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  • Rygar: The Battle of Argus im Gamezone-Test

    Lange vermisst und nun wieder da! Die Jagd nach einer entführten Prinzessin. Antik oder reanimiert? Wir haben es herausgefunden!

    Aus welchem Holz müssen Helden geschnitten sein? Keine leichte Frage, vor allem nicht mehr in der heutigen Zeit, in der auch mal so richtige "Badboys" ein Spielerherz erfrischen können. Vor vielen Jahren sah die Welt der Videospiele noch ganz anders aus. Beleibte Klempner in roten Latzhosen, spitzohrige Waldbewohner, persische Prinzen, Gunblade schwingende Einzelgänger - sie alle hechelten den kreischenden Weibern hinterher und wollten zum Abschluss einzig allein mit einem dicke Kuss belohnt werden. Zum Glück sind die nervtötenden Prinzessinnen aus der Mode gekommen, wird sich wohl so mancher alte Hase nun sagen. Und dennoch legt es das Muskelpaket Rygar mal wieder direkt darauf an: Vor seiner Nase wird eine hübsche Prinzessin entführt und schon steht ihr inmitten eines mythischen Abenteuers. Seite an Seite kämpften wir zusammen mit dem Helden gegen die Titanen und retteten - schon zum zweiten Mal - die unvorsichtige Dame!

    Rygar: The Battle of Argus Rygar: The Battle of Argus Das Wii Spiel "Rygar - The Battle of Argus" erweckt zunächst nicht den Eindruck, bis auf die markante Waffe, den so genannten Diskarmor, etwas gemeinsam mit seinen Vorgänger zu haben. Der typisch japanisch wirkende, muskulöse Held kommt im feschen Gang daher, hat eine hochnäsige Nase und erinnert dank der weißen Stachelhaare eher an stereotypische "Final Fantasy" Charaktere, als an römische Söldner, Gladiatoren oder gar Helden. Der geneigte Fan sieht sich daher zunächst in den Bann gezogen. Auch der Titel lässt nichts böses ahnen und doch handelt es sich um einen Aufguss des im Jahre 2003 erschienenen Playstation 2 Klassikers "Rygar - The Legendary Adventure". Seinerzeit überzeugte Entwickler Tecmo mit einer sehr guten Technik und einem ausgefeilten Gameplay, was zusammen ein sehr unterhaltsames Action-Abenteuer auf den Mattscheiben ergab.

    Rygar: The Battle of Argus Rygar: The Battle of Argus Anno 2009 steht nun also ein vollkommen neuer, und zugegebenermaßen aufgrund der Geschichte irgendwie völlig deplazierter Held in den Fußstapfen seines einstigen römischen Kollegen und darf dieselbe Geschichte um die entführte Prinzessin Harmonia erneut erzählen. Noch während er für seine Taten auf hoher See geehrt werden sollte, platzen aus dem Nichts schreckliche Monster in die Zeremonie und beendeten die Siegesfeier. Während Rygar in einer Felsspalte zunächst genüsslich vor sich hin schlummert, geht die hübsche Maid dem typischen, wenn auch veraltetem Videospielklischee nach und lässt sich kurzerhand entführen. Schon recht komisch, Bedarf es doch einer fremdartigen Stimme, den weißhaarigen Kerl wieder zu Bewusstsein zu bringen und ihn auf die Fährte seiner Gegner zu locken. Manch ein Klempner war seinerzeit doch etwas zackiger bei der Sache und nahm die Füße in die Hände.

    Taucht ein in eine alte Welt

    Rygar: The Battle of Argus Rygar: The Battle of Argus Angehaucht vom römischen Stil und manch mythologischen Gegebenheiten begibt man sich in eine Welt, die mit großartigen Tempelbauten und Herrschaftshäusern nicht geizt. Das Antike Ambiente, welches in den späteren Abschnitten durchaus auch fremdartige Gestallten und Fabelwelten fabriziert, ist auch auf der Wii recht ordentlich umgesetzt und überzeugt mit durchwegs gelungenen Grafiken und zahlreichen Details. Auch auf diverse Nebel-, Sand-, Wasser- und Lichteffekte müssen wir nicht verzichten - doch vergleicht man das Original mit der heutigen Fassung, entsteht ein fader Beigeschmack. Die alte PS2-Fassung wirkt auf heutigen TV Geräten einfach einen Tick schärfer und knackiger, auch wenn die Farben - vielleicht aufgrund ihres Alters - im Original bleicher erscheinen.

    Rygar: The Battle of Argus Rygar: The Battle of Argus Ausgestattet mit dem Schild, einen so genannten Diskarmor, macht sich der Held auf die Suche nach der Prinzessin. Dabei lässt er keine Situation ungenutzt, um alte Mythen der Videospielgeschichte wieder aufleben zu lassen. Zugegeben, die Geschichte ist mit jeder Silbe identisch gleich mit dem Original - daher kann der Held, welcher sich ein vollkommen neues und japanischen Aussehen verpasst hat, nicht wirklich was für sein Missgeschick. Die Story wird schlussendlich aber auch recht ansprechend mit kleinen Videosequenzen präsentiert, in denen Rygar lautstark nach seiner holden Maid verlangt und jedes Mal aufs neue mit irgend einem Endboss, einem griechischen oder römischen Gott oder sonst einem Gute-Nacht-Wesen abgewürgt wird. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als die Zähne zusammenzubeißen und den Monstrositäten den Schild um die Ohren zu hauen.

    Auf bekannten Pfaden wandelnd

    Rygar: The Battle of Argus Rygar: The Battle of Argus Der Titel fällt eindeutig in die Kategorie der "God of War" Spiele, wobei Kratos erst nach Rygar das Licht der Welt erblickte und somit eigentlich von seinem Kollegen die Grundkenntnisse erlernen musste. Ihr stapft mit dem Muskelprotz durch aufwendig gestaltete Tempelanlagen, die mal dunkel, mal mit Wasser geflutet, aber durchaus auch in die Tiefen der Erde in heiße Lavahöhlen oder luftige Höhen entführen und bekommt es häufig mit den Ausgeburten der Hölle zu tun. Schleimige Raupen, Schwert schwingende Skelette, hünenhafte Ritter sowie Geister geben ihr Stelldichein. Immerhin haben die Entwickler ein wenig am Auftreten der kreischenden Waffennahrung gearbeitet, denn schon im ersten Abschnitt tauchen viele neue und andersartige Gesichter auf und bieten somit auch den Kennern ein variantenreiches Bild. Die Horden glänzen aber nach wie vor weniger mit ihrer Intelligenz als vielmehr durch ihr massiges Auftreten.

    Rygar: The Battle of Argus Rygar: The Battle of Argus Per Knopfdruck sendet der Held seinen Schild aus - das Markenzeichen der Serie. Dieser fliegt im hohen Bogen auf die erstaunten Gesichter zu und schnippelt aufgrund der scharfen Kanten den Feinden gerne mal den Kopp ab. Dank der montierten Kette findet das Handwerkzeug schlussendlich immer zurück zu seinem Besitzer und kann somit praktischerweise auch für diverse Angriffscombos verwendet werden. Diese müsst ihr euch aber zunächst mit viel Sammelfleiß freischalten, was den spielerischen Wert durchaus erhöht. Aus dem fernöstlichen Land bringt der weißhaarige Kollege aber auch neuartige Bewegungsrhythmen mit, denn ein gelungener Kampfabschluss endet recht gern mit einem herzhaften Schwung der Wii-Remote, um zum Beispiel mittels mächtiger Energiewellen einige Gegner zu plätten. Außerdem enthält jeder Diskamor einen Schutzgeist: Heiß wird es mit Zeberus, vom Blitz getroffen dank Taros und Sirene ist dem Gefrierpunkt immer sehr nahe. Einmal herbeigerufen, sorgen diese Geister für starke Wunden bei den Gegnern.

    Rygar: The Battle of Argus Rygar: The Battle of Argus All diese Fähigkeiten sind aber auch nötig, denn wirklich leicht ist der Titel nicht. Manch Gegner weiß sich durchaus mit dem Schild und Schwert zu verteidigen oder greift im richtigen Moment an, aber vor allem die riesigen, Bildschirme füllenden Bossgegner sorgen für beeindruckende Auseinandersetzungen. Oftmals müsst ihr deren Angriffsmuster zunächst studieren, um nach dem wiederholten Ableben vom Speicherpunkt aus einen deutlich besseren Weg einschlagen zu können. Und wer dennoch zu oft ins Gras beißt, darf ähnlich wie bei "Ninja Gaiden" den Schwierigkeitsgrad auf "easy" umstellen, was die ganze Sache dann doch etwas angenehmer gestaltet.

  • Rygar: The Battle of Argus
    Rygar: The Battle of Argus
    Publisher
    Rising Star Games, Ltd.
    Developer
    Tecmo Inc.
    Release
    02.07.2009
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http://www.gamezone.de/Rygar-The-Battle-of-Argus-Spiel-31214/Tests/Rygar-The-Battle-of-Argus-im-Gamezone-Test-992294/
10.07.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/07/pic-61077.jpg
tests