch steht RoM keinem seiner Konkurrenten hier in einer Art nach, wie es noch in Spellborn dank der verhunzten Mausführung der Fall war. Die Gewöhnungsphase ist von daher schnell hinter sich gebracht, die obligatorischen Level Eins Gegner Wölfe und Bären sind schnell erlegt, womit der Einstieg ins Spiel rasch gelingt. Erste Quests kann man in einem kleinen Dorf besorgen und damit erstmals das Aufgabensystem kennenlernen, das jedoch auch typisch ist und keiner weiteren Erklärung bedarf: Auf einen Blick bekommt der Spieler eine kurze Erklärung, Ziele und die zu erwartende Belohnung. Hübsch zusammengefasst hat man die Aufgaben im Questlog, statt lang und breite Textpassagen zu präsentieren liegt hier eine Kurzzusammenfassung vor, die dem Spieler langes Suchen erspart.

Runes of Magic Runes of Magic [Quelle: ] Die ersten Stunden ingame verlaufen für MMO-Freunde fast schon zu routiniert: Aufträge annehmen, 20 Monster töten und gewünschte Ingredienzien zurückbringen und Folgequest abholen. Viel mehr gibt zumindest zu Beginn das Genre nicht her, Platz für Innovation bleibt meist nur wenig. Von daher spielt sich RoM auch ähnlich wie World of Warcraft und erinnert in vielen Aspekten an das "große Vorbild", wennschon RoM doch aus einem kulturell vollkommen anderen Gefilde kommt, dem man zuweilen meist trashige Grind-MMOGs zuspricht. Doch glücklicherweise hebt sich RoM von eben diesem Gameplay im positiven Sinne ab und liefert dem Spieler Hintergrund, Story und vor allem eine lebhafte Welt, in der halbwegs kluge und abwechslungsreiche Aufträge anstehen. Nur selten fühlt man sich in eine billige Schnetzelorgie versetzt, etwa dann wenn bestimmte Gegenstände nur selten droppen und man gleich herdenweise komische Hasen plattmacht.

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30.04.2009 17:50 Uhr
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... ist vermutlich eines der Besten, wenn nicht gar das Beste, free 2 play MMORPG am Markt! Aber kann es das Genre aufmischen?
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