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  • SAW im Gamezone-Test

    Saw vermittelt eine stimmungsvolle und düstere Atmosphäre, aber man erreicht das Ende der Geschichte viel zu schnell.

    Passend zum mittlerweile sechsten Kinofilm bekommt SAW nun das dazugehörige Videospiel spendiert. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein begleitendes Produkt, da die Handlung zwischen dem ersten und zweiten Film stattfindet. Obwohl die Serie viele Fans hat, stellt sich natürlich die Frage, ob man als Kenner von Jigsaws Fallen zuschlagen sollte, immerhin haben Lizenzprodukte einen zweifelhaften Ruf.

    Ich will ein Spiel spielen!

    SAW SAW Dieser Satz prägt die komplette Filmreihe, weswegen er natürlich auch im Videospiel seine Verwendung finden wird, doch der Reihe nach. In Saw übernimmt man die Rolle von Detective Tapp, doch Moment, ist der gute Mann am Ende von Teil 1 nicht gestorben? Mitnichten, Jigsaw hat ihn wieder zusammen geflickt, um mit ihm einige kranke Spiele zu spielen. Zusammen mit anderen Menschen, die irgendwas mit den Aktivitäten von Tapp zu tun hatten, muss man in einer heruntergekommenen Irrenanstalt um sein Leben kämpfen und rätseln. Atmosphärisch kann Saw überzeugen, da uns eine Mischung aus Silent Hill und Condemned erwartet. Da die Irrenanstalt ziemlich runtergekommen ist, erwarten uns düstere, dreckige und schummrig ausgeleuchtete Räumlichkeiten.

    SAW SAW Doch bevor es losgeht, muss man sich bei einem Quicktime Event zunächst aus dem bekannten "Kieferknacker" befreien. Danach geht das Action Adventure seinen Weg, wobei man aus der Third Person Perspektive weniger kämpft, als zunächst erwartet. Viel mehr kümmert man sich um Rätsel und das Erforschen der Anlage. Dementsprechend ist das Gameplay eher gemächlich. Zum Glück sind die Kämpfe gegen die Irren vergleichsweise selten, da das Kampfsystem furchtbar undynamisch und zäh ausgefallen ist. Um Herr der Situation zu werden, greift man nach Brechstangen, Baseballschlägern, Spritzen oder Puppenbeinen. Fernkampfwaffen finden sich extrem selten. Mit leichten und schweren Schlägen geht es den Angreifern ans Leder. Die KI ist dabei äußerst dumm und wenig fordernd. Schnell ist die Kampfmechanik durchschaut, weswegen an dieser Stelle kein Problem zu erwarten ist. Und will man Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen, schleicht man entweder vorbei oder lockt Opponenten in Stolperfallen, die beispielsweise eine Schrottflinte auslösen. Darüber hinaus können eigene Fallen aufgebaut werden. Um das Opfer in die entsprechende Vorrichtung zu locken, werden Türen und ähnliches verriegelt. Da die KI aber alles andere als clever ist, ist dieses Unterfangen an Leichtigkeit kaum zu unterbieten. Ansonsten lassen sich die Gegner in Wasserpfützen locken, die man anschließend unter Strom stellt. Schon wird ein weiterer Irrer gebrutzelt.

    Eine Falle nach der anderen

    SAW SAW Neben den Kämpfen wird man viel Zeit damit verbringen, um nach nützlichen Gegenständen in Schränken und anderen Aufbewahrungsformen zu suchen. Dazu zählen Spritzen zur Gesundheitsauffrischung, Schlüssel, Equipment zum Fallenbau oder Nägel, mit denen man Schlösser knacken kann. Vorsicht ist auch bei Türen geboten, da diese mit Fallen versehen sein können. Hier muss man in einem QTE möglichst schnell eine Taste drücken, ansonsten ist der Kopf weg. Zudem muss Tapp aufpassen, wohin er tritt, da er ganz nach dem Vorbild von John McClane barfüßig unterwegs ist. Glasscherben sollten demnach gemieden werden. Ansonsten gilt es recht viele Rätsel zu lösen. Mal müssen Kombinationen gefunden, Stromleitungen verbunden oder Dampfrohre in der richtigen Reihenfolge aktiviert werden. Besonders nett: In einer mit Spritzen oder Säure gefüllten Toilette nach einem Schlüssel suchen. Alle Rätsel haben eines gemeinsam: Sie waren in irgendeiner Form schon in anderen Spielen zu sehen. Dennoch wartet die eine oder andere Kopfnuss auf den Spieler, vor allem bei den Rätsel, die einen Abschnitt beenden. Hier muss eine Person unter Zeitdruck vor einer tödlichen Fallen gerettet werden. So gilt es beispielsweise Zahnräder anzuordnen, bevor ein Beil den Gefangenen in zwei Stücke schneidet.

    SAW SAW Zeitdruck ist in Saw ohnehin ein ernstzunehmender Faktor, denn Rätsel, die mit etwas Logik eigentlich locker gelöst sind, müssen nun in wenigen Momenten absolviert werden. Das sorgt für Adrenalin, aber auch für eine jede Menge Frust. Saw ist ein Spiel, bei dem man sehr oft verleitet wird, im Netz nach Komplettlösungen und FAQs zu suchen. Ein weiteres Problem bei der Rätselkost: Spätestens nach der ersten Hälfte des Spiels wiederholen sich die Puzzles sehr stark, Routine kehrt ein. Dennoch darf man sich auf jede Menge Wiedererkennungswert bezüglich der Fallen freuen, die durchaus kreativ ausgefallen sind. Etwas Abwechslung bringt die Tatsache, dass einige Feinde ebenfalls Fallen tragen. In einer Art Bosskampf müssen wir uns einem verzweifelten Gefangenen stellen, der nichts sieht, weil er einen Stahlkasten auf seinem Kopf trägt. Dafür hört er besonders gut, weswegen wir keine all zu großen Geräusche machen dürfen, da Tapp ansonsten sehr schnell nieder geschlagen wird. Was uns bleibt, ist die arme Kreatur anhand von Geräuschen in eine Falle zu locken.

  • SAW
    SAW
    Developer
    Brash Entertainment
    Release
    03.12.2009
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SAW
SAW im Gamezone-Test
Saw vermittelt eine stimmungsvolle und düstere Atmosphäre, aber man erreicht das Ende der Geschichte viel zu schnell.
http://www.gamezone.de/SAW-Spiel-31685/Tests/SAW-im-Gamezone-Test-992586/
07.12.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/12/SAW_NG_120531153230.jpg
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